Verbesserungspotenzial

… habe ich in einigen Punkten bei meiner Bahnfahrt am Donnerstag entdeckt. Es fing an bei der Anfahrt zum Bahnhof: Da der erste Stadtbus am Feiertag um 13.12 Uhr (!) fährt, buchte ich ein Anruf-Sammel-Taxi zum Bahnhof. Bei einer planmäßigen Abfahrtszeit von 12.10 Uhr sollte es kein Problem sein, den Zug um 12.24 Uhr zu erreichen. Dachte ich, denn die Fahrerin musste erst noch einen Fahrgast am Klinikum am Stadtrand einsammeln, so dass ich dem Zug nur noch hinterher winken konnte.
Zum Glück war ich nicht auf diese Verbindung angewiesen, denn ich hatte noch keine Fahrkarte und konnte außerdem mit einer späteren Verbindung, aber mehr und knappen Umstiegen mein Ziel Brehna zur selben Zeit erreichen. Nur auf die Fahrt durch den Frankenwald musste ich diesmal verzichten. Eine Fahrkarte bekam ich sinnigerweise aber nicht am Automaten, da auf der Strecke nach Brehna zurzeit Schienenersatzverkehr stattfindet, den der Automat nicht kennt. Also die verbleibende Zeit zum nächsten Zug genutzt und in die zum Glück kurze Schlange im Reisezentrum eingereiht. Der erste Umstieg auf der Ersatzverbindung war nun alles andere als knapp, denn ich hatte in FFS sage und schreibe Aufenthalt von 13.16 bis 14.22 Uhr. Den Zug eine Stunde später zu nehmen war nicht möglich, da dieser nordmainisch fährt und dabei die entscheidenden Minuten verliert.
Ich wartete allerdings nicht die ganze Stunde im Südbahnhof, sondern fuhr weiter zum Hbf, besichtigte dort noch den TGV Euroduplex bei seiner Bahnsteigwende und fuhr dann mit der Straßenbahn zurück. Mein IC fuhr pünktlich ab, und auch einen Sitzplatz fand ich sofort. Ohne weitere Komplikationen ging es bis Naumburg, wo auch der bahnsteiggleiche Anschluss zum ICE problemlos klappte.
Die Fahrplanauskunft hatte mich gewarnt, dass wegen Bauarbeiten zwischen Halle und Bitterfeld der Anschluss dort an den SEV zurück nach Brehna gefährdet sei. Durch mein Bahnwissen und eine entsprechende Anfrage in der Auskunft kam ich darauf, dass es vermutlich besser sei, schon in Halle auszusteigen und von dort den SEV zu nehmen. Dies tat ich dann auch, zumal ich noch einige Dinge für die Reise vergessen hatte, die ich während des Aufenthalts nachkaufen konnte. Den Bus fand ich auch sofort und erreichte Brehna dann pünktlich um 19.00 Uhr.

Auf der Rückfahrt wurde ich dann im Auto mitgenommen und war, trotz diverser Staus, schneller als mit dem Zug. Das allerdings auch nur, weil ich in Hanau, wo mein „Fahrer“ mich absetzte, den RE um 18.59 Uhr gerade noch erreichte, was mir eine Stunde Wartezeit ersparte. Und da der Zug pünktlich war, konnte ich bequem mit dem Bus nach Hause fahren.

Insgesamt also eine gelungene Reise, ich werde aber folgende Punkte an die zuständigen Stellen weitergeben:

  • Wenn es wirklich nicht rentabel sein sollte, an einem Feiertag vor 13 Uhr Busse fahren zu lassen, sollte zumindest deutlicher gemacht werden, wie lange eine Fahrt mit dem AST dauern kann, damit man sich darauf einstellen kann.
  • Den Automaten der DB sollte beigebracht werden, wo es einen Schienenersatzverkehr gibt, da hier ganz normale DB-Fahrkarten gelten und man dafür nicht extra ins Reisezentrum gehen möchte.
  • Die RE-Züge zwischen Aschaffenburg und Frankfurt sollten immer über Offenbach fahren, da der jetzige Hinketakt schwer zu merken ist, Anschlüsse zerstört und die wenigsten Fahrgäste aus NAH an den nordmainischen Stationen aussteigen wollen.
  • Wenn Verspätungen durch Bauarbeiten schon nicht in den Fahrplan eingearbeitet, sondern durch nebulöse Prognosen angekündigt werden, sollte es die Möglichkeit geben, auch prophylaktische Alternativverbindungen zu finden. Hierfür wäre z.B. eine Funktion „Strecke vermeiden“ sinnvoll.

