Hüben und drüben 1 – Bus

Seit sechs Jahren wohne ich nun arbeitsbedingt in Aschaffenburg und bin dort genau so regelmäßiger Nutzer des ÖPNV wie früher in meiner Heimatstadt Marl. Dabei ist mir natürlich vieles aufgefallen, was in den beiden Städten bzw. ihrem jeweiligen Umland verschieden ist. Diese Unterschiede möchte ich euch in einer kleinen Serie vorstellen, angefangen mit dem Busangebot.

Auf den ersten Blick sind die Busnetze der Städte gar nicht mal so unterschiedlich. In beiden gibt es ein Bündel von Linien, die sich jeweils an einem in den 2000er-Jahren neu gebauten Busbahnhof mit kurzen Umsteigewegen (Marl Mitte bzw. Aschaffenburg Hbf/ROB) treffen und von dort in die Stadtteile und die Nachbarstädte ausstrahlen. Tangentiallinien gibt es praktisch nicht, so dass der Weg zwischen zwei Stadtteilen immer über das Zentrum führt. Aufgrund der ungewöhnlichen Geografie von Marl gibt es allerdings noch einen zweiten Umsteigeknoten in Hüls, über den man z.B. Marl-Hamm von Sinsen aus erreichen kann.
Nach einem Blick auf die Stadtpläne scheint mir die Netzdichte, d.h. der Abstand zur nächsten Haltestelle, in AB größer zu sein, da hier die Busse häufiger direkt durch die Wohn- bzw. Gewerbegebiete hinein fahren als in Marl, wo sich der Verkehr eher auf die Hauptachsen konzentriert. Die Haltestellenabstände sind ähnlich, allerdings gibt es in AB mehr Kuriositäten wie dicht beieinanderliegende Haltestellen mit unterschiedlichen Namen, Haltestellen, die nur in eine Richtung angefahren werden sowie eine reine Ausstiegshaltestelle, die in den Bussen nicht angesagt wird.

Was die Fahrpläne der Linien betrifft, so dominiert in beiden Städten montags bis freitags tagsüber der 30-Minuten-Takt. In Marl wie in AB werden Linien, die ein Stück gemeinsam fahren, häufig so gelegt, dass sich ein 15-Minuten- oder noch dichterer Takt ergibt. In AB haben einige Linien ohne Parallelverkehr in der Hauptverkehrszeit auch einen eigenen 15-Minuten-Takt.
Wesentlich größer ist der Unterschied zwischen den Städten abends und am Wochenende. In AB verlässt der letzte Bus den Busbahnhof um 21.25 Uhr (sonntags um 20.25 Uhr), danach muss man mit einem Anruf-Sammel-Taxi (letzte Abfahrt 0.30 Uhr, am Wochenende 2.00 Uhr) vorlieb nehmen, das halbstündlich nur nach Vorbestellung und mit besonderem Fahrpreis fährt. In Marl dagegen fahren die Busse auf den Hauptlinien bis etwa Mitternacht, die Nebenlinien allerdings werden ab 21 Uhr auf Taxibus umgestellt, der im Gegensatz zum Sammeltaxi zum normalen Fahrpreis benutzbar ist. In den Wochenendnächten kann man bis ca. 3 Uhr auf zwei Hauptlinien durch die Stadt den Nachtexpress benutzen, in die nicht angebundenen Stadtteile bleibt allerdings nur der Weg mit einem regulären Taxi.
Samstags nachmittags und sonntags herrscht in beiden Städten der Stundentakt vor, der in Marl bereits gegen 9 Uhr einsetzt. In AB bleibt man dagegen bis 13 Uhr auf das AST angewiesen.
Anschlüsse zwischen den meisten Linien bestehen in Marl Mitte zu den Minuten 00 und 30, am ROB in AB zu den etwas seltsamen Minuten 25 und 55. In Marl war es zumindest früher Usus, dass die Busse – jedenfalls auf Nachfrage beim Fahrer – aufeinander warten, in AB habe ich so etwas noch nicht beobachtet (bei dem regelmäßigen Verkehrschaos wäre es wahrscheinlich auch nicht praktikabel). Ebenso gibt es dort auch nicht die Anschlussgarantie, die in Marl abends für bestimmte Relationen gegeben wird, oder die Möglichkeit, nach 20 Uhr zwischen den Haltestellen auszusteigen.

