Um meinem Ziel, alle Bahnstrecken in Schleswig-Holstein zu befahren, wieder ein Stück näherzukommen, machte ich mich am Sonntag auf den Weg nach Büsum. Eigentlich wollte ich ausschließlich mit dem Nahverkehr fahren, aber der machte keine Anstalten, auf dem Abfahrtsgleis bereitgestellt zu werden, wohl weil der verspätete Fernverkehr noch im Weg war. Also investierte ich ein wenig Geld und nahm eben diesen. So konnte ich eine halbe Stunde früher als geplant in AH sein, schon mal nach Elmshorn vorfahren und ein Bild vom ICE L mit der neuen Hybridlok machen.
ICE L bei der Durchfahrt durch Elmshorn
Dann ging es wie ursprünglich geplant auf der Marschbahn weiter und ab Heide über die für mich neue Strecke zu meinem Zielbahnhof. Die ist auch sonst gut in der Moderne angekommen: neue, barrierefreie Bahnsteige, ebensolche Akkutriebwagen und ein Stundentakt, der allerdings mit sich brachte, dass einige sehr kleine Unterwegshalte gar nicht mehr bedient werden können und die anderen bis auf Wesselburen nur bei Bedarf.
In Büsum angekommen, reichte die Zeit bis zum nächsten Zug gerade für einen Spaziergang zum Meer, eine Currywurst (wobei sich bestätigt hat, dass mir die norddeutsche Variante nicht so liegt) und einige Fotos von Autos mit kuriosen Kennzeichen (eine ehemalige Chorkollegin sammelt die). Ein Bild vom Akku-Flirt war auch noch drin:
Akku-Flirt der Nordbahn in Büsum
Zurück wollte ich ursprünglich genau denselben Weg nehmen wie hin, diesmal aber nur mit dem Nahverkehr. In Elmshorn angekommen, entschied ich mich jedoch spontan dazu, wieder einzusteigen, im Zug bis Altona sitzen zu bleiben und von da zur Abwechslung mal mit dem Bus zum Hbf zu fahren. Das klappte auch, die Fahrraddemo, die wir unterwegs passierten, behinderte zum Glück nur den Gegenverkehr, und ich lernte noch ein paar neue Ecken von Hamburg kennen. In AH angekommen, gab es noch einen spontanen Gleiswechsel für den Metronom. So, wie es aussah, erreichten ihn aber trotzdem die meisten Fahrgäste und hatten sogar einen Sitzplatz. Meinen Heimatbahnhof erreichte ich mit etwa +10 kurz vor 20 Uhr.
Heute war der letzte Tag der Oldtimermesse „Retro Classic“ in Essen. Das ist nun eigentlich kein Thema, das mich sonderlich interessiert, allerdings hatte ich im Netz gesehen, dass dort auch einige historische Busse ausgestellt waren. Da ich sonst noch nichts vorhatte, machte ich mich auf den Weg. Hin fuhr ich mit dem Deutschlandticket, was bedeutete, dass ich in den RE 9 einstieg, der zurzeit selber mit einer Art Oldtimerfahrzeugen gefahren wird. Ab HO ging es nahtlos mit dem RE 2 und etwas neueren Fahrzeugen weiter. Beide Züge waren sehr gut gefüllt, ich hatte aber jeweils einen Sitzplatz. Essen Hbf erreichte ich pünktlich und die Messe tatsächlich genau in dem Moment, ab dem das deutlich vergünstigte Happy-Hour-Ticket galt. Also lief ich zielstrebig zur Nutzfahrzeughalle und wurde nicht enttäuscht, denn dort stand unter anderem ein Anderthalbdecker, den ich noch nie live gesehen hatte.
Dieser Henschel-Bus (eine mir bis dahin unbekannte Marke) der Stadtwerke Trier begann sein Leben als Obus, wurde aber dann in einen Dieselbus umgebaut:
Interessant war auch der Doppelstock-Gelenkbus Neoplan Jumbocruiser, der größte jemals gebaute Bus:
Für mich besonders interessant: Ein City-Express-Neoplan 4014 ex Vestische, inzwischen im Privatbesitz und in den originalgetreuen Zustand versetzt:
Auch einige Lkw gab es zu sehen, zum Beispiel diesen Langhauber.
Auf dem Rückweg machte ich noch einen Abstecher zur U-Bahn-Strecke auf die Margarethenhöhe, um ein aktuelles Bild von den (allerdings auch schon fast historischen) Fahrzeugen der Ruhrbahn zu machen. Von den beiden eingesetzten U-Bahn-Baureihen gelang allerdings nur ein Bild von den B-Wagen an der Station Gemarkenplatz.
Um die Zeit optimal (auch zum Essen beim Frittenwerk) ausnutzen zu können, fuhr ich zurück mit dem ICE. Der war wie die Züge auf der Hinfahrt voll, aber pünktlich, so dass ich um Viertel nach acht wieder HB erreichte.
