Seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember habe ich den Haltepunkt Aschaffenburg Hochschule fast direkt vor der Haustür. Inzwischen sieht er nicht mehr so provisorisch aus wie am Anfang, aber einen Fahrkartenautomaten gibt es immer noch nicht. Stattdessen hängt im Wartehäuschen ein Hinweis, dass man Fahrscheine beim „Kundenbetreuer“ oder, falls keiner mitfährt, „am nächsten Umsteigebahnhof“ kaufen soll.
Da heute mein „nächster Umsteigebahnhof“ gleichzeitig mein Zielbahnhof war und ich wusste, dass auf der Maintalbahn üblicherweise (meistens fahre ich sonntags) keine Zugbegleiter mitfahren, habe ich mich schon auf eine kostenlose Fahrt gefreut. Aber weit gefehlt: Gleich beim Einstieg begrüßte mich der Zub und verkaufte mir eine Tageskarte nach Kleinwallstadt. So war ich auch gleich für die Rückfahrt versorgt, auf der dann aber niemand kontrollieren kam. Vielleicht kommt es die DB insgesamt günstiger, auf das Geld der Fahrgäste zu verzichten, die an einem Haltepunkt ohne Automat einsteigen, als nach Samstag Mittag Zugbegleiter einzusetzen?
Nachtrag: Inzwischen (Oktober 2008) gibt es auch in Aschaffenburg Hochschule einen Automaten von der Sorte, die neuerdings alle Bahnhöfe der Umgebung haben. Vielleicht hat man gewartet, bis die neuen Automaten da waren und dann den Haltepunkt mit ausgestattet.