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	<title>Jan kann Bahn fahrn &#187; Stadtverkehr</title>
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	<description>Erlebnisse und Meinungen rund um Bahn und ÖPNV</description>
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		<title>Příští stanice: Hlavní nádraží</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 15:05:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angesichts des Waldes aus diakritischen Zeichen habt ihr es vielleicht erraten: Ich war mal wieder in Prag. Da beim letzten Besuch nicht viel Zeit für Sightseeing war, habe ich diesmal das lange Wochenende um den 6. Januar genutzt, um mir die tschechische Hauptstadt und ihren ÖPNV ausführlich zu Gemüte zu führen. Gebucht hatte ich Mitte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts des Waldes aus diakritischen Zeichen habt ihr es vielleicht erraten: Ich war mal wieder in <strong>Prag</strong>. Da beim <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/in-die-goldene-stadt/">letzten Besuch</a> nicht viel Zeit für Sightseeing war, habe ich diesmal das lange Wochenende um den 6. Januar genutzt, um mir die tschechische Hauptstadt und ihren ÖPNV ausführlich zu Gemüte zu führen. Gebucht hatte ich Mitte Dezember und damit relativ kurzfristig, gekostet hat die reine Hin- und Rückfahrt trotzdem nur 43,50 Euro. Seit dem Verlust der Ausschreibung für den RE Nürnberg–Prag setzt die DB auf der Strecke Reisebusse ein, die (für Eisenbahnfreunde gemeinerweise) nicht nur eine Stunde schneller, sondern bei rechtzeitiger Buchung auch günstiger sind als der Zug. Allerdings musste ich für die Rückfahrt ab Nürnberg mit dem Nahverkehr Vorlieb nehmen, sonst wäre es wieder teurer geworden.</p>
<p>Los ging es am Freitag um 10.24 Uhr ab NAH mit dem ICE. Der Empfehlung von Hafas folgend, hatte ich reserviert, obwohl ich der Meinung war, dass das an einem Freitagmorgen, selbst wenn er teilweise Feiertag war, nicht nötig sein würde. Das bestätigte sich, und so konnte ich mir einen schöneren Platz als meinen reservierten aussuchen und die 4 Euro Aufpreis in den Wind schreiben. Anderthalb Stunden später erreichte der Zug pünktlich NN, wo ich mich schnurstracks in die Lounge begab. Wozu hat man schließlich seit neuestem eine silberne Bahncard? Auch wenn es sich um einen eher schmucklosen Raum handelt, so war es doch angenehm, ein kostenloses Getränk genießen und dabei Zeitung lesen zu können.</p>
<p>Nach einer halben Stunde begab ich mich auf den Bahnhofsvorplatz, wo der <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=db101.jpg">Bus</a> schon bereit stand. Meine Reisetasche wollte ich ganz forsch in den Gepäckraum stellen, aber der Fahrer bat mich, erst einzuchecken, was die Busbegleiterin erledigte. Die Tasche wurde dabei mit einem Aufkleber versehen, dessen Gegenstück ich behielt.<br />
Mein Platz war im oberen Deck des Busses, kurz hinter einer etwas lauten, aber aushaltbaren Gruppe junger Leute, die sich schnell mit der ebenfalls jungen Busbegleiterin anfreundeten. Diese verkaufte nicht nur während der Fahrt Snacks und Getränke, sondern kontrollierte auch die Fahrkarten. Auf einem Monitor wurde nach der Abfahrt ein kurzer Einspielfilm mit Sicherheits- und Servicehinweisen gezeigt. Ein sonstiges Unterhaltungsprogramm gab es aber nicht.<br />
Aus Nürnberg fuhr der Bus auf einer schnurgeraden Ausfallstraße zur Autobahn, die von dort direkt nach Prag führt. Kurz vor der Grenze winkte uns ein Polizeiauto auf einen Parkplatz, um eine Ausweiskontrolle durchführen zu können. Da es dabei offenbar keine Probleme gab, konnten wir die Fahrt sofort fortsetzen; weitere Halte gab es nicht.<br />
Auch auf tschechischer Seite war die Busfahrt zwar schnell, aber langweilig. Ein Farbtupfer waren nur die Reklameschilder an fast jeder Autobahnbrücke, die unter anderem auch für die Busverbindung warben. Das Ende der Autobahn am Stadtrand von Prag war schnell erreicht, so dass wir bereits um 16 Uhr und damit 20 Minuten vor Plan an unserem Endpunkt vor dem Prager Hauptbahnhof ankamen.</p>
<p>Dort hieß es erst einmal Geld wechseln und ein Ticket für den Nahverkehr besorgen. Das erwies sich als schwieriger als gedacht: Schalter gibt es nicht mehr, und die Automaten nehmen nur Münzen. Letztendlich kaufte ich ein Tagesticket bei einer fliegenden Händlerin, deren Angebot ich eigentlich schon abgelehnt hatte. Das Ticket sah zwar auch auf den zweiten Blick noch echt aus, aber da ich nicht kontrolliert worden bin, bleibt ein letzter Zweifel.</p>
<p>In den nächsten zwei Tagen erkundete ich nicht nur die Stadt, sondern da ich erstmals alleine und mit Digitalkamera ausgestattet war, auch den ÖPNV ausgiebig. Ein Foto von der Metro zu machen, erwies sich wie üblich als sehr schwierig – die Bahnsteige sind kaum länger als die Züge, und ein einfahrender Zug führt zumindest bei meiner Kamera zu verwackelten Bildern. <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=dp18.jpg">Hier</a> das beste Ergebnis mehrerer Versuche, entstanden in der Endstation Depo Hostivař der Linie A, die wie die Linie B noch von modernisierten Wagen aus sowjetischer Produktion befahren wird. Auf der Linie C dagegen fahren modernere M1-Wagen. Das Fotografieren derselben schob ich so lange auf, bis keine Zeit mehr war, deshalb müsst ihr mit dem <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=dp08.jpg">Analogbild</a> von 2007 Vorlieb nehmen. Dafür gelangen mir einige Bilder von Bussen und Straßenbahnen, die ich demnächst online stelle.</p>
<p>Am Sonntag morgen hieß es dann schon wieder Abschied nehmen von der Goldenen Stadt, aber nicht ohne vorher im Hauptbahnhof noch einige Bilder von tschechischen Zügen gemacht zu haben. Das Innenleben des Bahnhofs hat übrigens sehr gewonnen und hat nichts mehr mit Ellis&#8217; gruseliger <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/gastbeitrag-prag-ruckfahrt/">Beschreibung</a> von 2008 gemein. Nur die historische Eingangshalle, vor der der Bus hält, könnte eine Renovierung vertragen. A propos Bus: Der stand schon bereit, wieder in DB-Lackierung, aber diesmal vom Kooperationspartner Student Agency und daher mit tschechischem Personal. Fahrer und Begleiterin sprachen aber auch sehr gut Deutsch, umgekehrt war das nicht der Fall. Übrigens gab es diesmal sogar in jedem Sitz Monitore, das „Programm“ war aber das gleiche wie auf der Hinfahrt.<br />
