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	<title>Jan kann Bahn fahrn &#187; Hochgeschwindigkeitsverkehr</title>
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	<description>Erlebnisse und Meinungen rund um Bahn und ÖPNV</description>
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		<title>Internationale Buchung, die x-te</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 15:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum habe ich eine Bahnreise hinter mir, plane ich schon die nächste. Ende März will ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Resturlaub abbauen und den neuen TGV Frankfurt–Lyon–Marseille ausprobieren. Dieser verkehrt ja ab dem 23.3. und ist voll in das Preissystem der DB integriert, so dass dort auch das Europa-Spezial Frankreich gilt. Während der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum habe ich eine Bahnreise hinter mir, plane ich schon die nächste. Ende März will ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Resturlaub abbauen und den neuen TGV Frankfurt–Lyon–Marseille ausprobieren. Dieser verkehrt ja ab dem 23.3. und ist voll in das Preissystem der DB integriert, so dass dort auch das Europa-Spezial Frankreich gilt. Während der ersten Buchungstage sah ich erfreut, dass noch Fahrscheine für 39 Euro pro Strecke zu haben waren (Bahncard-Rabatt gibt es erst ab 59 Euro). Als gestern aber klar war, dass ich tatsächlich buchen wollte, waren bei der DB weder für die Hin- noch für die Rückfahrt noch Sparangebote verfügbar. Eine Suche bei tgv-europe, der internationalen Verkaufsseite der SNCF, brachte ein interessantes Ergebnis: der Zug für die Hinfahrt wurde gar nicht erst angezeigt. Für die Rückfahrt dagegen war Marseille–Frankfurt tatsächlich noch für 39 Euro zu haben, was ich natürlich sofort buchte.<br />
Für die Hinfahrt bastelte ich ein wenig auf der DB-Seite herum und stieß auf ein interessantes Phänomen: Wenn ich einen 15-minütigen Aufenthalt in Straßburg eingab und dadurch einen Umstieg dort erzwang, waren noch 39-Euro-Tickets zu haben. Und das, obwohl bei der so entstehenden Verbindung die Grenze gar nicht in einem Fernverkehrszug überquert wird, was eigentlich essenzielle Bedingung des Europa-Spezials ist. Nicht lange wundern, sondern buchen, sagte ich mir. Nach Eingabe sämtlicher Daten und Klick auf „Buchung durchführen“ folgte jedoch leider die Ernüchterung: „Im reservierungspflichtigen Zug konnte kein Sitzplatz reserviert werden“ oder so ähnlich. Offensichtlich traf das zu, was ich schon beim Besuch der SNCF-Seite vermutet hatte: Der Zug war ausgebucht.<br />
Also hieß es eine Alternativverbindung suchen: die gab es drei Stunden früher mit gleicher Fahrzeit, aber Umstiegen in Hanau, Offenburg und Straßburg. Die letzteren beiden sind dabei mit 7 bzw. 10 Minuten äußerst knapp, und eine direkte Fahrkarte lässt sich sowieso nicht buchen (DB) bzw. wäre unnötig teuer (SNCF). Ich wollte nun nicht darüber philosophieren, ob man bei Verpassen eines der beiden Anschlüsse kostenlos umbuchen kann, zumal die nächste Verbindung ab Straßburg mit dem ausgebuchten TGV aus Frankfurt wäre. Also letztendlich der Kompromiss: Zwei Fahrkarten NAH–Offenburg und Offenburg–Lyon zum jeweiligen nationalen Spartarif gebucht mit einer Stunde Puffer dazwischen. Kostenpunkt zusammen: 42,05 Euro zzgl. 1 Euro für die Buchung des Ruhebereichs im TGV. Vom Preis her kann man da nicht meckern, nur eine integrierte internationale Buchung zum günstigstmöglichen Preis habe ich, wie <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/brugge-weg/">schon</a> <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/man-gonnt-sich-ja-sonst-nichts/">mehrmals</a>, <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/railways-coming-home/">schmerzlich</a> <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/la-storia-infinita/">vermisst</a>.</p>
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		<title>Stille Nacht</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 14:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meinen Fahrschein für die Weihnachtsheimfahrt hatte ich ja in weiser Voraussicht schon am frühestmöglichen Termin gebucht und ganz gegen meine Gewohnheiten sogar einen Platz reserviert. In den einschlägigen Foren las ich dann auch im Laufe des Freitags Meldungen über viele überfüllte Züge, so dass ich auf meinen Zug gespannt war. Dieser lief dann pünktlich um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meinen Fahrschein für die Weihnachtsheimfahrt hatte ich ja in weiser Voraussicht schon am <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/dies-das">frühestmöglichen Termin</a> gebucht und ganz gegen meine Gewohnheiten sogar einen Platz reserviert. In den einschlägigen Foren las ich dann auch im Laufe des Freitags Meldungen über viele überfüllte Züge, so dass ich auf meinen Zug gespannt war.<br />
Dieser lief dann pünktlich um 19.34 Uhr aus Richtung MH ein, und es war zu erkennen, dass im ersten Zugteil noch mehrere Reihen frei waren. Der Zugteil, in dem ich reserviert hatte, war etwas voller, aber auch hier hätte ich ohne Reservierung noch einen Platz bekommen, spätestens bei dem in FF regelmäßig stattfindenden Massenexodus. Was den anderen Zugteil betraf, so erfuhr ich erst in FF, dass er in KKDT abgehängt wurde – in NAH gab es darüber weder auf dem Wagenstandsanzeiger noch auf der Zugzielanzeige einen Hinweis.<br />