Verbindungen in die Nachbarstädte werden in Marl wie die innerstädtischen Verbindungen von der Vestischen angeboten. Die Fahrpläne gehorchen demselben Schema wie innerhalb Marls, außer dass schwächer frequentierte Linien die Stadtgrenze nur alle 60 Minuten überschreiten. Der „Star“ in Marl dürfte der SB 25 sein, der im Halbstundentakt in gut 15 Minuten die Busbahnhöfe von Marl und Recklinghausen verbindet.
In AB dagegen fahren die Stadtwerke nicht in alle Nachbargemeinden, in manche Richtungen wird der Verkehr von der Verkehrsgesellschaft Untermain (VU) oder der Kahlgrund-Verkehrsgesellschaft (KVG) durchgeführt. Für deren Linien beträgt der Grundtakt 60 Minuten, durch Überlagerung kann sich hier allerdings auch ein kürzerer Takt ergeben. Abends und am Wochenende ist das Angebot leider sehr dürftig: Samstags wie sonntags werden die meisten Linien auf einen Zweistundentakt reduziert, und ab etwa 21 Uhr fährt praktisch gar nichts mehr. Einen Ersatz durch AST gibt es nur von und an drei Gemeinden, die sonst von den Stadtbussen bedient werden. Ärgerlich: Auf dem Rückweg in die Stadt darf man nicht etwa überall aussteigen, sondern nur an einer von vier Haltestellen in der Innenstadt. Auf den meisten Regionalbuslinien gibt es allerdings stadtauswärts noch eine Abfahrt (außer sonntags) um 22.30 Uhr, freitags und samstags auch um 0.30 Uhr.

Die Anschlüsse Bus/Zug funktionieren in beiden Städten einigermaßen. Das Problem ist hier wie da, dass Busse nicht auf Züge warten und umgekehrt. Für Marl bringen außerdem gelegentliche leichte Fahrplanverschiebungen der Strecke Essen–Münster die Anschlüsse in ERE ins Wanken, in NAH stellt sich das Problem, dass es Abfahrten in vier Richtungen über die ganze Stunde verteilt gibt. So etwas wie der Nichtanschluss zwischen dem letzten Zug aus Frankfurt (an 0.38) und den Wochenend-Nachtbussen (ab 0.30) ist allerdings wirklich ärgerlich und in Marl deutlich besser gelöst.

Was die Fahrzeuge betrifft, tun sich beide Städte nicht mehr viel. Niederflur-Stadtbusse mit Haltestellenanzeige und -ansage sind Standard, in AB allerdings wurde das letzte Hochflurfahrzeug erst 2011 augemustert (Nachtrag: Stimmt nicht, ich habe im März 2012 noch in einem gesessen). Die Regionalbusse dagegen, die auch auf manchen innerstädtischen Strecken die einzige Fahrtmöglichkeit darstellen, erfüllen beide Standards aber noch längst nicht alle. In AB gibt es im Gegensatz zu Marl außerdem an den wichtigsten Haltestellen eine DFI, die die fahrplanmäßigen Abfahrtszeiten anzeigt. Wenn die Ampel-Fernsteuerung eingeführt wird (die es in Marl schon seit 2001 gibt), sollen die Informationen für die Stadtbusse auch in Echtzeit geliefert werden (Nachtrag: Das ist inzwischen der Fall).

Fazit: Beide Unternehmen kochen aufgrund des Subventionsbedarfs nur mit Wasser. Die Vestische scheint mir ingesamt etwas engagierter zu sein, hat es in der deutlich dichter besiedelten Region aber auch leichter. In Aschaffenburg wird es dagegen schwierig, woanders hin zu fahren als ins Büro oder zum Einkaufen. Ob es nur an Geld und Geografie liegt oder am fehlenden Mut, etwas Neues zu wagen?