Auch sonst gab es auf der Rückfahrt keine Besonderheiten. Nach der Beschwerde eines weiblichen Fahrgasts zu urteilen, soll diesmal hinten eine recht laute Gruppe gewesen sein, von der ich jedoch vorne nichts mitbekommen habe. Zufällig sah ich unterwegs auch einige Busse in die Gegenrichtung, den ersten direkt bei der Ausfahrt aus Prag. Der Blick auf die Uhr (die Fahrpläne sind symmetrisch) deutete schon auf einige Verfrühung entweder unseres oder der anderen Busse hin, und tatsächlich erreichten wir NN auch wieder 20 min vor Plan. </p>
<p>Statt in die Lounge führte mich diesmal der Weg zu Burger King, und der Blick danach auf die Anzeigetafel führte bei mir zu großen Augen: Für 15.42 Uhr war kein Zug nach Würzburg angegeben! Des Rätsels Lösung: Ich sollte einen Zug nehmen, der über Bamberg nach Würzburg fuhr. Dieser war nur bis Schweinfurt auf der Anzeigetafel vermerkt, da es nach Würzburg einen viel schnelleren direkten RE gibt. Anscheinend wollte Hafas einen langen Aufenthalt in NN vermeiden. Darauf kam ich aber leider erst später, sonst wäre ich doch noch in die Lounge gegangen. Sei es, wie es ist, so habe ich mal wieder die Strecke Bamberg–Würzburg gesehen. Kurios: Der Zug lief als „Franken-Thüringen-Express“, das einzig Thüringische war aber offenbar der Akzent des Zub, der die entsprechenden Ansagen machte. Der Zug wie auch der Anschlusszug ab NWH waren Doppelstockzüge mit ausreichendem Sitzplatzangebot und ohne Verspätung – ergo: weiter nichts zu erzählen, NAH pünktlich zu einer Zeit erreicht, zu der noch Busse fuhren. Zur Nachahmung empfohlen!</p>
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		<title>Hüben und drüben 1 – Bus</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 11:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit sechs Jahren wohne ich nun arbeitsbedingt in Aschaffenburg und bin dort genau so regelmäßiger Nutzer des ÖPNV wie früher in meiner Heimatstadt Marl. Dabei ist mir natürlich vieles aufgefallen, was in den beiden Städten bzw. ihrem jeweiligen Umland verschieden ist. Diese Unterschiede möchte ich euch in einer kleinen Serie vorstellen, angefangen mit dem Busangebot. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit sechs Jahren wohne ich nun arbeitsbedingt in Aschaffenburg und bin dort genau so regelmäßiger Nutzer des ÖPNV wie früher in meiner Heimatstadt Marl. Dabei ist mir natürlich vieles aufgefallen, was in den beiden Städten bzw. ihrem jeweiligen Umland verschieden ist. Diese Unterschiede möchte ich euch in einer kleinen Serie vorstellen, angefangen mit dem Busangebot.</p>
<p>Auf den ersten Blick sind die Bus<strong>netze</strong> der Städte gar nicht mal so unterschiedlich. In beiden gibt es ein Bündel von Linien, die sich jeweils an einem in den 2000er-Jahren neu gebauten Busbahnhof mit kurzen Umsteigewegen (Marl Mitte bzw. Aschaffenburg Hbf/ROB) treffen und von dort in die Stadtteile und die Nachbarstädte ausstrahlen. Tangentiallinien gibt es praktisch nicht, so dass der Weg zwischen zwei Stadtteilen immer über das Zentrum führt. Aufgrund der ungewöhnlichen Geografie von Marl gibt es allerdings noch einen zweiten Umsteigeknoten in Hüls, über den man z.B. Marl-Hamm von Sinsen aus erreichen kann.<br />
Nach einem Blick auf die Stadtpläne scheint mir die <strong>Netzdichte</strong>, d.h. der Abstand zur nächsten Haltestelle, in AB kürzer zu sein, da hier die Busse häufiger direkt durch die Wohn- bzw. Gewerbegebiete hinein fahren als in Marl, wo sich der Verkehr eher auf die Hauptachsen konzentriert. Die Haltestellenabstände sind ähnlich, allerdings gibt es in AB mehr Kuriositäten wie dicht beieinanderliegende Haltestellen mit unterschiedlichen Namen, Haltestellen, die nur in eine Richtung angefahren werden sowie eine reine Ausstiegshaltestelle, die in den Bussen nicht angesagt wird.</p>
<p>Was die <strong>Fahrpläne</strong> der Linien betrifft, so dominiert in beiden Städten montags bis freitags tagsüber der 30-Minuten-Takt. In Marl wie in AB werden Linien, die ein Stück gemeinsam fahren, häufig so gelegt, dass sich ein 15-Minuten- oder noch dichterer Takt ergibt. In AB haben einige Linien ohne Parallelverkehr in der Hauptverkehrszeit auch einen eigenen 15-Minuten-Takt.<br />
Wesentlich größer ist der Unterschied zwischen den Städten abends und am Wochenende. In AB verlässt der letzte Bus den Busbahnhof um 21.25 Uhr (sonntags um 20.25 Uhr), danach muss man mit einem Anruf-Sammel-Taxi (letzte Abfahrt 0.30 Uhr, am Wochenende 2.00 Uhr) vorlieb nehmen, das halbstündlich nur nach Vorbestellung und mit besonderem Fahrpreis fährt. In Marl dagegen fahren die Busse auf den Hauptlinien bis etwa Mitternacht, die Nebenlinien allerdings werden ab 21 Uhr auf Taxibus umgestellt, der im Gegensatz zum Sammeltaxi zum normalen Fahrpreis benutzbar ist. In den Wochenendnächten kann man bis ca. 3 Uhr auf zwei Hauptlinien durch die Stadt den Nachtexpress benutzen, in die nicht angebundenen Stadtteile bleibt allerdings nur der Weg mit einem regulären Taxi.<br />
Samstags nachmittags und sonntags herrscht in beiden Städten der Stundentakt vor, der in Marl bereits gegen 9 Uhr einsetzt. In AB bleibt man dagegen bis 13 Uhr auf das AST angewiesen.<br />
<strong>Anschlüsse</strong> zwischen den meisten Linien bestehen in Marl Mitte zu den Minuten 00 und 30, am ROB in AB zu den etwas seltsamen Minuten 25 und 55. In Marl war es zumindest früher Usus, dass die Busse – jedenfalls auf Nachfrage beim Fahrer – aufeinander warten, in AB habe ich so etwas noch nicht beobachtet (bei dem regelmäßigen Verkehrschaos wäre es wahrscheinlich auch nicht praktikabel). Ebenso gibt es dort auch nicht die Anschlussgarantie, die in Marl abends für bestimmte Relationen gegeben wird, oder die Möglichkeit, nach 20 Uhr zwischen den Haltestellen auszusteigen.</p>
<p>Verbindungen in die <strong>Nachbarstädte</strong> werden in Marl wie die innerstädtischen Verbindungen von der Vestischen angeboten. Die Fahrpläne gehorchen demselben Schema wie innerhalb Marls, außer dass schwächer frequentierte Linien die Stadtgrenze nur alle 60 Minuten überschreiten. Der „Star“ in Marl dürfte der SB 25 sein, der im Halbstundentakt in gut 15 Minuten die Busbahnhöfe von Marl und Recklinghausen verbindet.<br />
In AB dagegen fahren die Stadtwerke nicht in alle Nachbargemeinden, in manche Richtungen wird der Verkehr von der Verkehrsgesellschaft Untermain (VU) oder der Kahlgrund-Verkehrsgesellschaft (KVG) durchgeführt. Für deren Linien beträgt der Grundtakt 60 Minuten, durch Überlagerung kann sich hier allerdings auch ein kürzerer Takt ergeben. Abends und am Wochenende ist das Angebot leider sehr dürftig: Samstags wie sonntags werden die meisten Linien auf einen Zweistundentakt reduziert, und ab etwa 21 Uhr fährt praktisch gar nichts mehr. Einen Ersatz durch AST gibt es nur von und an drei Gemeinden, die sonst von den Stadtbussen bedient werden. Ärgerlich: Auf dem Rückweg in die Stadt darf man nicht etwa überall aussteigen, sondern nur an einer von vier Haltestellen in der Innenstadt. Auf den meisten Regionalbuslinien gibt es allerdings stadtauswärts noch eine Abfahrt (außer sonntags) um 22.30 Uhr, freitags und samstags auch um 0.30 Uhr.</p>
