Von einer resilienten Transportkette spricht man in der Logistik, wenn sie durch äußere Einflüsse schwer zu stören ist. Bei einer Transportkette im öffentlichen Personenverkehr sind äußere Einflüsse natürlich die häufig auftretenden Verspätungen bzw. die Ursachen, die zu diesen führen. Und die Transportkette, die ich am Samstag genutzt habe, um ins Nordseebad Dangast und wieder zurück zu kommen, war dank „schlanker“ Anschlüsse nur so mäßig resilient. Auf dem Hinweg war das noch kein Problem, dafür ärgerte mich der volle Zug auf dem Weg nach Oldenburg. Dort angekommen, war der Anschluss nicht wie sonst bahnsteiggleich. Auf dem richtigen Bahnsteig angekommen, enterte ich wie selbstverständlich den Zug, der dort ebenfalls gerade angekommen war, nur um gerade noch rechtzeitig zu merken, dass es der in die falsche Richtung war – aber das war eigene Blödheit. Der Umstieg in den Bus in Varel klappte dann völlig problemlos, übrigens ein recht schicker E-Bus.

Schwieriger wurde es auf dem Rückweg: Der Bus hat in Dangast nur eine sehr kurze Wendezeit und fährt sich an Sommersamstagen wie diesem schnell mal eine Verspätung ein. Um den Anschluss in Varel musste ich also bis zuletzt bangen, nur um dort festzustellen, dass der Zug natürlich auch Verspätung hatte. Damit war der Anschluss kein Problem, aber dafür wieder der in Oldenburg. Letztendlich habe ich aber auch den erreicht und im Zug sogar einen Sitzplatz gehabt – Fazit: Ein bisschen resilient ist auch diese Transportkette.