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	<title>Jan kann Bahn fahrn &#187; Tarif</title>
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	<description>Erlebnisse und Meinungen rund um Bahn und ÖPNV</description>
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		<title>Deutschland-Tarif</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 11:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bewegt man sich nur innerhalb der eigenen Heimatregion oder fährt nur mit dem DB-Fernverkehr, ist das Tarifsystem meistens noch relativ einfach zu begreifen. Durch die Vielzahl der Verkehrsverbünde, die es zudem nicht einmal überall gibt, wird es aber schnell kompliziert, wenn man sich öfter in andere(n) Regionen bewegt. Dazu kommt noch, dass einige Tarife unternehmensabhängig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bewegt man sich nur innerhalb der eigenen Heimatregion oder fährt nur mit dem DB-Fernverkehr, ist das Tarifsystem meistens noch relativ einfach zu begreifen. Durch die Vielzahl der Verkehrsverbünde, die es zudem nicht einmal überall gibt, wird es aber schnell kompliziert, wenn man sich öfter in andere(n) Regionen bewegt. Dazu kommt noch, dass einige Tarife unternehmensabhängig sind und nicht bei allen der wie Pilze aus dem Boden schießenden Privatbahnen gelten. Sollte die DB einmal in größerem Umfang Konkurrenz im Fernverkehr bekommen, dürfte dieses Problem noch weiter zunehmen.<br />
Für die Koordination von Fahrplänen gibt es bereits die Initiative <a href="http://www.deutschland-takt.de">&rarr; „Deutschland-Takt“</a>, die sich aus Vertretern von Fahrgastverbänden, aber auch einiger Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen zusammen setzt. Der VCD skizziert darüber hinaus auch einen <a href="http://www.vcd.org/890.html">&rarr; „Deutschland-Tarif“</a>, der diesen koordinierten Fahrplan ergänzen würde.<br />
Ich habe mir daher mal ein paar Gedanken gemacht, wie ein solcher Tarif aussehen könnte. Dabei gibt es für fast alle Komponenten des Systems bereits Vorbilder im Aus- oder sogar Inland, die man nur konsequent zu Ende denken müsste:</p>
<p>Kernstück des neuen Tarifsystems ist eine einheitliche Einteilung ganz Deutschlands in Tarifzonen, die (wie die VRR-Tarifgebiete) mehrere kleine Gemeinden, eine mittelgroße Stadt oder einen Teil einer Großstadt umfassen. Bis zur Entfernung von etwa 100 km (das ist die Größe von großen Verkehrsverbünden wie VRR oder RMV) gilt ein Zonentarif entsprechend den heutigen Verbundtarifen. Darüber hinaus soll ein Relationstarif gelten, der aber nicht nur in Zügen, sondern auch im lokalen ÖPNV zumindest am Start- und Zielort anerkannt wird (also etwa wie der heutige DB-Tarif mit City-Ticket).<br />
Das Neue daran ist, dass die Reichweite des Zonentarifs immer vom Startpunkt und nicht mehr von den Grenzen des Verkehrsverbundes abhängt. Das mag auf den ersten Blick kompliziert klingen, aber eine Liste, bis zu welcher Entfernung welcher Tarif gilt, braucht man auch jetzt schon. Der große Vorteil ist, dass Übergangstarife an den Grenzen der Verbünde entfallen und außerdem die Preisstufen und das Fahrscheinsortiment in ganz Deutschland gleich sind. Macht man also einen Ausflug nach Hamburg, muss man sich nicht durch das dortige Angebot von Fahrscheinen wühlen, sondern weiß, dass dort das Angebot dasselbe ist wie zu Hause. Informieren muss man sich nur, bis wohin welche Preisstufe gilt und ab wo der Relationstarif angewendet wird.</p>
<p>Weitere Details meiner Idee mit den jeweiligen Vorbildern:</p>
<ul>
<li>Der Zonentarif sollte eine Kurzstrecke für etwa 4 (Bus-/Straßenbahn-)Haltestellen sowie vier weitere Preisstufen umfassen: A für Fahrten innerhalb der Tarifzone, B für den zwei Tarifzonen breiten Kranz, der darum herum liegt, C für einen weiteren etwa zwei Tarifzonen breiten Ring und D für den Rest der 100-km-Zone. Vorbild ist das bis 2011 gültige VRR-Tarifsystem.</li>
<li>Die Zonen sollten nicht in kleinere Einheiten unterteilt werden. Um Preissprünge an den Grenzen abzumildern, haben die Zonen aber große Überlappungsbereiche, so wie bis 1993 im VRR üblich. Heutiges Beispiel: Marl-Polsum gehört sowohl zum Marler als auch zum Gelsenkirchener Tarifgebiet.</li>
<li>Die Überlappungsbereiche sowie die Größe der Tarifzonen können ggf. auch eingesetzt werden, um unterschiedliche Sozialstrukturen und Fahrtgewohnheiten darzustellen (z.B. kleinere Zonen in Gebieten mit hoher Kaufkraft, große Überlappungsbereiche in Gebieten, die häufig in oder aus zwei Richtungen angefahren werden).</li>
<li>Die Fahrt in Preisstufe A sollte nicht mehr als 2 Euro kosten (Einzelfahrt in Aschaffenburg: 1,50 Euro, in Paris: 1,70 Euro, in Rom: 1 Euro)</li>
<li>Die Fahrradmitnahme sollte kostenlos möglich sein (wie heute z.B. im RMV und der VAB)</li>
<li>Es sollte einen Bahncard-Rabatt auf alle Fahrscheine geben, mit denen dann auch überall gefahren werden kann (wie heute z.B. im VRN).</li>
<li>Es sollte möglich sein, einen Fahrschein zum Zonentarif nur mit Angabe der Preisstufe zu kaufen (wie heute z.B. im VRR). Dies ist meines Erachtens praktischer als das in RMV und VAB übliche System, dass immer eine Zielzone angegeben werden muss. Fahrgäste und Fahrpersonal müssen keine Zonennummern auswendig lernen, und es müssen weniger Ausnahmen im Geltungsbereich definiert werden. Insbesondere für Zeitkarten ist nützlich, dass diese in einem gleichmäßigen Radius um das Zentraltarifgebiet gelten.</li>