<p>Die <strong>Anschlüsse Bus/Zug</strong> funktionieren in beiden Städten einigermaßen. Das Problem ist hier wie da, dass Busse nicht auf Züge warten und umgekehrt. Für Marl bringen außerdem gelegentliche leichte Fahrplanverschiebungen der Strecke Essen–Münster die Anschlüsse in ERE ins Wanken, in NAH stellt sich das Problem, dass es Abfahrten in vier Richtungen über die ganze Stunde verteilt gibt. So etwas wie der Nichtanschluss zwischen dem letzten Zug aus Frankfurt (an 0.38) und den Wochenend-Nachtbussen (ab 0.30) ist allerdings wirklich ärgerlich und in Marl deutlich besser gelöst.</p>
<p>Was die <strong>Fahrzeuge</strong> betrifft, tun sich beide Städte nicht mehr viel. Niederflur-Stadtbusse mit Haltestellenanzeige und -ansage sind Standard, in AB allerdings wurde das letzte Hochflurfahrzeug erst 2011 augemustert. Die Regionalbusse dagegen, die auch auf manchen innerstädtischen Strecken die einzige Fahrtmöglichkeit darstellen, erfüllen beide Standards aber noch längst nicht alle. In AB gibt es im Gegensatz zu Marl außerdem an den wichtigsten Haltestellen eine DFI, die die fahrplanmäßigen Abfahrtszeiten anzeigt. Wenn die Ampel-Fernsteuerung eingeführt wird (die es in Marl schon seit 2001 gibt), sollen die Informationen auch in Echtzeit geliefert werden.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Beide Unternehmen kochen aufgrund des Subventionsbedarfs nur mit Wasser. Die Vestische scheint mir ingesamt etwas engagierter zu sein, hat es in der deutlich dichter besiedelten Region aber auch leichter. In Aschaffenburg wird es dagegen schwierig, woanders hin zu fahren als ins Büro oder zum Einkaufen. Ob es nur an Geld und Geografie liegt oder am fehlenden Mut, etwas Neues zu wagen?</p>
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		<title>Heimaturlaub</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 21:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Freitag bis Dienstag war ich mal wieder in Marl. Da ich mich relativ spontan entschieden hatte, war die einzige Verbindung, bei der ich einen nennenswerten Betrag gegenüber dem Normalpreis sparen konnte, eine mit Umstieg in FF und FFLF. Ersteren Bahnhof erreichte ich nach planmäßigem nordmainischem Gegurke mit ca. +5 mit dem RE, weiter ging [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Freitag bis Dienstag war ich mal wieder in <strong>Marl</strong>. Da ich mich relativ spontan entschieden hatte, war die einzige Verbindung, bei der ich einen nennenswerten Betrag gegenüber dem Normalpreis sparen konnte, eine mit Umstieg in FF und FFLF. Ersteren Bahnhof erreichte ich nach planmäßigem nordmainischem Gegurke mit ca. +5 mit dem RE, weiter ging es dann mit einem fast pünktlichen ICE Dresden–Wiesbaden. Am Flughafen war mein Zug dann mit +10 und dem Hinweis angekündigt, dass Reisende ohne Reservierung bitte den nächsten Zug nehmen sollten. Gut, dass ich den Hinweis auf die starke Auslastung bei der Buchung ernst genommen und reserviert hatte &#8230;<br />
Die Anzahl der aussteigenden Fahrgäste war allerdings weitaus größer als die der einsteigenden, so dass möglicherweise der eine oder andere auch ohne Reservierung noch einen Platz gefunden haben mag. Die Verspätung wurde indessen unterwegs noch größer, so dass wir meinen Umsteigebahnhof EE mit +15 erreichten – Übergangszeit zur RB: 18 min &#8230; Das bedeutete beschleunigtes Umsteigen, das aber von Erfolg gekrönt und so meine Ankunftszeit in ERE um 21.38 Uhr gesichert war – übrigens genau eine Stunde später als mit dem direkten ICE NAH–EE, aber eine Stunde schneller als über die Rheinstrecke.</p>
<p>Am Montag machte ich eine kleine Tour, die mich erst nach <strong>Dortmund</strong> zu meiner ehemaligen Uni (heute TU) führte, wo ich auch mal wieder die <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto?name=hbg04.jpg">H-Bahn</a> benutzte. Zurück ging es über <strong>Bochum</strong>, wo ich nicht nur die neuen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bgs15.jpg">Tango-Wagen</a> auf der U 35, sondern auch den neuen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bgs16.jpg">Bahnhof Rathaus Süd</a> bestaunte. Hier fährt die mit <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bgs14.jpg">Variobahnen</a> betriebene 306 auf einer gläsernen B<strong></strong>rücke durch den Bahnhof der Linien 302 und 310. Zurück nach Marl fuhr ich dann über die Emschertalbahn in einem mit Movie-Park-Besuchern gut gefüllten Talent der <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=mrb01.jpg">Mitteldeutschen Regiobahn</a>, den sie an ihre Konzernschwester NWB ausgeliehen hatte.</p>
<p>Die Rückfahrt am Dienstag wollte ich eigentlich in der Nacht zum Sonntag ebenfalls zum Sparpreis buchen. Obwohl es noch einige Minuten vor Mitternacht war, wurde der Tarif allerdings als „ausgebucht“ angezeigt. Also entschied ich mich, zurück über die Rheinstrecke zum Normalpreis zu fahren, den ich dann direkt am Bahnhof kaufte. Was ich allerdings nicht bedacht hatte: Zwischen EE und KK musste ich ein kurzes Stück ICE fahren, hatte aber eine reine IC-Fahrkarte. Das gab prompt eine kurze Diskussion mit dem Zub, der aber dann darauf verzichtete, mir den Aufpreis von angeblich über 7 Euro abzuknöpfen. Die Differenz zwischen den beiden Normalpreisen mit Bahncard 25 beträgt allerdings nur 1,50 Euro, wobei selbst da höchst fragwürdig ist, was bei exakt gleicher Fahrzeit der beiden Zuggattungen der aufpreispflichtige Mehrwert sein soll.</p>
<p>Die Weiterfahrt verlief reibungslos: Umstieg in Köln in den IC, Platz im Abteil gefunden, am Laptop gearbeitet. Keiner der Mitreisenden fährt durchgängig von Köln bis Mainz, wo ich umsteige. In <strong>Darmstadt</strong> mache ich einen Zwischenstopp beim Pubquiz und fahre erst mit dem letzten Nachtbus um 0.42 Uhr zurück. Die Wartezeit bis dahin scheint mir endlos, meine durchgehende DB-Fahrkarte wird übrigens ohne Probleme anerkannt. Dass auch die Fahrt ewig und drei Tage dauert, verschlafe ich schlicht und einfach, wache aber rechtzeitig zum Ausstieg kurz vor 2 Uhr wieder auf.</p>
