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	<title>Jan kann Bahn fahrn &#187; Thalys</title>
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	<description>Erlebnisse und Meinungen rund um Bahn und ÖPNV</description>
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		<title>Dies &amp; Das</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 20:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen sind mir einige Dinge aufgefallen, die zwar interessant sind, aber nicht für einen ganzen Beitrag reichen: Seit gestern ist der ab 11. Dezember gültige DB-Fahrplan online, und man kann auch Fahrscheine ab diesem Datum buchen. Ich habe das gleich genutzt, um eine Fahrkarte für die Weihnachtsheimfahrt zu buchen. Interessanterweise war schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Wochen sind mir einige Dinge aufgefallen, die zwar interessant sind, aber nicht für einen ganzen Beitrag reichen:</p>
<ul>
<li>Seit gestern ist der ab 11. Dezember gültige DB-Fahrplan online, und man kann auch Fahrscheine ab diesem Datum buchen. Ich habe das gleich genutzt, um eine Fahrkarte für die Weihnachtsheimfahrt zu buchen. Interessanterweise war schon gestern Vormittag das Angebot an Sparpreisen für den 23.12. stark eingeschränkt: wirklich günstig (25,50 Euro mit Bahncard 25) wäre es nur mit Fahrt über die Rheinstrecke und Ankunft nach 1.00 Uhr. Letztendlich habe ich mich für den ICE um 19.36 ab NAH entschieden, den ich schon häufig benutzt habe. Lieber wäre mir eine Abfahrt zwei Stunden früher gewesen, aber dabei wäre die Ersparnis gegenüber dem Normalpreis vernachlässigbar gering gewesen. Die Rückfahrt habe ich noch nicht gebucht, da der Termin noch nicht feststeht.</li>
<li>Wesentliche Änderungen auf den von mir befahrenen Strecken gibt es übrigens zum neuen Fahrplan nicht. Aus NRW ist an Positivem zu berichten, dass die Strecke nach Brilon Stadt reaktiviert wird, im Rhein-Main-Raum die von Darmstadt nach Pfungstadt. Ganz neu ist in Frankreich die LGV Rhin-Rhône, die die Fahrzeiten zwischen Süd- und Ostfrankreich drastisch verkürzt. Ab dem 23. März wird es sogar einmal täglich einen direkten TGV Frankfurt–Marseille geben, der auch die Fahrzeit von Aschaffenburg nach Lyon von 8 bis 10 auf 7:13 Stunden verkürzt. Bereits ab Dezember erreicht man dieselbe Fahrzeit auch mit einer Verbindung über Straßburg, die allerdings viele und knappe Umstiege hat.</li>
<li>Wettbewerbsangebote im Schienenfernverkehr werden in der Realität von mehr Fahrgästen angenommen als in rein hypothetischen Studien. Das behauptete vor einiger Zeit ein Artikel* in der Zeitschrift „Internationales Verkehrswesen“. Referenzstrecken: Köln–Amsterdam für die Studie und Köln–B<strong></strong>rüssel für die Realität. Was man allerdings nicht bedacht hat: Als „Platzhirsch“ (Incumbent) auf der Strecke gilt der Thalys, als „Konkurrent“ (Entrant) der ICE der DB. Ersterer hat den Nachteil, dass seine Fahrscheine über Köln hinaus nirgendwohin durchtarifierbar sind, so dass für Umsteigeverbindungen immer mindestens zwei zeitgleiche Buchungen mit Verfügbarkeitsabfrage etc. nötig sind (wie bereits <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/brugge-weg/">beschrieben</a>). Im ICE hingegen lassen sich integrierte Fahrscheine, auch Sparangebote der Deutschen Bahn, von jedem deutschen bis zu jedem belgischen Bahnhof lösen, was ihm einen Teil der zusätzlichen Fahrgäste beschert haben dürfte. Es gilt also: Konkurrenz belebt das Geschäft, aber neue Fernverkehrsangebote werden mit Sicherheit auch an der Kompatibilität der Tarife gemessen.</li>
