Da sich die DB entschieden hatte, die Freifahrten am Tag nach einer Goldmedaille für Deutschland auf die Paralympics auszuweiten, war ich heute mal wieder in der 1. Klasse des Fernverkehrs unterwegs. Zuerst nach Hamburg, wo ich eine Stunde Zeit hatte, die ich nutzte, um an den Elbbrücken ein „anständiges“ Foto eines DT4 der Hochbahn zu machen:
Auf dem Weg dahin ergab sich auch ein Bild des nur mit einem Gitter abgesperrten „Geisterbahnsteigs“ in Hauptbahnhof Nord.
Dann machte ich mich aber auf den Weg zum eigentlichen Zweck der Reise: die Befahrung der Güterumgehungsbahn, die nämlich wegen der baubedingten Sperrung der Verbindungsbahn derzeit als Umleitung für einige Fernzüge dient. Kaum war ich mit dem EC Richtung Kopenhagen abgefahren, erfuhr ich, dass ich keinen neuen Abschnitt kennenlernen würde, denn wegen einer Streckensperrung bogen wir auf die Lübecker Strecke ab und fuhren über Bad Oldesloe nach Neumünster. Das ging auch nur, weil unser Zug außerplanmäßig noch ein dieselbetriebener IC3 ist. Auf dem eingleisigen Streckenabschnitt verpassten wir den entgegenkommenden Regionalbahnen zwar ordentliche Verspätung, kamen selbst aber einige Minuten vor Plan in Neumünster an.
Dort entdeckte ich auf dem Nachbargleis einen ICE, der wegen der Sperrung zurückgehalten worden war und als Fahrtziel Hamburg-Harburg hatte (nachdem er ursprünglich nach Stuttgart hätte fahren sollen). Dieses Ziel konnte er ja nur über die GUB erreichen, und so wartete ich geduldig, bis es nach einer halben Stunde tatsächlich weiter ging. Noch während der Fahrt wurde bekannt gegeben, dass wir statt Harburg den Hbf anfahren und der Zug dort auf einen anderen ICE nach TS wenden würde. Die Fahrgäste dorthin freuten sich – ich mich auch, denn nicht nur hatte es jetzt tatsächlich mit der Bereisung geklappt, sondern so konnte ich noch in AH beim Mexikaner essen und mich direkt eine halbe Stunde später wieder auf den Weg nach Bremen machen.
Am Wochenende ging es mal wieder mit Ole nach Schladern. Hin fuhren wir zwar im selben Zug, aber nicht zusammen, weil ich dank ProbeBahnCard und Aktionsgutschein recht günstig in der (ebenfalls ziemlich vollen) 1. Klasse reiste. Den Umsteigebahnhof Köln erreichten wir mit immerhin so viel Verspätung, dass wir die eigentlich geplante S-Bahn nicht mehr erreichten, dafür aber den RE von fast einer Stunde vorher. Der stand dann in Deutz wegen einer Signalstörung noch eine Weile herum, was uns auf dem Nachbargleis noch folgenden Anblick bescherte:
Zug der Mittelrheinbahn nach „Nirgendwo“
Zum Glück nicht nach Nirgendwo, sondern letztendlich doch noch nach Schladern führte unsere Reise, so dass wir den Zielbahnhof gegenüber dem ursprünglichen Plan mit ganz passablen etwa +15 erreichten.
Auf dem Rückweg nahmen wir ebenfalls den RE, was uns möglicherweise den Umstieg in Köln rettete. Der erfolgte in den „Female ICE“, der für eine Aktion beklebt wurde, bei der er nur mit weiblichem Personal besetzt war.
Der „Female ICE“ in Köln Hbf
Ob er das danach auch noch ist, weiß ich nicht. Ich sah zwar nur Frauen als Zugbegleiterinnen, das mag aber Zufall gewesen sein. Wie dem auch sei, jedenfalls erreichten wir, diesmal beide in der 2. Klasse, angenehmerweise Bremen pünktlich. Ole musste sich jetzt angesichts des ÖPNV-Streiks allerdings aufs Fahrrad schwingen, während ich wie immer nur einen kurzen Fußweg zurückzulegen hatte.
Am letzten Wochenende der Olympischen Winterspiele gab es zwei Goldmedaillen für das deutsche Team. Was das mit der Eisenbahn zu tun hat? Der Medaillengewinn war auch ein Gewinn für so einige Bahnkunden, die eine Probe BahnCard Gold erworben hatten und dadurch jeweils einen Tag kostenlos im DB-Fernverkehr fahren konnten. Da ich einer davon war, machte ich mich am Samstag auf den Weg. Der ursprüngliche Plan war, die Umleitungsstrecke Hamburg–Berlin über Uelzen–Stendal zu fahren. Da ich aber kurzfristig erfahren hatte, dass an dem Tag auch noch die Neigetechnik-ICE der BR 415 verabschiedet wurde, disponierte ich in Harburg um und fuhr nach Hannover. Von da ging es weiter mit dem IC Richtung Leipzig, wo die Abschiedsfahrt Station machen sollte. So entging mir zwar die Erstbefahrung der Strecke Uelzen–Stendal, dafür wurde der IC aber über die Strecke Stendal–Magdeburg umgeleitet, die ich auch noch nicht kannte. LL erreichten wir dadurch mit etwa +20, aber immer noch rechtzeitig für die Abschiedsfahrt, für die sich schon zahlreiche Eisenbahnfans auf den Bahnsteigen postiert hatten. Dadurch und wegen des ungünstigen Sonnenstands wurden meine Fotos nicht die allerbesten, aber immerhin die Gedenkanschrift am Zug habe ich ganz gut verewigen können.