<li>Die bisherigen Geltungsbereiche von verbundweiten Fahrscheinen (Semesterticket, Kombitickets) werden auf die 100-km-Zone vom jeweiligen Uni- oder Veranstaltungsstandort übertragen. Davon profitieren vor allem heute Standorte, die heute am Rand eines Verbundgebiets liegen, wie die TU Dortmund.</li>
<li>Fahrscheine über 100 km hinaus werden nicht mehr von Bahnhof zu Bahnhof, sondern ebenfalls von Tarifzone zu Tarifzone gekauft. Es ist also auch der Kauf zwischen zwei Gemeinden ohne Bahnhof möglich, ähnlich wie beim heutigen NRW-Tarif. Im Gegensatz zu diesem sind aber alle verkehrsüblichen Wege zwischen Start- und Endpunkt zugelassen. Ein Fahrschein von Aschaffenburg nach Marl würde also auch im Bus von Recklinghausen nach Marl gelten, was heute nicht der Fall ist.</li>
<li>Im Fernverkehr plädiere ich für die Abschaffung der Bahncard 25. Im Gegenzug sollte der Normalpreis leicht gesenkt werden und vor allem mehr Fahrscheine in den jeweiligen Kontingenten der Spartarife angeboten werden. Die Möglichkeit, mit der Bahncard 50 den Normalpreis zu ermäßigen, sollte für alle, die viel spontan fahren, weiter bestehen bleiben.</li>
<li>Fahrscheine sollten in allen öffentlichen Verkehrsmitteln gelten, unabhängig vom Betreiber. Dies gilt auch bei etwaigen privaten Fernverkehrsanbietern. Gegebenenfalls ist die Verkaufsstelle dann nicht mehr die DB, sondern eine zentrale landesweite Stelle (Vorbild Großbritannien).</li>
</ul>
<p>Soweit die Grundzüge des Deutschland-Tarifs, die auf jeden Fall enthalten sein sollten. Folgende Fragen sollten auch noch diskutiert werden:</p>
<ul>
<li>Sollte die Trennung in drei Preiskategorien (ICE, IC, Nahverkehr) bestehen bleiben oder sollten alle Fahrscheine in allen Zügen gelten? Letzteres würde das Tarifsystem drastisch vereinfachen, insbesondere für Fälle, in denen ein anderer Zug als geplant benutzt werden muss. Andererseits würde es möglicherweise Fahrgäste in schnellere Züge umlenken, ohne dass es dafür nennenswerte Mehreinnahmen für den Betreiber (= meist DB Fernverkehr) gibt. In diesem Zusammenhang wäre auch die gesetzliche Trennung zwischen subventioniertem Na<strong></strong>h- und eigenwirtschaftlichen Fernverkehr auf den Prüfstand zu stellen (Vorbilder sind die Schweiz oder die Niederlande).</li>
<li>Sollten Fahrscheine vor Fahrtantritt entwertet werden müssen oder nicht? Ersteres birgt das Risiko eines Schwarzfahrens, wenn man das Entwerten vergisst. Da es dann allerdings in ganz Deutschland nötig wäre, gäbe es keinen Umgewöhnungseffekt in fremden Regionen. Der Vorteil wäre, dass man Tickets (auch z.B. verbilligte Vierertickets oder Zehnerblöcke) auf Vorrat kaufen könnte.</li>
<li>Welche Rechte sollten Fahrgäste bei Betriebsstörungen haben: Benutzung von höherwertigen Zügen oder Umwegen, Erstattung von Taxikosten oder Zuschlägen, Aufhebung einer eventuellen Zugbindung, Erstattung in Form von Gutscheinen, &#8230;? Ab welcher Verspätung greifen diese Rechte, sind verpasste Anschlüsse (auch verkehrsmittelübergreifend) eingeschlossen? Wie sieht es aus, wenn die Ursache höhere Gewalt ist?</li>
<li>Weitere zu klärende Punkte wären etwa der Preis von Tageskarten relativ zu Einzelfahrten (in der VAB z.B. weniger als das Doppelte, im RMV genau das Doppelte ohne Bahncard-Rabatt, im VRR etwas mehr), die Ausgabe von Monatskarten (an jedem beliebigen Tag beim Fahrer wie in der VAB oder nur im Kundenzentrum zum Monatsanfang wie im VRR), das Höchstalter für den Kindertarif, die kostenlose Mitnahme von eigenen Kindern, die Mitnahme von Fahrrädern und Hunden, &#8230;</li>
<li>Für Nummerierungsfans: Die Tarifzonen sollten im Normalfall nicht kleiner sein als die fünfstelligen Postleitzahlgebiete, so dass eine fünfstellige Nummer ausreichen würde. Diese könnte sich an der PLZ orientieren, muss aber nicht mit dieser identisch sein. Um Verwechslungen zu vermeiden, kann man aber natürlich auch andere Systeme verwenden (z.B. Koordinatensystem wie im VRR, erste zwei Ziffern für das Bundesland etc.).</li>
</ul>
<p>Obwohl es bereits viele Schritte in die richtige Richtung gibt (NRW- und SH-Tarif, City-Ticket, Schönes-Wochenende-Ticket), schätze ich leider meine Idee eher als Wunschtraum denn als realistisches Projekt ein. Selbst wenn nur der Nahverkehr einbezogen werden soll, wären vermutlich jahrelange Verhandlungen zwischen den einzelnen Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern erforderlich. Die Einbeziehung des Fernverkehrs würde vermutlich sogar die Änderung von Bundesgesetzen nötig machen, die zurzeit nicht in der Planung ist. Jetzt ist eure Sicht als Fahrgast gefragt: Würde es sich eurer Meinung nach lohnen, für einen Deutschland-Tarif wie von mir skizziert zu kämpfen? Haltet ihr meine ganze Idee für unsinnig oder habt ihr nur Detailverbesserungen? Erledigt sich das Ganze durch die Einführung von elektronischen Abrechnungssystemen bald von alleine? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!</p>