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5 Reaktionen zu “Hüben und drüben 1 – Bus”

  1. Martin

    Ein frohes neues Jahr!

    Gerne gebe ich mal wieder meinen Senf dazu 🙂

    > Der „Star“ in Marl dürfte der SB 25 sein, der im Halbstundentakt in gut 15 Minuten die Busbahnhöfe von Marl und Recklinghausen verbindet.

    Ich hatte das Vergnügen, letzten Sommer mal mit diesem „Star“ zu fahren. Ich glaube, da hat man einen Museumsbus eingesetzt, ein dunkelroter (also dunkler als üblich), klappriger Gelenkbus, der so proppevoll war, dass man über den Schweißgeruch des unmittelbaren Nachbarn noch die übernächste Person riechen konnte.

    Bis kurz vorher hatte ich eigentlich mit einem angenehmen, neueren Bus mit weiß/grau/hellblau-Tönen gerechnet, mit bequemen Stoffsitzen – aber irgendwie wollte man mir das wohl nicht gönnen 🙂

    > Anschlüsse zwischen den meisten Linien bestehen in Marl Mitte zu den Minuten 00 und 30

    Früher war das auch noch 15 und 45, dazwischen fuhr (bis auf die 241 und 251) nichts. Durch diesen „Blockverkehr“ wurde idR auch immer auf die Anschlüsse gewartet. Etwas ähnliches konnte man früher in Aachen beobachten, wo Angestellte mit Funkgerät den Busbahnhof entlang gingen und – wenn alle Anschlüsse da waren – per Funk das Signal zur Abfahrt gaben.

    > Verbindungen in die Nachbarstädte

    Das ist etwas, das in Marl und dem VRR sehr gut funktionierte. Hier im VGN (Nürnberg) gibt es weniger als eine Handvoll Busse, die die Stadtgrenzen überschreiten. Dementsprechend fehlen dann an einigen Stellen sinnvolle Querverbindungen – aber gut, mit drei Großstädten hier ist das auch eine ganz andere Liga als im Pott.

    > Ob es nur an Geld und Geografie liegt oder am fehlenden Mut, etwas Neues zu wagen?

    Das ist ein gutes Stichwort. Die Verkehrsbetriebe scheinen überall eher rote als schwarze Zahlen zu schreiben, daraus resultieren alljährlich die beliebten Fahrpreiserhöhungen. Irgendwann läuft das Fass mal wieder über (wie derzeit hier in FÜ/N, wo zusätzliche Preiszonen eingeführt wurden, die dann quasi zur doppelten Fahrpreiserhöhung geführt haben), wo dann mal wieder ein paar mehr Leute lieber wieder komplett aufs Auto umsteigen.

    Ich frage mich schon lange, warum nicht mal was Neues probiert wird – in Richtung kostenfreier ÖPNV, finanziert durch weiß-nicht-was, aber warum nicht auch durch ein paar Euro, die automatisch vom Gehalt abgezogen werden (ob das nun Steuererhöhungen sind oder anders bezeichnet wird). So kriegt man dann WIRKLICH mehr Menschen auf den ÖPNV – allerdings, will das der Staat? Dann fehlen ja die Einnahmen durch die Mineralölsteuer…

    Liebe Grüße,
    -Martin

  2. Jan

    Auch dir ein frohes neues Jahr und danke für deinen Kommentar, den ich natürlich wiederum kommentiere ;).

    Ich hatte das Vergnügen, letzten Sommer mal mit diesem “Star” zu fahren. Ich glaube, da hat man einen Museumsbus eingesetzt, ein dunkelroter (also dunkler als üblich), klappriger Gelenkbus, der so proppevoll war, dass man über den Schweißgeruch des unmittelbaren Nachbarn noch die übernächste Person riechen konnte.

    „Star“ bezog sich auf Fahrzeit und Anschlüsse, und die scheinen ja nicht allzu schlecht zu sein, wenn so viele Leute mitfahren ;). Im Ernst: So etwas sollte natürlich nicht passieren, es wird sich aber nie ganz vermeiden lassen.