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		<title>Im Dreieck gesprungen (2)</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 20:24:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reiseroute: Aschaffenburg–Münster–Bremerhaven–Aschaffenburg Reisedatum: 21.-23. Oktober 2011 Reisezweck: Geburtstagsfeier von und Kurzurlaub mit Ellis Buchung: knapp 3 Wochen vorher. NAH–EMST und HBH–NAH für zusammen 126 Euro, leider nur unwesentlich günstiger als der Normalpreis. Nur auf der Strecke EMST–HBH, die wir zu zweit fahren, können wir mit 33 Euro ein echtes Schnäppchen machen. Fahrtverlauf: Alle Züge sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reiseroute:</strong> Aschaffenburg–Münster–Bremerhaven–Aschaffenburg</p>
<p><strong>Reisedatum:</strong> 21.-23. Oktober 2011</p>
<p><strong>Reisezweck:</strong> Geburtstagsfeier von und Kurzurlaub mit Ellis</p>
<p><strong>Buchung:</strong> knapp 3 Wochen vorher. NAH–EMST und HBH–NAH für zusammen 126 Euro, leider nur unwesentlich günstiger als der Normalpreis. Nur auf der Strecke EMST–HBH, die wir zu zweit fahren, können wir mit 33 Euro ein echtes Schnäppchen machen.</p>
<p><strong>Fahrtverlauf:</strong> Alle Züge sind gut besetzt, es findet sich aber immer ein Sitzplatz, auch auf den Abschnitten, auf denen wir zu zweit reisen. Auf dem Hinweg fährt ICE 624 auf der NBS durch Langsamfahrt auf dem linken Streckengleis 10 min Verspätung ein (angegebener Grund: Bauarbeiten, von denen aber nichts zu sehen ist). Der planmäßige Anschluss in EE gelingt, obwohl der Anschluss nicht mehr angesagt wird. Den Plan, stattdessen den inoffiziellen Anschluss in EDO zu nutzen und die Strecke EDO–EMST besser kennen zu lernen, muss ich fallen lassen. Auf der Weiterfahrt am Samstag morgen hat IC 2220 FF–Fehmarn-Burg +10, was den Anschluss an die Regio-S-Bahn in HB ebenfalls nicht gefährdet.<br />
Besonderheit auf der Rückfahrt: Statt eines durchgehenden ICE HB–NWH(–MH) fährt nur ein Ersatz-IC mit Umsteigezwang in HH. Der „Bremer“ Teil des ICE 2 beginnt erst dort, der Hamburger Teil kommt wie geplant dazu. Der Umstieg gelingt dank 12 min Übergangszeit problemlos, ebenso die Weiterfahrt nach NWH. Dort hat ICE 524 wiederum +10, die unterwegs zu +15 werden. Da ich nur noch ins Taxi umsteigen muss, macht das aber nichts.</p>
<p><strong>Sonstiges:</strong> Einzeltickets in Münster sind mit 2,50 Euro noch teurer als im VRR. Im Übernachtungspreis der Jugendherberge ist dagegen das Busticket (und Schwimmbadeintritt) für ganz Bremerhaven für die Dauer des Aufenthalts inbegriffen. Kurios sind kleine Leuchten über jedem Sitz im hinteren Teil einiger Gelenkbusse: Sie zeigen (halbwegs zuverlässig) an, ob der Sitz besetzt ist. Sinn ist möglicherweise, auf einen Blick zu sehen, ob es sich lohnt, nach hinten durchzugehen. Die Takte der Busse sind angemessen: sonntags tagsüber noch im 20-min-Takt, abends und sonntags morgens immerhin noch alle halbe Stunde. Etwas unpraktisch dagegen der Fahrplan auf der Strecke HBH–HB: fünf Minuten nach dem zweistündlichen RE fährt die Regio-S-Bahn, die 15 min länger braucht, danach eine Stunde gar nichts.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Bahntechnisch war trotz der relativ hohen Verspätungsquote der Fernzüge alles im Lot. Da auch Wetter und Unterkunft sehr gut waren, war es eine absolut lohnenswerte Fahrt. Neben unseren geplanten Aktivitäten (Klima- und Auswandererhaus) hätten wir noch für mindestens weitere 1-2 Tage weitere Ideen gehabt. Bremerhaven ist also eine Reise wert!</p>
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		<title>Au soleil, sous la pluie</title>
		<link>http://www.janzbikowski.de/blog/au-soleil-sous-la-pluie/</link>
		<comments>http://www.janzbikowski.de/blog/au-soleil-sous-la-pluie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 17:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie schon 2007 habe ich dieses Jahr den Feiertag am 15. August für einen Kurztrip genutzt. Da sich diesmal ein langes Wochenende ergab, konnte er etwas länger ausfallen, und so entschied ich mich nach einigem Überlegen dafür, der französischen Hauptstadt mal wieder einen Besuch abzustatten. Gebucht hatte ich schon Anfang Juli zum Preis von 83,25 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/feiertagsflucht">2007</a> habe ich dieses Jahr den Feiertag am 15. August für einen Kurztrip genutzt. Da sich diesmal ein langes Wochenende ergab, konnte er etwas länger ausfallen, und so entschied ich mich nach einigem Überlegen dafür, der französischen Hauptstadt mal wieder einen Besuch abzustatten. Gebucht hatte ich schon Anfang Juli zum Preis von 83,25 Euro für die Hin- und Rückfahrt – günstig, aber mit Superbilligflügen kann der Preis natürlich nicht mithalten.<br />
Am Freitag Nachmittag ging es dann los: mit dem RE nach FF, dort nach einer halben Stunde Aufenthalt in den ICE, der mich direkt nach Paris bringen sollte. Von Anfang an wurden wir von einer französischen Zugchefin betreut. Die Konsequenz: In Mannheim, wo wir uns wegen Wartens auf einen Anschlusszug 10 Minuten Verspätung einfingen, wurde eben diese Tatsache nur auf Französisch angesagt – da hat es die DB mit ihrem fremdsprachigen Service wohl etwas übertrieben <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .<br />
Mein Platz war leider ein Wandplatz, so dass ich von der Fahrt über die Riedbahn und durch den Pfälzer Wald nicht viel mitbekam. Erst in Saarbrücken leerte es sich zusehends, so dass ich mich auf einen Platz am leeren Tisch setzen konnte. Zu sehen gab es allerdings leider nicht mehr viel, denn inzwischen dämmerte es, so dass der Grenzübertritt nach Frankreich nur zu erahnen war. Etwa eine halbe Stunde später drehte der Zug so richtig auf: die LGV Est war erreicht. Der Geschwindigkeitsrausch machte mich überraschenderweise ziemlich müde, so dass ich erst fünf Minuten vor der planmäßigen Ankunftszeit wieder aufwachte. Von <strong>Paris</strong> war allerdings noch nichts zu sehen, der Zug fuhr mit unveränderter Geschwindigkeit über plattes Land. Erst ein paar Minuten später tauchte ziemlich plötzlich ein Häusermeer mit Bahnhöfen in regelmäßigen Abständen auf. Offensichtlich hatte der Zug die Verspätung auf der NBS nicht abbauen können, so dass wir erst kurz vor 23 Uhr in XFPO einliefen. Ich machte mich schnurstracks auf den Weg zur Metro, um die zwei Haltestellen zu meiner sehr einfach gehaltenen Unterkunft für die erste Nacht zu fahren.<br />
