Nebenbahnmoderne

Um meinem Ziel, alle Bahnstrecken in Schleswig-Holstein zu befahren, wieder ein Stück näherzukommen, machte ich mich am Sonntag auf den Weg nach Büsum. Eigentlich wollte ich ausschließlich mit dem Nahverkehr fahren, aber der machte keine Anstalten, auf dem Abfahrtsgleis bereitgestellt zu werden, wohl weil der verspätete Fernverkehr noch im Weg war. Also investierte ich ein wenig Geld und nahm eben diesen. So konnte ich eine halbe Stunde früher als geplant in AH sein, schon mal nach Elmshorn vorfahren und ein Bild vom ICE L mit der neuen Hybridlok machen.

ICE L bei der Durchfahrt durch Elmshorn

Dann ging es wie ursprünglich geplant auf der Marschbahn weiter und ab Heide über die für mich neue Strecke zu meinem Zielbahnhof. Die ist auch sonst gut in der Moderne angekommen: neue, barrierefreie Bahnsteige, ebensolche Akkutriebwagen und ein Stundentakt, der allerdings mit sich brachte, dass einige sehr kleine Unterwegshalte gar nicht mehr bedient werden können und die anderen bis auf Wesselburen nur bei Bedarf.

In Büsum angekommen, reichte die Zeit bis zum nächsten Zug gerade für einen Spaziergang zum Meer, eine Currywurst (wobei sich bestätigt hat, dass mir die norddeutsche Variante nicht so liegt) und einige Fotos von Autos mit kuriosen Kennzeichen (eine ehemalige Chorkollegin sammelt die). Ein Bild vom Akku-Flirt war auch noch drin:

Akku-Flirt der Nordbahn in Büsum

Zurück wollte ich ursprünglich genau denselben Weg nehmen wie hin, diesmal aber nur mit dem Nahverkehr. In Elmshorn angekommen, entschied ich mich jedoch spontan dazu, wieder einzusteigen, im Zug bis Altona sitzen zu bleiben und von da zur Abwechslung mal mit dem Bus zum Hbf zu fahren. Das klappte auch, die Fahrraddemo, die wir unterwegs passierten, behinderte zum Glück nur den Gegenverkehr, und ich lernte noch ein paar neue Ecken von Hamburg kennen. In AH angekommen, gab es noch einen spontanen Gleiswechsel für den Metronom. So, wie es aussah, erreichten ihn aber trotzdem die meisten Fahrgäste und hatten sogar einen Sitzplatz. Meinen Heimatbahnhof erreichte ich mit etwa +10 kurz vor 20 Uhr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert