Nein, ausnahmsweise mal nicht im Ruhrgebiet war ich am letzten Augustwochenende. Vielmehr besuchte ich Freunde in Augsburg und mit ihnen den dortigen Bahnpark, ein Eisenbahnmuseum, das bei meinem Silvesterbesuch leider Winterpause hatte. Für die Anreise am Samstag nahm ich dieselbe Verbindung wie damals: mit dem ICE nach HH und von da weiter nach MA, wobei es bis NWH nonstop über die SFS ging. Im Gegensatz zum Dezember waren diesmal beide Züge ICE-T, wobei es die Neigung nur zwischen Würzburg und Treuchtlingen zu erleben gab. Pünktlich waren beide Züge auch noch.
Am Sonntag besuchten wir dann den Bahnpark. Dieser ist nicht nur ein Museum, sondern wird auch von EVU für die Wartung und Unterstellung von Fahrzeugen genutzt. Daher gab es vor der Drehscheibe unter anderem Vectrons in verschiedenen Farben zu sehen, die auf ihre Auslieferung zu den Abnehmern warteten.

Die Drehscheibe wurde kurz nach unserer Ankunft vorgeführt. Da sich das mit einem Fahrzeug besser macht, man aber keinen Tf zur Hand hatte, schob kurzerhand ein Mitarbeiter eine Motordraisine auf die Drehscheibe, die daraufhin ihre Runden – nun ja, drehte.

Vor und nach der Vorführung sahen wir uns ein wenig im Lokschuppen um. Für mich der Star dort war der „Gläserne Zug“ – oder, wie es einer meiner Freunde mal sagte, „was davon noch übrig ist“, nach dem Unfall von 1995 nämlich, der nicht nur ein Todesopfer, sondern auch den Totalschaden des Triebwagens verursachte. Die nicht beschädigte Seite sieht allerdings noch ganz passabel aus.


Auf der anderen Seite, die zum Tor hin steht, wird allerdings klar, warum ein Wiederaufbau des Zuges sich wohl nicht lohnen würde.

Am Montag trat ich dann schon wieder den Rückweg an. Da ich den ganzen Tag Zeit hatte, fuhr ich den Heimweg nicht direkt, sondern machte Schlenker für Fotos und Streckenbereisungen. Eigentlich war geplant, die Strecke Augsburg–Ingolstadt zu befahren, aber da dort zwischen der Planung der Reise und der Durchführung derselben SEV eingelegt wurde, machte ich den Umweg über Donauwörth. Praktischerweise kannte ich die Strecke ab dort auch noch nicht. Los ging es am Bahnhof Augsburg-Oberhausen, der zwar sieben Bahnsteiggleise hat, aber keinen Aufzug, um barrierefrei dorthin zu gelangen. In MDT hatte ich mehr Zeit zum Umsteigen, weil mein Anschlusszug noch den Gegenzug auf der eingleisigen Strecke abwarten musste. Auf der liegt auch der andere titelgebende Bahnhof. Anders als vom Tf durchgesagt, kreuzten wir aber unseren Gegenzug aber nicht dort, sondern wie geplant in Neuburg (Donau), was diesem wiederum Verspätung mitgab. Grund für die Verspätungen soll eine Signalstörung gewesen sein.
In Ingolstadt stieg ich dann in den München-Nürnberg-Express. Ursprünglich sollte dieser nur noch von den neuen Škoda-Doppelstockgarnituren gefahren werden, aber wegen deren Unzuverlässigkeit sind auch immer noch die ex-IC-Wagengarnituren auf der Strecke unterwegs. Eine solche erwischte ich auf der Fahrt zu meiner nächsten Station Allersberg. Dort wollte ich ein Foto von einem der Škoda-Züge machen. Ich ging davon aus, dass der nächste Zug Richtung München wieder „meine“ IC-Garnitur sei, aber erfreulicherweise kam tatsächlich der Doppelstöcker, auch wenn im entscheidenden Moment die Sonne hinter einer Wolke verschwand.



Da der Bahnhof nicht gerade sehr einladend ist, war ich froh, hier nicht noch länger bleiben zu müssen, und machte mich sogleich mit dem Bus auf den Weg nach Hilpoltstein. Nach einer Kaffeepause in der Nähe des dortigen Bahnhofs ging es weiter nach Roth, womit ich diese Strecke auch erstbereist habe. Als nächstes waren dann vor dem Nürnberger Hbf noch ein paar ÖPNV-Fotos drin, unter anderem vom Avenio, der Schwester des Bremer Nordlichts.

Ab hier war ich mit dem Fernverkehr unterwegs, wobei ich auch hier noch eine Etappe eingebaut hatte: In Fulda wollte ich ein Bild vom Leo Express machen, der seit Ende Juni Frankfurt am Main mit dem tschechischen Bohumín verbindet. In Fulda pünktlich angekommen, ärgerte ich mich erst einmal mit der Toilette herum, die den Euro für den Eintritt zwar schluckte, selbigen aber dafür nicht freigab. Als Ausgleich bekam ich völlig überraschend einen Doppelstock-Railjet der ÖBB geboten, der anscheinend während einer Testfahrt hier Aufenthalt hatte.

Trotz eines plötzlichen Gleiswechsels und einsetzenden Regens gelangen mir aber auch die Fotos vom Leo Express, der aus einer gemieteten Vectron, einem recht abgerockt wirkenden Liegewagen und zwei ex-DB-IC-Wagen bestand.



Jetzt hatte ich noch eine Stunde Zeit bis zu meiner Weiterfahrt, in der ich ein wenig am Bahnhof herumschlenderte. Jetzt kam wieder die Sonne heraus, so dass ich die wartende 188 von Akiem noch in allerbestem Licht verewigen konnte.

Die Strecke nach Frankfurt war anscheinend wegen Bauarbeiten nur eingleisig befahrbar, was allen Zügen von dort (der Leo war da anscheinend eine Ausnahme) eine ordentliche Verspätung verpasste. Mein nächster Zug kam zum Glück aus Richtung Würzburg, so dass er pünktlich war, genau wie mein Anschluss in HH. So erreichte ich tatsächlich, wie schon auf der Hinfahrt, meinen Zielbahnhof pünktlich und konnte mich jetzt auch noch über jede Menge Fotos und andere Eindrücke freuen.
Weniger glatt lief es übrigens am Wochenende danach, als ich zum PaderPuzzle, einer Rätselrallye in Paderborn unterwegs war. Die Verspätung des ICE ließ mich und meinen begleitenden Teamkollegen gleich zwei Anschlüsse in EMST verpassen, so dass wir EPD mit +60 erreichten. Auf der Rückfahrt hatte dann wiederum der ICE ab EMST die fast schon übliche Verspätung, diesmal waren es etwa +45.





























