Da ich nun aber im richtigen Zugteil war, konnte ich mich entspannt zurücklehnen. Auch meinen Umsteigebahnhof EE erreichten wir pünktlich, und die anschließende RB war es ebenso, so dass ich zufrieden in ERE ankam. In diesem Sinne:</p>
<p><strong>Frohe Weihnachten an alle Leser!</strong></p>
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		<title>13:37</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 21:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus dem Flugjargon übertragen, war es wohl eine Gabelfahrt, die ich am Wochenende unternommen habe – jedenfalls aus der Sicht von DB Fernverkehr: Am Freitagabend nach Münster, am Samstag Nachmittag dann mit der NWB nach Bielefeld und am Sonntag zurück nach NAH. Die Zinken der Gabel kosteten jeweils 51,75 Euro. Kurios dabei: Auf der Rückfahrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Flugjargon übertragen, war es wohl eine Gabelfahrt, die ich am Wochenende unternommen habe – jedenfalls aus der Sicht von DB Fernverkehr: Am Freitagabend nach <strong>Münster</strong>, am Samstag Nachmittag dann mit der NWB nach <strong>Bielefeld</strong> und am Sonntag zurück nach NAH. Die Zinken der Gabel kosteten jeweils 51,75 Euro. Kurios dabei: Auf der Rückfahrt hatte ich die Wahl zwischen zwei Verbindungen mit identischer Abfahrts- und Ankunftszeit zum gleichen Preis. Ich entschied mich für die mit Umstieg in HH und FF, die andere hätte einen Umstieg mehr (HH, FKW und FH) erfordert. Beim halbstündigen Aufenthalt in FF würde ich so die Möglichkeit haben, die Lounge zu besuchen, denn seit kurzem bin ich stolzer Besitzer einer Comfort-Bahncard.</p>
<p>Soweit die Planung. Die Realität begann dann auch sehr vielversprechend mit der pünktlichen Abfahrt des ICE um 17.36 Uhr in NAH, die übrigens nach meinen Erfahrungen die Regel ist. Gleich hinter Hanau blieben wir allerdings aus ungeklärten Gründen stehen und erreichten FF so mit etwa +10. Auch durch die Standzeit wurde es nicht weniger – ärgerlich, denn 10 min waren auch genau meine Übergangzeit in <strong>KKDT</strong>. Nun geschah allerdings etwas, was ich zwar gehofft, aber schon lange nicht mehr erlebt hatte: Der Zug fuhr auf der NBS seine Höchstgeschwindigkeit aus und erreichte KKDT mit nur noch +4 (die mir überlieferte Rekordfahrzeit KK–FFLF liegt übrigens bei 37 Minuten). Nun musste ich nur noch in den oberen Bahnhofsteil (was sich von Gleis 12 etwas umständlich gestaltete) und dort auf den RE 7 warten. Zwei Vorurteile gegenüber dem NRW-Nahverkehr erfüllte dieser: er war verspätet (+5) und überfüllt, so dass ich erst einmal im Einstiegsraum stehen blieb. Den Namen Express verdient der Zug übrigens wirklich, denn er hält (meist aus fahrplantechnischen Gründen) nicht an allen Halten, die andere RE-Linien bedienen. Einer der Halte war Wuppertal Hbf, wo ich endlich einen Sitzplatz ergattern konnte. Ab Hagen war der Zug dann nicht nur pünktlich, sondern auch so leer, dass ich sogar eine Vierersitzgruppe für mich erobern konnte. Die Strecke EHM–<strong>EMST</strong> befuhr ich zum ersten Mal, wovon ich im Dunkeln natürlich nicht viel hatte. Am Endpunkt der Tagesetappe angekommen, besorgte ich mir noch schnell für den nächsten Tag eine Fahrkarte zum NRW-Tarif und stieg dann in den Bus zu Ellis, bei der ich bis Samstag Nachmittag bleiben würde. Es war übrigens ein Nachtbus, da Münster wie viele Städte zwar ein Nachtbusnetz besitzt, dieses aber aus Sparzwang bereits um 21 Uhr die normalen Linien ersetzt.</p>
<p>Wie geplant, bestieg ich am Samstag nach einem ausgiebigen Stadtbummel den Talent der NWB um 17.17 Uhr auf Gleis 17 (Numerologen vor). Wäre ich ein paar Minuten später gekommen, hätte ich Pech gehabt: nicht nur wäre der Zug dann abgefahren gewesen, sondern ich hätte schlicht und einfach auch nicht mehr hineingepasst. Einen so vollen Zug habe ich, glaube ich, noch nie erlebt, schon gar nicht an einem Samstagnachmittag auf einer Nebenbahn. Zum Glück handelte es sich nicht um Fußballfans, sondern anscheinend um Weihnachtsmarktbesucher, und ein guter Teil von ihnen stieg auch bereits nach gut 10 Minuten am ersten Halt Telgte wieder aus. Die Strecke entlang der B51/B64 weckte wieder nostalgische Gefühle in mir, hatte ich doch jahrelang die Gleise und die (sporadischen) Züge aus dem Auto auf dem Weg zu meiner Oma in <strong>Warendorf</strong> beobachtet. Hier wurde der Zug auch wieder etwas leerer, so dass ich mich immerhin auf einen Klappsitz setzen konnte. Die weitere Fahrt verlief ruhig, durch eine ICE-Überholung in Gütersloh zogen wir uns einige Minuten Verspätung zu. In <strong>EBWE</strong> stieg ich aus und musste erst einmal die Straßenbahnhaltestelle suchen. Der dort aushängende Fahrplan stimmte auch nicht so ganz mit der Realität überein, aber trotzdem erreichte ich kurz nach 19 Uhr mein nächstes Etappenziel, die Geburtstagsfeier von Anna und Stefanie. Mit letzterer und ihrer Familie war ich ja schon im Mai auf ostwestfälischen Schienen <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/ich-hab-noch-einen-koffer-in-berlin">unterwegs gewesen</a>.</p>