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		<title>Heimaturlaub</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 21:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Freitag bis Dienstag war ich mal wieder in Marl. Da ich mich relativ spontan entschieden hatte, war die einzige Verbindung, bei der ich einen nennenswerten Betrag gegenüber dem Normalpreis sparen konnte, eine mit Umstieg in FF und FFLF. Ersteren Bahnhof erreichte ich nach planmäßigem nordmainischem Gegurke mit ca. +5 mit dem RE, weiter ging [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Freitag bis Dienstag war ich mal wieder in <strong>Marl</strong>. Da ich mich relativ spontan entschieden hatte, war die einzige Verbindung, bei der ich einen nennenswerten Betrag gegenüber dem Normalpreis sparen konnte, eine mit Umstieg in FF und FFLF. Ersteren Bahnhof erreichte ich nach planmäßigem nordmainischem Gegurke mit ca. +5 mit dem RE, weiter ging es dann mit einem fast pünktlichen ICE Dresden–Wiesbaden. Am Flughafen war mein Zug dann mit +10 und dem Hinweis angekündigt, dass Reisende ohne Reservierung bitte den nächsten Zug nehmen sollten. Gut, dass ich den Hinweis auf die starke Auslastung bei der Buchung ernst genommen und reserviert hatte &#8230;<br />
Die Anzahl der aussteigenden Fahrgäste war allerdings weitaus größer als die der einsteigenden, so dass möglicherweise der eine oder andere auch ohne Reservierung noch einen Platz gefunden haben mag. Die Verspätung wurde indessen unterwegs noch größer, so dass wir meinen Umsteigebahnhof EE mit +15 erreichten – Übergangszeit zur RB: 18 min &#8230; Das bedeutete beschleunigtes Umsteigen, das aber von Erfolg gekrönt und so meine Ankunftszeit in ERE um 21.38 Uhr gesichert war – übrigens genau eine Stunde später als mit dem direkten ICE NAH–EE, aber eine Stunde schneller als über die Rheinstrecke.</p>
<p>Am Montag machte ich eine kleine Tour, die mich erst nach <strong>Dortmund</strong> zu meiner ehemaligen Uni (heute TU) führte, wo ich auch mal wieder die <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto?name=hbg04.jpg">H-Bahn</a> benutzte. Zurück ging es über <strong>Bochum</strong>, wo ich nicht nur die neuen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bgs15.jpg">Tango-Wagen</a> auf der U 35, sondern auch den neuen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bgs16.jpg">Bahnhof Rathaus Süd</a> bestaunte. Hier fährt die mit <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bgs14.jpg">Variobahnen</a> betriebene 306 auf einer gläsernen B<strong></strong>rücke durch den Bahnhof der Linien 302 und 310. Zurück nach Marl fuhr ich dann über die Emschertalbahn in einem mit Movie-Park-Besuchern gut gefüllten Talent der <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=mrb01.jpg">Mitteldeutschen Regiobahn</a>, den sie an ihre Konzernschwester NWB ausgeliehen hatte.</p>
<p>Die Rückfahrt am Dienstag wollte ich eigentlich in der Nacht zum Sonntag ebenfalls zum Sparpreis buchen. Obwohl es noch einige Minuten vor Mitternacht war, wurde der Tarif allerdings als „ausgebucht“ angezeigt. Also entschied ich mich, zurück über die Rheinstrecke zum Normalpreis zu fahren, den ich dann direkt am Bahnhof kaufte. Was ich allerdings nicht bedacht hatte: Zwischen EE und KK musste ich ein kurzes Stück ICE fahren, hatte aber eine reine IC-Fahrkarte. Das gab prompt eine kurze Diskussion mit dem Zub, der aber dann darauf verzichtete, mir den Aufpreis von angeblich über 7 Euro abzuknöpfen. Die Differenz zwischen den beiden Normalpreisen mit Bahncard 25 beträgt allerdings nur 1,50 Euro, wobei selbst da höchst fragwürdig ist, was bei exakt gleicher Fahrzeit der beiden Zuggattungen der aufpreispflichtige Mehrwert sein soll.</p>
<p>Die Weiterfahrt verlief reibungslos: Umstieg in Köln in den IC, Platz im Abteil gefunden, am Laptop gearbeitet. Keiner der Mitreisenden fährt durchgängig von Köln bis Mainz, wo ich umsteige. In <strong>Darmstadt</strong> mache ich einen Zwischenstopp beim Pubquiz und fahre erst mit dem letzten Nachtbus um 0.42 Uhr zurück. Die Wartezeit bis dahin scheint mir endlos, meine durchgehende DB-Fahrkarte wird übrigens ohne Probleme anerkannt. Dass auch die Fahrt ewig und drei Tage dauert, verschlafe ich schlicht und einfach, wache aber rechtzeitig zum Ausstieg kurz vor 2 Uhr wieder auf.</p>
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		<title>Negative Grenzkosten</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 14:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei der alljährlichen Berechnung der passenden Bahncard ist mir vorhin aufgefallen, dass der Normalpreis mit ICE von NAH nach EE 91, nach ERE (mit ICE bis EE) aber nur 87 Euro beträgt. Weitere Recherchen ergaben, dass Essen anscheinend ein Gravitationszentrum ist, denn Fahrscheine in alle umliegenden Städte kosten, selbst wenn man sie nur über Essen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der alljährlichen Berechnung der <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/die-passende-bahncard/">passenden Bahncard</a> ist mir vorhin aufgefallen, dass der Normalpreis mit ICE von NAH nach EE 91, nach ERE (mit ICE bis EE) aber nur 87 Euro beträgt. Weitere Recherchen ergaben, dass Essen anscheinend ein Gravitationszentrum ist, denn Fahrscheine in alle umliegenden Städte kosten, selbst wenn man sie nur über Essen erreicht, weniger. Pfennigfuchsern, die unterwegs in die Ruhrmetropole sind, sei daher geraten, einen Fahrschein bis Gelsenkirchen (83 Euro) zu buchen und das letzte Stück verfallen zu lassen. Der Grund für diese Kuriosität ist unklar, möglicherweise hängt das mit der ermittelten Zahlungsbereitschaft der Fahrgäste zusammen. Sollte die DB diesen Beitrag lesen, so hoffe ich doch sehr, dass der Preis nach Essen gesenkt und nicht die Preise in alle anderen Orte erhöht werden <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Auch dieses Jahr bin ich übrigens mit der Bahncard 25 wieder günstiger gefahren als ich es mit der 50er wäre, wobei die Differenz vorwiegend durch den Preis der Bahncards selbst zustande kommt.</p>
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		<title>Dies &amp; Das</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 20:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen sind mir einige Dinge aufgefallen, die zwar interessant sind, aber nicht für einen ganzen Beitrag reichen: Seit gestern ist der ab 11. Dezember gültige DB-Fahrplan online, und man kann auch Fahrscheine ab diesem Datum buchen. Ich habe das gleich genutzt, um eine Fahrkarte für die Weihnachtsheimfahrt zu buchen. Interessanterweise war schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Wochen sind mir einige Dinge aufgefallen, die zwar interessant sind, aber nicht für einen ganzen Beitrag reichen:</p>
<ul>
<li>Seit gestern ist der ab 11. Dezember gültige DB-Fahrplan online, und man kann auch Fahrscheine ab diesem Datum buchen. Ich habe das gleich genutzt, um eine Fahrkarte für die Weihnachtsheimfahrt zu buchen. Interessanterweise war schon gestern Vormittag das Angebot an Sparpreisen für den 23.12. stark eingeschränkt: wirklich günstig (25,50 Euro mit Bahncard 25) wäre es nur mit Fahrt über die Rheinstrecke und Ankunft nach 1.00 Uhr. Letztendlich habe ich mich für den ICE um 19.36 ab NAH entschieden, den ich schon häufig benutzt habe. Lieber wäre mir eine Abfahrt zwei Stunden früher gewesen, aber dabei wäre die Ersparnis gegenüber dem Normalpreis vernachlässigbar gering gewesen. Die Rückfahrt habe ich noch nicht gebucht, da der Termin noch nicht feststeht.</li>
<li>Wesentliche Änderungen auf den von mir befahrenen Strecken gibt es übrigens zum neuen Fahrplan nicht. Aus NRW ist an Positivem zu berichten, dass die Strecke nach Brilon Stadt reaktiviert wird, im Rhein-Main-Raum die von Darmstadt nach Pfungstadt. Ganz neu ist in Frankreich die LGV Rhin-Rhône, die die Fahrzeiten zwischen Süd- und Ostfrankreich drastisch verkürzt. Ab dem 23. März wird es sogar einmal täglich einen direkten TGV Frankfurt–Marseille geben, der auch die Fahrzeit von Aschaffenburg nach Lyon von 8 bis 10 auf 7:13 Stunden verkürzt. Bereits ab Dezember erreicht man dieselbe Fahrzeit auch mit einer Verbindung über Straßburg, die allerdings viele und knappe Umstiege hat.</li>
<li>Wettbewerbsangebote im Schienenfernverkehr werden in der Realität von mehr Fahrgästen angenommen als in rein hypothetischen Studien. Das behauptete vor einiger Zeit ein Artikel* in der Zeitschrift „Internationales Verkehrswesen“. Referenzstrecken: Köln–Amsterdam für die Studie und Köln–B<strong></strong>rüssel für die Realität. Was man allerdings nicht bedacht hat: Als „Platzhirsch“ (Incumbent) auf der Strecke gilt der Thalys, als „Konkurrent“ (Entrant) der ICE der DB. Ersterer hat den Nachteil, dass seine Fahrscheine über Köln hinaus nirgendwohin durchtarifierbar sind, so dass für Umsteigeverbindungen immer mindestens zwei zeitgleiche Buchungen mit Verfügbarkeitsabfrage etc. nötig sind (wie bereits <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/brugge-weg/">beschrieben</a>). Im ICE hingegen lassen sich integrierte Fahrscheine, auch Sparangebote der Deutschen Bahn, von jedem deutschen bis zu jedem belgischen Bahnhof lösen, was ihm einen Teil der zusätzlichen Fahrgäste beschert haben dürfte. Es gilt also: Konkurrenz belebt das Geschäft, aber neue Fernverkehrsangebote werden mit Sicherheit auch an der Kompatibilität der Tarife gemessen.</li>
</ul>
<p>* Warnecke, C. und Rompf, D.: Bahn frei für den Kunden?, in: Internationales Verkehrswesen 3/2011</p>
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		<title>Au soleil, sous la pluie</title>
		<link>http://www.janzbikowski.de/blog/au-soleil-sous-la-pluie/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 17:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie schon 2007 habe ich dieses Jahr den Feiertag am 15. August für einen Kurztrip genutzt. Da sich diesmal ein langes Wochenende ergab, konnte er etwas länger ausfallen, und so entschied ich mich nach einigem Überlegen dafür, der französischen Hauptstadt mal wieder einen Besuch abzustatten. Gebucht hatte ich schon Anfang Juli zum Preis von 83,25 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/feiertagsflucht">2007</a> habe ich dieses Jahr den Feiertag am 15. August für einen Kurztrip genutzt. Da sich diesmal ein langes Wochenende ergab, konnte er etwas länger ausfallen, und so entschied ich mich nach einigem Überlegen dafür, der französischen Hauptstadt mal wieder einen Besuch abzustatten. Gebucht hatte ich schon Anfang Juli zum Preis von 83,25 Euro für die Hin- und Rückfahrt – günstig, aber mit Superbilligflügen kann der Preis natürlich nicht mithalten.<br />
Am Freitag Nachmittag ging es dann los: mit dem RE nach FF, dort nach einer halben Stunde Aufenthalt in den ICE, der mich direkt nach Paris bringen sollte. Von Anfang an wurden wir von einer französischen Zugchefin betreut. Die Konsequenz: In Mannheim, wo wir uns wegen Wartens auf einen Anschlusszug 10 Minuten Verspätung einfingen, wurde eben diese Tatsache nur auf Französisch angesagt – da hat es die DB mit ihrem fremdsprachigen Service wohl etwas übertrieben <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .<br />