</ul>
<p>* Warnecke, C. und Rompf, D.: Bahn frei für den Kunden?, in: Internationales Verkehrswesen 3/2011</p>
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		<title>Wir verkaufen Fahrscheine &#8230; oder doch nicht?</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 15:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Thema „Zugbuchung in Europa“ geht weiter: Für den Thalys Köln–Brüssel, den ich morgen im Rahmen einer Fahrt unter dem kleinen Teich benutzen will, gibt es bekanntlich keine Fahrscheine auf bahn.de. Beim Versuch, auf tgv-europe.com zu buchen, wurden mir zwar verfügbare Fahrscheine für den Zug um 10.44 Uhr angezeigt, aber diese sollte ich gegen eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema „Zugbuchung in Europa“ geht weiter: Für den Thalys Köln–B<strong></strong>rüssel, den ich morgen im Rahmen einer Fahrt unter dem kleinen Teich benutzen will, gibt es bekanntlich keine Fahrscheine auf bahn.de. Beim Versuch, auf tgv-europe.com zu buchen, wurden mir zwar verfügbare Fahrscheine für den Zug um 10.44 Uhr angezeigt, aber diese sollte ich gegen eine Zusatzgebühr von 7 Euro in Köln abholen. Zum Glück gibt es noch thalys.com: Dort hat man nämlich die Möglichkeit, Fahrscheine online auszudrucken – aber hier fuhr der erste Zug angeblich erst um 15.44 Uhr ab Köln. Also schrieb ich vor gut einer Woche eine E-Mail an die Kundenbetreuung (unter dem Stichwort „Reservierung per Internet“, das im Kontaktformular vorgegeben war) mit der Bitte um Klärung. Nachdem nach einem Tag nichts gekommen war, buchte ich den Fahrschein doch bei der DB – nämlich bei der Hotline (01805/996633), das geht nämlich paradoxerweise ganz komfortabel per Kreditkarte und mit Abholung an jedem Automaten.<br />
Heute, einen Tag vor Abreise, bekomme ich schließlich eine Antwort vom Thalys-Kundenservice. Und wie lauten die ersten Sätze?</p>
<blockquote><p>
Sehr geehrter Herr Zbikbowski, [sic!]</p>
<p>Ich bestätige den Empfang Ihrer Email und danke Ihnen dafür.</p>
<p>Thalys vertreibt selbst keine Fahrscheine. Informationen über Preise und Verfügbarkeit kann ich Ihnen daher leider nicht geben.</p></blockquote>
<p>Wie sagt man im Ruhrgebiet so schön: „Da fällt dir nix mehr zu ein!“ &#8230;</p>
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		<title>Typisch deutsch – typisch belgisch?</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 22:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag war es soweit: ich ging auf die lange geplante Fahrt nach Brügge. Bis Köln ist nichts Bloggenswertes passiert, interessant wurde es erst, als von dort der Thalys endlich losfuhr (nachdem das Einsteigen aller Fahrgäste immerhin etwa zehn Minuten gedauert hatte). Gleich nach der Abfahrt kam die viersprachige Durchsage, dass man seinen Fahrschein doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag war es soweit: ich ging auf die lange geplante <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/brugge-weg/">Fahrt nach Brügge</a>. Bis Köln ist nichts Bloggenswertes passiert, interessant wurde es erst, als von dort der Thalys endlich losfuhr (nachdem das Einsteigen aller Fahrgäste immerhin etwa zehn Minuten gedauert hatte).<br />
Gleich nach der Abfahrt kam die viersprachige Durchsage, dass man seinen Fahrschein doch bitte immer im Zug mit sich tragen sollte. Diese Regelung mag für Fahrgäste un- und für die Bahngesellschaft praktisch sein (und ich muss gestehen, dass ich mich selten daran halte). Ein Fahrgast neben mir kommentierte es jedoch mit „Typisch deutsch“ – für einen Zug, der zu 62% in französischer und zu 28% in belgischer Hand ist, eine bemerkenswerte Äußerung.</p>