Abschiedsfahrt der Baureihe 415 in Leipzig Hbf
Jetzt machte ich mich aber auf den Weg zu meinem ursprünglich geplanten Ziel, passenderweise mit einem „langen“ Neigetechnik-ICE der BR 411, die weiterhin in Betrieb bleiben. Der brachte mich pünktlich nach Dresden, wo ich erst mal Bilder vom örtlichen Nahverkehr machte, darunter dem neuesten Pferd im Straßenbahnstall.
Wagen des Typs NGT DXDD am Dresdner Hbf
Nach nur einer Stunde trat ich auch schon wieder den Rückweg an. Um die Freifahrt für etwas Ungewöhnliches zu nutzen, tat ich das mit dem ComfortJet, einer tschechischen Variante des Railjet, die zwischen Wien, Budapest, Prag, Dresden und Berlin unterwegs ist, nach der Generalsanierung auch bis Hamburg und Kopenhagen. Der hatte leider eine halbe Stunde Verspätung, dafür hatte ich in der 1. Klasse, die ich mit meiner BahnCard Gold benutzen durfte, den ganzen Wagen für mich alleine:
1. Klasse des ČD-ComfortJet
Auch aus dem Restaurant konnte ich mich am Platz bedienen lassen, hatte aber gerade keine Lust auf tschechisches Essen und ließ es daher bei einer Limo bewenden.
2. Klasse des ČD-ComfortJetSteuerwagen des ČD-ComfortJet
Durch die Verspätung verpasste ich leider den Anschluss in Berlin, hatte dafür dann aber dort Zeit zum Essen und zum Bewundern der Rolltreppen, die fast alle gerade wegen eines technischen Defekts abgeschaltet waren. Weiter ging es mit einem ICE Richtung HH, der sich leider durch längeres Herumstehen vor Wolfsburg auch wieder Verspätung einfuhr und den Umsteigebahnhof erreichte, als mein Anschlusszug am Gleis gegenüber gerade abgefahren war. Das war dann schon etwas ärgerlich, immerhin fuhr kurz danach schon der RE, den ich nun mit meinem Deutschlandticket in der 2. Klasse nutzte und so HB zwei Stunden später erreichte als geplant.
Da es am Samstag noch eine Goldmedaille gegeben hatte, machte ich mich am Sonntag noch mal auf den Weg, allerdings erst nach ausgiebigem Ausschlafen. Diesmal stand die Erstfahrt mit dem ICE L auf dem Programm, der ja zurzeit zwischen Köln und Berlin eingesetzt wird und in dieser Richtung praktischerweise über Osnabrück fährt. Also machte ich mich auf den Weg gen Süden, kurioserweise in einer Zeitlage, in der statt des stündlichen ICE nur der halbstündlich versetzte IC aus Westerland fuhr, so dass ich den Vorgänger des ICE L auch noch einmal genießen konnte – übrigens in einer ziemlich vollen ersten Klasse und mit einer farblich passenden 101.
IC 1 aus Westerland in Recklinghausen Hbf
Nach einem kurzen Gang durch die sonntäglich tote Altstadt erwartete ich gespannt die Ankunft des Zuges, nur um zu erfahren, dass dieser kurzfristig umgeleitet wurde. Stattdessen kam kurz danach der IC nach Emden in Gestalt eines ICE 2, in dem wir erfuhren, dass wir den ICE L in EMST noch würden erreichen können. Das passierte dann auch tatsächlich:
Steuerwagen des ICE L in Münster Hbf1.-Klasse-Wagen des ICE L in Münster Hbf
Ein bisschen wirkt er ja mit seinen kurzen Wagen wie ein Spielzeugzug. Nach einer nun etwas verkürzten Fahrt stieg ich in HO aus und in den etwa 30 Minuten verspäteten ICE nach HB ein. Dort kam er allerdings nicht an, weil er wegen eines Wildunfalls kurzfristig über die Güterumgehungsbahn umgeleitet wurde. Zum Glück hielt er vorher noch in Kirchweyhe, was sogar im Fahrgastinformationssystem angezeigt wurde:
Natürlich passte der Zug nicht ganz an den Bahnsteig, weshalb aus der 1. Klasse erst mal eine Völkerwanderung nach vorne einsetzen musste.