<p>Nach Feiern, Übernachten und ausgiebigem Lösen von Rangieraufgaben auf der Modellbahnanlage setzte ich mich dann am Sonntagmittag wieder in die Straßenbahn – diesmal bis EBIL, das ich zu der im Titel genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leetspeak">&rarr; nerdigen</a> Abfahrtzeit verlassen sollte. Leider zeigte die Anzeigetafel bei meinem Eintreffen bereits eine Verspätung von 30 min wegen einer Signalstörung an, die sich später auf 25 min verminderte. Mein Anschluss in HH war so nicht mehr zu schaffen, also versorgte ich mich am Automaten mit Ersatzverbindungen. Aufmerksame Leser erinnern sich vielleicht an den ersten Absatz – genau, die Verbindung mit den drei Umstiegen und gleicher Ankunftszeit würde eventuell noch erreichbar sein. Der Zug kam letztendlich mit ziemlich genau +30 und interessanterweise zwei Einheiten ICE-T statt ICE 2. Der Platz in der Lounge des hinteren Triebwagens ermöglichte mir erst interessante Ausblicke und dann einen ruhigen Schlaf. In <strong>HH</strong>, wo ich auf dem Gleisvorfeld übrigens meinen ersten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DBAG-Baureihe_407">&rarr; 407er</a> sah, trudelten wir etwa eine Minute vor Abfahrt der Ersatzverbindung ein. Zum Glück stand der Anschlusszug am Nachbarbahnsteig, und zum Glück verzögerte sich die Abfahrt um einige Minuten. So konnte ich dann in einem redesignten ICE 2, der sich unter anderem durch im Wagen verteilte <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/db99.jpg">Monitore</a> und interessant designte <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=db100.jpg">Sitze</a> auszeichnete, nach FKW fahren. In FKW genügte es, am Bahnsteig stehen zu bleiben und auf die ICE-1-Garnitur aus Berlin zur Weiterfahrt nach MH zu warten. Diese fuhr zwar pünktlich ab, kam in <strong>FH</strong> allerdings wegen einer Signalstörung mit etwa +10 an. Mutig setzte ich mich trotzdem in den Döner-Imbiss, musste mir dann aber doch einen Teil des Essens einpacken lassen, um den Zug nicht zu verpassen. Dass bereits nach 14 Minuten der nächste gefahren wäre, hatte ich glatt übersehen.</p>
<p>Sehr langer Rede kurzer Sinn: Dass man trotz 30-minütiger Verspätung mit Anschlussverlust pünktlich ankommt, hat man auch selten. Nur auf den Lounge-Besuch musste ich verzichten, den Bus habe ich dagegen noch erwischt und mein City-Ticket für Aschaffenburg genutzt, da meine Monatskarte just an diesem Tag abgelaufen war. Danke an Ellis, Stefanie und Anna für die Einladung!</p>
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		<title>Dies &amp; Das</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 20:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen sind mir einige Dinge aufgefallen, die zwar interessant sind, aber nicht für einen ganzen Beitrag reichen: Seit gestern ist der ab 11. Dezember gültige DB-Fahrplan online, und man kann auch Fahrscheine ab diesem Datum buchen. Ich habe das gleich genutzt, um eine Fahrkarte für die Weihnachtsheimfahrt zu buchen. Interessanterweise war schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Wochen sind mir einige Dinge aufgefallen, die zwar interessant sind, aber nicht für einen ganzen Beitrag reichen:</p>
<ul>
<li>Seit gestern ist der ab 11. Dezember gültige DB-Fahrplan online, und man kann auch Fahrscheine ab diesem Datum buchen. Ich habe das gleich genutzt, um eine Fahrkarte für die Weihnachtsheimfahrt zu buchen. Interessanterweise war schon gestern Vormittag das Angebot an Sparpreisen für den 23.12. stark eingeschränkt: wirklich günstig (25,50 Euro mit Bahncard 25) wäre es nur mit Fahrt über die Rheinstrecke und Ankunft nach 1.00 Uhr. Letztendlich habe ich mich für den ICE um 19.36 ab NAH entschieden, den ich schon häufig benutzt habe. Lieber wäre mir eine Abfahrt zwei Stunden früher gewesen, aber dabei wäre die Ersparnis gegenüber dem Normalpreis vernachlässigbar gering gewesen. Die Rückfahrt habe ich noch nicht gebucht, da der Termin noch nicht feststeht.</li>
<li>Wesentliche Änderungen auf den von mir befahrenen Strecken gibt es übrigens zum neuen Fahrplan nicht. Aus NRW ist an Positivem zu berichten, dass die Strecke nach Brilon Stadt reaktiviert wird, im Rhein-Main-Raum die von Darmstadt nach Pfungstadt. Ganz neu ist in Frankreich die LGV Rhin-Rhône, die die Fahrzeiten zwischen Süd- und Ostfrankreich drastisch verkürzt. Ab dem 23. März wird es sogar einmal täglich einen direkten TGV Frankfurt–Marseille geben, der auch die Fahrzeit von Aschaffenburg nach Lyon von 8 bis 10 auf 7:13 Stunden verkürzt. Bereits ab Dezember erreicht man dieselbe Fahrzeit auch mit einer Verbindung über Straßburg, die allerdings viele und knappe Umstiege hat.</li>