<p>Auf der Strecke Köln–B<strong></strong>rüssel hatte sich seit meiner letzten Fahrt im Jahr 2001 eine Menge geändert: Der neue Aachener Buschtunnel ist fertig und die Bahnhöfe Lüttich-Guillemins und Löwen sind komplett neu gebaut, vor allem aber ist die NBS/ABS Lüttich–B<strong></strong>rüssel inzwischen in Betrieb. Bis Löwen verläuft sie komplett auf eigener Trasse, dahinter ist die vorhandene Strecke viergleisig ausgebaut, wobei der Fernverkehr interessanterweise auf den inneren Gleisen fährt.</p>
<p>In B<strong></strong>rüssel angekommen, bekam ich dann den Beweis dafür, dass auch Verspätungen mit schlechter Informationspolitik nicht „typisch deutsch“ sind: Der Zug nach Ostende war mit +15 angekündigt. Nach insgesamt einer halben Stunde Warten und Ansagen auf französisch und flämisch mit französischem Akzent, die ich leider kaum verstanden habe, kam schließlich ein Zug nach Knokke, der auch über B<strong></strong>rügge fuhr. Mein „eigentlicher“ Zug hatte, wie ich dann an der Bahnsteiganzeige in Gent sehen konnte, inzwischen 42 min Verspätung.</p>
<p>Am nächsten Tag war ich dann schon wieder in B<strong></strong>rüssel, diesmal als Ausflug von B<strong></strong>rügge aus. Auf dem Weg zum Atomium wollte ich eine U-Bahn fotografieren und wurde sofort von einem Sicherheitsmann angesprochen und darauf hingewiesen, dass das nur mit Genehmigung erlaubt sei. Die Begründung war nicht etwa, dass der Blitz den Fahrer irritieren könnte (das hätte ich noch eingesehen), sondern, dass es sich schließlich um Privatgelände handele. Belgische Verkehrsbetriebe scheinen aber sowieso etwas eigen zu sein, denn bis auf die wallonische TEC haben alle eine Klausel, dass Links auf ihre Seiten nur nach Genehmigung erlaubt sind. Ob das eine gute Werbung und rechtlich haltbar ist, sei dahingestellt, jedenfalls gibt es so eben von meiner Website aus keinen Link.</p>
<p>Die weitere Reise konnte ich dann aber ohne Komplikationen genießen. Auf der Rückfahrt aus B<strong></strong>rügge fiel mir auf, dass die alte Strecke Lüttich–Aachen, die Thalys und ICE benutzen, an zwei Stellen die Neubaustrecke kreuzt und letztere schon komplett ausgestattet aussah. Nach meinen Recherchen ist das kein Wunder: die Strecke ist seit Dezember 2007 fertig und wird nur deswegen nicht benutzt, weil weder ICE noch Thalys das erforderliche ETCS haben.</p>
<p>Das meiste ist also absolut glatt gegangen, aber es gibt vieles, was im europäischen Eisenbahnbau und -betrieb noch im Argen liegt. Nur merkt man bei einer Fahrt über die Grenze ziemlich schnell, dass davon herzlich wenig „typisch deutsch“ oder „typisch belgisch“ ist &#8230;</p>
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		<title>Brügge-Weg*</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 21:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Inzwischen kenne ich mich mit dem Online-Verkaufssystem der DB ja ganz gut aus. Manchmal finde ich es zwar etwas knifflig, einen günstigen Fahrschein zu bekommen, aber insgesamt ist das System einigermaßen einfach zu bedienen. Leider gilt das nur für Inlandsreisen, wie sich am Donnerstag Abend mal wieder gezeigt hat: Ich wollte für die Karwoche eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen kenne ich mich mit dem Online-Verkaufssystem der DB ja ganz gut aus. Manchmal finde ich es zwar etwas