Sollte ich eine Antwort auf all diese Anregungen bekommen, lasse ich es euch wissen.

Kannitverstan

Zunächst mal ein frohes neues Bahnjahr 2011 an alle Leser!

Hauptsächlich wollte ich aber ein paar Dinge loswerden, die ich gestern auf dem Weg von Darmstadt nach Aschaffenburg nicht verstanden habe:

  • Warum fahren die direkten Züge zwischen den Bahnknotenpunkten FD und NAH an Sonn- und Feiertagen nur alle zwei Stunden, so dass die schnellste Verbindung in den Stunden dazwischen kurioserweise der dreimal so teure Weg mit IC und ICE über Frankfurt ist?
  • Warum bietet die neue Software der Fahrkartenautomaten keine Möglichkeit, Fahrkarten für diesen Weg zu kaufen, sondern springt bei Eingabe des Zielortes Aschaffenburg immer in das RMV-Verkaufsmodul? So muss man zwei getrennte Fahrscheine kaufen, die aber immerhin nicht mehr kosten als der durchgehende.
  • Warum wird der IC am Gleis mit dem Fahrtziel Stralsund und dem Hinweis „ohne Wagen 7 und 11“ angekündigt, während der Bildschirm im Einstiegsraum dann verkündet, dass der Zug nach Greifswald fährt und man sich in Wagen 7 befindet?
  • Warum darf die NBS Köln–Frankfurt bei Schnee nur mit Tempo 200 befahren werden, so dass sich alle ICE eine Verspätung von mindestens fünf Minuten, oft auch mehr, zuziehen? Die Begründung, die ich bisher dafür gehört habe, ist, dass man verhindern will, dass vom Zug abfallende Eisstücke Schottersteine aufwirbeln und diese den Unterboden des Zuges beschädigen. Aber auf der NBS gibt es doch gar keine Schottersteine, sondern meines Wissens durchgehend → Feste Fahrbahn?

Nun, besser wäre es natürlich, wenn all diese Dinge gar nicht vorgekommen wären, aber wenn ich den Grund wüsste, hätte ich für das eine oder andere Ereignis vielleicht mehr Verständnis und hätte vor allem mein Wissen erweitert ;).

Automaten werden intelligenter

Durch Zufall ist mir letzten Sonntag aufgefallen, dass die Automaten, die im Bereich der VAB aufgestellt sind, eine neue Funktion haben: Wenn man in der normalen DB-Fahrplanauskunft ein Fahrtziel auswählt, das innerhalb der VAB oder des Übergangstarifs zum RMV liegt, springt die Software jetzt automatisch zum Verkaufsmodul für Verbundfahrscheine. Früher kam an dieser Stelle nur die lapidare Meldung „Verbundtarif – Verkauf am Nahverkehrsautomaten“, woraufhin man erst einmal darauf kommen musste, dass es sich bei diesem Nahverkehrsautomaten lediglich um ein anderes Menü im selben Gerät handelte. Ein kleiner Fortschritt zu mehr Bedienerfreundlichkeit also!
In Frankfurt sah ich dann übrigens auch schon die ersten Automaten, die mit einer komplett erneuerten Software ausgestattet sind. So ist neben einem neuen Layout unter anderem die Eingabe von Stichwörtern möglich, die direkt zur passenden Fahrkarte führen (z.B. „Wochenende“ für das Schöne-Wochenend-Ticket oder „Fahrrad“ für eine Fahrradkarte). Nähere Infos dazu gibt es auf der Website der DB.

S.P.Q.R.

