Die Rhön ist schön

Am letzten Samstag ging es mal wieder auf Bahntour, diesmal wieder mit Kumpel Daniel, der mich schon ein paarmal begleitet hatte. Wir begegneten uns im ICE nach FFLF und testeten dort erst mal die neue Lounge. Vor allem der Eingangsbereich macht deutlich mehr her als bei der (direkt nebenan gelegenen) alten, und das Personal war auch sehr freundlich.

Eigentliches Ziel der Tour war aber eine Fahrt mit dem ehemaligen → Metropolitan (MET), dessen Fahrzeuge ja seit seiner Einstellung als lokbespannte ICE-Splittergattung unterwegs sind, zurzeit unter anderem zwischen FFLF und Berlin. Der Zug traf auch pünktlich ein, im Gegensatz zum ICE aus Brüssel. Da dieser das eigentlich für den Ex-MET vorgesehene Gleis 4 brauchte, fuhr dieser auf dem fotogeneren Gleis 6 ein:

Während der Bahnsteigwende war auch genug Zeit für ein paar Innenaufnahmen:

Trotzdem fuhren wir natürlich auch eine Weile mit, nämlich bis Fulda, dem nächsten Halt hinter Frankfurt. Da wir nun schon mal da waren, hatte ich noch eine Fahrt mit der Rhönbahn nach Gersfeld eingeplant. Zu der hatten wir nach der pünktlichen Ankunft am Nachbarbahnsteig direkt Anschluss. Die Strecke ist recht idyllisch, lohnt aber wahrscheinlich keine eigene Anreise. An der Endstation angekommen, hätten wir noch mit dem Bus mit dem amüsanten Namen RhönRadBus auf die Wasserkuppe fahren können, was wir aber auf ein anderes Mal verschoben.

Der RhönRadBus

Stattdessen tuckerten wir mit der HLB wieder zurück und hatten in Fulda wiederum direkt Anschluss, diesmal an den RE zurück Richtung FF. Der fuhr aufgrund von Bauarbeiten sogar am selben Bahnsteig ab und war angenehm leer und pünktlich. In FH verabschiedete ich mich von Daniel und fuhr wiederum mit der HLB nach NAH (Überraschung: inzwischen hält in dieser Richtung nur noch jede zweite RB in Rückersbacher Schlucht, weil dahinter der IC[E] hängt). Nicht nur konnte ich vor der relativ kurzen Tour ausschlafen, danach war auch noch genug Zeit, um mir Essen zu kochen und nicht auf das angewiesen zu sein, was es unterwegs so gab. Viel Zeit hatten wir ja ohnehin nur am Flughafen gehabt, und da hatte das meiste tatsächlich noch zu.

Berlin, Berlin

Um meinen alten Kumpel Konny mal wieder zu besuchen und einen ausrangierten Monitor von ihm abzuholen, machte ich mich am Freitag mal wieder auf den Weg in die Bundeshauptstadt. Auf dem Weg zum Bahnhof stellte ich überrascht fest, dass die Regionalbusverbindung, die ich im Kopf hatte, nur noch in den Ferien funktioniert. In der Schulzeit fahren die Busse anders – aus meiner Sicht eine Unsitte, ganztägig den Fahrplan zu drehen, nur weil vielleicht morgens und mittags Schüler mit dem Bus fahren. Zumal der Durchschnittsbürger auch nicht unbedingt weiß, wann Ferien sind. Zum Glück hatte ich noch genug Zeit, zum Bahnhof zu laufen.

Für die eigentliche Zugfahrt hatte ich eine Verbindung mit der RB nach FFS und von da mit dem ICE ausgesucht. Dieser war, anders als sonst oft auf dieser Strecke, ein ICE 1, der auch ebenso wie die RB pünktlich war. Ausnahme war eine kleine Verspätung in Kassel, weil wir auf der NBS einen Gegenzug vorbei lassen mussten (hä?).