Insgesamt ging aber alles ziemlich schnell vonstatten: Die Fahrgäste für Bremen stiegen aus, der ICE fuhr weiter und dürfte auf der kürzeren Strecke einiges von seiner Verspätung abgebaut haben. Zum Glück kam auch direkt dahinter der RE, so dass die Fahrt nach Bremen – nun allerdings in einer recht vollen 2. Klasse – nur unwesentlich länger dauerte.
Am Sonntag ging es leider schon wieder auf den Heimweg aus Luxemburg. Als krönenden Abschluss hatte ich mir aber noch vorgenommen, die Nordstrecke bis Lüttich zu befahren. Am Bahnhof Luxemburg habe ich noch ausreichend Zeit, eine Doppelstockgarnitur von der Seite des Steuerwagens auf den Chip zu bringen.
Bis Kautenbach (bzw. theoretisch von meiner Reise 2006 bis Clervaux) kenne ich die Nordstrecke ja schon. Beim Halt in Kautenbach mache ich noch aus dem Zug ein Bild vom Bahnhof. Auf den neueren Bahnhofsschildern steht der französische Ortsname (den man in der Fahrplanauskunft und auf Landkarten findet) oben, darunter der luxemburgische. Auf den älteren Schildern steht nur der französische. Übrigens sind im luxemburgischen Menü der CFL-Fahrkartenautomaten auch die Ortsnamen in Frankreich in dieser Sprache angegeben. So musste ich am Vortag erst mal darauf kommen, dass ich eine Fahrkarte nach Diddenuewen brauche.
Die Fahrt geht weiter zum Grenzbahnhof Troisvierges, bei dem man auch nicht unbedingt darauf kommt, dass die Namen Ulflingen und Ëlwen denselben Ort bezeichnen. Hier haben wir einige Minuten Aufenthalt, und das Personal wechselt. Dann geht es weiter durch recht einsame, verschneite Landschaft über die Grenze. Bald wird es bergig, und wir folgen dem Lauf verschiedener Flüsse: OpenStreetMap meint, es sei erst der Glain, dann die Salm und dann die Amblève. In Rivage, wo wir auch auf die Strecke aus Marloie treffen, fließt die Amblève wiederum in die Ourthe.
Wildromantische Landschaft
Nach insgesamt knapp drei Stunden Fahrzeit erreichen wir Lüttich. Hier fließt wiederum die Ourthe in die Maas, die neben der Bahnstrecke von einer imposanten Straßenbrücke überquert wird.
Dann ist der Bahnhof Liège-Guillemins erreicht. Durchgefahren bin ich hier schon oft, aber jetzt habe ich endlich mal Zeit, die Architektur zu bewundern und für meine Sammlung zu verewigen.
Bahnhofshalle von Liège-Guillemins. In der Mitte der Desiro ML, mit dem ich aus Luxemburg gekommen bin.
Von hier wäre der schnellste Weg mit dem Eurostar (ex Thalys) nach Köln gewesen. Da alleine diese Strecke aber schon 60 Euro nicht stornierbar gekostet hätte, fahre ich lieber mit dem Nahverkehr weiter. Das ist zufällig der LIMAX, mit dem ich sowieso schon immer mal fahren wollte.
Der Zug ist recht voll, aber am Ende findet sich noch ein Platz für mich. Diesmal sitze ich auf der anderen Seite, wo es auch eine schöne Maasbrücke gibt:
Parallel zur Maas fahren wir dann auch über die niederländische Grenze, damit der Dreiländerzug seinem Namen auch gerecht wird. In Maastricht biegen wir auf die Strecke nach Heerlen ab, die durch die Gegend führt, in der die Niederlande ihrem Namen am wenigsten Ehre machen. Inzwischen ist der Zug so leer geworden, dass ich einen Vierer für mich habe. Kurz vor Herzogenrath passieren wir unbemerkt für mich die Systemwechselstelle zum deutschen Stromnetz und die Staatsgrenze. Gleich darauf muss ich auch schon umsteigen.
Mein nächster Zug ist der RE 4 nach Düsseldorf. Der ist erfreulicherweise pünktlich und auch recht leer. Und sogar die Sauberkeit, von der ich in Luxemburg so angetan war, ist auch hier zu bewundern. In Düsseldorf steige ich aus und esse erst mal beim Frittenwerk. Eigentlich ist der Plan, mit dem RE 2 nach Osnabrück zu fahren und je nach Verkehrslage auf dem letzten Stück vielleicht noch mit dem ICE abzukürzen. Nun ist die Verkehrslage aber so, dass der RE ausfällt. Also kaufe ich mir ein Ticket für den ICE, verbringe die restliche Zeit in der Lounge und fahre dann mit dem ICE nach Hause. Der ist erfreulicherweise bis kurz vor dem Ziel pünktlich und fährt (bzw. steht) sich erst in Bremen-Hemelingen etwa +10 ein. So geht die Tour auch auf dem deutschen Streckenabschnitt recht erfolgreich zu Ende.