Am Donnerstag war ich mal wieder zum internationalen Mensa-Event „Grensa“ unterwegs, das diesmal in Südlohn-Oeding an der niederländischen Grenze stattfand. Mein ursprünglicher Plan, dafür die X80 diesmal nicht nur zum Spaß zu benutzen, wurde durch deren Zweistundentakt vereitelt. Also fuhr ich mit dem ICE nach Münster, wo der recht knappe Anschluss zur RB 63 klappte, und weiter nach Coesfeld, wo sogar noch Zeit war, einen sich sonnenden Setra auf den Chip zu bringen. Meines Wissens ist es das erste Exemplar dieses recht schicken Modells in meiner Sammlung.
Setra von Boonk Reisen am Coesfelder Bahnhof
Es ist schon witzig, wie die genutzten Verkehrsmittel immer kleiner wurden: Erst ICE, dann zweimal RB, von Ahaus dann ein Regionalbus bis Südlohn, wo ich dann in den Bürgerbus umstieg. Der heißt so, weil er von Ehrenamtlichen gefahren wird und so die Verbindung zwischen den beiden Gemeindeteilen untereinander und mit dem niederländischen Winterswijk darstellt. Der Bürgerbus fährt werktags außer samstags im Stundentakt und ist in der Fahrplanauskunft zu finden. Das Deutschlandticket gilt nicht, die Fahrt kostete aber ganze 1 Euro.
So kam ich dann tatsächlich eine Stunde früher als mit dem X80 in Oeding an. Am nächsten Tag gelang mir dann auch ein Foto vom Bürgerbus, wenn auch ohne Sonne:
Der Südlohner Bürgerbus am Rathaus in Oeding
Der Rest des Wochenendes war mehr oder weniger ÖPNV-frei, sieht man einmal davon ab, dass wir am Sonntag ein Kuriosum besichtigten: Das niederländische Dinxperlo und das deutsche Suderwick sind im Grunde ein Ort in zwei Staaten. Da die Grenze entlang der Straße verläuft, auf der der Bocholter Stadtbus fährt, hat er logischerweise auch auf beiden Seiten unterschiedliche Haltestellenmasten:
Deutscher (links im Hintergrund) und niederländischer Haltestellenmast auf dem Hellweg in Suderwick bzw. dem Heelweg in Dinxperlo
Zurück ging es dann nicht mit dem Zug, sondern es ergab sich eine Mitfahrgelegenheit bis an den Stadtrand von Bremen, wo ich direkt den Schnellbus nach Hause erwischte und so noch bei meiner Freundin vorbei schauen konnte.
Nicht in das Land der nicht mehr ganz so unbegrenzten Möglichkeiten, sondern nur in die benachbarte Hansestadt Hamburg führte mich meine heutige Tour. In HB erwischte ich gerade noch die RB – hatte ich gedacht, die Abfahrt verzögerte sich dann wegen der Überholung zweier ICE und der Kreuzung mit dem Gegenzug doch noch so lange, dass ich mir auch noch einen Kaffee hätte holen können. Bis AH wurde die Verspätung immerhin nicht mehr, so dass ich immerhin noch kurz zum Bäcker gehen konnte und dann die ebenfalls verspätete S5 zur Elbgaustraße erreichte.
Die verließ ich eine Haltestelle vorher in Eidelstedt, um nach mehr als 20 Jahren mal wieder A-Bahn zu fahren. Dahinter verbirgt sich ein kommunaler landeseigener Eisenbahnbetrieb, dessen Hauptstrecke von Eidelstedt nach Kaltenkirchen gerade für den S-Bahn-Betrieb ausgebaut wird. Daher endet die Linie A1 auf dieser Strecke auch schon in Ulzburg Süd, den Betrieb von dort nach Kaltenkirchen und Neumünster übernimmt die Linie A2. Die nahm ich nun – in Gestalt eines LINT – in Gegenrichtung bis zur Endstation Norderstedt Mitte.
LINT der AKN in Norderstedt Mitte
Um Bilder zu machen, ließ ich die – wegen Bauarbeiten nur alle 20 Minuten fahrende – U-Bahn sausen und hatte so unter anderem endlich Zeit für einen Kaffee, aber auch für ein Foto von diesem kuriosen Straßenschild:
Straße „Beamtenlaufbahn“ in Norderstedt
Dann machte ich aber endlich die Buchstaben aus der Überschrift komplett und fuhr mit der U1 zwei Stationen weiter bis Garstedt. Von dort gibt es nämlich einen Bus nach Poppenbüttel, von wo mir noch die S-Bahn in meiner Sammlung fehlte. Die hakte ich auch ab, nur um in Barmbek wiederum in die U-Bahn zum Hauptbahnhof umzusteigen und dort zu essen, diesmal beim Syrer.