<li>Wettbewerbsangebote im Schienenfernverkehr werden in der Realität von mehr Fahrgästen angenommen als in rein hypothetischen Studien. Das behauptete vor einiger Zeit ein Artikel* in der Zeitschrift „Internationales Verkehrswesen“. Referenzstrecken: Köln–Amsterdam für die Studie und Köln–B<strong></strong>rüssel für die Realität. Was man allerdings nicht bedacht hat: Als „Platzhirsch“ (Incumbent) auf der Strecke gilt der Thalys, als „Konkurrent“ (Entrant) der ICE der DB. Ersterer hat den Nachteil, dass seine Fahrscheine über Köln hinaus nirgendwohin durchtarifierbar sind, so dass für Umsteigeverbindungen immer mindestens zwei zeitgleiche Buchungen mit Verfügbarkeitsabfrage etc. nötig sind (wie bereits <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/brugge-weg/">beschrieben</a>). Im ICE hingegen lassen sich integrierte Fahrscheine, auch Sparangebote der Deutschen Bahn, von jedem deutschen bis zu jedem belgischen Bahnhof lösen, was ihm einen Teil der zusätzlichen Fahrgäste beschert haben dürfte. Es gilt also: Konkurrenz belebt das Geschäft, aber neue Fernverkehrsangebote werden mit Sicherheit auch an der Kompatibilität der Tarife gemessen.</li>
</ul>
<p>* Warnecke, C. und Rompf, D.: Bahn frei für den Kunden?, in: Internationales Verkehrswesen 3/2011</p>
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		<title>Au soleil, sous la pluie</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 17:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie schon 2007 habe ich dieses Jahr den Feiertag am 15. August für einen Kurztrip genutzt. Da sich diesmal ein langes Wochenende ergab, konnte er etwas länger ausfallen, und so entschied ich mich nach einigem Überlegen dafür, der französischen Hauptstadt mal wieder einen Besuch abzustatten. Gebucht hatte ich schon Anfang Juli zum Preis von 83,25 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/feiertagsflucht">2007</a> habe ich dieses Jahr den Feiertag am 15. August für einen Kurztrip genutzt. Da sich diesmal ein langes Wochenende ergab, konnte er etwas länger ausfallen, und so entschied ich mich nach einigem Überlegen dafür, der französischen Hauptstadt mal wieder einen Besuch abzustatten. Gebucht hatte ich schon Anfang Juli zum Preis von 83,25 Euro für die Hin- und Rückfahrt – günstig, aber mit Superbilligflügen kann der Preis natürlich nicht mithalten.<br />
Am Freitag Nachmittag ging es dann los: mit dem RE nach FF, dort nach einer halben Stunde Aufenthalt in den ICE, der mich direkt nach Paris bringen sollte. Von Anfang an wurden wir von einer französischen Zugchefin betreut. Die Konsequenz: In Mannheim, wo wir uns wegen Wartens auf einen Anschlusszug 10 Minuten Verspätung einfingen, wurde eben diese Tatsache nur auf Französisch angesagt – da hat es die DB mit ihrem fremdsprachigen Service wohl etwas übertrieben <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .<br />
Mein Platz war leider ein Wandplatz, so dass ich von der Fahrt über die Riedbahn und durch den Pfälzer Wald nicht viel mitbekam. Erst in Saarbrücken leerte es sich zusehends, so dass ich mich auf einen Platz am leeren Tisch setzen konnte. Zu sehen gab es allerdings leider nicht mehr viel, denn inzwischen dämmerte es, so dass der Grenzübertritt nach Frankreich nur zu erahnen war. Etwa eine halbe Stunde später drehte der Zug so richtig auf: die LGV Est war erreicht. Der Geschwindigkeitsrausch machte mich überraschenderweise ziemlich müde, so dass ich erst fünf Minuten vor der planmäßigen Ankunftszeit wieder aufwachte. Von <strong>Paris</strong> war allerdings noch nichts zu sehen, der Zug fuhr mit unveränderter Geschwindigkeit über plattes Land. Erst ein paar Minuten später tauchte ziemlich plötzlich ein Häusermeer mit Bahnhöfen in regelmäßigen Abständen auf. Offensichtlich hatte der Zug die Verspätung auf der NBS nicht abbauen können, so dass wir erst kurz vor 23 Uhr in XFPO einliefen. Ich machte mich schnurstracks auf den Weg zur Metro, um die zwei Haltestellen zu meiner sehr einfach gehaltenen Unterkunft für die erste Nacht zu fahren.<br />
Die folgenden drei Tage stand außer der Erkundung der Stadt bei wechselndem Wetter (siehe Überschrift) natürlich auch die Erforschung des Pariser Nahverkehrs und seiner Besonderheiten an. Wie in vielen ausländischen Städten ist die Pariser Metro streng durch Drehkreuze abgetrennt, die nur nach der Eingabe eines gültigen Fahrscheins öffnen. Interessant ist auch, dass die Linien voneinander betrieblich völlig getrennt sind, was zu teilweise langen Umsteigewegen führt, und dass auch fast jede Linie ihren eigenen Fahrzeugtyp hat. Mal sind diese Fahrzeuge <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp12.jpg">gummi-</a>, mal <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp07.jpg">stahlbereift</a>, meistens von einem Fahrer, aber auf der Linie 14 und demnächst auch der <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp10.jpg">1</a> automatisch geführt. Das Fotografieren gestaltete sich indessen schwierig, da die Bahnsteige genau so lang sind wie die Züge und daher kein Raum bleibt, um einen stehenden Zug von vorne zu fotografieren.<br />
