British Ticket Confusion

Buchungsmaske von thetrainline.com

Wer dachte, dass das Tarifsystem der Deutschen Bahn kompliziert ist, der kennt nicht das Tarifsystem der britischen Eisenbahnen. Auf dem Bildschirmfoto seht ihr einen Ausschnitt aus der Buchungsmaske von → thetrainline.com. Zwischen 12.55 und 13.55 Uhr fahren von London St. Pancras nach Leicester fünf Züge, und diese fünf Züge haben insgesamt sage und schreibe elf verschiedene Tarife zum Preis von 9 bis 93 Pfund. Alle, die mit einem „ADV“ markiert sind, müssen im Voraus gekauft werden und sind zuggebunden, ganz wie die Sparangebote der DB. Wo übrigens der Unterschied zwischen den beiden „First Advance Single“ für 15 Pfund ist, habe ich nicht herausgefunden. Die „Off-peak“- und „Super-off-peak“-Angebote gelten nur zu bestimmten Zeiten, dann aber flexibel in allen Zügen – ein bisschen vergleichbar mit dem früheren Sparpreis/Super-Sparpreis der DB. Das „Anytime“-Angebot entspricht dem Normalpreis der DB, und alle „First“-Angebote sind für die erste Klasse. Beim „First Inclusive“ sind noch ein englisches Frühstück, eine Zeitung, ein Parkplatz am Bahnhof und ein U-Bahn-Ticket für London mit inbegriffen. Dass ein Tarif angezeigt wird, bedeutet übrigens nicht, dass er auch verfügbar ist – wenn man versucht zu buchen, kann immer noch eine Meldung kommen, dass es keine Fahrkarten mehr gibt.
Die Tarifsysteme in GB und D tun sich also nicht viel – das eine mag mehr verschiedene Tarife haben, das andere hat dafür eine unübersichtlichere Darstellung bei der Buchung. Die Methoden der Bahnen, die Auslastung der Züge über den Preis zu steuern, sind sich aber ziemlich ähnlich (und auch bei den vielgelobten Billigfliegern nicht großartig anders).

3 thoughts on “British Ticket Confusion

  1. Und das sieht bei den Bussen nicht anders aus… Allerdings ärger ich mich gerade, dass wir mit dem Bus von London nach Leicester fahren, das dauert knapp drei Stunden… 😉

  2. Wen ihr wohl besuchen fahrt? 🙂
    Viel schwieriger als ein Ticket auszusuchen ist es übrigens, diese Bahnseite davon zu überzeugen, mit einer deutschen Kreditkarte zu bezahlen. Denn die (angeblich komfortable) automatische Adressfindung geht dabei nicht… Außerdem gibt es keine e-Tickets, sondern man muss die Tickets an einer Self-Collection-Machine abholen, was aber unter Umständen manchmal recht lange dauert, je nachdem, wieviele Menschen das auch machen wollen. Der Grund dafür ist, dass man in England die Stationen oft nur durch eine Barriere verlassen kann, wenn man sein Ticket dort hineinschiebt. Mit dem e-Ticket würde das mit der jetzigen Technologie nicht gehen.

    Nils: Der Bus ist aber im Schnitt billiger als der Zug und braucht nur so lange, weil man dabei noch über Luton fährt.

  3. Also, bei mir hat es mit deutscher Kreditkarte hervorragend geklappt. Beim ersten Mal hat das System die Buchung zwar komischerweise nicht registriert, aber das hatte wohl nichts mit der Karte zu tun. Was meinst du denn mit „automatischer Adressfindung“?

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