Auch für die „Route Coverage“ bei Viaduct war die Tour erfolgreich: Ich habe jetzt 95 % des Streckennetzes befahren. Außer der Strecke nach Longwy fehlt jetzt nur noch die Museumseisenbahn → „Train 1900“, die von Pétange in Richtung der französischen Grenze führt.
Eins der Ziele der gestrigen Tour sollte es sein, den neuen ICE L vor die Linse zu bekommen. Dazu setzte ich mich um 8:44 Uhr in den ICE nach EDO, das ich mit etwa +10 erreichte, um dort oder an den nachfolgenden Stationen den neuen Zug abzupassen. Leider machte mir eine Oberleitungsstörung zwischen Dortmund-Scharnhorst und Dortmund-Kurl einen Strich durch die Rechnung, da dadurch der Zug von Hamm über Wuppertal umgeleitet wurde. Auch der 426er, den ich im Sommer mal auf der RB 46 gesehen hatte, war dort nicht unterwegs. Also machte ich mich auf den Weg zur dritten Station: dem eine Woche vorher eröffneten Haltepunkt Herten-Westerholt. Eine Station vorher in Buer Nord waren ebenfalls neue Bahnsteige eröffnet worden, so dass jetzt nicht nur die Züge von und nach Haltern dort halten können. Da neue Bahnsteigschilder neuerdings mit einer anderen Schriftart bedruckt werden, konnte man hier prima den Unterschied sehen:
Altes (rechts) und neues Bahnhofsschild (links) in Gelsenkirchen-Buer Nord
In Westerholt selbst wird konsequenterweise nur die neue Schriftart verwendet. Diese ist Teil eines ganzen Konzepts, das unter anderem Buchstaben zur eindeutigen Identifikation von Ausgängen enthält.
Bahnsteigunterführung am Bahnhof Herten-Westerholt
Nicht weit vom Bahnhof ist das Alte Dorf, das zwar sehr klein, aber dafür umso malerischer und daher auch zu meiner Marler Zeit immer wieder Ausflugsziel für uns war. Manchmal findet man auch die im Titel erwähnte Bezeichnung, die aber wohl eher auf andere Städte wie Warburg passt.
Im Alten Dorf Westerholt
Leider fuhren wegen einer Störung zwischen Essen und Bottrop die Züge am neuen Bahnhof nur zweistündlich. Das hatte allerdings den Vorteil, dass ich so noch die Öffnung der örtlichen Pommesbude (die genau genommen schon im Nachbarort Bertlich liegt) abwarten und dort eine sehr gute Currywurst essen konnte. Dann marschierte ich zurück zum Bahnhof (wäre der Hintereingang schon fertig gewesen, wäre es etwas schneller gegangen) und machte mich auf den Rückweg, diesmal ausschließlich mit dem Deutschlandticket. Das hatte den Vorteil, dass ich zwischen HO und HB noch die neuen Ersatzzüge testen konnte: WFL-Doppelstockwagen, die deutlich mehr Platz bieten als die vorher eingesetzten Talent 2 und trotz (oder gerade wegen) ihres Alters recht komfortabel sind. Nach einer ICE-Überholung erreichte ich meinen Heimatbahnhof wiederum mit etwa +10.
Zum dritten Mal in Folge war ich heute zum Spaß mit der Bahn unterwegs. Diesmal wieder nach NRW, wo ich den Niersexpress bereisen wollte. In meiner Zeit bei der NordWestBahn hatte ich das nicht geschafft, obwohl ich die Strecke auch geplant habe. Dafür setzte ich mich im ICE nach KD in ein Abteil, das sonst nur von einer älteren Frau belegt war, die mit dem Zug unterwegs nach Spanien war. Das und auch anderes aus ihrer Lebensgeschichte versprach eine spannende Unterhaltung, die wir über weite Teile der Fahrt führten. Am Umsteigebahnhof angekommen, reichte die Zeit trotz leichter Verspätung (Signalstörung bei ERE) noch für einen kurzen Loungebesuch, bevor es dann pünktlich mit dem RE 10 weiterging, der heute von der NWB-Abspaltung RheinRuhrBahn betrieben wird. Am Zielbahnhof Kleve angekommen, genoss ich erst mal eine Currywurst (ich war immerhin in NRW), lief dann ein wenig durch die Innenstadt, gönnte mir noch einen Eiskaffee und fuhr dann mit dem Bus nach Emmerich weiter. Dort ist leider die Innenstadt so weit vom Bahnhof entfernt, dass sich ein Besuch nicht lohnte. Stattdessen machte ich ein paar Zugbilder.
Ein Güterzug mit zwei 189ern durchfährt den Bahnhof EmmerichDer RE 19 aus Düsseldorf trifft am Stumpfgleis 1 ein. Zurzeit muss man zur Weiterfahrt nach Arnheim umsteigen.