knifflig, einen günstigen Fahrschein zu bekommen, aber insgesamt ist das System einigermaßen einfach zu bedienen. Leider gilt das nur für Inlandsreisen, wie sich am Donnerstag Abend mal wieder gezeigt hat: Ich wollte für die Karwoche eine Fahrkarte nach <strong>B</strong><strong>rügge</strong> und zurück kaufen. Über den Tag verteilt gibt es verschiedene Verbindungen: Mit dem ICE bis Köln, von dort mit ICE oder Thalys nach B<strong></strong>rüssel und von da weiter nach B<strong></strong>rügge. Die Rückfahrt funktioniert entsprechend genau so.</p>
<p>Der Haken an der Sache: ICE und Thalys haben zwei völlig verschiedene Preissysteme. Mit dem ICE kann man eine durchgehende Fahrkarte bis B<strong></strong>rügge kaufen, für die dann auch der Sparpreis Belgien der DB gilt – zu den üblichen Konditionen: Vorausbuchung, Zugbindung und begrenztes Kontingent. Und natürlich müssen Hin- und Rückfahrt gleichzeitig gebucht werden und beide im ICE stattfinden.<br />
Der Thalys dagegen hat ein Globalpreissystem, dessen Fahrkarten nicht online bei der DB erhältlich sind. Außer einem DB-Fahrschein bis Köln muss man also auf thalys.com einen Fahrschein bis B<strong></strong>rüssel kaufen. Gegen einen geringen Aufpreis ist darin dann die Fahrt zu jedem belgischen Bahnhof inbegriffen (dafür muss man das Ziel „B<strong></strong>rüssel TGB“ [toute gare belge] auswählen). Auch der Thalys hat verschiedene Sparangebote, bei denen Hin- und Rückfahrt gemeinsam gebucht werden müssen – natürlich beide im Thalys.</p>
<p>Nach einigem Probieren stelle ich fest, dass es für die Rückfahrt keine passende ICE-Verbindung gibt, für die noch ein Sparpreis zu haben ist. Wegen des Tarifsystems würde ich draufzahlen, wenn ich hin ICE und zurück Thalys fahre, also fahre ich beide Strecken mit dem Thalys. Das heißt: Zwei Browserfenster aufmachen, in dem einen nach einem günstigen Platz im Thalys für die Hin- und Rückfahrt suchen, in dem anderen nach einem Sparpreis nach und ab Köln. Auch hier kann ich nicht in der idealen Zeitlage fahren, und auch der Aufenthalt in Köln wird etwas länger als eigentlich nötig. Zu allem Überfluss war auch noch der Verkaufsserver von bahn.de überlastet und gab unter anderem einmal direkt nach dem Klick auf „Buchung durchführen“ keine Antwort mehr.<br />
Aber letztendlich habe ich es geschafft und eine Reise zum Gesamtpreis von 93,20 Euro für Hin- und Rückfahrt gebucht. An eine dritte Möglichkeit – DB bis Aachen, Euregio-Ticket bis Lüttich und von dort mit den günstigen belgischen Fahrscheinen bis B<strong></strong>rügge – hatte ich dabei noch gar nicht gedacht.</p>
<p>Es ist schade, dass Fahrscheinkäufe im Zeitalter des Internets und der europäischen Einigung noch so kompliziert sein müssen. Die DB weist gerne darauf hin, dass Thalys eine eigenständige Gesellschaft ist. Deren Anteile werden allerdings ausschließlich von den nationalen Bahnen Frankreichs, Belgiens und Deutschlands gehalten &#8230; Eine Flugsuchmaschine hätte mir den günstigsten Flug heraus gesucht, egal, wo ich umgestiegen wäre und welche Fluggesellschaft dahinter steckt. Ein gutes Vorbild auf der Schiene ist hier die Strecke Frankfurt/Stuttgart–Paris: hier gelten auf der gesamten Strecke die nationalen Angebote beider Bahnen. Hier hat sich schon eine Menge verbessert, aber das Beispiel Belgien zeigt auch, wie viel es noch zu tun gibt.</p>
<p>* Der B<strong></strong>rüggeweg ist übrigens eine Straße ganz in der Nähe meines Elternhauses.</p>
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