Den Samstag verbrachten wir unter anderem mit einem Ausflug zum Teufelsberg im Grunewald, von wo man einen super Blick über Berlin hat:

Blick vom Teufelsberg (genauer: Drachenberg) Richtung Berlin

Außerdem testete ich für die DB ein neues Navigationstool am Bahnhof Charlottenburg, bei dem man einen QR-Code scannt und dann einen Link auf eine Open-Street-Map-Karte bekommt, die einem den Weg zur Haltestelle des Nahverkehrs zeigt, mit dem man z.B. zum Schloss Charlottenburg fahren kann. Nett gemacht, aber die Beschilderung tut es eigentlich auch und nutzt auch den Fahrgästen ohne Smartphone.

Auf der Rückfahrt verlief auch zunächst alles prima, vor allem die Fahrt im ICE, wieder ein Einser, der diesmal auch in Hanau hielt. Von dort sollte ich wiederum mit der RB fahren, die allerdings wegen einer -Störung mit +20 angekündigt war. Real waren es dann nur etwa +10, was die Frage aufwarf, ob der nachfolgende IC unterwegs überholen würde. Das tat er leider, so dass ich NAH etwa in dem Moment erreichte, als mein Bus nach Hause abfuhr. Da ich nicht auf den nächsten warten wollte und den Monitor dabei hatte, nahm ich etwas genervt ein Taxi.

Schlechtes Bahnkarma

Ebensolches hatte ich vor kurzem einem Bekannten vorgeworfen und ihn damit verärgert, zur Strafe schlug es am Samstag dann bei mir selber zu. Die Reise sollte in mein Heimatbundesland gehen, und zwar auf die Zweigstrecken nach Olpe und Neuenrade im Sauerland. Da Sparpreise teuer waren und es annehmbare Verbindungen mit dem Quer-durchs-Land-Ticket gab (das Wochenendticket wird seit kurzem nicht mehr verkauft), wählte ich diese Option.
Leider stellte sich bereits vor dem ersten Umstieg in FH die Verbindung als doch nicht so annehmbar heraus, sollte doch der Anschlusszug, ein wegen Bauarbeiten umgeleiteter RE Frankfurt–Kassel, +20 haben, womit der nächste Anschluss in FG weg war. Also dachte ich verschiedene Optionen durch und entschied mich schließlich für eine Änderung des Ziels: Nach Winterberg sollte es nun gehen und von dort über Bad Berleburg zurück. Der Übergang von 32 min in FKW schien zunächst auszureichen, nachdem sich die Verspätung aber wegen einer weiteren Baustelle mit eingleisigem Betrieb auf +45 summierte, wurde das nichts. Dafür hatte ich dann Zeit, den Umweg über FK zu fahren, von wo der Zug ohne mich und halbwegs pünktlich die Rückfahrt nach FF antrat.
Für mich ging es dagegen mit der Regiotram zurück nach FKW und dann mit dem RE 11 nach Warburg, meine erste Fahrt in einem Desiro HC. Kurios die Sitzplätze neben der Toilette, auf denen man praktisch nicht mitbekommt, was auf dieser Seite draußen passiert.

Sitz mit schlechter Sicht nach links im Desiro HC des RRX

Der Umstieg in Warburg in einen etwas überklimatisierten „Hai“ (Pesa Link, BR 633) klappte problemlos. Der nächste Umstieg sollte in Bestwig stattfinden, wegen Verspätung des Anschlusszuges verlegte ich ihn nach Meschede, wo dieser zweckentfremdete Bus hinterm Bahnhof stand.

Mobiles Fahrradparkhaus hinter dem Bahnhof in Meschede

Der Anschlusszug war wegen des Partyvolks, das anscheinend vorher mitgefahren war, in etwas unaufgeräumtem Zustand und deutlich wärmer als der Zug davor, bis anscheinend doch jemand den Schalter für die Klimaanlage fand. In Nuttlar zweigten wir auf die Nebenstrecke nach Winterberg ab, die recht idyllisch durchs obere Ruhrtal führt. Von hier ging es früher mal weiter bis Frankenberg, jetzt kann man sich aber, wenn man den Schildern glaubt, nur noch mit dem Fahrrad fortbewegen.