Für die Rückfahrt liebäugelte ich mit einem ICE-Ticket, entschied mich aber doch für die verspätete RB. Für den Platz hätte sich der Aufpreis nicht gelohnt, denn davon gab es in der RB genug. Nur wäre ich mit dem ICE früher in HB gewesen. Wie sich herausstellte, sogar mit dem RE, der uns in Sottrum überholte. Aber man kann nicht ein volles Fass und eine betrunkene Ehefrau haben, wie ein italienisches Sprichwort sagt. Und ich hatte ja heute Abend nichts weiter vor, außer diesen Blogbeitrag zu schreiben.
Am Sonntag ging es leider schon wieder auf den Heimweg aus Luxemburg. Als krönenden Abschluss hatte ich mir aber noch vorgenommen, die Nordstrecke bis Lüttich zu befahren. Am Bahnhof Luxemburg habe ich noch ausreichend Zeit, eine Doppelstockgarnitur von der Seite des Steuerwagens auf den Chip zu bringen.
Bis Kautenbach (bzw. theoretisch von meiner Reise 2006 bis Clervaux) kenne ich die Nordstrecke ja schon. Beim Halt in Kautenbach mache ich noch aus dem Zug ein Bild vom Bahnhof. Auf den neueren Bahnhofsschildern steht der französische Ortsname (den man in der Fahrplanauskunft und auf Landkarten findet) oben, darunter der luxemburgische. Auf den älteren Schildern steht nur der französische. Übrigens sind im luxemburgischen Menü der CFL-Fahrkartenautomaten auch die Ortsnamen in Frankreich in dieser Sprache angegeben. So musste ich am Vortag erst mal darauf kommen, dass ich eine Fahrkarte nach Diddenuewen brauche.
Die Fahrt geht weiter zum Grenzbahnhof Troisvierges, bei dem man auch nicht unbedingt darauf kommt, dass die Namen Ulflingen und Ëlwen denselben Ort bezeichnen. Hier haben wir einige Minuten Aufenthalt, und das Personal wechselt. Dann geht es weiter durch recht einsame, verschneite Landschaft über die Grenze. Bald wird es bergig, und wir folgen dem Lauf verschiedener Flüsse: OpenStreetMap meint, es sei erst der Glain, dann die Salm und dann die Amblève. In Rivage, wo wir auch auf die Strecke aus Marloie treffen, fließt die Amblève wiederum in die Ourthe.
Wildromantische Landschaft
Nach insgesamt knapp drei Stunden Fahrzeit erreichen wir Lüttich. Hier fließt wiederum die Ourthe in die Maas, die neben der Bahnstrecke von einer imposanten Straßenbrücke überquert wird.
Dann ist der Bahnhof Liège-Guillemins erreicht. Durchgefahren bin ich hier schon oft, aber jetzt habe ich endlich mal Zeit, die Architektur zu bewundern und für meine Sammlung zu verewigen.
Bahnhofshalle von Liège-Guillemins. In der Mitte der Desiro ML, mit dem ich aus Luxemburg gekommen bin.
Von hier wäre der schnellste Weg mit dem Eurostar (ex Thalys) nach Köln gewesen. Da alleine diese Strecke aber schon 60 Euro nicht stornierbar gekostet hätte, fahre ich lieber mit dem Nahverkehr weiter. Das ist zufällig der LIMAX, mit dem ich sowieso schon immer mal fahren wollte.
Der Zug ist recht voll, aber am Ende findet sich noch ein Platz für mich. Diesmal sitze ich auf der anderen Seite, wo es auch eine schöne Maasbrücke gibt:
Parallel zur Maas fahren wir dann auch über die niederländische Grenze, damit der Dreiländerzug seinem Namen auch gerecht wird. In Maastricht biegen wir auf die Strecke nach Heerlen ab, die durch die Gegend führt, in der die Niederlande ihrem Namen am wenigsten Ehre machen. Inzwischen ist der Zug so leer geworden, dass ich einen Vierer für mich habe. Kurz vor Herzogenrath passieren wir unbemerkt für mich die Systemwechselstelle zum deutschen Stromnetz und die Staatsgrenze. Gleich darauf muss ich auch schon umsteigen.
Mein nächster Zug ist der RE 4 nach Düsseldorf. Der ist erfreulicherweise pünktlich und auch recht leer. Und sogar die Sauberkeit, von der ich in Luxemburg so angetan war, ist auch hier zu bewundern. In Düsseldorf steige ich aus und esse erst mal beim Frittenwerk. Eigentlich ist der Plan, mit dem RE 2 nach Osnabrück zu fahren und je nach Verkehrslage auf dem letzten Stück vielleicht noch mit dem ICE abzukürzen. Nun ist die Verkehrslage aber so, dass der RE ausfällt. Also kaufe ich mir ein Ticket für den ICE, verbringe die restliche Zeit in der Lounge und fahre dann mit dem ICE nach Hause. Der ist erfreulicherweise bis kurz vor dem Ziel pünktlich und fährt (bzw. steht) sich erst in Bremen-Hemelingen etwa +10 ein. So geht die Tour auch auf dem deutschen Streckenabschnitt recht erfolgreich zu Ende.
