Mal wieder hinnerm Odewald

Weil die Tour 2008 schon so lange her war, habe ich am 1. Oktober mal wieder eine Runde durch den Odenwald gedreht. Einer der Unterschiede zu damals war, dass der Zug inzwischen NAH–Seckach fährt, ohne dass ein Umstieg in Miltenberg nötig ist. La mit 5 km/h habe ich auch nicht mehr gesehen, allerdings zwei mit 20. Der Aufenthalt in RWDN ist auch entfallen, in der Gegenrichtung gibt es ihn interessanterweise aber noch, so dass auf diesem Abschnitt der Fahrplan nicht symmetrisch ist. Dafür hat man in RSE in beiden Richtungen schlanke Anschlüsse von und zur S-Bahn bei gleichzeitig kurzer Wendezeit. (Sehr) schlank sind die Anschlüsse allerdings nur deshalb, weil auf der Neckartalbahn gilt zurzeit ein Baufahrplan gilt, da bei Neckarelz wegen eines Dammrutsches nur ein Gleis befahrbar ist. Am nächsten Umsteigebahnhof Eberbach hatte ich dagegen eine Stunde Aufenthalt, die ich für einen kurzen Stadtspaziergang und ein Mittagessen nutzte. Wegen Anschlussaufnahme ging es mit leichter Verspätung weiter über die besonders am Anfang sehr idyllische Odenwaldbahn. In Wiebelsbach umsteigen musste ich diesmal nicht, weil mein Ziel Darmstadt Nord hieß, wo ich noch zu einem → CdE-Treffen ging. Der Zug fuhr derweil weiter nach FF. Die Direktverbindung von Eberbach dorthin gibt es aber nur in dieser Richtung, auch hier ist der Fahrplan wohl zur besseren Ausnutzung der Zuggarnituren asymmetrisch. Zurück nach Hause fuhr ich dann mit dem letzten Zug, was mir ganz recht war, da es mit dem Nachtbus doch etwas nervig ist. Fahrkartenmäßig löste ich das Ganze diesmal anders, nämlich mit einem DB-Flexpreis NAH–Eberbach über Seckach (in der App gekauft, da nicht am Automaten erhältlich) für 19,55 und einem RMV-Fahrschein nach Darmstadt für 11,65 € (beides mit BahnCard-Rabatt).
Am darauffolgenden 3. Oktober bereiste ich dann endlich die beiden Strecken nach Bad Soden, hiervon gibt es nichts Besonderes zu berichten. Wie auch bei der Odenwald-Tour gab es hierbei keine nennenswerte Verspätung.

In vollen Zügen (ge)nies(s)en

Da ich am Samstag zwar sonst nichts vorhatte, aber erst mal ausschlafen wollte, machte ich „nur“ eine kleine Bahntour: mit der RB nach FD, dort in den Nicht-Anschluss (der aber trotzdem auf meinen leicht verspäteten Zug wartete) nach Bensheim. Von da befuhr ich nach fast zehn Jahren mal wieder die Nibelungenbahn, diesmal komplett bis Worms, wo ich einige Bahnbusse „erlegte“ – unter anderem solche, die auf dem Weg zum mir bis dahin völlig unbekannten Backfischfest waren:

Älterer Mercedes-Gelenkbus von Rheinpfalzbus

Neuerer Mercedes-Gelenkbus von Rheinpfalzbus

Hatte ich ursprünglich vorgehabt, mit dem nächsten Zug weiter nach Mainz zu fahren, schaute ich mir angesichts des passablen Wetters doch noch ein wenig die Stadt und machte mich erst eine Stunde später mit dem Süwex auf den Weg an den Weinbergen vorbei in die Landeshauptstadt, wo mir eine Variobahn vor die Linse kam:

MVG-Variobahn

Leider war es nicht die mit der Mainzelbahn-Werbung, denn die war mir vor der Nase weggefahren. Ebenfalls leider fing es nun an zu regnen, so dass ich mich wieder in den Bahnhof begab und zur Abwechslung über Wiesbaden und Frankfurt-Höchst zurück fuhr. Auf diesem Abschnitt erwischte ich eine gut gefüllte, aber nicht überfüllte Rheingau-Linie, in der eine Frau einen heftigen Niesanfall erlitt, der scheinbar auch andere Passagiere ansteckte. In FF blieb gerade noch Zeit für einen Espresso in der Lounge, bevor ich mich mit dem RE wieder auf den Weg in meine Wahlheimat machte, die ich – wie auch alle anderen Etappenziele – pünktlich erreichte.

