Zur goldenen Hochzeit hatten meine Schwester und ich unseren Eltern einen Kurzurlaub zu viert in der dänischen Hauptstadt geschenkt. Natürlich ging das Ganze nicht ohne Fahrplanänderungen zwischen Buchung und Fahrt ab, so dass wir uns am Samstag eine Stunde früher aufmachten als ursprünglich geplant: ich aus Bremen, die anderen aus Lübeck. Zum Glück hatte ich im früheren Zug noch Plätze reservieren können, so dass wir entgegen der ursprünglichen Planung im DSB-Talgo sogar zusammen sitzen konnten. Das taten wir dann auch etwas länger als vorgesehen, denn auch die dänische Bahn kann Verspätungen: Da es Probleme bei der Umschaltung der Lok auf das dänische Stromsystem gab, standen wir im Grenzbahnhof Padborg stolze anderthalb Stunden. Als es dann weiterging, konnte der Zug immerhin einige Verspätung wieder herausfahren, so dass wir Kopenhagen letztendlich mit etwas mehr als +60 (und damit etwa zur ursprünglich gebuchten Zeit) erreichten.
Der Aufenthalt selber verlief – sieht man mal von einer kurzen Metrofahrt ab – ohne ÖPNV, dafür aber mit dem Hop-on-hop-off-Sightseeingbus. Aber auch hier gab es Komplikationen, weil wir zweimal nicht bedacht hatten, dass die letzte Abfahrt schon um 16 Uhr ist, eine Zeit, zu der man als Tourist ja auch mit über 70 durchaus noch unterwegs ist.
Zurück ging es dann heute mit dem tschechischen ComfortJet, der seit dem Ende der Generalsanierung Hamburg–Berlin von Kopenhagen nach Prag fährt. Auch hier fuhren wir – übrigens wegen Bauarbeiten auf der dänischen Seite – früher los als gebucht, diesmal etwa eine halbe Stunde. Ab Kolding waren wir wieder im ursprünglichen Plan, und der Aufenthalt in Padborg fiel normal lang aus. Dafür blieben wir dann kurz vor Elmshorn stehen: eine BÜ-Störung, die uns auch dazu zwang, bis kurz vor Pinneberg mit Tempo 60 zu fahren. Resultat war, dass mein Anschluss-ICE in AA trotz angekündigter +10 bereits weg war. Also zurück in den Zug zur Familie, die ungeduldig darauf wartete, dass der Lokwechsel von der dänischen auf die tschechische Vectron endlich beendet war. Letztendlich haben aber die drei den geplanten Zug nach AL und ich den Metronom nach HB noch erreicht und somit letztendlich etwa eine Stunde hinter Plan angekommen.