Die folgenden drei Tage stand außer der Erkundung der Stadt bei wechselndem Wetter (siehe Überschrift) natürlich auch die Erforschung des Pariser Nahverkehrs und seiner Besonderheiten an. Wie in vielen ausländischen Städten ist die Pariser Metro streng durch Drehkreuze abgetrennt, die nur nach der Eingabe eines gültigen Fahrscheins öffnen. Interessant ist auch, dass die Linien voneinander betrieblich völlig getrennt sind, was zu teilweise langen Umsteigewegen führt, und dass auch fast jede Linie ihren eigenen Fahrzeugtyp hat. Mal sind diese Fahrzeuge <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp12.jpg">gummi-</a>, mal <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp07.jpg">stahlbereift</a>, meistens von einem Fahrer, aber auf der Linie 14 und demnächst auch der <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp10.jpg">1</a> automatisch geführt. Das Fotografieren gestaltete sich indessen schwierig, da die Bahnsteige genau so lang sind wie die Züge und daher kein Raum bleibt, um einen stehenden Zug von vorne zu fotografieren.<br />
Am Sonntag morgen machte ich mit meinem Cousin und seiner Freundin, bei denen ich die restliche Zeit wohnte, einen Ausflug ins Hochhausviertel La Défense. Laut Plan liegt die dortige Metrostation in Tarifzone 3, so dass ich mir ein <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp-f3.jpg">Tagesticket</a> kaufte, in dem diese Zone enthalten war – nur um später zu erfahren, dass die 3 nur für die S-Bahn (RER) gilt, für die Metro reicht Zone 1 aus. Seltsames Tarifsystem, aber dafür sind Einzelfahrten im Innenstadtbereich mit 1,70 Euro nicht nur wesentlich günstiger als in London (über 4 Euro), sondern sogar günstiger als in Marl (2,30 Euro)! Und bei dem dichten Takt der Metro bekommt man im Vergleich zum Ruhrgebiet deutlich mehr geboten.<br />
Auf den Besuch in La Défense folgte dann einer in der Cité des sciences et de l’industrie, die auch eine kleine Abteilung zum Thema Verkehr hat – ganz ohne alte Fahrzeuge, dafür aber mit viel Multimedia.<br />
Am Montag Mittag hieß es dann Abschied nehmen von Paris. Mit ICE 9555, Abfahrt 13.08 Uhr (die Bahnhofsanzeige bestand auf 13.09 Uhr), konnte ich diesmal die mit Tempo 320 vorbeiziehende französische Landschaft in Fahrtrichtung, am Fenster, wach, im Hellen und bei gutem Wetter genießen – was will man mehr? Viel zu schnell war Saarbrücken erreicht (Durchschnittsgeschwindigkeit XFPO–SSH 207 km/h!), und es ging in deutlich geringerem Tempo weiter bis <strong>Mannheim</strong>, wo ich einen kurzen Zwischenstopp einlegte. Auch die Weiterfahrt verlief ohne Besonderheiten, bis auf einen deklassierten 1.-Klasse-Wagen im IC von FF nach NAH. Mit dem Taxi und der Gewissheit, dass sich die Fahrt gelohnt hat, erreichte ich dann gegen 21 Uhr wieder meine Wohnung.</p>
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		<title>Budapestre és vissza</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 21:15:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach Budapest und zurück – so lautete am Wochenende die Devise für mich. Da im Nachtzug schon Mitte Januar keine günstigen Tickets mehr zu haben waren, fuhr ich beide Strecken mit dem ÖBB-Railjet, der mehrmals täglich zwischen München und der ungarischen Hauptstadt pendelt. Dafür war noch ein recht günstiges Europa-Spezial Ungarn verfügbar – für beide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Budapest und zurück – so lautete am Wochenende die Devise für mich. Da im Nachtzug schon Mitte Januar keine günstigen Tickets mehr zu haben waren, fuhr ich beide Strecken mit dem <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=oebb09.jpg">ÖBB-Railjet</a>, der mehrmals täglich zwischen München und der ungarischen Hauptstadt pendelt. Dafür war noch ein recht günstiges Europa-Spezial Ungarn verfügbar – für beide Strecken zusammen 58,50 Euro mit BahnCard, zuzüglich Reservierungsgebühren.<br />
Los ging es am Freitag um 10.24 Uhr mit dem ICE von NAH nach <strong>München</strong>. Auf meinem reservierten Platz saß bereits eine Dame, die ich nicht vertreiben wollte, zumal es sich mehr um einen Wand- als um einen Fensterplatz handelte. Also setzte ich mich daneben an den Gang, bis dann in Nürnberg ein Fensterplatz frei wurde. Der Zug war pünktlich – bis er wegen einer Stellwerksstörung keine Einfahrt nach MH bekam und so seine Endstation mit ca. +10 erreichte. Mein Anschluss war dadurch zwar nicht gefährdet, aber zu essen konnte ich mir angesichts der Schlangen zur Mittagszeit nichts mehr kaufen und enterte direkt den Railjet.<br />
Dort blamierte ich mich, indem ich einen jungen Ungarn von seinem Platz vertrieb. Er wandte in sehr gutem Deutsch ein, dass auf der Reservierungsanzeige nichts stehe – was völlig korrekt war, da ich nicht wie im anderen Zug in Wagen 24, sondern in Wagen 21 reserviert hatte. Die Lauferei am halben Zug entlang hätte ich mir also sparen können, mein Wagen war vom Querbahnsteig aus der erste direkt hinter der Lok. Nicht weit von meinem Platz befand sich übrigens eine Treppe, die ins Nichts führte und sich später als Sitzreihen für das Kinderkino entpuppte.<br />
Nach der Abfahrt genoss ich erst einmal den Kaiserschmarrn aus dem Speisewagen – zugegeben, nach ein wenig mehr hätte er schmecken können. In jedem Wagen des Railjets gibt es <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=oebb10.jpg">Monitore</a>, die ständig zwischen den Ansichten Fahrplan, Anschlüsse am nächsten Halt, Kartenansicht und Vorstellung der verschiedenen Wagenklassen wechselten – natürlich alles in Echtzeit und GPS-gesteuert. Kurz vor Salzburg schlief ich ein und wachte erst in Linz wieder auf. Im <strong>Wien</strong>er Westbahnhof bekamen wir interessanterweise eine neue Lok: von einem Taurus in Railjet-Lackierung wurde auf einen im normalen ÖBB-Rot gewechselt. Das ungarische Stromsystem müssten beide verarbeiten können, vielleicht war der Grund für den Tausch ein Schaden an der Lok. Der nächste Halt war Wien-Meidling, der Ersatz für den Südbahnhof, an dessen Stelle sich zurzeit die gigantische Baustelle für den neuen Wiener Hauptbahnhof befindet. Durch für Österreich ungewöhnlich flaches Land mit sehr vielen Windrädern ging es weiter, bis urplötzlich das Bahnhofsschild „Hegyeshalom“ auftauchte – ganz unmerklich hatten wir die Grenze zu meinem 24. Land überschritten. Die MÁV-Schaffnerin knipste meine Fahrkarte nicht ab, sondern schrieb einfach mit rotem Stift Zugnummer und Datum darauf – hätte ich im Prinzip auch machen können. Auffällig war auch das häufige Abbremsen und Beschleunigen des Zuges auf der ungarischen Seite, wo es offensichtlich viele Langsamfahrstellen gibt. <strong>Budapest</strong> erreichte ich nach fast zehneinhalb Stunden Fahrt trotzdem fast pünktlich. Interessant ist, dass Züge aus Richtung Westen nicht etwa in den Westbahnhof (Nyugati pu.) oder den viel näher liegenden Südbahnhof (Déli pu.) einfahren, sondern ausgerechnet in den Ostbahnhof (Keleti pu.), wozu eine Fahrt um die halbe Stadt erforderlich ist.<br />
