So weit die Züge tragen
Gestern Abend in Mainz-Bischofsheim: Die Zeit bis zur Abfahrt der S-Bahn ist so knapp, dass ich keine Zeit mehr zum Fahrscheinkauf habe. Und das ist mir dann doch zu riskant, denn gerade abends wird oft kontrolliert. Die nächste S 8 kommt in gut zehn Minuten, nur dummerweise erreicht sie FF genau in dem Moment, in dem der letzte Zug nach Aschaffenburg abfährt. Anstatt zu rennen und wahrscheinlich nur noch die Rücklichter zu sehen, bleibe ich sitzen. Bis Hanau? Da kommen wir planmäßig um 0.14 Uhr an, genau eine Minute, nachdem der Zug nach NAH auch da abgefahren ist. Außerdem ist gerade heute zwischen Offenbach Ost und Hanau Schienenersatzverkehr eingerichtet. Bleibt wohl nur ein Taxi für das letzte Stück. Um das möglichst kurz zu machen, fahre ich von FOO mit der S 1 nach Obertshausen und stelle fest, dass es sogar noch einen Bus nach Seligenstadt gibt, den neuerdings eine Tochter des First-Konzerns fährt und für den ich einen neuen Fahrschein kaufen muss. Jetzt bin ich aber wirklich aufs Taxi angewiesen, das mich inklusive Trinkgeld immer noch 30 Euro kostet. Immer noch besser als die Alternative, nach Darmstadt zu fahren, da auf den Nachtbus zu warten, über die Dörfer zu gurken und erst um 3 Uhr ins Bett zu kommen …
Der Schlenker über die Dreieichbahn auf dem Hinweg brachte übrigens einen neuen Eintrag für die A-bis-Z-Liste:
Dieburg–Dreieich-Buchschlag* RB
Stichwörter: Nahverkehr, RMV
Tobias G
3. März 2009, 09:36 Uhr
Hallo Jan,
wäre der Erwartungswert des Fahrpreises nicht niedriger gewesen, wenn du bis Frankfurt schwarzgefahren wärst und dann ohne Taxi nach Aschaffenburg gefahren wärst. Eventuell hättest du dann ein erhöhtes Beförderungsentgelt (40€) zahlen müssen, hättest dir aber die 30€ gespart.
Jan
3. März 2009, 19:04 Uhr
Inklusive der Fahrscheine habe ich sogar mehr als 40 Euro bezahlt. Ohne Fahrschein erwischt zu werden ist aber erstens unangenehmer als eine Taxifahrt und führt außerdem unter Umständen zu einer Anzeige, also habe ich es lieber nicht riskiert.