Mein Platz war leider ein Wandplatz, so dass ich von der Fahrt über die Riedbahn und durch den Pfälzer Wald nicht viel mitbekam. Erst in Saarbrücken leerte es sich zusehends, so dass ich mich auf einen Platz am leeren Tisch setzen konnte. Zu sehen gab es allerdings leider nicht mehr viel, denn inzwischen dämmerte es, so dass der Grenzübertritt nach Frankreich nur zu erahnen war. Etwa eine halbe Stunde später drehte der Zug so richtig auf: die LGV Est war erreicht. Der Geschwindigkeitsrausch machte mich überraschenderweise ziemlich müde, so dass ich erst fünf Minuten vor der planmäßigen Ankunftszeit wieder aufwachte. Von <strong>Paris</strong> war allerdings noch nichts zu sehen, der Zug fuhr mit unveränderter Geschwindigkeit über plattes Land. Erst ein paar Minuten später tauchte ziemlich plötzlich ein Häusermeer mit Bahnhöfen in regelmäßigen Abständen auf. Offensichtlich hatte der Zug die Verspätung auf der NBS nicht abbauen können, so dass wir erst kurz vor 23 Uhr in XFPO einliefen. Ich machte mich schnurstracks auf den Weg zur Metro, um die zwei Haltestellen zu meiner sehr einfach gehaltenen Unterkunft für die erste Nacht zu fahren.<br />
Die folgenden drei Tage stand außer der Erkundung der Stadt bei wechselndem Wetter (siehe Überschrift) natürlich auch die Erforschung des Pariser Nahverkehrs und seiner Besonderheiten an. Wie in vielen ausländischen Städten ist die Pariser Metro streng durch Drehkreuze abgetrennt, die nur nach der Eingabe eines gültigen Fahrscheins öffnen. Interessant ist auch, dass die Linien voneinander betrieblich völlig getrennt sind, was zu teilweise langen Umsteigewegen führt, und dass auch fast jede Linie ihren eigenen Fahrzeugtyp hat. Mal sind diese Fahrzeuge <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp12.jpg">gummi-</a>, mal <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp07.jpg">stahlbereift</a>, meistens von einem Fahrer, aber auf der Linie 14 und demnächst auch der <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp10.jpg">1</a> automatisch geführt. Das Fotografieren gestaltete sich indessen schwierig, da die Bahnsteige genau so lang sind wie die Züge und daher kein Raum bleibt, um einen stehenden Zug von vorne zu fotografieren.<br />
Am Sonntag morgen machte ich mit meinem Cousin und seiner Freundin, bei denen ich die restliche Zeit wohnte, einen Ausflug ins Hochhausviertel La Défense. Laut Plan liegt die dortige Metrostation in Tarifzone 3, so dass ich mir ein <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp-f3.jpg">Tagesticket</a> kaufte, in dem diese Zone enthalten war – nur um später zu erfahren, dass die 3 nur für die S-Bahn (RER) gilt, für die Metro reicht Zone 1 aus. Seltsames Tarifsystem, aber dafür sind Einzelfahrten im Innenstadtbereich mit 1,70 Euro nicht nur wesentlich günstiger als in London (über 4 Euro), sondern sogar günstiger als in Marl (2,30 Euro)! Und bei dem dichten Takt der Metro bekommt man im Vergleich zum Ruhrgebiet deutlich mehr geboten.<br />
Auf den Besuch in La Défense folgte dann einer in der Cité des sciences et de l’industrie, die auch eine kleine Abteilung zum Thema Verkehr hat – ganz ohne alte Fahrzeuge, dafür aber mit viel Multimedia.<br />
Am Montag Mittag hieß es dann Abschied nehmen von Paris. Mit ICE 9555, Abfahrt 13.08 Uhr (die Bahnhofsanzeige bestand auf 13.09 Uhr), konnte ich diesmal die mit Tempo 320 vorbeiziehende französische Landschaft in Fahrtrichtung, am Fenster, wach, im Hellen und bei gutem Wetter genießen – was will man mehr? Viel zu schnell war Saarbrücken erreicht (Durchschnittsgeschwindigkeit XFPO–SSH 207 km/h!), und es ging in deutlich geringerem Tempo weiter bis <strong>Mannheim</strong>, wo ich einen kurzen Zwischenstopp einlegte. Auch die Weiterfahrt verlief ohne Besonderheiten, bis auf einen deklassierten 1.-Klasse-Wagen im IC von FF nach NAH. Mit dem Taxi und der Gewissheit, dass sich die Fahrt gelohnt hat, erreichte ich dann gegen 21 Uhr wieder meine Wohnung.</p>
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		<title>Wochenbericht</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 22:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Freitag vergangener Woche brach ich zu einem Kurzurlaub bei meinen Eltern in Marl auf. Schon beim Buchen der Fahrkarte hatte ich mich über die seltsamen Verbindungen gewundert, die mir angezeigt wurden: wo waren denn die direkten ICE Aschaffenburg–Essen hin? Des Rätsels Lösung: Vom 1. bis 11. März war wegen des Baus einer Brücke über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>Freitag</strong> vergangener Woche brach ich zu einem Kurzurlaub bei meinen Eltern in Marl auf. Schon beim Buchen der Fahrkarte hatte ich mich über die seltsamen Verbindungen gewundert, die mir angezeigt wurden: wo waren denn die direkten ICE Aschaffenburg–Essen hin? Des Rätsels Lösung: Vom 1. bis 11. März war wegen des Baus einer B<strong></strong>rücke über die A 3 zwischen NAH und Laufach die Strecke gesperrt. Regionalzüge endeten jeweils in den beiden Bahnhöfen, Fernzüge wurden durch das Kinzigtal umgeleitet. Statt um 19.36 mit dem ICE abzufahren, musste ich also schon fast eine Stunde früher aufbrechen und mit dem RE nach Frankfurt fahren. Dort hatte ich eine Dreiviertelstunde Aufenthalt, die ich im Internet-Café auf der B-Ebene des S-Bahnhofs verbrachte. Ab FF fuhr der ICE planmäßig, wenn auch nur mit einem statt mit zwei Zugteilen. Sitzplätze gab es trotzdem genug, und von Verspätung und Streik (den es am Morgen desselben Tages noch gegeben hatte) war zum Glück nichts zu spüren, so dass ich pünktlich EE erreichte. Durch den im Zuge des Bahnhofsumbaus mit Lichteffekten ausgestatteten Gang ging es zu Gleis 21, wo immer noch die Regionalbahnen Richtung Münster abfahren. Auch dieser Zug war pünktlich, so dass meine Mutter, die mich abholte, nicht lange warten musste.<br />