Leider kein Foto ergab sich von einem 408er, weil der in Emmerich zu knapp vor meiner Abfahrt durchkam (obwohl sich diese um ein paar Minuten verzögerte und der ICE anhalten musste). Auch in Duisburg verzichtete ich darauf, weil es durch den kurzfristigen Wechsel auf Gleis 13 nicht gut geworden wäre. Also machte ich mich mit dem verspäteten und rappelvollen RE 2 auf den Weg nach HO. Hätte ich dort den RE 9 noch bekommen, wäre die Rückfahrt kostenlos gewesen. Das wurde aber auf dem allerletzten Stück wegen Gegenständen im Gleis vereitelt. Also eine Fahrkarte für den ebenfalls verspäteten EC gekauft und eine halbe Stunde hinter dem ursprünglichen Plan (allerdings auch etwa 20 Euro preiswerter) in HB angekommen.
Meine heutige Bahntour führte mich nach NRW, und zwar in den Landesteil, der im Namen nicht vorkommt: den Kreis Lippe, der im Wesentlichen dem Gebiet des früher selbständigen, nicht zu Westfalen gehörenden Landes entspricht. Statt der Verbindung mit dem knappen Anschluss in Minden fuhr ich lieber eine Stunde später. So hatte ich nicht nur einen etwas sichereren Anschluss in Nienburg, sondern konnte auch auf der Nato-Bahn schon Nebenbahnromantik genießen. In Löhne und vor Herford blieben wir wegen einer Betriebsgefahr eine Weile stehen, mein Anschluss in EBIL war aber nicht in Gefahr. Dagegen fuhr der RE 6, in den ich bei der anderen Verbindung in Minden eingestiegen wäre, erst in dem Moment ein, als mein Zug nach Lemgo schon abfuhr – alles richtig gemacht!
In Lemgo angekommen, fuhr ich bis zur Endstation Lüttfeld, wo mir ein gutes Foto des Eurobahn-Talents gelang.
Eurobahn-Talent am Bahnhof Lemgo-Lüttfeld
Von dort fuhr ich das kurze Stück zurück zum Stadtbahnhof, um mir erst einmal die sehenswerte Altstadt kurz anzugucken.
Der Marktplatz von Lemgo
Ebenfalls sehenswert ist der Bustreffpunkt, der Fahrpläne und Netzplan auf sehr übersichtlichen Säulen untergebracht hat:
Die Busse dazu gab es leider nicht zu sehen, weil sie sonntags nicht fahren. Mein Bus für die Weiterfahrt fuhr auch nicht vom Bustreff ab, sondern ein paar hundert Meter weiter in der Papenstraße. Unterwegs kamen uns doch noch zwei Stadtbusse entgegen, die für den Verkehr zum Handballspiel eingesetzt wurden. Über die Dörfer ging es bis nach Bad Pyrmont, wo ich noch genug Zeit hatte, um vom Bahnhof weiter bis zur Endstelle am Markt zu fahren und dort ein Bild vom Bus der Firma Köhne, einer Tochter der kommunalen Verkehrsbetriebe Extertal, zu machen.
Köhne-Bus am Markt in Bad Pyrmont
Hier hatte ich allerdings nicht viel Zeit, bevor es, diesmal mit einer Linie der örtlichen Öffis, zurück zum Bahnhof und weiter mit einem Zug meines Arbeitgebers nach HH ging. Dort erfuhr ich, dass wegen einer Streckensperrung mein Anschluss-RE ausfiel. Als kurze Zeit später der IC einfuhr, wurde den Fahrgästen mitgeteilt, dass dieser nicht für den Nahverkehr freigegeben sei, dieser in Kürze aber auch wieder fahren würde. Ich kaufte mir lieber eine IC-Fahrkarte und konnte so mit nur etwa +30 gegenüber dem ursprünglichen Fahrplan in HB eintreffen.
Noch für die Statistik: Letztes Wochenende war ich mal wieder zum Rätseln, diesmal der E-NIGMA in Essen. Sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise bewegte sich die Verspätung im Bereich einer knappen halben Stunde.
Im letzten Teil war ich endlich im namensgebenden Städtchen (6.600 Einwohner) angekommen und stehe nun früh auf, um den ersten der drei täglichen Züge auf der neuen Haparandabahn zu erreichen. Noch im Hostel bekomme ich eine SMS (ich hatte die gesamte Verbindung bis Stockholm über sj.se gebucht), dass der Zug durch ein Taxi ersetzt wird. Aus der Befahrung der Bahn wird also nichts, trotzdem mache ich mich natürlich auf den Weg zum Bahnhof. Dort warten schon etwas mehr als zehn Leute auf die Taxis. Das erste taucht auf und fährt gefüllt Richtung Boden (der Endstation des Zuges), danach passiert erst mal nichts. Irgendwann kommt noch ein zweites Taxi, und das Spiel wiederholt sich. In diesem Fall soll ein Platz freibleiben, weil in Kalix noch jemand einsteigen soll. Dann passiert ganz lange gar nichts, bis ich mitbekomme, dass eine Finnin, die mit mir wartet (und genausowenig Schwedisch spricht wie ich) auf Englisch mit dem Zugbetreiber Norrtåg telefoniert. Man gibt ihr dort die Auskunft, dass Taxis nur für die Fahrgäste bestellt waren, die den (nicht reservierungspflichtigen) Zug gebucht hatten. Dazu gehörte ich zwar, aber da das niemand wusste, galt „Wer zuerst kommt, …“. Ich starte selber einen Versuch, bei Norrtåg anzurufen, werde aber in eine endlose Warteschleife verwiesen.