Jetzt pfungt’s

Am 15. August haben wir hier im katholischen Teil Bayerns ja Feiertag, das benachbarte Hessen aber nicht. Die ideale Gelegenheit, um mal die neue Buslinie 58 auszuprobieren, die von NAH nach Weiskirchen im Nachbarbundesland fährt, denn das tut sie auch an den rein bayerischen Feiertagen. Gesagt, getan und auf den Weg gemacht: Der Bus ist fast leer, wobei die Pendler nach Hessen, die wohl eine Hauptzielgruppe sind, um diese nachmittägliche Uhrzeit nicht aus Aschaffenburg herausfahren. Von der B 8 macht der Bus einen Schlenker durch Mainaschaff, fährt dann wieder auf, kurzzeitig auf die A 3 und weiter über die B 469 nach Mainhausen, wo Anschluss von der ebenfalls neuen Linie 57 aus Großostheim besteht – die will ich ein andermal ausprobieren. Den Bahnhof in Weiskirchen erreichen wir schließlich pünktlich und anscheinend gerade in dem Moment, als der S-Bahn-Verkehr nach den Gewittern, die ein paar Stunden vorher durch Hessen gezogen sind, wieder anrollt. Auch mein Anschlusszug in Ober Roden, der pünktlich zu sein scheint, ist wohl eigentlich der von eine Stunde vorher.
Weiter geht es über FDI nach FD, von wo ich über die Pfungstadtbahn fahren will, die 2011 nach 56 Jahren wieder in Betrieb genommen wurde. Sie ist eine der kürzesten Stichbahnen überhaupt: Schon nach 1,7 Kilometern erreichen wir die Endstation Pfungstadt, wo ein Bier gebraut wird, dessen Werbeslogan dieser Beitrag die Überschrift verdankt. Ich will mit dem Bus weiter nach Darmstadt-Eberstadt, erwische aber den Kurs, der vorher noch eine Schleife durch Pfungstadt fährt – so sehe ich noch ein wenig vom Ort.
Von Eberstadt fahre ich weiter nach Alsbach, um diese Überlandstrecke auch mal zu testen. Den Vorschlag hatte mein Begleiter auf der Thüringerwaldbahn-Tour Mitte Juli gemacht. Sie ist bei weitem nicht so spektakulär und auch besser ausgebaut als ihr Pendant in Thüringen, führt aber bemerkenswert weit aus Darmstadt heraus. An der Endstation bleibe ich in der Bahn sitzen (übrigens ist Darmstadt ein reiner Einrichtungsbetrieb, der an allen Endstellen Wendeschleifen hat) und fahre dann auf direktem Wege zurück in die Wissenschaftsstadt, wo ich noch am Pubquiz teilnehme.
Zurück geht es dann mit der Heidelberger RB nach FF und weiter mit dem letzten RE nach NAH. Soweit läuft alles ohne Probleme, außer dass ich so müde bin, dass ich einschlafe und für den Weg nach Hause dann wegen des Regens und mangels funktionierenden Fahrrads ein Taxi nehme.

Ihr Anschluss hält nicht – selber schuld

Im Juli hatte mich ja eine Rückfahrt aus Darmstadt etwas mehr Zeit und Geld gekostet als geplant, weshalb ich mich beim RMV beschwert hatte. Dieser hat mir nun geantwortet und mitgeteilt, dass die „Auskunftspflicht beim Kunden“ liege und mir meine Zusatzkosten daher nicht erstattet werden. Besonders toll finde ich das nicht, werde das aber (zumal aufgrund des niedrigen Betrages) nicht weiter verfolgen. Also, liebe Kunden, die ihr in diesem Falle nicht König seid: Schaut immer etwas genauer hin, ob sich in der Fahrplanauskunft oder an der Haltestelle noch eine Anmerkung findet, dass alles ganz anders ist als in dem Fahrplan, der nebendran hängt oder den die Auskunft selber ausgegeben hat.