Am <strong>Rosenmontag</strong> stand dann eine Tour durch das Netz der Vestischen mit einem ehemaligen Arbeitskollegen von dort an. Mit einem Tagesticket der Preisstufe B bewaffnet, machte ich mich auf den Weg zum Hertener Betriebshof. Da die 245 nur noch stündlich fährt, musste ich von der Westerholter Straße („Blechecke“) aus laufen, was aber bei dem sehr sonnigen und milden Wetter kein Problem war. Unsere Tour führte uns dann – wiederum von der Blechecke – mit der 243 nach Herten Mitte, von dort weiter nach Buer (211), Dorsten (SB 28), Gladbeck (188), wieder Buer (SB 91) und schließlich Haltern (S 9). Dort verabschiedeten wir uns, woraufhin ich ein wenig durch den Rest einer Karnevalsveranstaltung auf dem Halterner Marktplatz schlenderte und mit dem 227er nach Marl zurück fuhr. Besonderheiten der Tour waren jede Menge kostümierte Menschen, eine Umleitung wegen des Rosenmontagszugs in Dorsten sowie am dortigen Bahnhof die Sichtung eines <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=evb01.jpg">628ers der EVB</a> – was der dort fernab seines Einsatzgebiets gemacht hat, blieb ein Rätsel (<strong>Nachtrag:</strong> Die 628er werden bei den EVB nicht mehr benötigt und sind an die NWB vermietet). Ein Fahrer von Westfalenbus bot an, aus dem Bild zu gehen, damit ich „seinen“ <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=wb03.jpg">Bus</a> fotografieren konnte – ein nettes Gegenbeispiel zu seinem <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/das-ist-immer-noch-mein-bus-2">unfreundlichen Kollegen in Aschaffenburg</a>.<br />
Am <strong>Dienstag</strong> dann machte ich mich auf den Weg zum Schwimmen, wiederum nach Dorsten. Der 227er fährt fast direkt vor der Haustür meiner Eltern ab und wechselt an der Hervester Dorfstraße dann seine Liniennummer auf 274. Dorthin kann er allerdings nicht mehr auf direktem Wege fahren: Da die alte Kanalbrücke in Hervest gesperrt ist, muss er über die L 608 fahren, was einiges an Fahrzeit und Kilometern kostet. Gekostet hat auch die Fahrt, 4,70 Euro pro Strecke nämlich. Der Vorteil des VRR-Tarifsystems, seine Einfachheit, verkehrt sich hier zu einem Nachteil, wenn nämlich für wenige Kilometer in die Nachbarstadt derselbe Tarif anfällt wie in das 30 km entfernte Essen. Vielleicht wäre hier ein großzügigerer Zuschnitt der Waben sinnvoll, wie er Anfang des Jahres in Polsum geschehen ist: Der Marler Stadtteil gehört nämlich jetzt komplett auch zur Wabe Gelsenkirchen-Hassel, wodurch sowohl Marl als auch Gelsenkirchen mit der Preisstufe A erreichbar sind.<br />
Der <strong>Mittwoch</strong> stand dann schon wieder im Zeichen der Rückfahrt: Mit der RB 42 ging es mittags nach EE, wo die Wartezeit auf den RE 1 planmäßig gut 20 Minuten betragen sollte. Da ich keine Lust auf das Stöbern in der Bahnhofsbuchhandlung hatte, kaufte ich mir wiederum ein Ticket der Preisstufe B und fuhr mit der U 18 nach Mülheim. Mein Plan, dort noch Fotos zu machen, ließ mich fast den RE 1 verpassen, der zum Glück aber Verspätung hatte. Die wuchs bis Köln auf 20 min an, so dass mein Treffen mit einer Freundin sich um diesen Zeitraum verzögerte. Um zu unserem Treffpunkt Neumarkt zu kommen, wollten die Automaten sowohl von Transregio als auch von der DB 2,50 Euro kassieren – erst der Schalter der KVB konnte mir das hierfür ausreichende Kurzstreckenticket verkaufen. Die abendliche Rückfahrt mit Umstieg in FFLF und FF lief dann völlig pünktlich ab, und anstatt nach Hause zu laufen, konnte ich die RB um 22.30 Uhr bis Aschaffenburg Hochschule nehmen.<br />
Die Woche abgeschlossen hat dann eine Dreiecksfahrt am <strong>Samstag</strong>: zunächst nach Dieburg, wo ich an einem Gälisch-Schnupperkurs teilnahm, dann weiter über Darmstadt (3-Minuten-Anschluss mit Bahnsteigwechsel) nach Frankfurt, wo ich nicht nur einen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=hlb04.jpg">HLB-Flirt</a> fotografierte, sondern auch mit Nils die Stadt erkundete. Tariflich war übrigens das Interessante an der Fahrt, dass wegen des BahnCard-Rabatts drei Einzeltickets günstiger waren als ein Tagesticket Aschaffenburg–Frankfurt. Zurück ging es um 19.30 mit dem RE, der zwar die nordmainischen Haltepunkte abklapperte, aber trotzdem pünktlich in NAH eintraf. Von dort ging es diesmal mit dem Fahrrad nach Hause, wo eine interessante und störungsfreie ÖPNV-Woche zu Ende ging – um die zahlreichen Streiks hatte ich mich erfolgreich herum manövriert.</p>
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		<title>La storia infinita</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 17:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch im neuen Jahr will ich fleißig mit dem Zug verreisen: zum Beispiel in der Osterwoche aus der Toskana zurück nach Aschaffenburg (hin fahre ich mit meinen Eltern und meiner Tante im Auto). Dadurch öffnete sich ein weiteres Kapitel der unendlichen Geschichte „internationaler Fahrkartenkauf“: Die DB verkauft ja das „Europa-Spezial Italien“, das allerdings nur dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch im neuen Jahr will ich fleißig mit dem Zug verreisen: zum Beispiel in der Osterwoche aus der Toskana zurück nach Aschaffenburg (hin fahre ich mit meinen Eltern und meiner Tante im Auto). Dadurch öffnete sich ein weiteres Kapitel der unendlichen Geschichte „internationaler Fahrkartenkauf“: Die DB verkauft ja das „Europa-Spezial Italien“, das allerdings nur dann gilt, wenn innerhalb Italiens nicht umgestiegen wird. Ohne Umsteigen kommt man aber nicht von hinter Florenz bis zur österreichischen Grenze, so dass ich den Fahrschein auf bahn.de erst ab Bologna kaufen konnte.<br />