Also schmiede ich Plan B: In Stockholm werde ich heute nicht mehr ankommen, aber wenn ich den Mittagszug nehme, habe ich in Boden Anschluss zum Nachtzug in die Hauptstadt. Der kommt dort gerade rechtzeitig an, dass ich den gebuchten X2000 nach Malmö noch erreiche. Und wenn nicht, war es zumindest einen Versuch wert. Ein Einzelabteil wie auf der Hinfahrt ist leider jetzt unbezahlbar, aber dank Interrail bekomme ich ein Bett im Dreierabteil für knapp 40 Euro. Mein Hotelzimmer in Stockholm kann ich zum Glück auch stornieren, so dass ich finanziell bei dieser Sache sogar mit einem Plus herausgehe. Kurioserweise bekomme ich dann auch noch eine kommentarlose Mail von den SJ, die mir aufgrund meiner ursprünglichen Buchung jetzt auch noch einen Sitzplatz im Nachtzug reserviert haben.
Nun kann ich wieder etwas entspannen und laufe samt Koffer zurück zum zentralen Platz. Dort sowie direkt nebenan in einem Kiosk und in der Lobby des Svefi verbringe ich die Zeit bis zum nächsten Zug. Inzwischen habe ich die Nachricht bekommen, dass der auch durch einen Bus ersetzt wird, aber darauf kommt es nun auch nicht mehr an.
Montag, 7. Juli 2025
Haparanda ab 14.27 Bus Boden C an 15.53 +ca. 30 Boden C ab 17.54 +ca. 20 D 91
Der Bus kommt rechtzeitig und hat auch genug Platz für alle. Die Fahrt über die Landstraße ist ereignislos. Wie der Zug nehmen wir den einzigen Zwischenhalt Kalix mit. Dort steige ich kurz aus, um die Toilette am Bahnhof zu nutzen, aber leider ist sie defekt. Also gehe ich dem Bedürfnis erst in Boden nach, das wir natürlich später als der Zug erreichen, aber immer noch rechtzeitig für meinen Anschluss. Der kommt aus dem nahegelegenen Luleå, wo ich auf meiner Reise 2010 Station gemacht habe. Auf der Strecke dorthin scheint es einen technischen Defekt zu geben, weswegen auch mein Zug Verspätung hat. Ob der Defekt auch der Grund für den Ausfall der Züge aus Haparanda war, weiß ich nicht. Als der Nachtzug schließlich kommt, muss er noch die Fahrtrichtung und damit die Stellung der Loks wechseln. Das nutze ich für einige Fotos.
Schlafwagen im Nachtzug Luleå–StockholmLiegewagen im Nachtzug Luleå–StockholmUnd da kommen endlich die Loks
In meinem Abteil habe ich das Bett ganz oben. Noch bin ich alleine, so dass ich erst mal am Fenster sitze und die (allerdings nicht sehr abwechslungsreiche) Landschaft genieße. Die Schaffnerin teilt mir bei der Kontrolle aber mit, dass am übernächsten Halt in Jörn noch jemand einsteigt. Das tut er dann auch tatsächlich, so dass ich mich auf meine Liege verziehe. Später, als wir schon mehr oder weniger schlafen, wird auch das dritte Bett noch belegt.
Dienstag, 8. Juli 2025
Etwa eine Stunde vor der Ankunft in Stockholm stehe ich auf. Das dritte Bett ist schon wieder frei, und mein Abteilgenosse aus Jörn schläft noch. Ich mache mich auf den Weg in den Bistrowagen. Leider ist diesmal kein Frühstück im Preis inbegriffen, so kaufe ich einen Joghurt und natürlich einen Kaffee. Da der Zug wie die meisten Nachtzüge einen ordentlichen Fahrplanpuffer hat, haben wir die Verspätung wieder herausgefahren und mein Anschluss ist nicht gefährdet.
Stockholm C an 7.01 Stockholm C ab 7.19 X2 523 Malmö C an 11.52
In Stockholm angekommen, muss ich praktischerweise in dem etwas unübersichtlichen Bahnhof nur auf den Nachbarbahnsteig wechseln. Von dort gelingt mir noch ein Bild vom Nachtzug mit der schwarzen Lok, die seit Boden vorne ist.