Etwas Positives habe ich aber auch zu vermelden: Letzte Woche war ich mal wieder im Feriendorf am Eisenberg, und die Hin- wie die Rückfahrt haben völlig problemlos geklappt. Unerwartet war auf Letzterer nur, dass die Züge recht voll waren, was an einem Sonntag, an dem in einigen Bundesländern die Ferien zu Ende sind, vielleicht aber auch nicht so überraschend ist. Im Gegensatz zu einigen anderen Akademieteilnehmern hatte ich von FFU bis FH auch einen Sitzplatz und konnte so das Jubiläumsrätsel in der „mobil“ lösen. Wer es noch nicht kennt, dem sei es empfohlen, es enthält einige CUS-typische Fallen, und großes Bahnwissen ist sehr von Vorteil.

Naht- und problemlos

Zum 85. Geburtstag meiner Tante machte ich mich gestern mal wieder auf den Weg nach Korbach. Los ging es schon um 7.35 Uhr mit dem ICE, nachdem ich den Bahnhof in der Rekordzeit von 10 Minuten zu Fuß erreicht hatte (der Bus war wohl etwas früh und ich etwas spät dran …). Dort ging es dann nahtlos weiter nach Marburg, wo die Umsteigezeit gerade zur Frühstücksbeschaffung beim Bäcker reichte, bevor es dann mit einem 628er nach Frankenberg weiterging. Für den Zug ist dort zurzeit wieder Endstation, der Umstieg in den SEV klappte aber ebenfalls nahtlos. Wegen der gut ausgebauten Bundesstraße (Zwischenhalte bis Korbach Süd wurden nicht angefahren) und dem ohnehin nicht hohen Tempo der Bahn dauerte die Busfahrt auch nicht länger als sonst die Zugfahrt.
Den Grund für den SEV sah ich dann auf der Rückfahrt, die ich nämlich von Korbach „Hauptbahnhof“ antrat. Der war eine einzige Baustelle: Die Unterführung zu den Bahnsteigen fehlte komplett, und auch der Vorplatz bestand vorwiegend aus Schotter.

Baustelle am Bf Korbach

Baustelle am Bf Korbach

Zum Glück hatte ich das kurz vorher von der Verwandtschaft erfahren, so dass ich ausreichend Zeit mitbringen konnte und netterweise auch begleitet wurde. Die Linie nach Kassel ist zur Zeit die einzige, auf der Züge fahren. Meiner tat das völlig problemlos in Gestalt eines 646ers, den einige Passagiere der vorigen Fahrt allerdings in ziemlich dreckigem Zustand hinterlassen hatten. Der Pünktlichkeit tat das keinen Abbruch, und auch der Anschluss-ICE in FKW fuhr ohne Verspätung ab. Der Zub zeigte mir noch einen Trick, wie ich im Navigator schneller die dort gespeicherte BahnCard abrufen konnte, und wurde prompt von einem Reisenden eine Reihe hinter mir um Hilfe beim Scannen des QR-Codes für die Kundenzufriedenheitsumfrage gebeten. FF erreichten wir ohne Zwischenhalt ebenfalls pünktlich. Also war noch Zeit für meine geliebte Chillibratwurst, bevor es dann in den nur samstags verkehrenden ICE 1625 ging. Der war diesmal aus einem 411 statt einem 415 gebildet, was ausnahmsweise mal zur mehr Platz führte als geplant (laut Durchsage des Zub waren aber Probleme beim Anzeigen der Reservierung trotzdem nicht ausgeschlossen). NAH erreichte ich wiederum pünktlich um 21.48 Uhr und machte mich angesichts des guten Wetters wieder zu Fuß auf den Weg, wobei ich mir noch ein Eis gönnte.

Steigen Sie dort um – ach ja, Ihr Anschluss hält nicht

Letzten Freitag war ich mal wieder beim Mensa-Stammtisch in Darmstadt, diesmal in Kranichstein. Für den Rückweg hatte mir die RMV-Auskunft folgende Verbindung ausgespuckt (Screenshot nachträglich erstellt):