    Bis kurz vorher hatte ich eigentlich mit einem angenehmen, neueren Bus mit weiß/grau/hellblau-Tönen gerechnet, mit bequemen Stoffsitzen – aber irgendwie wollte man mir das wohl nicht gönnen 🙂

    Meinst du die speziellen Schnellbuswagen? Die gibt es m.W. gar nicht mehr, sie waren zum Schluss auch ziemlich abgewohnt. Noch lieber mochte ich ja die hier, aber Hochflur benachteiligt natürlich einige Fahrgastgruppen.

    Früher war das auch noch 15 und 45, dazwischen fuhr (bis auf die 241 und 251) nichts. Durch diesen “Blockverkehr” wurde idR auch immer auf die Anschlüsse gewartet. Etwas ähnliches konnte man früher in Aachen beobachten, wo Angestellte mit Funkgerät den Busbahnhof entlang gingen und – wenn alle Anschlüsse da waren – per Funk das Signal zur Abfahrt gaben.

    Was für ein Aufwand ;). Mein Eindruck ist, dass das 00/30-Rendezvous in Marl auch ohne Funk ganz gut funktioniert, ich fahre allerdings selten zu wirklichen Stoßzeiten.

    Das ist etwas, das in Marl und dem VRR sehr gut funktionierte. Hier im VGN (Nürnberg) gibt es weniger als eine Handvoll Busse, die die Stadtgrenzen überschreiten. Dementsprechend fehlen dann an einigen Stellen sinnvolle Querverbindungen – aber gut, mit drei Großstädten hier ist das auch eine ganz andere Liga als im Pott.

    Das funktioniert im Pott leider auch nicht überall, vor allem nicht an den Grenzen von Unternehmen und Aufgabenträgern. Wir haben im Vest das Glück, dass wir fast alles aus einer Hand (Vestische bzw. Kreis RE) haben.

    Ich frage mich schon lange, warum nicht mal was Neues probiert wird – in Richtung kostenfreier ÖPNV, finanziert durch weiß-nicht-was, aber warum nicht auch durch ein paar Euro, die automatisch vom Gehalt abgezogen werden (ob das nun Steuererhöhungen sind oder anders bezeichnet wird). So kriegt man dann WIRKLICH mehr Menschen auf den ÖPNV – allerdings, will das der Staat? Dann fehlen ja die Einnahmen durch die Mineralölsteuer…

    Die könnte man sicher an anderer Stelle wieder hereinholen. Ich befürchte eher einen Aufschrei der ÖPNV-Nichtnutzer, dass sie noch mehr für etwas zahlen sollen, das sie eben nicht nutzen. Viele verbinden mit ÖPNV eben Erlebnisse wie das von dir geschilderte. Und ein kostenloses Angebot sorgt ja nicht automatisch für bessere Qualität, eher im Gegenteil :(. Vielleicht widme ich dem Thema „kostenloser ÖPNV“ bei Gelegenheit mal einen eigenen Beitrag.

    Für heute herzliche Grüße aus Unterfranken,

    Jan

  3. Martin

    > Meinst du die speziellen Schnellbuswagen? Die gibt es m.W. gar nicht mehr

    Ja, die meinte ich, ich hätte gedacht, dass ich sogar letzten Sommer noch welche, auch auf der Strecke, gesehen habe. Womit ich gefahren bin, muss wohl ein spezieller Sonderbus gewesen sein, es war glaub ich sogar schon wieder Schulzeit.

    > Mein Eindruck ist, dass das 00/30-Rendezvous in Marl auch ohne Funk ganz gut funktioniert

    Mein Eindruck ist, dass es sowas gar nicht mehr gibt 😉 Bei der Fahrt an besagtem Tag habe ich auch mal die Abfahrtspläne studiert, da fährt zu jeder Minute irgendwo ein anderer Bus ab. Nicht mehr so wie früher.