Nachtzug aus Luleå nach der Ankunft in Stockholm
Mein X2000 kommt pünktlich und ist gut gebucht. Auf der Fahrt schlafe ich etwas, gemessen an den Strapazen der bisherigen Fahrt aber erstaunlich wenig. Sonst passiert nichts Besonderes. In Malmö mache ich ein Bild von meinem Zug:
X2000 nach der Ankunft in Malmö
Spannenderweise war übrigens die DB-Auskunft auch an meinem Reisetag noch der Meinung, es gäbe noch einen X2000 eine Stunde später, mit dem ich in Kopenhagen denselben EC erreichen könnte. Die SJ-Auskunft kannte ihn gar nicht, auf der Anzeigetafel in Stockholm war er als Ausfall gekennzeichnet – ein Rätsel.
So habe ich nun noch ein wenig Zeit in Malmö, die ich – ihr habt es erraten – für Fotos nutze. Besonders angetan haben es mir die Doppelgelenkbusse, die mangels einer Straßenbahn hier unterwegs sind.
Doppelgelenkbus vor dem Hbf in Malmö
Um aber nicht auf den letzten Drücker in Kopenhagen zu sein, mache ich mich mit dem nächsten Öresundzug vom Tunnelbahnhof auf den Weg dorthin. Der Sinn von Zeitpuffern zeigt sich auch sofort: Nachdem der Zug abfahrbereit ist, geht ein Mitarbeiter durch und erklärt auf Schwedisch, dass die Fahrt aufgrund eines technischen Problems nun hier enden und der Zug daher geräumt werden müsse. Denen, die der Sprache nicht mächtig sind, dolmetschen es andere Fahrgäste, und so geht die Räumung entsprechend flott. Der nächste Zug fährt zwar nur eine Viertelstunde später, ist aber jetzt entsprechend voll.
Malmö C ab 12.20 RE 1067 København H an 12.57
In Kopenhagen habe ich noch genug Zeit, bei der dänischen Burgerkette in der Bahnhofshalle Mittag zu essen. Ein Hoch auf die Kreditkarte, mit der ich mal eben in dänischen Kronen bezahlen kann! Dann mache ich mich auf den Weg zum Bahnsteig, auf dem mein EC nach Hamburg abfahren soll.
København H ab 14.22 EC 397 Hamburg Hbf an 19.00
Mein automatisch zugewiesener Sitzplatz befindet sich in einem Abteil des alten IC-1-Wagens. Ich teile es mir mit einer dänischen Familie und lausche immer mal wieder, ob ich von dem Gespräch etwas verstehe, tue es aber praktisch nicht. Schon spannend, weil ich geschriebenes Dänisch relativ gut verstehe. Ansonsten vertreibe ich mir die Zeit mit Zeitunglesen und Aus-dem-Fenster-Gucken. Einiges kenne ich noch vom Flensburg-Urlaub im Mai, bei dem wir auch einen Ausflug nach Kolding gemacht haben. Höhepunkte im wahrsten Sinne des Wortes sind die Brücke über den Großen Belt und die Rendsburger Hochbrücke.
Hamburg erreichen wir, wenn ich mich recht erinnere, sogar einige Minuten vor Plan. Praktischerweise muss ich auch noch nicht einmal den Bahnsteig wechseln, um meinen Metronom nach Bremen zu erreichen. Sitzplätze gibt es dort auch noch massig, so dass ich die letzte Etappe der Reise entspannt angehen kann.
Hamburg Hbf ab 19.15 RE 82035 Bremen Hbf an 20.24
Auch Bremen erreichen wir pünktlich. Ich gehe noch schnell im Rewe gegenüber vom Bahnhof einkaufen, und meine Freundin geht mir entgegen, so dass wir ein Stück meines Heimwegs zusammen gehen können. Zu Hause angekommen, überkommt mich wenig überraschend bald die Müdigkeit.
Fazit
Die wichtigste Frage: Führt der schönste Weg nach Finnland jetzt wirklich über Haparanda? Ich finde, dass beide Wege ihren Reiz haben. Auf dem Hinweg fand ich vor allem die Schären bezaubernd, auf dem Rückweg die Grenzlage von Haparanda und die Bahnanlagen, die ein wenig wie ein „Lost Place“ wirkten (aber hoffentlich nicht mehr lange). Und von der nordischen Landschaft gibt es auf beiden Wegen genug zu sehen, um auch mal nicht aus dem Fenster zu gucken.
Da ich übrigens diesmal Interrail in der App genutzt habe (es gab eine Online-Rabattaktion, aber der Papierpass hätte extra gekostet), habe ich als Nebeneffekt eine schöne Karte als Erinnerung an meine Reise. Man sieht, dass ich den ganzen Bottnischen Meerbusen umrundet habe (und dass Interrail der irrigen Meinung ist, ich sei von Turku Hafen nach Turku über Karjaa gefahren).
Meine Finnland-Reise 2025 auf einen Blick
Meine Verspätung reiche ich im Nachgang bei Interrail ein. Allein den Wert von 624 Minuten in das Formular einzutragen, war es das Ganze schon wert, aber ich bekomme auch noch 24 Euro erstattet. So bleiben die (überwiegend guten) Erlebnisse nicht der einzige Gewinn der Reise.