Ich dagegen bewegte mich kurz zu Fuß in die Stadt, die gut von Touristen bevölkert war, viele davon mit dem Motorrad und/oder aus den Niederlanden. Mein nächstes Verkehrsmittel war der Bus, der mich über die Dörfer nach Bad Berleburg brachte. Gut besetzt war er nur auf den ersten paar Kilometern bis zur Winterberger Jugendherberge, wo etliche Familien ausstiegen. EBLB erreichte ich gerade in dem Moment, als der Ausfall meines Zuges bekannt gegeben wurde. Das war besonders ärgerlich, da der nächste zwar in einer Stunde fuhr, meine Ankunft in NAH sich aber trotzdem um zwei Stunden verzögern würde. Die Idee einer Taxifahrt nach Erndtebrück (die ich selbst hätte bezahlen müssen) verwarf ich angesichts des lauen Samstagabends, lief eine Stunde in Berleburg herum und machte mich dann auf den Weg über die ebenfalls sehr idyllische Rothaarbahn nach Siegen.

Dort war ich zwar schon ein paarmal umgestiegen, hatte mir aber noch nie die Stadt angeguckt, was ich jetzt nachholte. Etliche Höhenmeter waren dafür zu erklimmen, wovon ich irgendwann genug hatte und mich wieder hinab zum Busbahnhof begab und da ein paar örtliche Fahrzeuge ablichtete. Auf der Anzeigetafel dort tauchte mein Zug für die Weiterfahrt im Gegensatz zu anderen Zügen nicht auf, was mir etwas Unbehagen bereitete. Letztendlich kam er dann aber verspätet aus FF an und machte sich gleich für die Rückfahrt nach FG bereit. Die fand zwar pünktlich statt, aber da das Chaos auf der Main-Weser-Bahn leider noch nicht beendet war, hatte mein Anschlusszug +30. Damit war mein Anschluss in FH weg und meine Ankunft in NAH verzögerte sich noch mal um eine gute halbe Stunde. Mit der ursprünglich geplanten Tour nach Olpe wäre ich um 21.15 Uhr zu Hause gewesen, so wurde es 23.57, was mich gegen Ende der langen Fahrt doch etwas fuchsig machte. Hoffen wir für mich und alle anderen Bahnnutzer für die Zukunft auf besseres Karma.

Knapp, aber klappt

Wie schon 2016 (worüber es aber keinen Bericht gibt) nutzte ich den Feiertag am 1. November mal wieder für eine Fahrt zu Onkel und Tante nach Korbach. Aufgrund des neuen Fahrplans von Marburg dorthin musste ich schon um 7.33 Uhr und damit eine Stunde früher aufbrechen als sonst. Im zweiteiligen ICE fand ich keinen Sitzplatz. Ob das nun an den Berufspendlern, an bayerischen Wochenendflüchtlingen oder an beidem lag, weiß ich nicht. Immerhin fuhr der Zug pünktlich ab, trudelte in FF aber mit einigen Minuten Verspätung ein. Da ich ganz hinten gestanden hatte und auch die Unterführung wegen Bauarbeiten nicht nutzen konnte, blieb gar nicht mehr so viel Zeit bis zur planmäßigen Abfahrt des Anschluss-RE. Bis zu selbiger hatte ich ihn dann aber doch erreicht, die tatsächliche verzögerte sich dann wegen einer Türstörung um etwa 10 min. Da das meiner Übergangszeit in Marburg entsprach, bangte ich entsprechend um meinen Anschluss. Zum Glück war das aber nicht nötig, da wegen der Bauarbeiten für die S6 ein Fahrzeitzuschlag eingeplant war, den wir nicht komplett brauchten. Der Zugteilwechsel in FG (der hintere, in dem ich saß, fuhr nach Siegen, der mittlere endete und der vordere fuhr nach Kassel) klappte also ebenso wie der Anschluss (zumal am selben Bahnsteig) hervorragend, und so kam ich (das erste Mal mit einem 642er) pünktlich um 10.58 Uhr in Korbach Süd an.
Von da machte ich mich um 18.02 Uhr auch wieder auf den Rückweg, gemeinsam mit der jungen Familie, die auf dem Hinweg schon mit mir im RE aus FF gefahren war. Der Zug war, wie schon auf dem Hinweg, mäßig gefüllt, und die Fahrt nach FMBG verlief wieder ohne Komplikationen. Dort angekommen, holte ich mir einen Kaffee (da der Bäcker keinen mehr hatte, beim goldenen M) und stellte fest, dass mein RE +10 hatte. Daran hielt er (diesmal der DB-Dosto-RE komplett aus Kassel) sich dann auch und behielt es trotz Baustellenzuschlag bis FF bei. Bangen musste ich aber diesmal nicht, obwohl mein Anschluss-ICE ebenfalls pünktlich war, es blieb sogar noch Zeit für einen Gang zum LeCroBag. Und so erreichte ich dann auch auf der Rückfahrt mein Ziel wie geplant, diesmal um 21.22 Uhr mit dem letzten ICE der Linie 41.