Am Sonntag morgen machte ich mit meinem Cousin und seiner Freundin, bei denen ich die restliche Zeit wohnte, einen Ausflug ins Hochhausviertel La Défense. Laut Plan liegt die dortige Metrostation in Tarifzone 3, so dass ich mir ein <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ratp-f3.jpg">Tagesticket</a> kaufte, in dem diese Zone enthalten war – nur um später zu erfahren, dass die 3 nur für die S-Bahn (RER) gilt, für die Metro reicht Zone 1 aus. Seltsames Tarifsystem, aber dafür sind Einzelfahrten im Innenstadtbereich mit 1,70 Euro nicht nur wesentlich günstiger als in London (über 4 Euro), sondern sogar günstiger als in Marl (2,30 Euro)! Und bei dem dichten Takt der Metro bekommt man im Vergleich zum Ruhrgebiet deutlich mehr geboten.<br />
Auf den Besuch in La Défense folgte dann einer in der Cité des sciences et de l’industrie, die auch eine kleine Abteilung zum Thema Verkehr hat – ganz ohne alte Fahrzeuge, dafür aber mit viel Multimedia.<br />
Am Montag Mittag hieß es dann Abschied nehmen von Paris. Mit ICE 9555, Abfahrt 13.08 Uhr (die Bahnhofsanzeige bestand auf 13.09 Uhr), konnte ich diesmal die mit Tempo 320 vorbeiziehende französische Landschaft in Fahrtrichtung, am Fenster, wach, im Hellen und bei gutem Wetter genießen – was will man mehr? Viel zu schnell war Saarbrücken erreicht (Durchschnittsgeschwindigkeit XFPO–SSH 207 km/h!), und es ging in deutlich geringerem Tempo weiter bis <strong>Mannheim</strong>, wo ich einen kurzen Zwischenstopp einlegte. Auch die Weiterfahrt verlief ohne Besonderheiten, bis auf einen deklassierten 1.-Klasse-Wagen im IC von FF nach NAH. Mit dem Taxi und der Gewissheit, dass sich die Fahrt gelohnt hat, erreichte ich dann gegen 21 Uhr wieder meine Wohnung.</p>
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		<title>Budapestre és vissza</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 21:15:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach Budapest und zurück – so lautete am Wochenende die Devise für mich. Da im Nachtzug schon Mitte Januar keine günstigen Tickets mehr zu haben waren, fuhr ich beide Strecken mit dem ÖBB-Railjet, der mehrmals täglich zwischen München und der ungarischen Hauptstadt pendelt. Dafür war noch ein recht günstiges Europa-Spezial Ungarn verfügbar – für beide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Budapest und zurück – so lautete am Wochenende die Devise für mich. Da im Nachtzug schon Mitte Januar keine günstigen Tickets mehr zu haben waren, fuhr ich beide Strecken mit dem <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=oebb09.jpg">ÖBB-Railjet</a>, der mehrmals täglich zwischen München und der ungarischen Hauptstadt pendelt. Dafür war noch ein recht günstiges Europa-Spezial Ungarn verfügbar – für beide Strecken zusammen 58,50 Euro mit BahnCard, zuzüglich Reservierungsgebühren.<br />
Los ging es am Freitag um 10.24 Uhr mit dem ICE von NAH nach <strong>München</strong>. Auf meinem reservierten Platz saß bereits eine Dame, die ich nicht vertreiben wollte, zumal es sich mehr um einen Wand- als um einen Fensterplatz handelte. Also setzte ich mich daneben an den Gang, bis dann in Nürnberg ein Fensterplatz frei wurde. Der Zug war pünktlich – bis er wegen einer Stellwerksstörung keine Einfahrt nach MH bekam und so seine Endstation mit ca. +10 erreichte. Mein Anschluss war dadurch zwar nicht gefährdet, aber zu essen konnte ich mir angesichts der Schlangen zur Mittagszeit nichts mehr kaufen und enterte direkt den Railjet.<br />
Dort blamierte ich mich, indem ich einen jungen Ungarn von seinem Platz vertrieb. Er wandte in sehr gutem Deutsch ein, dass auf der Reservierungsanzeige nichts stehe – was völlig korrekt war, da ich nicht wie im anderen Zug in Wagen 24, sondern in Wagen 21 reserviert hatte. Die Lauferei am halben Zug entlang hätte ich mir also sparen können, mein Wagen war vom Querbahnsteig aus der erste direkt hinter der Lok. Nicht weit von meinem Platz befand sich übrigens eine Treppe, die ins Nichts führte und sich später als Sitzreihen für das Kinderkino entpuppte.<br />
Nach der Abfahrt genoss ich erst einmal den Kaiserschmarrn aus dem Speisewagen – zugegeben, nach ein wenig mehr hätte er schmecken können. In jedem Wagen des Railjets gibt es <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=oebb10.jpg">Monitore</a>, die ständig zwischen den Ansichten Fahrplan, Anschlüsse am nächsten Halt, Kartenansicht und Vorstellung der verschiedenen Wagenklassen wechselten – natürlich alles in Echtzeit und GPS-gesteuert. Kurz vor Salzburg schlief ich ein und wachte erst in Linz wieder auf. Im <strong>Wien</strong>er Westbahnhof bekamen wir interessanterweise eine neue Lok: von einem Taurus in Railjet-Lackierung wurde auf einen im normalen ÖBB-Rot gewechselt. Das ungarische Stromsystem müssten beide verarbeiten können, vielleicht war der Grund für den Tausch ein Schaden an der Lok. Der nächste Halt war Wien-Meidling, der Ersatz für den Südbahnhof, an dessen Stelle sich zurzeit die gigantische Baustelle für den neuen Wiener Hauptbahnhof befindet. Durch für Österreich ungewöhnlich flaches Land mit sehr vielen Windrädern ging es weiter, bis urplötzlich das Bahnhofsschild „Hegyeshalom“ auftauchte – ganz unmerklich hatten wir die Grenze zu meinem 24. Land überschritten. Die MÁV-Schaffnerin knipste meine Fahrkarte nicht ab, sondern schrieb einfach mit rotem Stift Zugnummer und Datum darauf – hätte ich im Prinzip auch machen können. Auffällig war auch das häufige Abbremsen und Beschleunigen des Zuges auf der ungarischen Seite, wo es offensichtlich viele Langsamfahrstellen gibt. <strong>Budapest</strong> erreichte ich nach fast zehneinhalb Stunden Fahrt trotzdem fast pünktlich. Interessant ist, dass Züge aus Richtung Westen nicht etwa in den Westbahnhof (Nyugati pu.) oder den viel näher liegenden Südbahnhof (Déli pu.) einfahren, sondern ausgerechnet in den Ostbahnhof (Keleti pu.), wozu eine Fahrt um die halbe Stadt erforderlich ist.<br />
