Umstieg und Umsetzen ungeplant

Mitte Juli war ich mal wieder mit dem Zug nach AL unterwegs, nachdem ich Anfang des Monats zur Infektionsvermeidung schon mal mit dem Auto „hoch“gefahren war. Da ich relativ kurzfristig gebucht hatte, opferte ich mal wieder ein paar Bonuspunkte und gönnte mir dazu wie immer in diesem Fall eine Reservierung. Auf der Hinfahrt war die nicht wirklich nötig, denn die Auslastung hielt sich in Grenzen. In meinem Abteil auf der Fahrt von NWH nach AH waren wir maximal zu dritt, die meiste Zeit aber zu zweit. Der Zug grüßte übrigens aus meiner Geburtsstadt:

Erfreulicherweise klappte auch der 10-min-Anschluss in AH, was sich ja als nicht selbstverständlich erwiesen hatte. Für den ICE, der ohne Umstieg nach AL fährt, war nicht mal mehr mit Punkten ein Sparpreis zu haben.

Zurück dagegen sollte es mit selbigem gehen. Zum Glück guckte ich vor der Abfahrt noch mal auf mein Handy, denn das informierte mich mit der kryptischen Meldung „Ihre Verbindung konnte nicht gefunden werden“ darüber, dass der ICE heute doch erst in AH begann. So konnte ich gerade noch rechtzeitig durch das gerade herrschende Gewitter zum Bahnhof laufen (zum Glück hatte ich es nicht weit), um mit dem vorausfahrenden RE nach AH zu fahren und dort den ICE noch zu erwischen. Nach dem Einstieg pokerte ich mal wieder und setzte mich nicht auf meinen reservierten Platz, da dort der Nebenplatz besetzt war. Leider verlor ich diesmal das Spiel: Mein Nebenplatz füllte sich in Harburg, und mein eigener Platz war ab Hannover-Messe/Laatzen (wo wir wegen Bauarbeiten statt in HH hielten) reserviert und wurde auch beansprucht. Zu allem Überfluss setzte sich zu diesem Zeitpunkt auch jemand auf meinen reservierten Platz, den ich ja nun nicht mehr beanspruchen konnte. Aber ich hätte es schlimmer treffen können, denn es fand sich noch ein Platz in der Lounge, wo ich die restliche Fahrt bis NWH genoss, das wir pünktlich (inkl. Fahrzeitzuschlag wegen der Baustelle) erreichten. Ebenfalls wegen der Baustelle hatten wir die Strecke Celle–Lehrte befahren. Für mich eine Premiere, wegen der ich extra aufgewacht war, was sich aber nicht so wirklich lohnte.

Durchaus gelohnt hatte sich auch für den letzten Abschnitt NWH–NAH die Reservierung, die ich diesmal wieder nutzen konnte und so meinen Heimatbahnhof sitzend und pünktlich erreichte. Das Essen beim Bahnhofsasiaten dauerte länger als geplant, so dass ich erst eine knappe Stunde nach Ankunft den Bus nach Hause nahm und dort recht bald ins Bett sank.

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