Variationen zum Thema

Seit ich in Aschaffenburg wohne, ist die Strecke nach Recklinghausen die meistbefahrene für mich, so dass ich mich dort eigentlich ziemlich gut auskenne. Trotzdem erlebe ich immer noch neue Möglichkeiten, mit dem Zug von NAH nach ERE und zurück zu kommen. Zum einen liegt das an den gelegentlichen Fahrplanwechseln, zum anderen aber auch an der Kreativität, die man bzw. das DB-Buchungssystem besitzen muss, um Fahrscheine zu günstigen Preisen zu bekommen.

An diesem Wochenende habe ich mal wieder zwei Varianten kennen gelernt: Auf der Hinfahrt habe ich seit langer Zeit mal wieder die Verbindung 17.46 ab NAH benutzt – von dort mit der RB nach Mainz und weiter mit dem IC bis Essen. Die Bauarbeiten an der Mainzer Rheinbrücke und der Strecke Mainz–Mannheim bescherten beiden Zügen leichte Verspätungen. Ab KKO zeigte sich mal wieder der Sinn und Unsinn von Durchsagen, denn ich hatte eine Sitznachbarin, die kein Deutsch verstand und mich auf Englisch leicht besorgt fragte, was der Zugchef denn da gerade durchgab. Im Gegensatz zu den regulären Halten werden Informationen zu Verspätungen (wir hatten etwa +10, so dass einige Anschlüsse nicht warten konnten) nämlich nur auf Deutsch angesagt. Trotzdem konnte ich die junge Dame aber beruhigen, denn sie wollte bis Düsseldorf fahren und musste dort nicht mehr umsteigen.

Am Samstag habe ich dann mit meinen Eltern einen Ausflug zum Tetraeder in Bottrop gemacht. Das wäre kein Thema fürs Blog, wenn nicht seit kurzem ein wasserstoffbetriebener Bus der Vestischen zum Wahrzeichen Bottrops hochfahren würde. Beim Hochlaufen passte ich ihn am Fuß der Halde ab:

Wasserstoffbus der Vestischen

Hinunter sind wir dann gefahren, nicht ohne dass ich den Bus noch einmal vor dem Tetraeder abgelichtet hätte:

Bus vor dem Tetraeder

Auf der Fahrt gab es übrigens noch eine Begegnung mit dem Betreiber der Website → Ruhr-Bus und interessante Gespräche mit dem Busfahrer über die Technik des Fahrzeugs. Angetrieben wird es primär durch eine Brennstoffzelle, die bei Bedarf durch eine Batterie unterstützt wird. Diese wiederum lädt sich beim Fahren, aber insbesondere beim Bremsen auf, so dass die Energie optimal genutzt wird. Der Wasserstoff soll übrigens demnächst aus dem Faulgas von Kläranlagen kommen und damit die Umweltbilanz der Fahrzeuge verbessern.

Heute Abend ging es dann für mich wieder zurück nach Aschaffenburg. Die Verbindung, die mir die Auskunft dafür ausgegeben hatte, war wirklich kurios: Ich sollte in den IC nach Köln einsteigen, ihn aber schon in Oberhausen wieder verlassen und von dort stattdessen mit dem RE 5 nach KK fahren – anscheinend waren zwischen EOB und KK keine Kontingente mehr frei. Von dort führte mich der Weg mit einem ICE Richtung Basel, der wegen Bauarbeiten über die Südbrücke fuhr, bis FFLF, wo ebenfalls wegen Bauarbeiten heute auch die S-Bahn-Züge hielten. Mich dagegen brachte ein ICE 1 nach NAH. Trotz Verspätungen aller Züge zwischen 5 und 10 Minuten klappte alles reibungslos. Nur ein Anruf-Sammel-Taxi gibt es in Aschaffenburg erst ab 21.30 Uhr, weswegen ich durch das Labyrinth des Bahnhofsumbaus meine Wohnung schließlich zu Fuß erreichte.

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