Auch wenn Lateinlehrer etwas anderes behaupten: Die Abkürzung steht natürlich für „Sono pazzi, questi Romani“ – die italienische Version des Obelix-Zitats. Von Mittwoch bis Sonntag war ich mit Ellis, die mich auch schon nach Kopenhagen begleitet hat, in Rom, um dieses Vorurteil zu überprüfen. Schon am Flughafen gab es die erste Bewährungsprobe: Beim Versuch, einen Fahrschein in die Stadt zu kaufen, meldete der Automat regelmäßig „Tarif nicht vorhanden“. Da die Automaten mehrsprachig waren, konnten wir ringsum bei den anderen Touristen diese Aussage auch auf englisch und spanisch sehen. Nur einen Fahrschein bekamen wir so nicht – den haben wir dann an einem Kiosk gekauft. Mit dem Expresszug zum Hauptbahnhof (Termini) kostet die Fahrt 11 Euro, mit dem Nahverkehrszug nur 5,50. Der hält zwar nicht in Termini, aber wir hatten genug Zeit, um in Tuscolana auszusteigen und dort auf einen Zug nach Termini zu warten. Später stellte sich übrigens heraus, dass der Expresszug nur die 1. Klasse führt. Das stand zwar auch in der Anleitung am Automaten, aber offensichtlich waren wir nicht die einzigen, die das übersehen hatten.

Zwei Tage später stand dann die erste Fahrt mit der Metro an, die ich natürlich fotografieren wollte. Also habe ich mich wie immer vorne auf dem Bahnsteig postiert – um vom Fahrer der einfahrenden Bahn eine heftige abwinkende Geste zu bekommen, die mich die Kamera dann doch wieder einstecken ließ. Auf einem anderen Bahnhof standen Wachleute, die auch beim Versuch anderer Touristen, sich gegenseitig zu fotografieren und zu filmen (ohne dass ein Zug in der Nähe war), sofort darauf hinwiesen, dass das verboten sei. Nun, zum Glück war unser nächster Umsteigepunkt ein oberirdischer Bahnhof ohne Wachleute, und dort habe ich dann endlich mein Metro-Foto bekommen.

Unser Ziel war übrigens Lido di Ostia, wohin auch eine Seitenlinie der Metro fährt. Erstaunlicherweise gelten die sowieso schon enorm günstigen Metro-Einzelfahrten für einen Euro auch auf dieser etwa 20 km langen Strecke. Von diesen Preisen (eine Tageskarte kostet übrigens vier Euro) kann sich nicht nur so manche Großstadt, sondern erst recht eine Kleinstadt wie Marl eine Scheibe abschneiden.

Zurück in der Stadt, taten uns nach viel Lauferei die Füße weh, so dass wir mit dem Bus weiterfahren wollten. An den Haltestellen wurde extra darauf hingewiesen, dass man nur mit gültigem Fahrschein einsteigen sollte – aber woher nehmen? In den vorbeifahrenden Bussen gab es allerdings kleine gelbe Kästchen, die verdächtig nach Fahrscheinautomaten aussahen. Um das zu überprüfen, stieg ich einfach mal in einen Bus ein – manchmal spinnen eben nicht nur die Römer. Prompt machte der Fahrer die Tür zu und fuhr los, so dass Ellis mir nur noch winken und dem Bus hinterhersprinten konnte. An der nächsten Haltestelle um die Ecke hatte sie uns wieder eingeholt, stieg dazu und hatte zum Glück im Gegensatz zu mir auch Kleingeld. Es handelt sich nämlich tatsächlich um Fahrscheinautomaten, die allerdings kein Wechselgeld geben.

Zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und Anlagen, die ich in Rom sonst noch gesehn habe, zählen Obusse mit Batteriebetrieb, niedliche Kleinbusse, der Hochgeschwindigkeitszug Freccia Rossa, der Bahnhof des Vatikans, eine Straßenbahn, die mir leider nicht im Hellen begegnet ist und natürlich Citaros. Mehr Bilder gibt es auf meiner Website.

Die Rückfahrt zum Flughafen verlief ebenfalls nicht ganz ohne Hindernisse: Nach der Metrofahrt zum Bahnhof Ostiense warteten wir vergeblich auf den Zug, bis die Anzeige ohne jeglichen Hinweis plötzlich den nächsten Zug eine halbe Stunde später anzeigte. Der kam wenigstens halbwegs pünktlich, war aber natürlich entsprechend überfüllt. Mein Flugzeug habe ich trotzdem noch erreicht, meine eigene Meinung über den am Anfang erwähnten Satz habe ich jetzt auch und natürlich die Erkenntnis, dass Rom auf jeden Fall eine Reise wert ist, vor allem im Frühjahr.

