Nachtzug nach Lissabon

Wie schon angedeutet, habe ich vom 23. März bis 1. April sozusagen die „Reise zum Film“ gemacht: über Barcelona und Madrid nach Lissabon und über Porto zurück. Seit gestern ist der ausführliche Reisebericht online. Außerdem gebe ich euch noch die unvermeidlichen Buchungstipps für Spanien und Portugal:

  • Die Buchung bei der Renfe (Spanien) ist 2 Monate vor der Abfahrt möglich. Manchmal wird die Buchung wegen interner Fahrplanwechsel aber auch erst später freigegeben, in diesem Fall hilft nur Probieren. Nach der Eingabe von Start- und Zielort werden nur Direktverbindungen angezeigt. Bei den Tarifen muss man beachten, dass „M“ für „Mesa“ (Tisch) steht. Tische werden nur als Ganzes verkauft, d.h. der dort angegebene Preis gilt nur, wenn man vier Plätze bucht.
  • Bei meiner Buchung akzeptierte das System die Länderangabe „Deutschland“ sowie meine deutsche Handynummer nicht. Daraufhin schrieb ich eine Mail an die Renfe, die mir bestätigte, dass ich dort auch einfach „Spanien“ und eine fiktive 9-stellige spanische Handynummer eingeben könne, die Angaben seien nur für statistische Zwecke. Das Angeben einer deutschen Personalausweisnummer ist dagegen ohne Probleme möglich. Übrigens wollte nicht nur niemand den Ausweis sehen, sondern noch nicht einmal den Fahrschein, da ich immer auf dem reservierten Platz gesessen habe.
  • Bei den CP (Portugal) ist eine Online-Buchung erst einen Monat vor der Abfahrt und nur für reine Fernverkehrsrelationen möglich. Für Lissabon und Porto sollte man daher auf jeden Fall die Bahnhöfe Oriente und Campanhã auswählen, da alle Fernzüge dort halten. Wenn man das beachtet, ist die Buchung zwar erst nach dem Anlegen eines Benutzerkontos möglich, aber trotzdem nicht so kompliziert wie bei den Spaniern.

Der ICE-Treff hat noch eine etwas detailliertere → Buchungsanleitung für die Renfe. In diesem Sinne: ¡Buen viaje/Boa viagem!

2 thoughts on “Nachtzug nach Lissabon

  1. Warum wollten die spanischen Zugbegleiter den Fahrschein nicht sehen? Gibt es die Reservierung nur zusammen mit einer zugebundenen Fahrkarte?
    Und wie wird festgestellt, ob überhaupt eine gültige Reservierung vorliegt? Reicht es, dass sich niemand über einen weggenommenen Sitzplatz beschwert? Oder lässt man sich eine Bestätigung der Reservierung zeigen? Damit lässt sich doch ein Blick auf den Fahrschein prima verbinden.

    1. > Gibt es die Reservierung nur zusammen mit einer zugebundenen Fahrkarte?

      Es gibt die Fahrkarte nur zusammen mit einer Reservierung, d.h. wer keine Reservierung hat, hat auch keine Fahrkarte und umgekehrt.

      > Reicht es, dass sich niemand über einen weggenommenen Sitzplatz beschwert?

      Anscheinend. Es ist natürlich auch möglich, sich auf einen anderen freien Platz zu setzen als den reservierten, dann muss man seinen Fahrschein zeigen (so erlebt im Zug von Figueres nach Barcelona).

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