Meine heutige Bahntour führte mich nach NRW, und zwar in den Landesteil, der im Namen nicht vorkommt: den Kreis Lippe, der im Wesentlichen dem Gebiet des früher selbständigen, nicht zu Westfalen gehörenden Landes entspricht. Statt der Verbindung mit dem knappen Anschluss in Minden fuhr ich lieber eine Stunde später. So hatte ich nicht nur einen etwas sichereren Anschluss in Nienburg, sondern konnte auch auf der Nato-Bahn schon Nebenbahnromantik genießen. In Löhne und vor Herford blieben wir wegen einer Betriebsgefahr eine Weile stehen, mein Anschluss in EBIL war aber nicht in Gefahr. Dagegen fuhr der RE 6, in den ich bei der anderen Verbindung in Minden eingestiegen wäre, erst in dem Moment ein, als mein Zug nach Lemgo schon abfuhr – alles richtig gemacht!
In Lemgo angekommen, fuhr ich bis zur Endstation Lüttfeld, wo mir ein gutes Foto des Eurobahn-Talents gelang.

Von dort fuhr ich das kurze Stück zurück zum Stadtbahnhof, um mir erst einmal die sehenswerte Altstadt kurz anzugucken.

Ebenfalls sehenswert ist der Bustreffpunkt, der Fahrpläne und Netzplan auf sehr übersichtlichen Säulen untergebracht hat:


Die Busse dazu gab es leider nicht zu sehen, weil sie sonntags nicht fahren. Mein Bus für die Weiterfahrt fuhr auch nicht vom Bustreff ab, sondern ein paar hundert Meter weiter in der Papenstraße. Unterwegs kamen uns doch noch zwei Stadtbusse entgegen, die für den Verkehr zum Handballspiel eingesetzt wurden. Über die Dörfer ging es bis nach Bad Pyrmont, wo ich noch genug Zeit hatte, um vom Bahnhof weiter bis zur Endstelle am Markt zu fahren und dort ein Bild vom Bus der Firma Köhne, einer Tochter der kommunalen Verkehrsbetriebe Extertal, zu machen.

Hier hatte ich allerdings nicht viel Zeit, bevor es, diesmal mit einer Linie der örtlichen Öffis, zurück zum Bahnhof und weiter mit einem Zug meines Arbeitgebers nach HH ging. Dort erfuhr ich, dass wegen einer Streckensperrung mein Anschluss-RE ausfiel. Als kurze Zeit später der IC einfuhr, wurde den Fahrgästen mitgeteilt, dass dieser nicht für den Nahverkehr freigegeben sei, dieser in Kürze aber auch wieder fahren würde. Ich kaufte mir lieber eine IC-Fahrkarte und konnte so mit nur etwa +30 gegenüber dem ursprünglichen Fahrplan in HB eintreffen.
Noch für die Statistik: Letztes Wochenende war ich mal wieder zum Rätseln, diesmal der E-NIGMA in Essen. Sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise bewegte sich die Verspätung im Bereich einer knappen halben Stunde.