RMV-Auskunft für den 21.07.17

Gesagt, getan, ich machte mich mit der Straßenbahn auf den Weg zum Willy-Brandt-Platz, wo der Bus nach NAH ja bald kommen sollte. Man ahnt es schon, er tat es natürlich nicht. Ein Anruf bei der RMV-Hotline erbrachte auch keinerlei Aufklärung über den Verbleib des Busses, obwohl der Mitarbeiter dort sogar bei der Leitstelle des Busbetreibers BVH anrief. Erst danach erspähte ich das Kleingedruckte in der Auskunft und an der Haltestelle: Die Umleitung mit „Änderungen bei Haltestellen“ bedeutete, dass der Bus an diesem Tag den Willy-Brandt-Platz gar nicht anfuhr. Im Gegensatz zu den ebenfalls erwähnten Änderungen bei der Straßenbahn war dies jedoch nicht in der Auskunft eingearbeitet, was man nach dem Klick auf die Anmerkung auch ausdrücklich vermeldete.
Da ich nicht erst mit dem nächsten Nachtbus um 02:00 Uhr zu Hause sein wollte, fuhr ich über Frankfurt, wofür ich einen neuen Fahrschein kaufte. Diesen habe ich zur Erstattung beim RMV eingereicht und bin gespannt auf die Antwort.

9.1.2

Den Abschnitt davor in den Beförderungsbedingungen habe ich schon oft angewendet, den 9.1.2 heute zum ersten Mal. Die Hinfahrt war problemlos verlaufen: ICE bis FF, weiter mit dem RE 99 bis Haiger, das ganze recht günstig zum kurz vorher gekauften Sparpreis. Zurück ging es dann ab Holzhausen (Kr Siegen) an der Hellertalbahn mit einem besonders vandalismusresistenten Abfahrtsplan, der einfach auf eine Blechtafel gedruckt war:

Abfahrtsplan in Holzhausen (Kr Siegen)

Auch sonst lebt die Station eher von ihrer Vergangenheit, wie die Reste des zweiten Gleises zeigen:

Hp Holzhausen (Kr Siegen)

Hp Holzhausen (Kr Siegen)

Als Fahrkarte hatte ich diesmal einen Nahverkehrs-Flexpreis, der mich eigentlich über Friedberg nach Hanau führen sollte. Das ging prompt schief: Der Aufenthalt in Gießen dauerte länger als geplant, weil der Zugteil aus Kassel Verspätung hatte. Die Zub-in meinte zwar, dass wir noch aufholen würden, aber bei der Ankunft in FFG war der Anschluss schon über alle Berge. Also wandte ich die titelgebende Beförderungsbedingung an: Bis FF weiter fahren, dort einen Produktübergang kaufen, mit dem ICE nach NAH fahren (an mit +8) und den Aufpreis (der auch nur 3,85 kostete) dann über das Fahrgastrechte-Formular einreichen. So kam ich letztendlich nicht mal eine Viertelstunde später als geplant an.

Unterwegs durchs Sonntagsbauchaos

Eine kleine Tour in den Taunus hatte ich heute geplant: Mit dem RE nach FH, weil ich wusste, dass er wegen Bauarbeiten zurzeit nicht nach FF, sondern zum Stadion fährt. Also dachte ich, wie letzte Woche mit dem Fuldaer RE nach FF zu fahren, wo ich direkten Anschluss nach Königstein haben müsste. Was ich nicht bedacht hatte: Wegen weiterer Bauarbeiten wurden die Fuldaer RE auch noch zwischen FFS und FF über Niederrad umgeleitet. Mit der offiziellen neuen Ankunftszeit um .40 hätte ich den Anschluss – wenn es auch kein offizieller war – noch bekommen. Der Tf sagte aber schon in FFS durch, dass die Ankunftszeit gegen .45 sei, was dann auch eher der Wahrheit entsprach. Also sah ich den Zug nach Königstein gerade noch abfahren und trollte mich für eine Stunde in die Lounge. Der nächste Zug war dann statt eines VT2E ein LINT, der für einen Sonntag recht gut besetzt war. Die Strecke ist übrigens ganz nett, aber nicht spektakulär. An der Einrichtung der Bahnhöfe sieht man deutlich, dass es keine DB-Strecke ist, was ja doch relativ selten ist:

HLB-Bahnhof Königstein

Nun hatte ich genug Zeit, um einen kleinen Gang durch die schöne Innenstadt von Königstein zu machen:

Innenstadt von Königstein

An der Haltestelle Stadtmitte ging es dann mit einem BVH-Bus weiter.