Auch für die „Route Coverage“ bei Viaduct war die Tour erfolgreich: Ich habe jetzt 95 % des Streckennetzes befahren. Außer der Strecke nach Longwy fehlt jetzt nur noch die Museumseisenbahn → „Train 1900“, die von Pétange in Richtung der französischen Grenze führt.
Hier die Fortsetzung meiner Luxemburg-Rundreise vor einer Woche: Am Samstag stehe ich so auf, dass ich noch gemütlich im Hotel frühstücken kann. Danach nehme ich den Zug auf die Nordstrecke bis Kautenbach, wo die Strecke nach Wiltz abzweigt. Anders als bei → Eric und seiner Reise läuft bei mir alles entspannt: Mein Zug ist pünktlich, und so muss auch der Anschluss nach Wiltz nicht warten. Selbst wenn, hätte er dem Gegenzug keine Verspätung mitgegeben, denn am Wochenende wird die Strecke nur im Stundentakt befahren. So reicht ein Fahrzeug aus, das in Wiltz etwa zwanzig Minuten Aufenthalt hat. Die nutze ich dazu, ein Bild vom Zug und vom Bahnhof zu machen.
Coradia Max der CFL im Bahnhof WiltzBlick auf den Bahnhof Wiltz
Die Kästen für Fahrplanaushänge an den luxemburgischen Bahnhöfen sind inzwischen nur noch mit einem Hinweis bestückt, dass es keine Aushänge mehr gibt und wie man stattdessen an Fahrplaninformationen kommt. Auch die Straßenbahn in Luxemburg-Stadt setzt komplett auf digitale Anzeigen, die Stadt- und Regionalbusse haben aber noch Aushänge.
Dieses Gefährt fährt als Stadtbus in Wiltz:
Stadtbus Wiltz am Bahnhof
Vor der Rückfahrt des Zuges finde ich mich wieder am Bahnhof ein. Im Zug herrscht gähnende Leere. Auf den Hauptstrecken ist es etwas voller, ich habe aber überall noch freie Sitzplatzwahl.
Blick in das Oberdeck eines Coradia Max der CFL
Die Zwischenhalte Paradiso und Merkholtz werden, wie schon auf der Hinfahrt, theoretisch bei Bedarf bedient. Die Anzeige im Zug verschweigt sie aber komplett. Ob es nun daran liegt oder einfach kein Bedarf besteht, jedenfalls fahren wir jedes Mal durch. Viaduct ist interessanterweise hinterher der Meinung, ich sei mal eben zum Haltepunkt Paradiso im Tessin gefahren, was ich manuell korrigieren muss.
Die verschneite Landschaft unterwegs ist herzallerliebst:
Blick aus dem Zug zwischen Wiltz und KautenbachBlick aus dem Zug auf Kautenbach
In Kautenbach fahre ich wieder zurück Richtung Hauptstadt, aber nur bis Ettelbrück. Von dort fahre ich mit dem Bus nach Diekirch. Spontan entscheide ich mich dazu, erst eine Haltestelle hinter dem Bahnhof auszusteigen, ein bisschen durch den Ort zu laufen und mir beim Bäcker ein zweites Frühstück zu genehmigen.
Blick aus dem Fenster beim Bäcker in Diekirch
Zurück fahre ich natürlich mit dem Zug. Der ist wieder ein Coradia Max, der aber nicht nur die kurze Stichstrecke nach Ettelbrück befährt, sondern von dort als Regionalbahn weiter in die Hauptstadt. Unterwegs nehme ich eine Zugansage auf und finde es interessant, dass „aussteigen“ auf Luxemburgisch anscheinend „erausklammen“ heißt – bei einem meiner früheren Besuche war das Wort für „umsteigen“ noch „ëmsteigen“.
Während der Fahrt schmiede ich Pläne, wohin ich als nächstes will und entscheide mich spontan für den Zug nach Arlon, zu dem ich allerdings nur drei Minuten Übergangszeit habe. Da die Pünktlichkeit im Großherzogtum deutlich weniger ein Problem ist als in Deutschland, kann das klappen. Da ich das Land ja verlasse, brauche ich allerdings eine Fahrkarte. Die kaufe ich schnell online. Zwar ist zehn Minuten vor der Abfahrt schon die Verkaufsfrist für den Zug abgelaufen, aber bei einem Flexpreis ist das ja kein Problem. In Luxemburg-Stadt angekommen, muss ich den Bahnsteig wechseln, und zwar auf das etwas außerhalb gelegene Stumpfgleis 1, von dem die Züge nach Brüssel abfahren. Bis 2018 hatte dieses Gleis auch noch das belgische Stromsystem mit 3 kV Gleichstrom, inzwischen fahren die Züge bis weit nach Belgien hinein mit den luxemburgisch-französichen 25 kV Wechselstrom.
Der Umstieg klappt ohne Probleme, und der Zug, ein Desiro ML, fährt ohne Halt über die Grenze bis Arlon. Hier habe ich nun eine Stunde Aufenthalt. Zwar kann ich in dieser Zeit keine Strecken befahren, aber dafür bei herrlichem Winterwetter Fotos von Zügen und TEC-Bussen machen. Außerdem entscheide ich mich spontan für einen Besuch im nahegelegenen Supermarkt, um eine Flasche Sauce Andalouse zu kaufen.
Mein IC aus Luxemburg. Wie ich kurz darauf feststellte, war das Personal noch damit beschäftigt, die vordere Tür vom Schnee zu befreien.TEC-Bus auf dem Bahnhofsvorplatz in ArlonBlick auf Arlon mit eingerüstetem Kirchturm
Für den Rückweg entscheide ich mich spontan, über Athus zu fahren. Zwar kenne ich die Strecke von dort nach Luxemburg schon, die Strecke von Arlon dorthin aber noch nicht. Die Fahrkarte kaufe ich diesmal am Automaten – etwas, das ich auch schon längere Zeit nicht mehr getan habe.
Meine Fahrkarte Arlon–Luxemburg über Athus
Auf der Fahrt kann ich wieder den Blick aus dem ziemlich leeren Zug auf die ebensolche verschneite Landschaft genießen. In Athus steige ich in den Luxemburger Zug um, eine Doppelstockgarnitur der Bauart, die auch in Deutschland vielfach unterwegs ist.
Luxemburgischer Doppelstockzug im belgischen Athus
Der Zug fährt mitten durch den beeindruckenden „Trockenhafen“ (=Containerterminal) von Athus. Kurz danach überschreiten wir die Grenze nach Luxemburg. In Pétange steige ich in den Zug Richtung Esch-sur-Alzette um, der tatsächlich ein paar Minuten Verspätung hat. Mein Plan ist, dort ein paar Bilder von Bussen der TICE zu machen. Das ist sozusagen (abgesehen von einigen Ortsbussen) der Fünfte im Bunde der Luxemburger Verkehrsbetriebe neben der CFL, der AVL (Luxemburger Stadtbusse), Luxtram und dem RGTR, der Sammelbezeichnung für die Regionalbusse verschiedener privater Unternehmer. Im letzten Tageslicht und unterstützt von der Beleuchtung des Busbahnhofs gelingen mir auch tatsächlich einige Bilder.
Geparkter TICE-Bus am Bahnhof in Esch
Nun wird es zwar dunkel, aber wo ich schon mal da bin, will ich meine Streckenbereisungen fortsetzen. Jetzt soll es ins französische Thionville gehen, wohin ich in Bettembourg umsteige. Dort begegnet mir auf der Anzeigetafel auch der einzige ausfallende Zug meiner Reise, allerdings einer aus Frankreich. Mein Zug fällt nicht aus, und so geht es schon kurze Zeit später schon wieder über die Grenze. Am einzigen Zwischenhalt Hettange-Grande kann ich beobachten, wie einige Wagemutige den verschneiten Parkplatz nebenan für Fahrübungen mit dem Auto und einem Quad mit angehängtem Schlitten nutzen. In Thionville habe ich immerhin so lange Aufenthalt, dass ich die imposante Weihnachtsbeleuchtung auf dem Bahnhofsvorplatz bewundern kann.
Weihnachtsbeleuchtung vor dem Bahnhof in Thionville
Beim Warten im Bahnhof sehe ich, dass auch der RE nach Trier angekündigt ist. Er fährt über den Grenzübergang Apach–Perl, der im Personenverkehr derzeit nur von zwei täglichen Zugpaaren am Wochenende befahren wird. Der angekündigte Taktverkehr lässt noch auf sich warten. So oder so muss die Befahrung warten, denn ich fahre jetzt erst mal ins Großherzogtum zurück und befahre – wieder mit Umstieg in Bettembourg und Esch – als letztes noch die kurze Strecke nach Audun-le-Tiche, das wiederum in Frankreich liegt. Hier fahren die Züge nur montags bis freitags, und kurioserweise eben mit einigen Zugpaaren am Samstagmorgen und -abend. Dasselbe gilt für die Strecke ins ebenfalls französische Longwy. Nach einem Blick in mobiliteit.lu stelle ich aber fest, dass ich die heute nicht mehr schaffe, und mache mich daher auf den Weg zurück in die Hauptstadt. Dort schlendere ich noch ein wenig durchs Bahnhofsviertel und esse zum ersten Mal bei den Five Guys. Merke: Eine normale Portion Hamburger und Pommes ist kaum zu schaffen, zumal ich diesmal aufgrund eines Irrtums auch noch eine zweite Portion Pommes bekomme. Nächstes Mal werde ich es wohl mit kleinen Portionen versuchen.
Auf dem Weg zurück zum Hotel bewundere ich noch die nächtliche Ansicht des Bahnhofsgebäudes und vor allem der Straßenbahnzüge, bei denen man sich designmäßig so einiges hat einfallen lassen.