In Budapest erkundete ich mit einigen Vereinskollegen vom <a href="http://www.cde-ev.de">&rarr; CdE</a> die Stadt und lernte dabei auch den örtlichen ÖPNV kennen, darunter natürlich auch die älteste U-Bahn auf dem europäischen Kontinent, die Földalatti vasút, die heute als M1 läuft. Die Linien M2 und M3 sind in den 1970er-Jahren dazu gekommen und ähneln sehr ihren Verwandten in anderen osteuropäischen Städten, wie z.B. Prag. Die Fotos von den Zügen der <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bkv02.jpg">M1</a> und <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bkv01.jpg">M2</a> versuchte ich, um Ärger mit den Fahrern zu vermeiden, ohne Blitz zu machen. Wie man sieht, hat das Fotografieren von einfahrenden Zügen unter diesen Umständen so seine Tücken, obwohl ich mir dafür extra eine lichtstärkere Kamera auslieh. Aus Zeitgründen leider ausfallen musste übrigens die Tour in die Budaer Berge, wo es eine Zahnradbahn, eine Kindereisenbahn und einen Sessellift gibt.<br />
Die Rückfahrt trat ich dann am Montag um 11.10 Uhr an. Witzigerweise hatte ich denselben Platz wie auf der Hinfahrt reserviert, anscheinend scheint das Buchungssystem das, wenn möglich, öfter so zu machen. Letztendlich saß ich aber doch woanders, da ein anderer Teilnehmer des Treffens mit demselben Zug zurück fuhr. Natürlich kontrollierten auch diesmal die Zub aller drei beteiligten Bahnen mein Online-Ticket – der Vertreter der ÖBB interessanterweise mit einem ähnlichen Lesegerät, wie es auch die DB-Schaffner benutzen, in das er allerdings nicht meine BahnCard einlesen konnte. Gleich hinter der deutschen Grenze wurden wir übrigens für eine Verkehrserhebung der DB befragt. Der Interviewer wollte unter anderem wissen, wie ich nach Budapest gefahren wäre, wenn das Europa-Spezial nicht mehr verfügbar gewesen wäre (keine Ahnung) und ob ich das Audioprogramm in den Zügen nutze (manchmal). Anscheinend will man wissen, auf wie viel Widerstand eine Abschaffung desselben stoßen würde.<br />
<strong>München</strong> Hbf erreichten wir wiederum pünktlich, so dass es diesmal auch mit dem Essenholen klappte (Spicy Döner). Der Wagen, in dem ich reserviert hatte, entpuppte sich als Ruheraum. Die Unterhaltung mit meinem Reisegefährten, der denselben Anschlusszug hatte, musste also etwas gedämpft vonstatten gehen, was aber auch funktionierte. Pünktlich um 21.34 Uhr erreichten wir – angesagt von einer Stimme, die glatt von Dieter Thomas Heck hätte stammen können – NAH, wo er sitzenblieb und ich ausstieg und die Erinnerungen an diese sehr schöne Reise ordnete.</p>
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		<title>Aus dem Takt</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 14:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende war ich endlich wieder mal mit dem Zug unterwegs, diesmal ging es zu <a href="http://www.weltenkreuzer.de">&rarr; Nils</a> nach <strong>Oldenburg</strong>. Von NAH sollte ich eigentlich um 16.51 Uhr mit einer RB Richtung FFS, die völlig außerhalb des sonst auf dieser Strecke üblichen Takts verkehrte, bis Hanau fahren. Da ich aber wegen der Busverbindung sowieso schon etwas früher am Bahnhof war (und auch das kurz vorher eröffnete neue Bahnhofsgebäude schon kannte), nahm ich acht Minuten vorher den regulären RE und verbrachte die nun 40-minütige Wartezeit in Hanau in der Bahnhofsbuchhandlung. Am Abfahrtsgleis meines ICE angekommen, stellte ich erstaunt fest, dass als Zielbahnhof sowohl auf dem Wagenstandsanzeiger als auch auf dem Abfahrtsplan Oldenburg angegeben war, obwohl ich laut Reiseverbindung in Hannover umsteigen musste. Die Anzeigetafel zeigte dann allerdings auch nur „Hannover“ an, ebenso wie die Anzeigen am und die Fahrplanheftchen im Zug. Schade, denn wenn die Angabe auf dem Abfahrtsplan gestimmt hätte, wäre ich über eine Stunde früher in Oldenburg gewesen (allerdings hätte meine zuggebundene Fahrkarte dann auch ab Hannover nicht gegolten &#8230;).<br />
Der ICE 776, der mich nach HH brachte, war wiederum ein Zug, der außerhalb jeder Linie und jedes Takts zwischen FF und HH verkehrt. Interessanterweise hält er dabei zwar in Hanau, aber nicht in Fulda und wird außerdem aus einem Halbzug des ICE 2 gebildet, der normalerweise auf dieser Strecke ebenfalls nicht verkehrt. Es handelt sich allerdings nicht um einen reinen Freitagsverstärker, da der Zug täglich außer samstags verkehrt. Die Fahrt verlief pünktlich und ohne Zwischenfälle. Da es draußen dunkel war, nutzte ich die Zeit, um auf meinem Laptop „Willkommen bei den Sch&#8217;tis“ zu sehen und die Umsteigezeit von fast einer Stunde in HH dann zu einem sehr guten Essen beim Thai-Imbiss im Bahnhof (daneben gibt es u.a. auch noch einen Italiener, einen Chinesen und einen Japaner). Mein Anschlusszug war dann ein IC der Kurzlinie Hannover–Oldenburg(–Norddeich), früher als „Oldenburg-City“ vermarktet. Mein Ziel erreichte ich, diesmal lesend und musikhörend, pünktlich um 22.22 Uhr.</p>