Nach acht Jahren habe ich gestern endlich mal wieder meine Schulfreundin Melanie besucht, die mittlerweile in der Nähe von Riesa wohnt. Die Anreise dorthin ist im Prinzip recht einfach: Mit ICE oder IC gen Südosten und Umstieg in Leipzig oder Hannover. Letzteres hatte ich für die Hin- und Rückfahrt vorgesehen. Nach dem Umstieg in den IC nach Dresden querte dieser zu meiner Überraschung das ganze Gleisvorfeld und verließ HH Richtung Süden. Es stellte sich heraus, dass es bei Peine eine Signalstörung gab und wir daher über HHI umgeleitet wurden. Das gab uns gut +20 mit, die sich bis Riesa auf +15 reduzierten. Interessant waren in HBS die Züge, die dort für das Siemens-Werk abgestellt waren, in seltener Einigkeit standen welche für Ägypten, Israel und der bisher nur teilweise zugelassene ICE L quasi nebeneinander.
Zug für Ägypten in Braunschweig HbfZug für Israel bei Braunschweig HbfICE L (links) und Zug für Ägypten bei Braunschweig Hbf
Auf der Rückfahrt fuhr kurz vor meinem IC der der Gegenrichtung ein, der stolze 100 Minuten Verspätung hatte. Mein Zug war dagegen pünktlich, die Madgeburg-Fans im Unterdeck waren gesittet und ab Leipzig konnte ich auch mit freiem Nebenplatz sitzen. Nichts deutete darauf hin, dass es die Umleitung zwischen HBS und HH noch geben würde, da bremste der Zug in Groß Gleidingen doch ab, und der Tf rief das Zugpersonal. Das teilte uns dann mit, dass wir HH mit +30 erreichen würden, was ich aufgrund der Erfahrungen von der Hinfahrt für etwas überzogen hielt. Genauso war es dann auch: Es waren etwa +20, und die meisten Anschlusszüge waren ohnehin verspätet, unter anderem wegen Personen im Gleis in der Nähe des Bahnhofs. So auch meiner, der bereitgestellt wurde, als er schon längst von der Anzeigetafel verschwunden war. Die Abfahrt verzögerte sich dann aber noch, bis auch das Personal aus dem Hauptzug aus München kam, von dem mein Zug eigentlich der Flügelzug war. So erreichte ich HB mit etwa +50.
Letztes Wochenende war ich mal wieder zum → Rätseln in Karlsruhe. Dabei hatte ich von dem Angebot einer günstigen Bahn-Bonus-Prämie profitiert – zwar kostete sie genauso viele Punkte wie sonst auch, war aber flexibel statt mit Zugbindung, so dass ich mich noch kurz vor der Abfahrt entscheiden konnte, den direkten Zug von HB nach RK zu nehmen. Bis EDG lief auch alles mehr oder weniger problemlos, dort blieben wir dann wegen Personen im Gleis erst mal eine Weile stehen. Bei der Weiterfahrt ließen wir dann den Halt in KD aus, weil wir eben wegen selbiger Personen ohne Halt über Neuss umgeleitet wurde. Das hatte den Vorteil, dass wir überhaupt fahren konnten und in KK auch nicht die Fahrtrichtung wechseln mussten, allerdings den Nachteil, dass wir etwa eine Stunde Verspätung einfuhren, die bis RK noch etwas getoppt wurden. Für mich war die Fahrt ohnehin beendet, der Zug setzte seine noch bis Basel Bad statt SBB fort.
Bei der Rätselrallye am Samstag nutzten wir viel den städtischen ÖPNV und waren dabei auch von einer Störung betroffen: Wegen eines Verkehrsunfalls fuhren die Linien 1 und 2 nicht, als wir gerade in Durlach waren. Zum Glück ließ sich das aber ganz gut durch Laufen überbrücken, zurück in die Innenstadt konnten wir dann ab Durlach mit der S-Bahn (Rhein-Neckar, die komplett auf Eisenbahngleisen fährt) fahren. Abgesehen davon waren wir aber wieder sehr zufrieden mit dem KVV (und mit unserer Platzierung ebenfalls ;-)).
Auf der Rückfahrt am Sonntag war ich mit Ole unterwegs und profitierte von seinem guten Bahnkarma: Nachdem seine letzten Fahrten geradezu auffallend pünktlich gewesen waren, war das diesmal auch der Fall, und wir konnten sogar nebeneinander sitzen. Und das, obwohl uns die DB schon am Vortag vor einem defekten Stellwerk in Siegburg und einer Verspätung bis zu 45 Minuten gewarnt hatte, zu der es aber nicht kam. Nur vor der Ankunft in HB blieben wir einige Minuten stehen, weil der Gegenzug das Gleis blockierte und wir daher kurzfristig auf ein anderes umgeleitet werden mussten.