Ein Freund hat mir die Seite →viaduct.world empfohlen, auf der man alle seine Bahnreisen loggen kann. Soweit ich das sehe, handelt es sich um ein Projekt aus Österreich, das sich durch Spenden und den Verkauf von Merchandising-Artikeln finanziert. Ich habe mich mal daran gemacht und meine wichtigsten Fahrten dort eingegeben. Das Resultat ist zuerst einmal eine → Karte mit allen von mir befahrenen Bahn- und Fährstrecken.
Außerdem kann man die Karten zu den einzelnen Reisen teilen, was ich unter den jeweiligen Blogbeiträgen und den Reiseberichten gemacht habe.
Nicht direkt teilen kann man den Anteil der Strecken, die man in den jeweiligen Ländern befahren hat. In Deutschland sind das immerhin 64 % (20937 km). Noch einen größeren Anteil erreiche ich in Luxemburg mit 80 % – nicht unbedingt überraschend, da das nur 176 Kilometern entspricht und ich das Land unter anderem im Rahmen meiner Diplomarbeit mehrmals besucht habe. Deutlich überraschender ist auf Platz 3 mit immerhin 56 % Norwegen. Aber dort ist das Netz relativ dünn, und bei meinen nur zwei Besuchen dort habe ich unter anderem mit der Bergen- und der Nordlandbahn schon zwei sehr lange Strecken befahren, insgesamt 2166 km. Weit abgeschlagen folgen dann mit 33 % – trotz meiner ausgiebigen Rundfahrt 2006 – die Schweiz (1670 km) und Dänemark mit 32 % (799 km).
Auch nicht direkt teilen kann man andere Statistiken, wie etwa die geografischen Extreme, die ich bisher selber in unregelmäßigen Abständen in den Rekorde-Beiträgen ermittelt habe. Seit dem letzten Beitrag unverändert sind das im Norden Narvik, im Süden und Westen Emeryville bei San Francisco und im Osten der Bahnhof am Moskauer Flughafen Domodedovo. Davon habe ich allerdings nur Narvik auf einer durchgehenden Bahnreise erreicht, in den anderen Himmelsrichtungen wären dann die Extreme im Westen und Süden Cascais bei Lissabon und im Osten Constanța am Schwarzen Meer.
Die längste ununterbrochene Fahrt war, anders als ich 2018 behauptet habe, mit (planmäßig) 17:40 Stunden und 1293 Kilometern die von Salt Lake City nach Emeryville im Jahr 2016. In der Realität waren wir sogar etwa eine Stunde früher da als geplant, was die Fahrt trotzdem zur längsten macht. Die schnellste Fahrt, zumindest soweit sie von mir erfasst wurde, ging am 19. September 2015 von Frankfurt Flughafen nach Siegburg/Bonn, also genau von Anfang bis Ende der KRM, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 226 km/h. Dicht dahinter, neben zwei Fahrten auf derselben Relation, die Fahrten von Barcelona nach Madrid mit 220 km/h und von Paris nach Karlsruhe mit 209 km/h.
Nicht in viaduct erfasst habe ich Verspätungen, weil ich darüber keine genauen Aufzeichnungen habe. Für die größte De-facto-Verspätung dürfte es aber einen neuen Rekord geben, wieder aus dem Ausland: Im Juli diesen Jahres fiel der erste von nur drei täglichen Zügen von Haparanda nach Boden aus, so dass ich mein Tagesziel Stockholm mit über zehn Stunden Verspätung erreichte. Über die „alltäglichen“ Verspätungen der deutschen Bahnen führe ich ja (zumindest soweit es sich um etwas größere Entfernungen handelt) weiterhin hier Buch und werde euch natürlich auf dem Laufenden halten.