<p>Für die Rückfahrt am Sonntag hatte ich eine Verbindung gebucht, die bis HH eine Fahrt im Nahverkehr vorsah. Das gab mir die Gelegenheit, früher zu fahren als geplant, unter anderem um noch die neue <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=nwb03.jpg">Regio-S-Bahn</a> zu testen, die von der NWB unter anderem zwischen Bremen und Oldenburg (und weiter nach Bad Zwischenahn) eingesetzt wird. In HB angekommen (hier stimmen DB-Kürzel und Autokennzeichen ausnahmsweise mal überein), machte ich noch ein paar Bilder und fuhr mit dem ab hier stündlich verkehrenden RE nach HH weiter. Wiederum pünktlich angekommen, verbrachte ich die nun über einstündige Wartezeit in der Bahnhofsbuchhandlung, bevor ich mich auf den Weg zu Gleis 10 machte, an dem mein Anschlusszug IC 1997 abfahren sollte. Bei diesem Zug handelt es sich um einen Sonntagsverstärker, der auf seinem Laufweg Berlin Südkreuz–Stuttgart in HH Kopf machen muss, unter anderem um die eingleisige Strecke Hildesheim–Braunschweig zu vermeiden. Unnötig zu sagen, dass die Überschrift natürlich auch auf diesen Zug zutrifft. Was es außerdem nicht gab, waren ein Speisewagen, Fahrplanheftchen und eine korrekte Anzeige der reservierten Plätze. Dafür aber – und das ist ja das Wichtigste – war auch dieser Zug pünktlich, so dass ich den 46-minütigen Aufenthalt in Hanau zum gemütlichen Essen nutzen konnte. Auch NAH, von wo ich die Strecke bis zu meiner Wohnung zu Fuß zurücklegte, erreichte ich schließlich um 22.16 Uhr pünktlich. Man sollte meinen, dass Züge außerhalb des Taktgefüges eher zu Verspätungen neigen, aber vielleicht sollte ich gerade die öfter benutzen?</p>
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		<title>ICE im Eurotunnel (2)</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 21:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit meinem letzten Beitrag zum Thema „ICE im Eurotunnel“ hat sich ja in dieser Hinsicht einiges getan: Am 19. Oktober ist der erste ICE nach der Fahrt durch den Tunnel im Londoner Bahnhof St. Pancras eingetroffen, nachdem er bereits am Wochenende zuvor eine Evakuierungsübung im Tunnel erfolgreich bestanden hatte. Nun sollen die Sicherheitsbestimmungen geändert werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit meinem letzten Beitrag zum Thema <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/ice-im-eurotunnel/">„ICE im Eurotunnel“</a> hat sich ja in dieser Hinsicht einiges getan: Am 19. Oktober ist der erste ICE nach der Fahrt durch den Tunnel im Londoner Bahnhof St. Pancras eingetroffen, nachdem er bereits am Wochenende zuvor eine Evakuierungsübung im Tunnel erfolgreich bestanden hatte. Nun sollen die Sicherheitsbestimmungen geändert werden, so dass der ICE ab Dezember 2013 planmäßig durch den Tunnel fahren kann. Außerdem hat sogar Eurostar selbst zehn ICE-ähnliche Züge (Velaro E320) von Siemens bestellt. In meinem letzten Beitrag habe ich zwar die bestehenden Sicherheitsbestimmungen verteidigt, aber dabei ging es mir weniger um die Bestimmungen an sich als um die gesamte Sicherheit für die Fahrgäste. Und wenn die gewährleistet bleibt: Warum sollten dann keine ICE durch den Eurotunnel fahren? Und davon haben andere sicherlich mehr Ahnung als ich. Man darf also gespannt sein, wie es mit den Verkehren durch den Eurotunnel weiter geht.</p>
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		<title>Kannitverstan</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 16:18:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnfahrn]]></category>
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		<description><![CDATA[Zunächst mal ein frohes neues Bahnjahr 2011 an alle Leser! Hauptsächlich wollte ich aber ein paar Dinge loswerden, die ich gestern auf dem Weg von Darmstadt nach Aschaffenburg nicht verstanden habe: Warum fahren die direkten Züge zwischen den Bahnknotenpunkten FD und NAH an Sonn- und Feiertagen nur alle zwei Stunden, so dass die schnellste Verbindung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst mal <strong><em>ein frohes neues Bahnjahr 2011 an alle Leser!</strong></em></p>
<p>Hauptsächlich wollte ich aber ein paar Dinge loswerden, die ich gestern auf dem Weg von Darmstadt nach Aschaffenburg nicht verstanden habe:</p>
<ul>
<li>Warum fahren die direkten Züge zwischen den Bahnknotenpunkten FD und NAH an Sonn- und Feiertagen nur alle zwei Stunden, so dass die schnellste Verbindung in den Stunden dazwischen kurioserweise der dreimal so teure Weg mit IC und ICE über Frankfurt ist?</li>
<li>Warum bietet die neue Software der Fahrkartenautomaten keine Möglichkeit, Fahrkarten für diesen Weg zu kaufen, sondern springt bei Eingabe des Zielortes Aschaffenburg immer in das RMV-Verkaufsmodul? So muss man zwei getrennte Fahrscheine kaufen, die aber immerhin nicht mehr kosten als der durchgehende.</li>