    > Ich befürchte eher einen Aufschrei der ÖPNV-Nichtnutzer, dass sie noch mehr für etwas zahlen sollen, das sie eben nicht nutzen.

    Ja, aber solche Leute gibts immer. Dadurch, dass aber dann alle zahlen, sollte der Betrag geringer sein als der jetztige Preis einer Monatskarte, außerdem sollte das auch einige dieser Schreihälse öfter auf Bus&Bahn umsteigen lassen – freiwillig.
    Außerdem zahlen ja auch Auto-Verweierer trotzdem die Spritkosten der Lieferwagen, die ihre Nahrungsmittel in den Supermarkt bringen – und da schreit auch keiner.

    > ein kostenloses Angebot sorgt ja nicht automatisch für bessere Qualität

    Das ist richtig, da müssen halt fähige Köpfe ran, zu rechnen, wie das gehen kann. Dadurch, dass dann quasi jeder Bürger kostenlos fahren kann, muss das Angebot ja auch deutlich verbessert werden, sonst sind das kostenlose Busse, wo man wie Sardinen aneinander klebt. Und da werden dann viele verständlicherweise sagen, sie zahlen lieber mehr und haben dafür leere Busse :-/

    Herzliche Grüße zurück aus Mittelfranken,
    -Martin

  4. Jan

    > Meinst du die speziellen Schnellbuswagen? Die gibt es m.W. gar nicht mehr

    Ja, die meinte ich, ich hätte gedacht, dass ich sogar letzten Sommer noch welche, auch auf der Strecke, gesehen habe.

    Laut dem → Vestischen Bus wurden die letzten davon 2008 ausgemustert.

    Womit ich gefahren bin, muss wohl ein spezieller Sonderbus gewesen sein, es war glaub ich sogar schon wieder Schulzeit.

    Das würde mich auch mal interessieren. → So einer oder → so einer war es nicht?

    Mein Eindruck ist, dass es sowas gar nicht mehr gibt 😉 Bei der Fahrt an besagtem Tag habe ich auch mal die Abfahrtspläne studiert, da fährt zu jeder Minute irgendwo ein anderer Bus ab. Nicht mehr so wie früher.

    Meines Wissens treffen sich die drei SB-Linien sowie die 222 und 223 zur vollen und halben Stunde in Marl Mitte, in den Randzeiten auch die 220. Alle anderen Linien fahren über die ganze Zeit verteilt, so dass man Richtung Hüls ca. alle zehn Minuten eine Fahrtmöglichkeit hat.

    Ja, aber solche Leute gibts immer. Dadurch, dass aber dann alle zahlen, sollte der Betrag geringer sein als der jetztige Preis einer Monatskarte, außerdem sollte das auch einige dieser Schreihälse öfter auf Bus&Bahn umsteigen lassen – freiwillig.

    Ich fürchte nur, dass die Schreihälse dann so laut und so viele sind, dass man von dem Projekt ganz schnell wieder Abstand nehmen wird.

    Außerdem zahlen ja auch Auto-Verweierer trotzdem die Spritkosten der Lieferwagen, die ihre Nahrungsmittel in den Supermarkt bringen – und da schreit auch keiner.

    Das hinkt ein bisschen, da der Auto-Verweigerer ja einen unmittelbaren Nutzen hat, nämlich den Jogurt im Supermarkt. Der Autofahrer hätte von einem kostenlosen ÖPNV natürlich den Nutzen, dass weniger Autos vor ihm her fahren, aber den wird er nicht sehen.

    Das ist richtig, da müssen halt fähige Köpfe ran, zu rechnen, wie das gehen kann. Dadurch, dass dann quasi jeder Bürger kostenlos fahren kann, muss das Angebot ja auch deutlich verbessert werden, sonst sind das kostenlose Busse, wo man wie Sardinen aneinander klebt. Und da werden dann viele verständlicherweise sagen, sie zahlen lieber mehr und haben dafür leere Busse :-/

    Oder sie bleiben gleich im Auto :(. Ja, das müsste man wirklich mal durchrechnen, hat das eigentlich schon mal jemand ernsthaft gemacht?

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