ÖPNV, wie er (nicht) sein sollte

Ein frohes neues Jahr an alle Leser! Gerade komme ich aus meinen Weihnachtsferien wieder, in denen ich die eine oder andere Fahrt mit dem ÖPNV im Ruhrgebiet gemacht habe. Nach Essen war die Fahrt recht unspektakulär, ärgerlich ist nur, dass es wegen der frühen Abfahrt der RB 42 in ERE nur noch eine sinnvolle Verbindung pro Stunde von meinen Eltern aus gibt. Die Fahrzeit ist dabei mit etwa einer Stunde deutlich länger als mit dem Auto, aber noch annehmbar. Gerade noch annehmbar ist auch die letztmögliche Rückfahrt an Wochentagen, in diesem Fall um 22.32 Uhr ab Essen-Überruhr.
Die Verbindung zum Betriebshof der Vestischen in Herten, wo ich wieder meinen ehemaligen Kollegen besucht habe, könnte dagegen kaum besser sein: In 22 Minuten ist man da, nur der zweimalige Umsteigezwang (Hochstraße in Marl und Buschstraße in Herten) dürfte von vielen potenziellen Kunden als lästig empfunden werden. Dafür warten die Busse aber aufeinander, so dass ein Anschlussverlust selten sein dürfte – zumindest, wenn man beim Einsteigen den Busfahrer informiert.
Am selben Tag machte ich mich dann auf zum Silvesterfeiern nach Dortmund. Auch hier war die Verbindung vorbildlich: SB 25 bis ERE, dann direkter Anschluss mit dem RE 2 nach EWAN. Von dort mit der S 2 nach Dortmund-Westerfilde, wo jede S-Bahn direkten Anschluss an die Buslinie hat, die mich zum Ziel brachte.
Der kleine Wermutstropfen: Der Anschluss in EWAN war kein fahrplanmäßiger, sondern er kam nur mit etwas Glück zustande – eigentlich hätte ich 20 min warten müssen. Der Über-Eck-Anschluss in Wanne ist leider ebenso wie der Anschluss vom und zum SB 25 in ERE nicht nur gegenüber Verspätungen, sondern auch gegenüber Fahrplanverschiebungen sehr empfindlich. Ideal wäre hier eine Abfahrtszeit von RE und RB in ERE von 22/52.
Zurück von der Silvesterfeier führte mich dann wieder ein gutes ÖPNV-Beispiel: Die Buslinie 460, die über die Schnellstraße von Kirchlinde direkt in die Dortmunder Innenstadt führt und dort am Nordeingang des Hauptbahnhofs hält. Meine Rückfahrt von dort nach NAH verlief erfreulich ruhig: Leerer Zug, fast pünktlich, Currywurst aus dem Speisewagen auch genießbar – das Bahnjahr 2012 zeigt sich von seiner besten Seite!

PS: Der Einkaufswagen am Hp Marl Mitte liegt immer noch dort …

2 Gedanken zu „ÖPNV, wie er (nicht) sein sollte

  1. Currywurst aus dem Speisewagen habe ich im Sommer 2010 genossen. 🙂
    Aufwärm-Currywurst aus der Mikrowelle – gut, esse ich zuhause auch gelegentlich – aber für 1/3 des Preises!

    Gut Mampf!
    -Martin

    1. Naja, deswegen habe ich ja geschrieben „genießbar“ – ich mag Currywurst auch lieber aus einer richtigen Bratwurst, auch wenn Berliner, Hamburger und Hessen mich dafür jetzt steinigen … Und beim Preis zahlt man eben dafür mit, dass man die Mikrowelle nicht selbst mitbringen muss ;).

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