Hin alles super, zurück nicht ganz so

Mal wieder zur MinD-Akademie nach Mannheim führte mich mein Weg am Mittwoch. Ausgesucht hatte ich mir dafür eine reine Nahverkehrsverbindung mit Umstieg in Darmstadt. Da die Wartezeit auf den RE dort über 20 Minuten betragen hätte, stieg ich am selben Bahnsteig in die RB um, die wegen Bauarbeiten auch nach Mannheim statt wie sonst nach Heidelberg fuhr. Übrigens ist das inzwischen auch ganz offiziell ein Anschluss, anders als noch vor zwei Jahren, als ich dieselbe Strecke gefahren bin. Nur aus Spaß an der Freud‘ stieg ich dann in Ladenburg doch noch in den RE um, der in Friedrichsfeld die RB überholte und ganze fünf Minuten früher (und pünktlich) in Mannheim war.
Für die Rückfahrt hatte ich mir einen Sparpreis mit ICE-Anteil gegönnt, wobei ich mich im Nachhinein fragte, warum ich schon direkt nach dem Mittagessen aufbrechen musste. Aber am Bahnsteig traf ich noch zwei Teilnehmerinnen, von denen eine mit mir den ICE enterte. Der fuhr pünktlich ab, zog sich jedoch wegen Bauarbeiten mit eingleisigem Betrieb auf der Riedbahn bis FF etwa +20 zu. Für mich nicht schlimm, verkürzte sich nur die Zeit zum Kaffeetrinken in der Lounge bis zum nächsten RE (während mich die Auskunft aufgrund der 2 min früheren Ankunft über Darmstadt schicken wollte). Der fuhr schon mit Verspätung ab und blieb zwischendurch ein paarmal stehen. Mir scheint aber, dass die Twindexxe durch ihre Spurtstärke einiges wieder wettmachen können, so erreichte ich NAH mit etwas weniger als +10 in dem Moment, als der RE nach Crailsheim abfuhr (ärgerlich für potenzielle Umsteiger).

Die (nicht ganz so) bunte Wehr

Letzten Samstag gab es mal wieder ein → ICE-Treff-Treffen, diesmal in Westerburg im Westerwald. Die Anfahrt verlief problemlos: ICE bis FF, dadurch nicht nur Zeit, sondern auch Geld gespart, weiter mit der RB nach Limburg, dort bahnsteiggleicher Dreiminutenanschluss. Am Ziel angekommen, stiegen mit mir natürlich auch einige andere Foristen aus dem Zug. Erster Programmpunkt war die Besichtigung des Eisenbahnplakatmuseums, das ich ja schon mal während eines Umsteigeaufenthaltes kurz angeschaut hatte. Diesmal hatten wir etwas mehr Zeit, was sich absolut lohnte. Anschließend ging es ein paar Schritte weiter zu den Westerwälder Eisenbahnfreunden, die im Lokschuppen ihr Domizil haben, von dem aus man prima den stillgelegten Viadukt sehen kann:
Hülsbachtal-Viadukt in Westerburg

Nach dem Mittagessen begann die ausführliche Führung. Die WEF widmen sich einem Thema, von dem ich bis dahin nicht mal wusste, dass es existiert: den Schienenfahrzeugen der Bundeswehr. Maßgeblich beteiligt an der Sammlung ist Herr Böttger, der früher selber bei der Bundeswehr war und dementsprechend über nahezu jede Schraube der Loks etwas erzählen kann. Da die Loks alle im Schuppen standen, sind meine Fotos nicht besonders geworden, hier mal die besten:
Bundeswehr-Lok in Westerburg