Automaten, dänische Version

In Kopenhagen wollten meine Mitfahrerin Ellis und ich mit Zug und Metro an den Strand fahren, um die Öresundbrücke zu sehen. Auf dem Zonenschema am Automaten sah das so aus: Wir waren in der roten Zone (mit 1 markiert) und wollten in die gelbe rechts unten (mit 4 markiert).

Zonenschema Kopenhagen

Am Automaten gibt es Tasten, die mit Zahlen und Farben markiert sind. Bei der gelben Taste steht allerdings keine 4, sondern eine 3 – ebenso, wie die Taste mit der 4 nicht gelb ist, sondern bräunlich. Welche Taste müssen wir jetzt drücken? So richtig erklärt ist es auf dem Automaten nicht (und außerdem nur auf dänisch). Also fragen wir eine Mitarbeiterin des Servicepersonals, die neben dem Automaten steht: Die richtige Taste für uns ist die gelbe mit der 3. Jetzt ist es mir auch klar: Entscheidend für die Auswahl der richtigen Taste sind die Farben. Die Zahlen auf der Karte geben die Nummern der Zonen an, die an den Tasten dagegen die Anzahl der durchfahrenen Zonen. Wenn wir von einer anderen Zone aus gefahren wären, würden die beiden Zahlen noch viel weniger zusammen passen, denn die Zone, in der man sich befindet, ist immer rot, die umgebenden Zonen blau, dann gelb etc.

Wie gesagt: im Nachhinein ist es auf einmal klar, aber die Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür, wie verwirrend Automaten auch auf ÖPNV-erfahrene Menschen bei der ersten Begegnung wirken können.

Automaten, die vierte

Seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember habe ich den Haltepunkt Aschaffenburg Hochschule fast direkt vor der Haustür. Inzwischen sieht er nicht mehr so provisorisch aus wie am Anfang, aber einen Fahrkartenautomaten gibt es immer noch nicht. Stattdessen hängt im Wartehäuschen ein Hinweis, dass man Fahrscheine beim „Kundenbetreuer“ oder, falls keiner mitfährt, „am nächsten Umsteigebahnhof“ kaufen soll.
Da heute mein „nächster Umsteigebahnhof“ gleichzeitig mein Zielbahnhof war und ich wusste, dass auf der Maintalbahn üblicherweise (meistens fahre ich sonntags) keine Zugbegleiter mitfahren, habe ich mich schon auf eine kostenlose Fahrt gefreut. Aber weit gefehlt: Gleich beim Einstieg begrüßte mich der Zub und verkaufte mir eine Tageskarte nach Kleinwallstadt. So war ich auch gleich für die Rückfahrt versorgt, auf der dann aber niemand kontrollieren kam. Vielleicht kommt es die DB insgesamt günstiger, auf das Geld der Fahrgäste zu verzichten, die an einem Haltepunkt ohne Automat einsteigen, als nach Samstag Mittag Zugbegleiter einzusetzen?

Nachtrag: Inzwischen (Oktober 2008) gibt es auch in Aschaffenburg Hochschule einen Automaten von der Sorte, die neuerdings alle Bahnhöfe der Umgebung haben. Vielleicht hat man gewartet, bis die neuen Automaten da waren und dann den Haltepunkt mit ausgestattet.