Für die restliche Strecke verwies man dort auf einen „unbekannten Auslandstarif“, und auch der Computer im Reisezentrum streckte die Waffen. Nun lag es nahe, bei trenitalia.it zu buchen – dort gibt es folgende Möglichkeiten, den Fahrschein zu bekommen: Online-Ticket (nur für Fernzüge), Abholung am Automaten (nur an größeren Bahnhöfen) und Postversand (nur in Italien). Da mein Einstiegsbahnhof ein kleinerer ist und ich in Italien niemanden kenne, blieb mir nichts anderes übrig, als nur ein Online-Ticket für den Fernzugabschnitt Florenz–Bologna zu buchen. Aber auch das scheiterte – nach erfolgreicher Anmeldung – daran, dass meine Kreditkarte aus unbekannten Gründen nicht akzeptiert wurde.<br />
Ich war schon fast davon überzeugt, die Fahrkarte erst am Reisetag kaufen zu können (mit dem Risiko, dass der „Frecciargento“ dann ausgebucht ist), probierte als letzte Idee aber noch die Buchung auf sncf.fr. Von dort wurde ich auf das wohlbekannte tgv-europe.com weitergeleitet, das mir tatsächlich eine Fahrkarte für diesen Abschnitt verkaufen konnte – sogar zum ermäßigten, aber dafür nicht frei umtauschbaren Preis. Nun fehlt nur noch der Nahverkehrsabschnitt bis Florenz, aber hier sollte es kein Problem sein, die Karte am Reisetag am Automaten zu kaufen. Etwas weniger umständlich hatte ich es mir zwar schon vorgestellt, aber: Eine von Deutschland aus gekaufte französische Fahrkarte für einen italienischen Zug – wenn das mal kein Zeichen für die europäische Einigung ist! </p>
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		<title>Rhein-Main-Verwirrung (3)</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 09:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über das Tarifsystem des RMV hatte ich ja schon den einen oder anderen Artikel geschrieben. Eine Sache hatte ich dabei noch nicht erwähnt: Unter Umständen ist es günstiger, zwei Fahrscheine anstatt eines durchgehenden zu kaufen. Wenn ich von NAH nach Darmstadt fahre, kann ich für die Zugfahrt einen BahnCard-Rabatt nutzen und zahle statt 6,95 Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das Tarifsystem des RMV hatte ich ja schon den <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/rhein-main-verwirrung/">einen</a> oder <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/rhein-main-verwirrung-2/">anderen</a> Artikel geschrieben. Eine Sache hatte ich dabei noch nicht erwähnt: Unter Umständen ist es günstiger, zwei Fahrscheine anstatt eines durchgehenden zu kaufen. Wenn ich von NAH nach Darmstadt fahre, kann ich für die Zugfahrt einen BahnCard-Rabatt nutzen und zahle statt 6,95 Euro nur 5,20. Der rabattierte Fahrschein gilt aber nicht in Bus und Straßenbahn in Darmstadt, so dass ich dafür einen neuen Fahrschein für 1,50 Euro kaufen muss. Macht zusammen 6,70 und damit 25 Cent weniger als die Fahrkarte zum vollen Preis, die auch in den städtischen Verkehrsmitteln in Darmstadt gilt.<br />
Dasselbe gilt auch für eine Fahrt von Aschaffenburg nach Frankfurt, was mir bis gestern gar nicht bewusst war: Zwar muss innerhalb Frankfurts immer die Preisstufe 3 (2,30, außerhalb der Hauptverkehrszeit 2,20) gelöst werden, die Differenz zwischen der normalen Fahrkarte NAH–Frankfurt und dem Fahrschein mit BahnCard-Rabatt ist hier aber größer, nämlich 2,50 Euro.<br />
Groß ist die Ersparnis zwar in beiden Fällen nicht, aber sie zeigt mal wieder die Seltsamkeiten des RMV-Tarifs. Die Anerkennung der BahnCard auch in städtischen Verkehrsmitteln wird wohl ein Wunschtraum bleiben, aber eine Zusammenlegung der Fahrscheine mit und ohne BahnCard zu einem Preis, der in der Mitte dazwischen liegt, würde das Tarifsystem um einiges vereinfachen.</p>
<p>Die Zeitschrift <a href="http://www.probahn-bus.org/hessenschiene_frame.html">&rarr; „Hessenschiene“ </a>stellt in ihrer aktuellen Ausgabe übrigens einige noch krassere Ungereimtheiten im RMV-Tarif dar: beispielsweise Sprünge über mehrere Preisstufen, wenn man nur eine Haltestelle weiter fährt oder die S-Bahn statt des Busses benutzt. Auch das sind Argumente, die für eine Vereinfachung des Tarifs sprechen und die hoffentlich beim RMV auf ein positives Echo stoßen.</p>
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		<title>Wettbewerb im Fernverkehr – kommt er bald?</title>
		<link>http://www.janzbikowski.de/blog/wettbewerb-im-fernverkehr-kommt-er-bal/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 20:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interessante Meldungen gingen dieser Tage durch die Presse: Zum einen will die französische Staatsbahn SNCF über ihre Tochter Keolis (die in Deutschland unter der Marke Eurobahn fährt) in den deutschen Fernverkehrsmarkt einsteigen. Ab 2011 sollen die Strecken Frankfurt–Hamburg und Frankfurt–Berlin mit 20 „gebrauchten Zügen“ (wahrscheinlich Corail-Wagen) bedient werden. Weitere Infos dazu gibt es bisher nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessante Meldungen gingen dieser Tage durch die Presse: Zum einen will die französische Staatsbahn SNCF über ihre Tochter Keolis (die in Deutschland unter der Marke Eurobahn fährt) in den deutschen Fernverkehrsmarkt einsteigen. Ab 2011 sollen die Strecken Frankfurt–Hamburg und Frankfurt–Berlin mit 20 „gebrauchten Zügen“ (wahrscheinlich <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=sncf22.jpg">Corail-Wagen</a>) bedient werden. Weitere Infos dazu gibt es bisher nicht.</p>