In Budapest erkundete ich mit einigen Vereinskollegen vom <a href="http://www.cde-ev.de">&rarr; CdE</a> die Stadt und lernte dabei auch den örtlichen ÖPNV kennen, darunter natürlich auch die älteste U-Bahn auf dem europäischen Kontinent, die Földalatti vasút, die heute als M1 läuft. Die Linien M2 und M3 sind in den 1970er-Jahren dazu gekommen und ähneln sehr ihren Verwandten in anderen osteuropäischen Städten, wie z.B. Prag. Die Fotos von den Zügen der <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bkv02.jpg">M1</a> und <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bkv01.jpg">M2</a> versuchte ich, um Ärger mit den Fahrern zu vermeiden, ohne Blitz zu machen. Wie man sieht, hat das Fotografieren von einfahrenden Zügen unter diesen Umständen so seine Tücken, obwohl ich mir dafür extra eine lichtstärkere Kamera auslieh. Aus Zeitgründen leider ausfallen musste übrigens die Tour in die Budaer Berge, wo es eine Zahnradbahn, eine Kindereisenbahn und einen Sessellift gibt.<br />
Die Rückfahrt trat ich dann am Montag um 11.10 Uhr an. Witzigerweise hatte ich denselben Platz wie auf der Hinfahrt reserviert, anscheinend scheint das Buchungssystem das, wenn möglich, öfter so zu machen. Letztendlich saß ich aber doch woanders, da ein anderer Teilnehmer des Treffens mit demselben Zug zurück fuhr. Natürlich kontrollierten auch diesmal die Zub aller drei beteiligten Bahnen mein Online-Ticket – der Vertreter der ÖBB interessanterweise mit einem ähnlichen Lesegerät, wie es auch die DB-Schaffner benutzen, in das er allerdings nicht meine BahnCard einlesen konnte. Gleich hinter der deutschen Grenze wurden wir übrigens für eine Verkehrserhebung der DB befragt. Der Interviewer wollte unter anderem wissen, wie ich nach Budapest gefahren wäre, wenn das Europa-Spezial nicht mehr verfügbar gewesen wäre (keine Ahnung) und ob ich das Audioprogramm in den Zügen nutze (manchmal). Anscheinend will man wissen, auf wie viel Widerstand eine Abschaffung desselben stoßen würde.<br />
<strong>München</strong> Hbf erreichten wir wiederum pünktlich, so dass es diesmal auch mit dem Essenholen klappte (Spicy Döner). Der Wagen, in dem ich reserviert hatte, entpuppte sich als Ruheraum. Die Unterhaltung mit meinem Reisegefährten, der denselben Anschlusszug hatte, musste also etwas gedämpft vonstatten gehen, was aber auch funktionierte. Pünktlich um 21.34 Uhr erreichten wir – angesagt von einer Stimme, die glatt von Dieter Thomas Heck hätte stammen können – NAH, wo er sitzenblieb und ich ausstieg und die Erinnerungen an diese sehr schöne Reise ordnete.</p>
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		<title>Cité du Train</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 20:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So – auf deutsch etwa „Bahnstadt“ – heißt das Eisenbahnmuseum im elsässischen Mülhausen (Mulhouse), das ich am Samstag besucht habe. Das Museum ist erst vor kurzem komplett renoviert worden und verfolgt seitdem ein ungewöhnliches Konzept: Eine der beiden Fahrzeughallen ist nämlich als Multimediashow konzipiert. Dazu ist sie abgedunkelt (was das Fotografieren schwierig macht), und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So – auf deutsch etwa „Bahnstadt“ – heißt das Eisenbahnmuseum im elsässischen <strong>Mülhausen</strong> (Mulhouse), das ich am Samstag besucht habe. Das Museum ist erst vor kurzem komplett renoviert worden und verfolgt seitdem ein ungewöhnliches Konzept: Eine der beiden Fahrzeughallen ist nämlich als Multimediashow konzipiert. Dazu ist sie abgedunkelt (was das Fotografieren schwierig macht), und die einzelnen Fahrzeuge sind mit Figuren und anderen Utensilien drapiert. Vor jedem größeren Fahrzeug steht ein Monitor, auf dem bei Annäherung ein Film startet, der das Fahrzeug in einen historischen Kontext stellt (eine deutsche und englische Übersetzung der Texte gibt es per Kopfhörer). Unter anderem geht es dabei um den Beruf des Lokführers, den Eisenbahnbau in den Bergen oder den Präsidentenwagen. Besonderer Blickfang ist eine <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=sncf29.jpg">auf der Seite liegende Dampflok</a>, die die Sabotage von Strecken durch französische Widerstandskämpfer darstellt. Auch den Deportationen per Bahn während der Besetzung durch die Nazis ist übrigens eine Station des Museums gewidmet. Für Eisenbahnfreunde ist die Präsentation der Fahrzeuge natürlich gewöhnungsbedürftig, zumal die wenigsten Fahrzeuge betreten oder aus Bahnsteighöhe betrachtet werden können. Die umfangreichen Hintergrundinfos machen das allerdings durchaus wieder wett.<br />
Die zweite Halle ist eine gewöhnliche Fahrzeughalle. Hier findet man alte Loks und Wagen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=sncf30.jpg">von den Anfängen</a> über die <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=sncf31.jpg">Rekordlok CC-7107</a>, die schon 1955 eine Geschwindigkeit von 331 km/h erreichte, bis kurz vor der Gegenwart. Moderne Fahrzeuge, die mich am meisten interessieren, sind natürlich nur als Modelle zu sehen, weil die Originale ja noch im Einsatz sind. Dafür kann man aber ein Video von der TGV-Rekordfahrt mit 574,8 Kilometern pro Stunde bewundern. Ein Gerät, das nach TGV-Führerstandssimulator aussieht, gibt es auch, es war aber leider außer Betrieb. Eine Modellbahnanlage und ein Kinderspielzimmer runden das Ganze ab.<br />
Nach dem Besuch im Museum (der übrigens mit 10 Euro nicht gerade billig war), habe ich noch ein wenig die Stadt und den örtlichen Nahverkehr erkundet. Seit 2006 gibt es hier wieder eine moderne <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=solea01.jpg">Straßenbahn</a> mit zwei Linien, die den Autoverkehr weitgehend aus der Innenstadt verbannt hat. Ergänzt wird das Netz durch <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=solea02.jpg">Busse</a>, die zwar relativ häufig, aber wie in Frankreich üblich, auch meistens unvertaktet fahren. Am Bahnhof habe ich dann noch einen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=sncf12.jpg">Blauwal</a> und einen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=sncf32.jpg">Corail-Zug</a> bewundert, bevor ich zum gemütlichen Teil der Reise in einer Brasserie überging.</p>
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		<title>Railway&#8217;s coming home</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 20:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, so sah die Fahrkarte in meinen England-Urlaub leider nicht aus, denn auch im Zeitalter des vereinten Europa ist es nicht möglich, direkte Fahrkarten über London hinaus zu lösen. Bis dorthin gibt es immerhin das London-Spezial der DB, das von jedem deutschen Bahnhof die Möglichkeit bietet, mit dem ICE nach Brüssel und von dort mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.janzbikowski.de/fotos/paignton.jpg" alt="Fantasiefahrkarte Aschaffenburg–Paignton" /></p>