Automaten, die dritte

Heute Morgen am Freihofsplatz in Aschaffenburg: Ich versuche eine Monatskarte für 31,70 € zu kaufen. Den Zwanzig-Euro-Schein nimmt der Automat der Stadtwerke auch brav an, nur für die restlichen 11,70 will er keinen Zehner haben. Wie ich ihn auch drehe und wende, er kommt immer wieder zurück – kein Wunder, denn auf dem Display sind nur Münzen und Fünf-Euro-Scheine angezeigt. Also breche ich den Vorgang ab – und bekomme nicht etwa meinen Zwanziger wieder. Da Verkaufsautomaten Geldscheine, die einmal im Speicher sind, nicht mehr an Kunden ausgeben dürfen, bekomme ich 20 Euro in 2-, 1- und 0,50-Euro-Münzen zurück. Nun ja, das Monatsticket brauche ich trotzdem, also werde ich die meisten der Münzen eben beim Busfahrer los, der jetzt garantiert für eine Weile genug Wechselgeld hat …

Automaten, die zweite

Die Geschichte mit den bargeldunfreundlichen Automaten geht weiter: Gestern Abend wollte ich wieder einen Fahrschein nach Frankfurt kaufen, und wieder hatte ich nur einen 20-Euro-Schein, den der Automat für einen Preis von 7,15 € aber nicht angenommen hat.
Da ich keine Zeit mehr hatte, mit Karte zu bezahlen, habe ich gleich beim Einsteigen den Zugbegleiter informiert, dass ich einen Fahrschein kaufen möchte. Dieser bat mich dann sofort um meinen Ausweis und darum, mich erst mal hinzusetzen. Tatsächlich hat er dann eine Fahrpreisnacherhebung geschrieben, auf der er allerdings die 40 Euro durchgestrichen und nur den regulären Fahrpreis kassiert hat. Zunächst wirkte er überkorrekt auf mich, aber nachher bat er dann doch für den unnötigen Papierkram um Entschuldigung und versicherte mir, dass die Sache damit für mich erledigt sei.

Dem Zub ist also kein Vorwurf zu machen, aber die Regelung an sich ist doch reichlich absurd. Warum wird für einen Fahrgast, der sich von sich aus an den Zub wendet, eine Fahrpreisnacherhebung geschrieben? Zumal es bei der DB bekannt sein dürfte, dass Automaten keine großen Scheine annehmen. Es muss also nicht einmal, wie bei der potenziellen Ausrede „Automat kaputt“ die Aussage überprüft wären. Und selbst in diesem Fall schreckt das Vorgehen wahrscheinlich eher ehrliche Fahrgäste als Schwarz- und Graufahrer ab. Mal abgesehen vom Aufwand für die DB: Die ganze Aktion hat beinahe eine Viertelstunde gedauert, während das bloße Verkaufen des Fahrscheins vermutlich höchstens fünf gebraucht hätte.

Der Turbo-Automat

Ihr kennt sicher alle die Automaten mit dem Berührungsbildschirm, die an fast jedem DB-Bahnhof stehen. Meistens reagiert der Bildschirm etwas träge auf den Fingerdruck, und auch die Software zeigt danach jedesmal kurz die Sanduhr – besonders ärgerlich, wenn der Zug bald fährt. Gestern habe ich das genaue Gegenteil erlebt: Am Frankfurter Südbahnhof steht ein Automat, der so schnell ist, dass der nächste Bildschirm beinahe schon vor meinem Fingerdruck erschien. War das ein besonderer Glücksfall oder ist das eine neue Generation von Automaten, die langsam eingeführt wird? Das wäre zu schön, um wahr zu sein …

Automaten

Donnerstag Abend in Aschaffenburg Hbf: Von den drei Nahverkehrsautomaten ist einer außer Betrieb. Nicht weiter schlimm, aber es stehen doch eine Menge frustrierter Kunden vor den beiden anderen Automaten. Warum? Nach einigem Probieren stellt sich heraus, dass der eine zurzeit nur die Geldkarte und der andere nur Bargeld nimmt. „Bargeld“ heißt natürlich, dass ich eine Fahrkarte für 7,15 Euro nicht mit einem 20-Euro-Schein bezahlen kann. Natürlich zeigen die Automaten das alles auf ihrem Display an, aber da muss man erst mal drauf kommen … Und außerdem: Was hätte ich gemacht, wenn ich keine aufgeladene Geldkarte dabei gehabt hätte? In solchen Fällen sind die Hinweise in den Zügen „Ab 1. April 2007 nur mit gültiger Fahrkarte einsteigen, sonst fahren Sie schwarz“ wirklich kontraproduktiv und man kann nur auf kulante Zugbegleiter hoffen.