<li>Warum wird der IC am Gleis mit dem Fahrtziel Stralsund und dem Hinweis „ohne Wagen 7 und 11“ angekündigt, während der Bildschirm im Einstiegsraum dann verkündet, dass der Zug nach Greifswald fährt und man sich in Wagen 7 befindet?</li>
<li>Warum darf die NBS Köln–Frankfurt bei Schnee nur mit Tempo 200 befahren werden, so dass sich alle ICE eine Verspätung von mindestens fünf Minuten, oft auch mehr, zuziehen? Die Begründung, die ich bisher dafür gehört habe, ist, dass man verhindern will, dass vom Zug abfallende Eisstücke Schottersteine aufwirbeln und diese den Unterboden des Zuges beschädigen. Aber auf der NBS gibt es doch gar keine Schottersteine, sondern meines Wissens durchgehend <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feste_Fahrbahn">&rarr; Feste Fahrbahn</a>?</li>
</ul>
<p>Nun, besser wäre es natürlich, wenn all diese Dinge gar nicht vorgekommen wären, aber wenn ich den Grund wüsste, hätte ich für das eine oder andere Ereignis vielleicht mehr Verständnis und hätte vor allem mein Wissen erweitert <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p>
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		<title>Divide et impera</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 22:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Betriebsstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fernverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Hochgeschwindigkeitsverkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Motto eines meiner Arbeitskollegen hat sich am Wochenende auch die DB zur Devise gemacht. Aber der Reihe nach: Nach einer Dreiviertelstunde Fahrt ohne Sitzplatz komme ich am Samstag Vormittag fast pünktlich in NWH an. Zur Abfahrtszeit meines Anschlusszuges um 11.30 Uhr sind zwei Züge auf der Anzeigetafel aufgeführt: ICE 680 nach Hamburg-Altona mit 20 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Motto eines meiner Arbeitskollegen hat sich am Wochenende auch die DB zur Devise gemacht. Aber der Reihe nach: Nach einer Dreiviertelstunde Fahrt ohne Sitzplatz komme ich am Samstag Vormittag fast pünktlich in NWH an. Zur Abfahrtszeit meines Anschlusszuges um 11.30 Uhr sind zwei Züge auf der Anzeigetafel aufgeführt: ICE 680 nach Hamburg-Altona mit 20 Minuten Verspätung und ICE 630 nach Bremen mit Hinweis auf umgekehrte Wagenreihung. Daraus schließe ich messerscharf, dass beide Zugteile, die normalerweise bis Hannover vereinigt fahren, +20 haben, schlendere erst mal am Bahnhof herum und reserviere mir vorsichtshalber nach den schlechten Erfahrungen der bisherigen Fahrt einen Sitzplatz im Anschlusszug. Eher zufällig bin ich um 11.30 Uhr am Abfahrtsgleis des Zuges – und stelle mit Erstaunen fest, dass der Bremer Teil bereits einfährt. Die Zugteile fahren nämlich heute (laut Durchsage übrigens „aufgrund witterungsbedingter Störungen“ an diesem doch eher milden und trockenen Tag) getrennt; die Verspätungsangabe hatte sich tatsächlich nur auf den Hamburger Teil bezogen. Zum Glück habe ich im Bremer Teil reserviert, was sich aber ohnehin als unnötig herausstellt, da der Zug relativ leer ist. Im betreffenden Wagen ist mein Platz aber tatsächlich der einzige noch freie Fensterplatz. Hannover, wo der nächste Umstieg fällig ist, erreichen wir pünktlich, allerdings erwartet mich beim Umsteigen die nächste Hiobsbotschaft: IC 2046 aus Leipzig wird mit etwa +30 eintreffen, die 17-minütige Standzeit auslassen und mit +20 weiter fahren. Obwohl eine große Menschenmenge am Bahnsteig wartet und außerdem ein Wagen im Zug fehlt, reserviere ich diesmal nicht und habe tatsächlich im letzten Wagen eine große Auswahl an Sitzplätzen. So erreiche ich <strong>Bielefeld</strong>, mein Ziel für dieses Wochenende, etwas später als geplant, aber sonst recht ausgeruht.<br />
Für die Rückfahrt, die ich am Sonntag antrete, verfluche ich für einen Moment die Zugbindung: Ich habe einen Zug um 16.42 gebucht; meine Gastgeberin möchte allerdings ebenfalls verreisen und dazu den Zug um 14.42 nehmen, so dass wir bereits um 14.06 Uhr von Brackwede Süd aufbrechen. Nach der Fahrt in der rappelvollen NWB und der anschließenden Verabschiedung in EBIL wird mir die Zeit in der Stadt trotz kaltem Wind aber nicht lang, da ich ein paar Fotos für meine Sammlung mache und außerdem verkaufsoffener Sonntag ist. Als ich die Rückfahrt schließlich antrete, muss ich im pünktlichen IC 2440 zunächst im unbeheizten Fahrradabteil sitzen, bis in EDO schließlich ein regulärer Sitzplatz frei wird. In KK, dem Endbahnhof des Zuges, heißt es umsteigen in ICE 603 Richtung Basel SBB, der wiederum „wegen witterungsbedingter Störungen“ auf der NBS nur Tempo 200 fahren kann und daher mit etwa +10 in FFLF eintrifft. Das ist allerdings relativ unbedeutend, denn mein Anschlusszug IC 2329 hat eine Verspätung von satten 110 Minuten. Also lasse ich am Service Point vorsichtshalber die Zugbindung aufheben (im Zweifel wäre ich aber auch einfach so eingestiegen), schnuppere im Terminal noch eine halbe Stunde den Duft der großen weiten Welt und nehme dann den nächsten ICE nach NAH, wo ich wegen Wartens auf Anschlussreisende in FF mit etwa +10 und damit 45 Minuten später als geplant eintreffe.</p>
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