<p>Tja, so sah die Fahrkarte in meinen England-Urlaub leider nicht aus, denn auch im Zeitalter des vereinten Europa ist es nicht möglich, direkte Fahrkarten über London hinaus zu lösen. Bis dorthin gibt es immerhin das London-Spezial der DB, das von jedem deutschen Bahnhof die Möglichkeit bietet, mit dem ICE nach B<strong></strong>rüssel und von dort mit dem Eurostar nach London zu fahren. Die Buchung ist mittlerweile auch recht einfach online möglich, nur kam sie für meine Fahrt nicht in Frage, weil ich nicht schon um 5.42 Uhr, sondern lieber zwei Stunden später in NAH losfahren und dann den Thalys benutzen wollte. Also habe ich jede Teilstrecke einzeln gebucht, was letztendlich eine Menge Zeit (siehe dazu auch den <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/wir-verkaufen-fahrscheine-oder-doch-nicht/">vorigen Beitrag</a>) sowie für die komplette Reise ca. 260 Euro und damit etwa 30 mehr als mit London-Spezial gekostet hat. Zwei Aufenthalte von je 90 Minuten in Köln (mit Bahnhofswechsel von Deutz zum Hbf) und B<strong></strong>rüssel gab es gratis dazu.</p>
<p>Auf der Fahrt selber passierte bis London nichts Besonderes, zumal ich  die Strecke ja <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/leicester.php">im Dezember</a> erst gefahren war. Im Zug las ich in der Pro-Bahn-Zeitung ein großes Lob auf den japanischen ÖPNV insbesondere im Vergleich zum deutschen – in London merkte ich dann, dass der britische auch noch stark verbesserungswürdig ist: Preise von 4 Pfund (4,80 Euro) für eine Einzelfahrt im Innenstadtbereich, lange Schlangen vor den Automaten, von denen immer nur einer Scheine annimmt, und die praktische Nichtexistenz von Rolltreppen und Aufzügen in den U-Bahn-Zugängen machen auf jemanden, der nur mal eben mit Gepäck von St. Pancras nach Paddington muss, keinen guten Eindruck.</p>
<p>In Paddington begann dann echte britische Eisenbahnkultur: Mein Zug nach Paignton war ein <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=fgw01.jpg">High Speed Train</a>, ein in den Siebzigerjahren gebauter, aber <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=fgw02.jpg">von innen mustergültig renovierter</a> Dieseltriebzug, bei dem Hochgeschwindigkeit für kontinentale Verhältnisse eher geruhsame 125 Meilen (200 km) pro Stunde bedeutet. Auf der Strecke über Bristol (statt auf dem direkten Weg über Castle Cary, der eine halbe Stunde schneller ist) wurden aber auch die kaum ausgefahren. Dafür dauerten die Aufenthalte auf den Stationen umso länger – weil die Wagen keine automatische Türschließung haben, sondern tatsächlich ein Mitarbeiter am ganzen Zug entlang gehen und die Türen schließen muss. Um die Türen von innen zu öffnen, muss man übrigens das Fenster aufmachen und an den äußeren Türgriff greifen. Spätestens hier hätte das EBA wohl schon einen Nervenzusammenbruch bekommen, und dabei hätte es noch nicht einmal erfahren, dass an manchen Stationen (z.B. Dawlish Warren und Torre) nur in bestimmten Wagen ein- und ausgestiegen werden darf, da der Bahnsteig zu kurz für den Zug ist &#8230;<br />
Dawlish Warren allerdings liegt an einer der schönsten Eisenbahnstrecken, die ich bisher befahren habe: Sie läuft ab Exeter zuerst an der Mündung des Exe und dann direkt am Meer entlang, unterbrochen von einigen der ortstypischen roten Felsen.</p>
<p>Fast ebenso schön ist eine Museumsbahn, die ich im Mutterland der Eisenbahn ebenfalls benutzt habe: Die <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=pdsr01.jpg">Paignton &#038; Dartmouth Steam Railway</a>, die <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=pdsr02.jpg">idyllisch am Ufer des Dart</a> verläuft und im Sommer drei- bis viermal täglich von Dampfzügen befahren wird.</p>
<p>Auf der Rückfahrt schließlich gab es einige Premieren: Zum ersten Mal bin ich von der britischen auf die französische Seite des Kanaltunnels gefahren und musste damit in den stilvollen Gewölben von St. Pancras durch die Sicherheitskontrollen, die übrigens deutlich schneller abliefen als die in B<strong></strong>rüssel. Zum ersten Mal habe ich auch auf der Südseite des Zuges gesessen und damit einen ganz anderen Ausblick als vorher gehabt. Neu war auch, dass während der Tunneldurchfahrt keine andächtige Stille herrschte, sondern ein reges Treiben von Fahrgästen, die auf dem Weg in die zwei Wagen weiter eingereihte Bar waren.<br />
Zwischen Lüttich und Aachen dann bin ich zum ersten Mal über die Neubaustrecke gefahren, die der ICE im Gegensatz zum Thalys (der noch kein ETCS hat) seit Juni benutzt. Im Gegensatz zur Wesertalstrecke ist der Spaß schnell vorbei – ein paar Tunnels und ein paar Viadukte parallel zur Autobahn, und schon ist Hergenrath und damit die Grenze erreicht, und der Zug darf zwei Systemwechsel innerhalb von ein paar Minuten machen (von 25 kV 50 Hz ~ über 3 kV = auf 15 kV 16,7 Hz ~). Einen Umstieg in Köln gab es diesmal nicht, dafür aber mit einer Dreiviertelstunde Aufenthalt einen in Frankfurt. Nach zwölfeinhalb Stunden (gegenüber 13:48 auf der Hinfahrt – <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/der-jkbf-beitrag-der-rekorde/">neuer Rekord</a>) war dann fast pünktlich um 22.47 Uhr wieder NAH erreicht, wo ich mich erst ins Taxi (ein AST konnte ich wegen Handyproblemen nicht bestellen) und dann ins Bett fallen ließ.</p>
<p>Mehr Fotos gibt es demnächst im <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/gb.php">Fotoalbum</a>, und drei neue Einträge in der <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/von-a-bis-z/">A-bis-Z-Liste</a> schon jetzt:</p>
<p>Bruxelles Midi/Brussel Zuid–London St. Pancras International u.z. EST<br />
London Paddington–Paignton u.z.<br />
Bruxelles Midi/Brussel Zuid–Frankfurt (Main) Hbf ICE</p>
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		<title>Osterüberraschungen</title>
		<link>http://www.janzbikowski.de/blog/osteruberraschungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 21:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier in Kurzform die Besonderheiten meines Osterwochenendes in Freiburg: Rappelvoller Zug auf der Hinfahrt. Ein Fahrgast redete auf den Zub ein, dass es „an Feiertagen doch immer dieselbe Scheiße“ sei, weil es „zu viele Leute für zu wenig Plätze“ gäbe. Der antwortete nur kühl, dass er schließlich hätte reservieren können – und ich, dass er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier in Kurzform die Besonderheiten meines Osterwochenendes in Freiburg:</p>
<ul>