BVH-Bus in Königstein Stadtmitte

Kaum hatte ich das Foto gemacht, kam der Fahrer und fragte in schwer einzuordnendem Ton, warum ich das mache, gab sich aber mit der Erklärung zufrieden, dass es ein Hobby sei. Nach kurzer Fahrt erreichten wir Kronberg, das ich schon ein wenig kannte und wo ich in die S-Bahn stieg. Eigentlich war geplant, in Niederhöchstadt in die S 3 nach Bad Soden und von dort nach Höchst umzusteigen. Eigentlich wollte ich im Navigator nur schauen, wie weit ich der S 3 noch entgegen fahren konnte, dabei stellte ich aber fest, dass sie ganz ausfiel. Also fuhr ich weiter bis FF, wo ich dann am Wursthelden-Stand spontan entschied, mit der S 8 bis Hanau und dann mit der RB nach NAH zu fahren. Wenigstens das klappte wie geplant, so dass ich gut fünf Stunden nach dem Aufbruch wieder an meinem Heimatbahnhof eintrudelte.

Aber laaaangsaaam …

An diese alte Rudolf-Scharping-Imitiation fühlte ich mich gestern auf meiner Fahrt nach Korbach erinnert. Immerhin hatte ich eine Verbindung gewählt, bei der die Umsteigezeit in Friedberg knapp oberhalb des Minimums war. Zwei Stunden später wäre das anders gewesen, so dass ich dann eine Stunde in der Wetterau hätte warten dürfen. So klappte aber alles wie am Schnürchen: 8.43 Uhr in NAH los, wo zwar auf den Straßen der Feiertag zu spüren war, aber nicht am Bahnhof. Der Zug war zwar pünktlich, zog sich aber bis FH ein paar Minuten Verspätung zu. Den geplanten Kauf eines Hessentickets am dortigen Automaten ersetzte ich daher lieber durch den Kauf eines Quer-durchs-Land-Tickets im Navigator (für das Hessenticket, mit dem ich insgesamt 4 Euro günstiger gefahren wäre, hätte ich erst die RMV-App herunterladen müssen). Der Zug nach Friedberg war ausnahmsweise kein Talent 2, sondern bestand aus Lok und zwei Dostos. Der Umstieg in FFG klappte problemlos. Der in Marburg auch, allerdings meinte mir dort wieder ein Busfahrer recht unfreundlich mitteilen zu müssen, dass Fotografieren verboten sei. Der Zug nach Korbach kam mit +15 und fuhr mit etwa ebenso viel auch wieder ab. Interessanterweise wurde hinten noch ein Zugteil nach Kassel angehängt, wodurch der Zub einen Fahrgast beruhigen konnte, dass der Anschluss dorthin in FKOB ungefährdet sei. Weniger angenehm verlief die Fahrt für einen jungen Mann, der unseren Zug wegen der Verspätung für den nach Marburg hielt. Ob er den am Kreuzungsbahnhof noch bekommen hat, kann ich nicht sagen. Da auf der Strecke wenig Gelegenheit zum Verspätungsabbau besteht, hatten wir in Korbach Süd immer noch knapp +15. Dreieinhalb Stunden hatte ich so insgesamt gebraucht, mit dem Auto hätte es nur zwei gedauert. Mein Onkel erwartete mich bereits für einen netten Nachmittag im Waldecker Land.
Zurück ging es dann um 18.02 Uhr wieder vom Südbahnhof. Erstaunlicherweise war der Zug pünktlich, und auch auf der Weiterfahrt, die auf demselben Weg wie die Hinfahrt verlief, klappte alles wie geplant und ohne besondere Ereignisse, so dass ich um 21.15 NAH erreichte und mich auf mein Rad nach Hause schwingen konnte.

Korbach – Frankenberg gut genutzt

Ebenfalls am 23. September meldeten die NaNa, dass laut → Nordhessischem Verkehrsverbund (NVV) pro Tag durchschnittlich 440 Fahrgäste die vor einem Jahr wiedereröffnete Strecke Korbach – Frankenberg nutzen, an Spitzentagen wie Wochenenden sogar bis zu 700 – im Gegensatz zu etwa 200 vorher beim Bus. Dafür, dass zunächst nicht nur manche Politiker, sondern auch ich selber skeptisch waren, ein voller Erfolg. Läge die Strecke in Bayern, würden die Fahrgastzahlen eine Reaktivierung übrigens nicht rechtfertigen, denn dort werden 1000 Fahrgäste pro Tag verlangt, ein Kriterium, das bis jetzt nur sehr wenige Strecken erreicht haben.