Im Dreieck gesprungen

Freitag, 18.7.: Aschaffenburg–Marl

Ich fahre (mit Umweg über Darmstadt) erst um 22.10 Uhr ab Frankfurt. Die Stimmung im Zug ist ruhig, fast wie bei einer Nachtfahrt. Alles klappt hervorragend, auch der Umstieg in Essen in die RB und in Recklinghausen in den Nachtbus. Gegen zwei Uhr sinke ich ins Bett, die späte Ankunft ist der einzige Nachteil dieser Fahrt.
Preis: 39 Euro (Dauer-Spezial).

Montag, 21.7: Marl–Ribnitz-Damgarten

Mit dem Bus nach Recklinghausen. Dort fährt gerade der verspätete RE nach Münster ein. Ich gehe in normalem Tempo zum Bahnsteig und kriege den Zug nicht mehr. Ein Fehler, wie sich herausstellt: Denn die nachfolgende RB hat gut 5 min Verspätung und bummelt unterwegs auch noch an einigen Stellen. In Appelhülsen dann fahren wir nach Gleis 3 ein: Überholung durch einen Intercity. Intercity? Zurzeit ist die Strecke Dortmund–Lünen gesperrt, so dass alle IC über Gelsenkirchen umgeleitet werden. Und der überholende Zug ist der, den ich eigentlich mit 8 min Übergangszeit in EMST hätte nehmen sollen. Das bringt mir eine Stunde unfreiwillige Wartezeit ein – wenn ich statt bis Barth, wo ich eigentlich hinwollte, nur bis Ribnitz-Damgarten West fahre. Sonst würde es noch eine Stunde länger dauern.
Mit auf der Fahrkarte bestätigter Verspätung geht es weiter mit dem nächsten IC nach Hamburg und von dort mit dem RE (statt wie geplant IC) nach Rostock*. Die Doppelstockwagen haben Bildschirme, auf denen ein kurzes Infoprogramm läuft. Die Fahrt verbringe ich größtenteils schlafend, bekomme aber trotzdem einiges vom „Reichsbahngefühl“ mit: niveaugleiche Bahnsteigzugänge und niedrige Bahnsteige auch auf Hauptstrecken, Hl-Signale und Oberleitungsmasten aus grau lackiertem Stahl oder verwittertem Beton. In WR steige ich am selben Bahnsteig in einen DB-Flirt um und fahre bis WRI. Dort holen mich meine Eltern zur Ostseeurlaubs-Woche ab.
Preis: 49 Euro (Dauer-Spezial).

Montag, 28.7.: Ribnitz-Damgarten–Aschaffenburg

Zusammen mit einigen Verwandten, die mit demselben Zug fahren, und einigen, die uns verabschieden, warte ich auf den Zug. Zwei Züge in Gegenrichtung haben Verspätung, aber östlich von WRI gibt es genug Kreuzungsbahnhöfe, so dass unser Zug pünktlich ist. Bis kurz vor Hamburg bleibt er das auch, dann gibt es aber eine „Störung im Betriebsablauf“, die uns fast zehn Minuten kostet. Ab Rothenburgsort geht es nicht über Berliner Tor, sondern über die Güterumgehungsbahn nach AH. Deshalb fahren wir auch auf Gleis 12 ein (von Berliner Tor sind nur die Gleise 5 bis 8 anfahrbar). Zum Glück hat unser Anschluss-ICE (meine Kusine steigt mit um) auch gut 10 Minuten Verspätung. Sonst kann der ICE ja auf der NBS oft aufholen, aber diesmal bleibt die Verspätung bis FF bestehen (übrigens hält der Zug weder in Fulda noch in Hanau, und die Zub’in sieht aus wie Katie Melua ;) ). Und auch der ICE von FF nach NAH ist 15 min hinter Plan. Das passt ganz gut, denn so kann ich noch etwas zu essen kaufen und habe in NAH direkten Busanschluss.
Preis: 59 Euro (Dauer-Spezial).

* Auf diese Weise kommt ein neuer Eintrag für die A-bis-Z-Liste dazu:

Hamburg–Rostock RE

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