<li>Rappelvoller Zug auf der Hinfahrt. Ein Fahrgast redete auf den Zub ein, dass es „an Feiertagen doch immer dieselbe Scheiße“ sei, weil es „zu viele Leute für zu wenig Plätze“ gäbe. Der antwortete nur küh<strong></strong>l, dass er schließlich hätte reservieren können – und ich, dass er den Leuten sagen solle, sie sollten ein andermal fahren. Denn leider kann die DB nicht beliebig lange Züge beliebig oft fahren lassen, und bei den parallelen Autobahnstaus verlangt vermutlich auch niemand, an Feiertagen eine zusätzliche Spur anzuhängen.</li>
<li>Das hervorragende ÖPNV-Netz in Freiburg mit 15-min-Takt der Straßenbahn am Wochenende und perfekten Anschlüssen zwischen den Bahnen und zum Bus. Sicher vorbildlich, wobei Freiburg mit einem nahezu monozentrischen Netz es da auch einfach hat.</li>
<li>Die Züge auf der Dreiseenbahn mit 143ern und ex-DR-Doppelstockwagen. Wäre die verkehrsrote Lackierung nicht, könnte man sich glatt in der DDR wähnen.</li>
<li>Auf der Rückfahrt Verzögerung in Mannheim „wegen Wartens auf einen verspäteten Regionalzug“. Dieser Grund dürfte als Verspätungsgrund für einen ICE eher selten vorkommen, aber in diesem Fall wohl einigen Fahrgästen die letzte Verbindung des Tages gerettet haben. Nach recht rasanter Fahrt über die Riedbahn war bei der Ankunft in FF die Verspätung auch kaum noch der Rede wert. Im Gegensatz zu der des Anschlusszuges, der mit der weniger aufschlussreichen Begründung „Störung im Betriebsablauf“ mit +15 unterwegs war. Das AST wollte ich nicht warten lassen, also habe ich ein wenig mehr für ein reguläres Taxi nach Hause bezahlt.</li>
</ul>
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		<title>S.P.Q.R.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 21:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn Lateinlehrer etwas anderes behaupten: Die Abkürzung steht natürlich für „Sono pazzi, questi Romani“ – die italienische Version des Obelix-Zitats. Von Mittwoch bis Sonntag war ich mit Ellis, die mich auch schon nach Kopenhagen begleitet hat, in Rom, um dieses Vorurteil zu überprüfen. Schon am Flughafen gab es die erste Bewährungsprobe: Beim Versuch, einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn Lateinlehrer etwas anderes behaupten: Die Abkürzung steht natürlich für „Sono pazzi, questi Romani“ – die italienische Version des Obelix-Zitats. Von Mittwoch bis Sonntag war ich mit Ellis, die mich auch schon nach Kopenhagen begleitet hat, in <strong>Rom</strong>, um dieses Vorurteil zu überprüfen. Schon am Flughafen gab es die erste Bewährungsprobe: Beim Versuch, einen Fahrschein in die Stadt zu kaufen, meldete der Automat regelmäßig „Tarif nicht vorhanden“. Da die Automaten mehrsprachig waren, konnten wir ringsum bei den anderen Touristen diese Aussage auch auf englisch und spanisch sehen. Nur einen Fahrschein bekamen wir so nicht – den haben wir dann an einem Kiosk gekauft. Mit dem Expresszug zum Hauptbahnhof (Termini) kostet die Fahrt 11 Euro, mit dem Nahverkehrszug nur 5,50. Der hält zwar nicht in Termini, aber wir hatten genug Zeit, um in Tuscolana auszusteigen und dort auf einen Zug nach Termini zu warten. Später stellte sich übrigens heraus, dass der Expresszug nur die 1. Klasse führt. Das stand zwar auch in der Anleitung am Automaten, aber offensichtlich waren wir nicht die einzigen, die das übersehen hatten.</p>
<p>Zwei Tage später stand dann die erste Fahrt mit der Metro an, die ich natürlich fotografieren wollte. Also habe ich mich wie immer vorne auf dem Bahnsteig postiert – um vom Fahrer der einfahrenden Bahn eine heftige abwinkende Geste zu bekommen, die mich die Kamera dann doch wieder einstecken ließ. Auf einem anderen Bahnhof standen Wachleute, die auch beim Versuch anderer Touristen, sich gegenseitig zu fotografieren und zu filmen (ohne dass ein Zug in der Nähe war), sofort darauf hinwiesen, dass das verboten sei. Nun, zum Glück war unser nächster Umsteigepunkt ein oberirdischer Bahnhof ohne Wachleute, und dort habe ich dann endlich mein <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=atac04.jpg">Metro-Foto</a> bekommen.</p>
<p>Unser Ziel war übrigens Lido di Ostia, wohin auch eine Seitenlinie der Metro fährt. Erstaunlicherweise gelten die sowieso schon enorm günstigen Metro-Einzelfahrten für einen Euro auch auf dieser etwa 20 km langen Strecke. Von diesen Preisen (eine Tageskarte kostet übrigens vier Euro) kann sich nicht nur so manche Großstadt, sondern erst recht eine Kleinstadt wie Marl eine Scheibe abschneiden.</p>
<p>Zurück in der Stadt, taten uns nach viel Lauferei die Füße weh, so dass wir mit dem Bus weiterfahren wollten. An den Haltestellen wurde extra darauf hingewiesen, dass man nur mit gültigem Fahrschein einsteigen sollte – aber woher nehmen? In den vorbeifahrenden Bussen gab es allerdings kleine gelbe Kästchen, die verdächtig nach Fahrscheinautomaten aussahen. Um das zu überprüfen, stieg ich einfach mal in einen Bus ein – manchmal spinnen eben nicht nur die Römer. Prompt machte der Fahrer die Tür zu und fuhr los, so dass Ellis mir nur noch winken und dem Bus hinterhersprinten konnte. An der nächsten Haltestelle um die Ecke hatte sie uns wieder eingeholt, stieg dazu und hatte zum Glück im Gegensatz zu mir auch Kleingeld. Es handelt sich nämlich tatsächlich um Fahrscheinautomaten, die allerdings kein Wechselgeld geben.</p>
<p>Zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und Anlagen, die ich in Rom sonst noch gesehn habe, zählen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=atac01.jpg">Obusse mit Batteriebetrieb</a>, <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=atac02.jpg">niedliche Kleinbusse</a>, der Hochgeschwindigkeitszug <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=fs03.jpg">Freccia Rossa</a>, der <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/scv01.jpg">Bahnhof</a> des Vatikans, eine Straßenbahn, die mir leider nicht im Hellen begegnet ist und natürlich <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=atac03.jpg">Citaros</a>. Mehr Bilder gibt es <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/i.php">auf meiner Website</a>.</p>
<p>Die Rückfahrt zum Flughafen verlief ebenfalls nicht ganz ohne Hindernisse: Nach der Metrofahrt zum Bahnhof Ostiense warteten wir vergeblich auf den Zug, bis die Anzeige ohne jeglichen Hinweis plötzlich den nächsten Zug eine halbe Stunde später anzeigte. Der kam wenigstens halbwegs pünktlich, war aber natürlich entsprechend überfüllt. Mein Flugzeug habe ich trotzdem noch erreicht, meine eigene Meinung über den am Anfang erwähnten Satz habe ich jetzt auch und natürlich die Erkenntnis, dass Rom auf jeden Fall eine Reise wert ist, vor allem im Frühjahr.</p>
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