Dampfzugfarn

Nein, das ist kein Tippfehler: Am Himmelfahrtstag war ich mit der kleinsten denkbaren Männergruppe, sprich meinem Freund Ole, schon wieder mit einem Dampfzug unterwegs. Diesmal ging es von Delmenhorst nach Harpstedt, ein Museumsbetrieb, der schon in meinem ersten Kursbuch von 1991 zu finden ist. Da mit der Einstellung des regulären Personenverkehrs auf der Harpstedter Strecke auch die Verbindungskurve in den Delmenhorster Personenbahnhof stillgelegt wurde, fahren die Museumszüge etwa 15 Gehminuten entfernt am Südbahnhof ab. Dort waren wir rechtzeitig da, um die Ankunft des Zuges aus Harpstedt zu erleben. Dieser fährt erst einmal am Bahnsteig vorbei, weil sich dahinter das Umsetzgleis befindet. Beim Umsetzen gelang Ole ein schönes Bild von der Lok:

Lok 2 der Museumsbahn „Jan Harpstedt“, Foto: Ole Schwen

Die Fahrt ging dann durch relativ abwechslungsreiche Landschaft, unter anderem durch Waldstücke, in denen eben auch Farn wuchs.

„Dampfzugfarn“ zwischen Delmenhorst und Harpstedt, Foto: Ole Schwen

An der Endstation angekommen, hatten wir zwei Stunden Zeit, Harpstedt zu erkunden. Obwohl der Ort durchaus ein paar sehenswerte Ecken hat, reichte das dicke. Zum Glück gab es auch ein Lokal, das am Feiertagmittag offen hatte, so dass wir dort ein Mittagessen genießen konnten. Für die Rückfahrt wurden wir stilecht von einem Schaffner am Bahnsteig begrüßt:

Bahnhof Harpstedt mit Schaffner in historischer Uniform, Foto diesmal von mir

Den Kaffee aus dem Buffetwagen hatte ich schon auf der Hinfahrt genossen. Die Postkarte, die wir dort ebenfalls erstanden hatten, hatten wir beim Essen geschrieben und warfen sie nun in den Briefkasten im Packwagen, damit sie den Sonderstempel bekam. In Delmenhorst angekommen, erwischten wir gerade noch die RB 58 nach Bremen, wo die gelungene Tour dann zu Ende ging.

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