Gegen den Transrapid in AB?

Am 2. März ist ja in Bayern Kommunalwahl. Eins der großen Themen auf Landesebene ist zurzeit der Transrapid, der ja zwischen der Münchener Innenstadt und dem Flughafen gebaut werden soll. Nun bin ich auch der Meinung, dass der Transrapid (jedenfalls auf dieser Strecke) eher eine Spielerei ist als ein verkehrspolitisch sinnvolles Projekt. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, warum SPD und Grüne hier in Aschaffenburg Plakate kleben mit Slogans gegen den Transrapid? Sicher ist es gut zu wissen, dass die beiden Parteien diese Position haben, weil sie ja immerhin eine gewisse Affinität zum lokalen ÖPNV zeigt (die ich den Parteien allerdings auch so zugetraut hätte …). Die Geldgeber auf Landes- und Bundesebene werden sich für Entscheidungen des Aschaffenburger Stadtrates allerdings eher weniger interessieren.

2 thoughts on “Gegen den Transrapid in AB?

  1. Viele Argumente der Gegner sind leider schwachsinnig.

    Die Muenchener oder Nuernberger U-Bahn beschleunigt von 0 auf 80 km/h in 35 Sekunden, fährt 30 Sekunden und muss schon wieder abbremsen. Macht das Sinn? Ja macht es! sonst hätten wir in Muenchen keine U-Bahn mehr. Der Transrapid ist ein völlig neues Verkehrsmittel.

    Die Beschleunigung einer S-Bahn, deren Beschleunigung bei 120 km/h weitergeht, kombiniert mit der Höchstgeschwindigkeit eines TGV, leise wie eine S-Bahn bei 80 km/h und 30% weniger Energieverbrauch als ein ICE. Keinerlei Schleifende Oberleitung, kein Funkenflug, kein Graphitstaub der Stromabnehmer, kein Abrieb der Schienen der sich als brauner Belag aufm Schotter oder den Häuserwänden niedermacht, keine Beweglichen komponenten, kein Getriebe, keine schweren Motoren… das ist die Technologie der Zukunft. Der Transrapid ist ein völlig neues Verkehrsmittel der ein Umdenken in den Köpfen der Menschen erfordert denn genau deshalb ist er so gut fuer die Strecke Flughafen – HBF geeignet.

    Ausserdem, es existieren bereits Pläne die Strecke nach Landshut zu verlängern aber dazu muss erst einmal der Transrapid zum Flughafen kommen.

    Die Express S-Bahn die lediglich eine Vorstudie der Stadt Muenchen ist, ist zu 0% Finanziert, muesste wenn ueberhaupt, aus dem Nahverkehrstopf Bayerns bezahlt werden, zudem gibt es noch nicht einmal ein Raumordnungsverfahren, noch hat sich der Bayrische Staat noch die DB bereit erklärt diese in Auftrag zu geben und zu finanzieren zudem die Express S-Bahn auch keinerlei Sondermittel des Bundes in anspruch nehmen kann. Der Flughafen bezahlt 100 Mio. Euro ausschliesslich fuer den Transrapid – die DB 235 Mio. Euro aus deren Technology Research Bereich, die Bundesregierung 925 Mio. die aus dem Transrapid Projekt HH-Berlin uebrig geblieben sind und die Industrie weitere 50 Mio. Euro…. all das kann nur fuer den Transrapid ausgegeben werden und fuer kein anderes Verkehrsmittel!!!!

    was bleibt… 490 Mio. Euro vom Bayrischen Staat von dem 20 Mio. Euro schon ausgegeben sind. Zudem kann der Baubeginn (ohne Klagen) bereits im September erfolgen da alle Pläne bereits vorliegen…. eine Expresss S-Bahn als Vorstudie noch nicht einmal geplant – noch finaziert ist. Während der Transrapid in Bayern aus Privatisierungserlösen und Forschungsgeldern finanziert wuerde… muesste eine Express S-Bahn wie gesagt aus Nahverkehrstöpfen gezahlt werden zu Lasten aller anderen Projekte wie 2.Stammstrecke oder „S-Bahn Augsburtg“.

    Also, man sieht, es ist keine „Spielerei“ sonder ein sinnvolles wichtiges Verkehrsprojekt zudem der Muenchner Flughafen im Jahr 2015 etwa 50 Mio. Passagiere pro Jahr bewältigen muss und dann die dritte Startbahn/drittes Terminal im Betrieb sein werden.

  2. Hallo Railfreak,

    eigentlich wollte ich dir schon länger auf deinen Kommentar antworten, bin aber nicht dazu gekommen. Zwischenzeitlich hat sich ja das Thema „Transrapid in München“ wohl erledigt.
    Ich gebe dir darin recht, dass die Technik des TR beeindruckend ist, aber die Ereignisse in München zeigen ganz deutlich, dass das Ganze leider auch sehr teuer ist. Dass das Geld, wie von dir erwähnt, vor allem aus dem Forschungsetat gekommen wäre, zeigt für mich noch mehr, dass es da weniger um den volkswirtschaftlichen Nutzen ging. Und ich schätze mal, dass das Geld, das für den TR bereit gestellt war, jetzt genau so gut in andere Etats, insbesondere den für Nahverkehr eingestellt werden kann. Sollte es aber einen verkehrspolitisch sinnvollen Anwendungsfall für den TR geben, hätte ich nichts dagegen, ihn tatsächlich zu bauen. Oder man deklariert das Ganze bewusst als Forschungs- bzw. Wirtschaftsförderungsprojekt.

    PS: Gestern haben komischerweise eine Reihe Städte plötzlich ihre Liebe zum Transrapid entdeckt, darunter auch Aschaffenburg 🙂 .

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