Bundeswehr-Zweiwege-Unimog in Westerburg

Da ich nicht vorzeitig aufbrechen wollte, hatte ich nach der Führung noch jede Menge Zeit bis zum nächsten Zug, die aber im Gespräch mit einem Foristen und zwei WEF sehr schnell verging. Auf der Rückfahrt stellte ich einen neuen Verfrühungsrekord auf, was daran liegt, dass ich einen 63-Minuten-Anschluss in FL und einen 62-Minuten-Anschluss in FF je eine Stunde früher schaffte und damit fast zwei Stunden als durch die Auskunft vorgesehen zu Hause war. Natürlich hatte ich darauf schon gehofft, aber trotzdem war es nach den Verspätungen der letzten Monate mal eine willkommene Abwechslung. Vielen Dank an alle Beteiligten für das gelungene Treffen. Wer Lust hat, sich das Ganze mal anzusehen: → Erlebnisbahnhof Westerwald.

Daadaismus

Trotz Termins um 19 Uhr schaffte ich es am Samstag noch auf eine Bahntour. Ziel sollte die → Daadetalbahn sein, deren Bereisung 2015 an einer Verspätung gescheitert war. Anders als damals waren diesmal allerdings die Anschlüsse in FH und FG mehr als entspannt und hätten auch dann funktioniert, wenn die Züge nicht pünktlich gewesen wären (zwischen Friedberg und Gießen gab es aufgrund mehrerer eingleisiger Abschnitte reichlich Gelegenheit dazu). Diesmal dachte ich auch daran, Gießener Busse abzulichten:

Gießener Bus am Bahnhof

Der RE 98 war zuerst rappelvoll, bald erwischte ich dann aber einen Sitz mit freiem Nebenplatz. Der Junggesellenabschied, der unterwegs zustieg, störte mich nur kurz. Vor Siegen hieß es wieder den Gegenzug durchlassen, den Bahnhof, der immer noch eine Baustelle ist, erreichten wir aber annähernd pünktlich, so dass auch der nach wie vor knappe Anschluss an den RE 9 kein Problem war. Der wurde von einer graffitiverseuchten 120 geschoben:

120 am Rhein-Sieg-Express

Normalerweise bearbeite ich Bilder ja inhaltlich (also abgesehen von Ausschnitt, Drehung und ganz selten Helligkeit/Farbstich) nicht nach, aber um den Sprayern/Taggern keine Plattform zu bieten, habe ich hier mal eine Ausnahme gemacht. So erreichte ich tatsächlich wie geplant Betzdorf. Da meine Fahrkarte nur bis hier ging (von und nach Daaden gibt es ja keine Sparpreise), kaufte ich am Automaten eine für die Weiterfahrt. Auf der Daadetalbahn fahren jetzt GTW statt 628ern:

GTW der WEBA

Die Strecke ist kurz, aber recht idyllisch, und es fuhren schätzungsweise in beiden Richtungen knapp 10 Leute mit, was für Samstagnachmittag auf dem Land ganz ordentlich ist. Am Endbahnhof Daaden wollte mir weder ein Automat noch ein Mensch eine Fahrkarte für die Rückfahrt verkaufen, also fuhr ich einfach so mit. Vor die Wahl gestellt, eine halbe Stunde in Betzdorf zu warten oder gleich nach Siegburg/Bonn weiter zu fahren, entschied ich mich nach kurzem Umschauen am Bahnhof für Letzteres, zumal ich mir so den Umstieg in Au und den Halt an jeder Station sparte. „Mein“ RE 9 war wieder ein Doppelstockzug, trotz der deutlich geringeren Kapazität werden aber auch Talent 2 auf der Linie eingesetzt.
Pünktlich in KSIB angekommen, hatte ich nun eine Stunde Zeit, die ich nutzte, um ein besseres Foto eines 420 für meine Sammlung zu machen:

420er in Siegburg

Graffiti sind in letzter Zeit ein massives Problem, auch hier habe ich daher wieder mit dem digitalen Pinsel zugeschlagen. Nebenan am Busbahnhof gab es noch einige Bustypen der RSVG, die ich noch nicht auf dem „Schirm“ hatte:

Iveco Crossway der RSVG

Citaro G Facelift der RSVG

Auch die restliche Fahrt verlief wie geplant. Mit der ICE-Linie 49, aufgrund ihrer Halte an allen Bahnhöfen der KRM auch liebevoll „RE 300“ genannt, ging es bis FF, wo die acht Minuten Umstieg ausreichten, um nicht nur einen Kaffee zu holen, sondern auch noch ein Bild des hier geparkten BahnTouristikExpress zu machen.

110 der BTE

110 der BTE

BTE-Wagen

NAH erreichte ich dann planmäßig um 17.15 Uhr, so dass die Zeit bis zum Mensa-Stammtisch um 19 Uhr noch dicke reichte.

Da könnte ja jeder kommen

Vom heimatlichen Marl ging es leider schon gestern Morgen wieder zurück an den Arbeitsplatz. Wiederum aus Sparpreisgründen wieder nicht mit der L41, sondern mit Umstieg außer in EE noch in FFLF und FF. Kurz gesagt, waren alle Züge mehr oder weniger pünktlich. Der erste ICE war eine Doppeltraktion 407, die voller wurde, als ich es erwartet hatte. Den Vater mit zwei Kindern vertrieben zwei badischen Dialekt sprechende Männer recht rüde aus dem bahn.comfort-Bereich („Wenn ein Comfort-Kunde kommt, stehen wir auf“ – „Das sagen alle und tun es dann nicht!“). Dabei kann es ihnen ja eigentlich völlig wumpe sein, wer da noch sitzt, solange sie sitzen können. Später bei weiter steigendem Füllungsgrad kamen solche Sprüche dann nicht mehr. Entweder fügten sie sich in ihr Schicksal, oder sie hatten einfach etwas gegen Kinder. Das war aber das einzige besondere Ereignis auf der Fahrt, davon abgesehen, dass ich von FF nach NAH einen der neuen Twindexxe nutzte. Natürlich fuhr ich im Triebwagen, wo es nicht wesentlich lauter war als im Mittelwagen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass der Zug leichte Verspätungen besser wieder hereinfahren kann. So erreichte ich NAH trotz etwas verspäteter Abfahrt in FH pünktlich und hatte noch Zeit, mein Gepäck einzuschließen und Proviant zu kaufen, bevor es ins Büro ging.

Eukalyptusbonbon

In den → schönen Westerwald (Nachtrag 2019: nicht unbedingt so das Liedgut, das ich üblicherweise höre) führte mich meine gestrige Bahnreise. Die Hinfahrt fand dabei komplett mit Regionalzügen statt, was zum einen daran lag, dass wegen Bauarbeiten an der Spessartstrecke NAH nicht von Fernzügen angefahren wurde, zum anderen daran, dass ich die Westerwaldstrecke befahren wollte. Also ging es mit RBen über FFS und FF nach FL, wo ich gerade genug Zeit hatte, um einmal zum Dom zu laufen:

Limburger Dom

Das Gleis für die Weiterfahrt entnahm ich einem Monitor, der, wie sich später herausstellte, die Ankünfte anzeigte. Das Gleis passte aber trotzdem, und so ging es über die Seltenheit einer zweigleisigen Nebenbahn nach Staffel mit dem markanten → Wasserturm, der auch direkt neben der KRM liegt. Hier zweigt die Strecke nach Siershahn ab, und es ging für den Rest meiner Fahrt eingleisig weiter. Umsteigen musste ich in Westerburg, wo ich den einzigen verbliebenen 628er der HLB fotografisch erwischte.

628er der HLB

Noch interessanter war aber das im Bahnhof befindliche → Eisenbahn-Plakatmuseum, das jeden Samstagvormittag geöffnet hat und für das ich während der kurzen Umsteigezeit eine Führung vom Inhaber bekam. Gerne komme ich ein andermal mit mehr Zeit wieder.
Weiter ging es wiederum mit einem LINT der HLB, der sich zwischendurch sehr gut mit Fahrgästen für den Katharinenmarkt in Hachenburg füllte. Fahrplantechnisch ist interessant, dass die Aufenthalte bei den Kreuzungen in beiden Richtungen unterschiedlich lang sind und dadurch unterschiedliche Symmetrieminuten entstehen. Die übliche Symmetrie kurz vor der vollen und halben Stunde gibt es auf der Westerwaldbahn nur nördlich von Altenkirchen, wo alle Züge Kopf machen. Meinen Zielbahnhof Au (Sieg) erreichte ich nach fünfeinhalb Stunden Fahrt pünktlich um 14.39 Uhr. Hier holte mich eine alte Freundin ab, die bei der DB als Lokführerin arbeitet.

Zurück ging es dann deutlich schneller, nämlich mit der S 12 bis Siegburg/Bonn, weiter mit dem ICE nach FFLF (Rekord-Reisegeschwindigkeit von 221 km/h), wo ich den Aufenthalt für einen Hotdog und einen kurzen Besuch in der Lounge nutze. Die ist so leer, dass ich erst denke, sie sei geschlossen, zumal auch ein Absperrband am Eingang steht. Weiter geht es mit dem ICE aus XNAC bis FF und mit dem RE nach NAH. Dieser war auch der einzige, der sein Ziel zu spät erreichte (ca. +5), die anderen Züge waren erfreulich pünktlich bzw. teilweise sogar vor Plan und wie meistens an Samstagen auch recht leer.

Mal wieder hinnerm Odewald

Weil die Tour 2008 schon so lange her war, habe ich am 1. Oktober mal wieder eine Runde durch den Odenwald gedreht. Einer der Unterschiede zu damals war, dass der Zug inzwischen NAH–Seckach fährt, ohne dass ein Umstieg in Miltenberg nötig ist. La mit 5 km/h habe ich auch nicht mehr gesehen, allerdings zwei mit 20. Der Aufenthalt in RWDN ist auch entfallen, in der Gegenrichtung gibt es ihn interessanterweise aber noch, so dass auf diesem Abschnitt der Fahrplan nicht symmetrisch ist. Dafür hat man in RSE in beiden Richtungen schlanke Anschlüsse von und zur S-Bahn bei gleichzeitig kurzer Wendezeit. (Sehr) schlank sind die Anschlüsse allerdings nur deshalb, weil auf der Neckartalbahn gilt zurzeit ein Baufahrplan gilt, da bei Neckarelz wegen eines Dammrutsches nur ein Gleis befahrbar ist. Am nächsten Umsteigebahnhof Eberbach hatte ich dagegen eine Stunde Aufenthalt, die ich für einen kurzen Stadtspaziergang und ein Mittagessen nutzte. Wegen Anschlussaufnahme ging es mit leichter Verspätung weiter über die besonders am Anfang sehr idyllische Odenwaldbahn. In Wiebelsbach umsteigen musste ich diesmal nicht, weil mein Ziel Darmstadt Nord hieß, wo ich noch zu einem → CdE-Treffen ging. Der Zug fuhr derweil weiter nach FF. Die Direktverbindung von Eberbach dorthin gibt es aber nur in dieser Richtung, auch hier ist der Fahrplan wohl zur besseren Ausnutzung der Zuggarnituren asymmetrisch. Zurück nach Hause fuhr ich dann mit dem letzten Zug, was mir ganz recht war, da es mit dem Nachtbus doch etwas nervig ist. Fahrkartenmäßig löste ich das Ganze diesmal anders, nämlich mit einem DB-Flexpreis NAH–Eberbach über Seckach (in der App gekauft, da nicht am Automaten erhältlich) für 19,55 und einem RMV-Fahrschein nach Darmstadt für 11,65 € (beides mit BahnCard-Rabatt).
Am darauffolgenden 3. Oktober bereiste ich dann endlich die beiden Strecken nach Bad Soden, hiervon gibt es nichts Besonderes zu berichten. Wie auch bei der Odenwald-Tour gab es hierbei keine nennenswerte Verspätung.