Wieder einmal wollte ich heute zum Schwimmen nach Obertshausen fahren, also sah ich in der RMV-Auskunft nach, ob sich zum Fahrplanwechsel irgend etwas Substanzielles geändert hat. Als Ergebnis wurden mir drei erstaunliche Verbindungen ausgegeben:
- Über Hanau nach Seligenstadt (an 13.18), dort in ein Anruf-Sammeltaxi (ab 13.20), mit dem ich dann mit einer Fahrzeit von 0 Minuten (!) vom Bahnhof an den Stadtrand fahren sollte. Dort sollte um 13.21 dann der Bus nach Obertshausen abfahren, den ich in der Nähe des Bahnhofs knapp verpasst hätte – insgesamt also eher ein Abfallprodukt der eingepflegten AST-Fahrzeiten und in der Realität völlig impraktikabel.
- Über Hanau nach Hainstadt (an 13.12), von dort mit dem AST (ab 13.25) direkt nach Obertshausen (sogar mit Halt am Erlebnisbad) – auf jeden Fall machbar, Vorbestellzwang und AST-Zuschlag machen das Ganze aber etwas unbequem.
- In Hanau im Zug sitzen bleiben und nach Frankfurt weiter fahren, dort in die S 1 umsteigen – und eine halbe Stunde und 2,40 Euro verschenken.
Was die Auskunft komischerweise nicht kannte, war meine Standardverbindung: Von Hanau weiter mit der S 8 nach Offenbach Ost und dort in die S 1 – so fällt nur der reguläre Preis über Hanau an, es muss nichts vorbestellt werden, und die Fahrt dauert trotzdem „nur“ eine Stunde. Der DB-Auskunft, die die gleiche Datenbasis benutzt, war diese Verbindung ebenfalls unbekannt. Schon in Sorge, dass es sie womöglich nicht mehr gäbe, schaute ich noch beim VRR nach – sicher nicht die Adresse, auf die man in diesem Zusammenhang kommen würde, aber ich hatte Erfolg: Die Fahrt über Offenbach ist nach wie vor möglich, und so fuhr ich dann los und kam ohne Komplikationen in Obertshausen an.
Zurück geht es normalerweise über dieselbe Strecke (passt exakt mit An- und Abmarsch zum Bad und einer Zwei-Stunden-Eintrittskarte), nur heute fuhr mir der Zug vor der Nase weg, so dass ich mit dem Bus nach Seligenstadt fuhr. In dieser Richtung klappt der Anschluss an den Zug dort besser, ist aber immer noch ziemlich knapp, so dass ich den Zug nach Babenhausen gerade noch erwischte. Von dort ging es dann – „dank“ des Zweistundentakts an Sonntagen zwischen FD und NAH – mit dem Bus über Schaafheim und Großostheim weiter, so dass ich um 17.55 mein Rad wieder in Empfang nehmen konnte.