Hineingerutscht bin ich wieder mit Freunden, diesmal in Augsburg. Da sich quasi direkt ein Wochenende anschloss, bot es sich an, nicht auf dem direkten Weg zurückzufahren. Nach einigem Überlegen beschloss ich, mir Eric aus dem ICE-Treff als Vorbild zu nehmen, der vor einer Weile die Luxemburger Nordstrecke inklusive der Zweigstrecke nach Wiltz befahren hatte. Da ich seit einiger Zeit meine wichtigsten Bahnfahrten bei → viaduct.world mitlogge, würde ich so vielleicht auf 100 % „Netzabdeckung“ kommen.
Die Hinfahrt nach Augsburg hatte vor allem drei Besonderheiten: Zum ersten sind beide ICE, die ich an diesem Tag benutze, als ICE-T geplant, werden aber kurzfristig durch ICE 2 ersetzt. Zum zweiten komme ich problemlos durch die Baustelle zwischen Neustadt am Rübenberge und Wunstorf. Da die S-Bahn auf diesem Abschnitt gar nicht verkehren konnte, war ich davon ausgegangen, dass die Strecke komplett gesperrt ist. Sie ist aber eingleisig weiterhin befahrbar. Zum dritten fährt der ICE ab Hannover ohne Halt die gesamte SFS bis Würzburg durch. Für diesen Zuglauf ist das wohl planmäßig, aber selber erlebt habe ich das noch nie. MA erreiche ich nach einer recht entspannten Reise mit etwa +10.
Unfreiwillig entspannt ist es am 2. Januar, als ich mich auf den Weg nach Luxemburg machen will: Der ursprünglich geplante ICE fällt zwischen München und Stuttgart aus. So kann ich aber immerhin noch etwas länger mit meinen Freunden frühstücken und fahre dann eine knappe Stunde später zum Hauptbahnhof. Keine ganze Stunde deswegen, weil der Folgetakt zu meinem Zug ab Ulm nicht über die SFS fährt, sondern über die Geislinger Steige. Die ist zwar immer wieder nett zu fahren, aber so muss die Erstbefahrung der neuen Strecke noch warten. Noch bevor wir Mannheim erreichen, fängt mein Magen an zu knurren, und mir fällt ein, dass ich gar keinen Proviant eingepackt habe. Die Schlange im Bordbistro ist zu lang, aber die Umstiegszeit reicht gerade, um sich noch am Automaten einzudecken.
Weiter geht es mit dem RE 1, der von Mannheim über Trier nach Koblenz und damit sozusagen einen Dreiviertelkreis durch Rheinland-Pfalz und das Saarland fährt. Wie Eric habe ich vor, in Merzig auszusteigen und von da mit dem 407er Bus zum Luxemburger Kirchberg zu fahren. Der ist ein wenig ein Geheimtipp, da ihn nur die Luxemburger Auskunft → mobiliteit.lu kennt, nicht aber die deutsche. Dafür gilt dort bis zur Grenze das Deutschlandticket, im Großherzogtum ist der öffentliche Nahverkehr sowieso seit 2020 kostenlos benutzbar.
Der Zug kommt pünktlich an, ich habe direkt Anschluss an den Bus, den auch die örtliche Anzeige verschweigt. Außer mir nutzen ihn nur drei andere Passagiere, aber ich bin ja auch an einem Brückentag gegen die Lastrichtung unterwegs. Der Bus nutzt ein Stück die Autobahn Richtung Luxemburg, fährt aber vor der Grenze wieder ab und überquert selbige auf der Landstraße bei Remich. Endstation ist am Busbahnhof auf dem Kirchberg, dem Geschäftszentrum der Landeshauptstadt und Ziel vieler Pendler. Davon sind um diese Zeit auch einige unterwegs. Auch der Bus, den ich ab hier nehme, ist recht gut gefüllt. Er fährt ins französische Thionville, ich verlasse ihn aber schon nach einer Station am Bahnhof Howald wieder und starte noch in Begleitung meines Koffers die erste Streckenbereisung: Es geht nach Noertzange, von wo ich die Strecke nach Rumelange befahren will. Hier fahren die Züge nur montags bis freitags, und erst seit dem Fahrplanwechsel den ganzen Tag über. Bei meiner Fahrt wird das neue Angebot noch nicht gut angenommen, auf dem Rückweg bin ich anscheinend sogar der einzige Fahrgast. Trotz der Fahrscheinfreiheit sind alle Züge begleitet. Ob sich der Zub wundert, dass ich gleich wieder zurück fahre, sehe ich ihm aber nicht an. Von Noertzange fahre ich wieder nach Howald und nehme von da die Straßenbahn zu meinem Hotel, das genau auf halbem Weg zum Hauptbahnhof von Luxemburg-Stadt liegt.
Eins der Ziele der gestrigen Tour sollte es sein, den neuen ICE L vor die Linse zu bekommen. Dazu setzte ich mich um 8:44 Uhr in den ICE nach EDO, das ich mit etwa +10 erreichte, um dort oder an den nachfolgenden Stationen den neuen Zug abzupassen. Leider machte mir eine Oberleitungsstörung zwischen Dortmund-Scharnhorst und Dortmund-Kurl einen Strich durch die Rechnung, da dadurch der Zug von Hamm über Wuppertal umgeleitet wurde. Auch der 426er, den ich im Sommer mal auf der RB 46 gesehen hatte, war dort nicht unterwegs. Also machte ich mich auf den Weg zur dritten Station: dem eine Woche vorher eröffneten Haltepunkt Herten-Westerholt. Eine Station vorher in Buer Nord waren ebenfalls neue Bahnsteige eröffnet worden, so dass jetzt nicht nur die Züge von und nach Haltern dort halten können. Da neue Bahnsteigschilder neuerdings mit einer anderen Schriftart bedruckt werden, konnte man hier prima den Unterschied sehen:
Altes (rechts) und neues Bahnhofsschild (links) in Gelsenkirchen-Buer Nord
In Westerholt selbst wird konsequenterweise nur die neue Schriftart verwendet. Diese ist Teil eines ganzen Konzepts, das unter anderem Buchstaben zur eindeutigen Identifikation von Ausgängen enthält.
Bahnsteigunterführung am Bahnhof Herten-Westerholt
Nicht weit vom Bahnhof ist das Alte Dorf, das zwar sehr klein, aber dafür umso malerischer und daher auch zu meiner Marler Zeit immer wieder Ausflugsziel für uns war. Manchmal findet man auch die im Titel erwähnte Bezeichnung, die aber wohl eher auf andere Städte wie Warburg passt.
Im Alten Dorf Westerholt
Leider fuhren wegen einer Störung zwischen Essen und Bottrop die Züge am neuen Bahnhof nur zweistündlich. Das hatte allerdings den Vorteil, dass ich so noch die Öffnung der örtlichen Pommesbude (die genau genommen schon im Nachbarort Bertlich liegt) abwarten und dort eine sehr gute Currywurst essen konnte. Dann marschierte ich zurück zum Bahnhof (wäre der Hintereingang schon fertig gewesen, wäre es etwas schneller gegangen) und machte mich auf den Rückweg, diesmal ausschließlich mit dem Deutschlandticket. Das hatte den Vorteil, dass ich zwischen HO und HB noch die neuen Ersatzzüge testen konnte: WFL-Doppelstockwagen, die deutlich mehr Platz bieten als die vorher eingesetzten Talent 2 und trotz (oder gerade wegen) ihres Alters recht komfortabel sind. Nach einer ICE-Überholung erreichte ich meinen Heimatbahnhof wiederum mit etwa +10.
Gestern war ich mal wieder auf Strecken- und Fototour, zuerst mit dem ICE nach Hagen. Die Besonderheit dabei war, dass der Zug nicht in HO hielt, weil dort mal wieder eine Bombenentschärfung angesagt war. Dabei fahren die Züge zunächst noch durch den Bahnhof ohne Halt durch, während sie später ganz umgeleitet werden. Aber nun war ich erst mal auf Gleis 9/10 in EHG, wo zufällig zwischen meinem ICE und dem RE 16 noch der aus n-Wagen gebildete RE 13-Ersatzzug durchkam. Dabei wurde er nicht nur von mir beäugt, sondern auch von einem Jungen mit Handy auf dem Stativ, der mich fragte, ob ich auch Trainspotter sei. Leider sind meine Fotos nicht vorzeigbar, ich hoffe, ihm erging es besser.
Der „Strecken“teil meiner Reise führte mich dann nach Iserlohn. Der „Bahnhof“ dort ist betrieblich nur noch ein Haltepunkt. Das ist nicht so ungewöhnlich, aber genau genommen handelt es sich um zwei Haltepunkte an zwei verschiedenen Strecken, die hier nebeneinander enden und keine Verbindung mehr untereinander haben, nämlich der von (Hagen–)Letmathe und der von (Dortmund–)Schwerte.
Der Stadtbahnhof in Iserlohn: Links der VIAS-RE 16 aus Essen, rechts die DB-RB 53 aus Dortmund
Da ich beide Strecken noch nicht kannte, war es klar, dass ich über die eine hin und über die andere zurück fahren würde. Dazwischen lag ein einstündiger Besuch in der nicht allzu interessanten Stadt, in der es aber immerhin direkt am Bahnhof einen guten Schnellimbiss gibt.