<p>Wesentlich konkreter sind da andere Pläne: Ab August 2010 hat das bisher unbekannte Unternehmen Locomore Fahrplantrassen für die Strecke Köln-Hamburg gebucht. Der genaue Fahrplan kann noch bis Montag beim <a href="http://www.lok-report.de/news/news_woche_montag.html">&rarr; Lok-Report</a> abgerufen werden. Es handelt sich um drei Fahrten pro Tag montags bis donnerstags. Am Wochenende gelten abweichende Fahrzeiten. Die Fahrten sind „fast“ vertaktet, d.h. die Minuten der einzelnen Fahrten weichen nur geringfügig voneinander ab. Mit einer Fahrzeit von etwa 4 Stunden und 10 Minuten sind die Züge nur unwesentlich langsamer als die ICs der DB auf dieser Strecke. Auffällig ist allerdings, dass statt Bremen der kleine Bahnhof Sagehorn bedient wird, an dem es aber direkte Anschlüsse von und in die Hansestadt gibt.</p>
<p>Wird das neue Angebot Erfolg haben? Darüber wird natürlich in den einschlägigen Foren und <a href="http://www.meinews.net/locomore-t461903.html?s=3528341e0b1dd36cec0357b449b2b9f2&amp;">&rarr; Newsgroups</a> jetzt schon heiß diskutiert. Knackpunkte werden – wie schon <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/wettbewerb-im-fernverkehr/">von Prof. Aberle prophezeit</a> – vor allem der Tarif und die Anschlussmöglichkeiten sein. Die wenigsten Fahrgäste wollen genau von Köln Hbf nach Sagehorn oder von Gelsenkirchen Hbf nach Hamburg Hbf fahren, also schauen wir uns die Anschlüsse einmal an: Die Locomore-Züge fahren durchgehend etwa eine halbe Stunde versetzt zu den DB-Fernzügen. Wenn wir annehmen, dass die Nahverkehrszüge auf letztere abgestimmt sind, gibt die Fahrplanlage der neuen Züge überall dort gute Anschlüsse, wo der Nahverkehr im Halbstundentakt oder öfter fährt, wie es im Ruhrgebiet und in Hamburg meistens der Fall ist. Und auch in Osnabrück werden innerhalb einer halben Stunde Anschlusszüge in alle Himmelsrichtungen erreicht (Richtung Bremen allerdings nur über Delmenhorst). Die Fahrplanlage bietet also hier einiges Potenzial, bliebe als wunder Punkt der Tarif: Wenn für eine Strecke Marl-Sinsen–Hamburg-Rahlstedt drei Fahrscheine gekauft werden müssen, die wegen der Degression des DB-Tarifs (und der Nicht-Anerkennung der Bahncard) womöglich mehr kosten als ein durchgehender, wird das natürlich zu Lasten des neuen Angebots gehen. Ebenso fällt die Flexibilität weg, jeden Zug benutzen zu können, die man zumindest mit dem Normalpreis der DB hat. Man darf also gespannt sein, wie der Tarif (über den noch nichts bekannt ist) der neuen Züge letztendlich aussieht, denn er wird eine entscheidende Rolle im Kampf um deren Erfolg spielen.</p>
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		<title>Das ist immer noch mein Bus</title>
		<link>http://www.janzbikowski.de/blog/das-ist-immer-noch-mein-bus/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 19:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kundenorientierung]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit: Ich erwische den Bus noch und kaufe beim Busfahrer – wie immer, wenn kurzzeitig kein Radfahrwetter ist – eine Tageskarte für Aschaffenburg. Unterwegs weist mich der Busfahrer, den ich auf dieser Strecke noch nicht gesehen habe, plötzlich darauf hin, dass mein Fahrschein ab hier ungültig sei und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit: Ich erwische den Bus noch und kaufe beim Busfahrer – wie immer, wenn kurzzeitig kein Radfahrwetter ist – eine Tageskarte für Aschaffenburg. Unterwegs weist mich der Busfahrer, den ich auf dieser Strecke noch nicht gesehen habe, plötzlich darauf hin, dass mein Fahrschein ab hier ungültig sei und ich doch bitte nachzahlen möge. Da ich das nicht tue, hält er eine Haltestelle vor meinem Fahrtziel an und verkündet, so lange stehen bleiben zu wollen, bis ich entweder aussteige oder nachzahle. Nach kurzer Diskussion entscheide ich mich fürs Aussteigen (der Fußweg beträgt noch etwa 300 Meter), nicht ohne die Ankündigung, mich über den Fahrer zu beschweren.</p>
<p>Was war passiert? Aschaffenburg ist in mehrere Tarifzonen eingeteilt. Die Innenstadt gehört zu Zone 9111, Nilkheim-Industrie, wo ich arbeite, zur 9112. Der Fahrer hat mir eine Fahrkarte für 9111 verkauft und war nun der Annahme, dass diese für 9112 nicht gilt. Was er nicht wusste: Fahrscheine für Zone 9111 gelten immer in ganz Aschaffenburg, so dass die Zahlgrenze hier irrelevant war. Um die Verwirrung zu vermeiden, hätte ich beim Einsteigen einen Fahrschein nach Nilkheim-Industrie verlangen können. Nötig ist das aber nicht, der Preis ist sowieso der gleiche.</p>
<p>Bei einem anschließenden Anruf beim Kundenzentrum der VAB bekam ich versichert, dass zum einen diese Ansicht richtig ist und man zum anderen den Fahrer auch darauf hinweisen wolle. Wenn man das Tarifsystem schon so gestaltet, dass es solche Zweifelsfälle gibt, sollte man vielleicht wenigstens das Personal entsprechend informieren, bevor es zu Diskussionen mit Fahrgästen kommt. Und wenn es die dann doch gibt, sind Wildwestmethoden nicht gerade das richtige Konfliktmanagement. Jedenfalls hoffe ich, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt, immerhin habe ich in den bisherigen drei Jahren die Aschaffenburger Busfahrer als freundlich und zuvorkommend erlebt.</p>
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