Die beiden Strecken waren schon etwas interessanter, die aus Letmathe vor allem um die Dechenhöhle herum und die nach Schwerte, weil sie auf einem teilweise recht hohen Damm verläuft und keinen einzigen BÜ hat, was auch in der → Wikipedia Erwähnung findet. Am Endbahnhof EDO angekommen, fuhr ich direkt weiter nach EBO. Hier war der Plan eigentlich, den 426 abzulichten, der zumindest manchmal auf der RB 46 fährt, aber die entsprechende Fahrt (womöglich der ganze Umlauf) fiel aus. Also zurück nach EDO, wo ich jetzt mehr Zeit hatte für das nächste Projekt: Ein Foto eines neuen Vamos-Stadtbahnwagens. Ende August hatte ich es schon einmal versucht, das war aber daran gescheitert, dass ich keine Fotogenehmigung hatte, die man bei den DSW aber benötigt. Mir widerstrebt das zwar, aber letztendlich ist mir das Hobby doch wichtiger und man bekommt sie auch unkompliziert jeweils für einen ganzen Tag. Diesmal wollte sie auch niemand sehen, und so ging mir nicht nur ein neuer, sondern auch ein alter Wagen ins Netz.
B80C-Wagen der DSW21B80D-Wagen (Vamos) der DSW21
Da die neuen Wagen noch nicht sehr zahlreich eingesetzt werden, zahlte es sich aus, mehr Zeit zu haben als geplant. Dann konnte ich mich aber an die Rückfahrt machen, für die ich die direkte Strecke ja nicht (bzw. nur sehr umständlich mit zwei SEV) nehmen konnte. Zunächst peilte ich also den RE 6 an, der aber so viel Verspätung hatte, dass ich den Anschluss in Minden verpasst hätte. Also fuhr ich stattdessen mit dem Berlin-ICE dorthin, nutzte für die Weiterfahrt mal die S-Bahn Hannover und dann den RE gen Bremen, wo ich zur gleichen Zeit ankam wie sonst an meinen Bürotagen.
Da ich heute Urlaub und noch nichts anderes vorhatte, setzte ich mich mal wieder um kurz vor neun in den ICE, diesmal bis Duisburg. Eigentlich hätte ich da zwanzig Minuten Zeit bis zur RB 33 gehabt, aber direkt hinter meinem Zug trudelte der verspätete RE 42 ein, so dass ich gerade noch ein Foto vom im Umbau befindlichen Bahnhof machen konnte.
Kurz vor der Endstation Mönchengladbach sagte der Tf durch, dass der RE 4 nach KA noch erreicht würde. Prompt blieb der Zug danach erst mal stehen, aber auch unsere noch mal verzögerte Ankunft wartete der RE noch ab. Ich stieg aber nicht um, sondern vertrieb mir die Zeit mit Kaffee und Busfotos, bis es dann um halb eins weiterging nach Dalheim. Dort, an der niederländischen Grenze, ist heute die Strecke zu Ende, die früher bis Antwerpen führte. Eine Wiedereröffnung wird immer wieder diskutiert, scheitert aber an einem Naturschutzgebiet und mangelndem Interesse in den Niederlanden, die nur im Transit durchfahren werden. Folglich hat die Station einen etwas morbiden Charme, auch wenn man die brachliegenden Gleise inzwischen entfernt und den Bahnsteig erneuert hat:
Hier ging es mal weiter Richtung Niederlande und Belgien
Auf den letzten paar Metern vor dem Prellbock wechselt noch der Infrastrukturbetreiber:
Der Grund, dass ich die Tour unter der Woche machen wollte, ist der, dass man nur dann anders als mit dem Zug von Dalheim wegkommt. So nahm ich den Bus in die Kreisstadt Heinsberg, wohin die Bahnstrecke erst 2013 reaktiviert wurde. Vorher war die Kreisstadt die einzige in NRW ohne Bahnanschluss. Da die Strecke Lindern–Heinsberg an die Rurtalbahn übertragen wurde, bietet sie das Kuriosum von DB-Zügen auf einer Nicht-DB-Strecke.
Die Strecke wird von der RB 33 aus Aachen befahren, die in Lindern in einen Zugteil nach Duisburg und einen nach Heinsberg geflügelt wird. Die Wendezeiten an beiden Enden sind sehr kurz, daher gab es auch auf meiner Fahrt eine leichte Verspätung. Die reichte aus, dass der RE 4 in Lindern eigentlich schon über alle Berge sein sollte, aber erstaunlicherweise wartete er. Die dadurch verursachte Verspätung war nicht nennenswert, wurde es aber ab Erkelenz wegen einer BÜ-Störung. Bei der Weiterfahrt wurden es wegen entgegenkommender und vorausfahrender Züge dann noch ein paar Minuten mehr, so dass wir die Endstation EDO mit gut +15 erreichten. Das reichte dem RE, um fast pünktlich zurückzufahren, und mir, um mit dem ohnehin verspäteten ICE zurück nach HB zu fahren. Der war in KK von einem dreizehn- auf einen siebenteiligen ICE 4 getauscht worden und daher als „ausgebucht“ markiert, bot aber erfreulicherweise noch mehr als genug Sitzplätze. So erreichte ich meinen Heimatbahnhof dann mit etwa +30 gegenüber dem ursprünglichen Plan.