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	<title>Jan kann Bahn fahrn &#187; Fernverkehr</title>
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	<description>Erlebnisse und Meinungen rund um Bahn und ÖPNV</description>
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		<title>Du gamla, du fria, &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 20:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Davon, dass der Norden – wie in der &#8594; schwedischen Nationalhymne besungen – wirklich alt, frei und felsig ist, konnte ich mich zwischen dem 25. Juli und dem 4. August ausführlich überzeugen. Nach dem Vorbild meiner Schweiz-Rundfahrt 2006 bin ich insgesamt zehn Tage lang durch Schweden, Finnland und Norwegen getourt. Alle Fotos und einen ausführlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Davon, dass der Norden – wie in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Du_gamla,_Du_fria">&rarr; schwedischen Nationalhymne</a> besungen – wirklich alt, frei und felsig ist, konnte ich mich zwischen dem 25. Juli und dem 4. August ausführlich überzeugen. Nach dem Vorbild meiner Schweiz-Rundfahrt 2006 bin ich insgesamt zehn Tage lang durch Schweden, Finnland und Norwegen getourt. Alle Fotos und einen ausführlichen Reisebericht gibt es später, hier erst mal die Höhepunkte der Reise in Kurzform:</p>
<ul>
<li>Los ging es mit dem Nachtzug nach Kopenhagen, wo ich prompt das einzige Mal auf der Reise den Anschluss verpasst habe: der Zug hatte 20 Minuten Verspätung, so dass der <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/sj04.jpg">X2000</a> nach Stockholm gerade weg war. Auf Anraten des Schaffners bin ich weiter nach Malmö gefahren und habe dort umgebucht (der X2000 ist reservierungspflichtig). Einen freien Platz gab es erst wieder drei Stunden später, dafür aber ohne Aufpreis in der ersten Klasse.<br />
Kurz vor Stockholm dann die nächste Komplikation: Vor uns war die Strecke wegen eines Unfalls gesperrt, es ging nur mit Bussen weiter. Da ich den direkten Bus nach <strong>Stockholm</strong> nicht gefunden habe, fuhr ich zur nächsten S-Bahn-Station und von dort mit dem <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/sl-s06.jpg">Pendelt&aring;g</a> weiter in die Hauptstadt.</li>
<li>Von Stockholm habe ich mit der <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/ms-gabriella.jpg">MS Gabriella</a> nach <strong>Helsinki</strong> abgelegt. Das hat mit Bussen und Bahnen zwar nichts zu tun, ist aber wegen der wunderschönen <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/schaeren.jpg">Schärenlandschaft</a> trotzdem erwähnenswert.</li>
<li>Nach ausgiebigem Betrachten der finnischen Hauptstadt, unter anderem mit der <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/hkl01.jpg">Touristen-Straßenbahnlinie 3T</a>, ging es dann weiter in Richtung Norden an der Küste des Bottnischen Meerbusens entlang – zunächst mit einem Intercity bis Oulu, dann mit einem <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/vr01.jpg">Regionalzug</a> bis nach Kemi. Von dort fuhr ein <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/vs01.jpg">nicht mehr ganz taufrischer Bus</a> nach Tornio an der Grenze zu Schweden, die ich dann zu Fuß überquert habe (die Busse fahren aber auch hier). Weiter zu meinem Etappenziel <strong>Lule&aring;</strong> brachte mich dann wiederum ein <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/ltn01.jpg">Bus</a>, in dem ich auf dem „Panoramaplatz“ oben ganz vorne sitzen konnte.</li>
<li>Eines der Kernstücke der Reise war am nächsten Tag die Fahrt auf der legendären Erzbahn. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht sehr gut, so dass ich statt der beeindruckenden Landschaft vor allem tiefhängende Wolken sah. In Vassijaure kurz vor der norwegischen Grenze hatten wir aufgrund technischer Probleme einen einstündigen unfreiwilligen Aufenthalt, den ich aber immerhin dazu genutzt habe, den <a href="http://www.janzbikowski.de/sj05.jpg">Zug</a> zu fotografieren. Hinter der Grenze klarte es dann zum Glück auf, so dass ich kurz vor <strong>Narvik</strong> noch ein Bild der beeindruckenden <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/fjord.jpg">Fjordlandschaft</a> machen konnte. Auf der B<strong></strong>rücke über den sonst abgeschotteten Erzbahnhof gelang es mir dann auch, einige <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/erzzuege.jpg">Erzzüge</a> abzulichten.</li>
<li>Auch bei der Weiterreise am nächsten Tag standen Fjorde im Mittelpunkt. Der <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/cominor03.jpg">Bus</a>, den ich bis Fauske benutzt habe, überquerte einen davon sogar auf einer Fähre, und der <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/nsb01.jpg">Zug</a>, in den ich dort umgestiegen bin, fuhr anfangs direkt an einem entlang – eine Fahrt durch die Berge im Landesinneren folgte. Bis zu meinem Tagesziel <strong>Trondheim</strong> zog sich die Strecke dann aber auch in den <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/nsb02.jpg">bequemen Sitzen</a> des etwas nostalgischen Zuges etwas.</li>
<li>Von Trondheim führte mich meine Reise dann durch eine wieder mitteleuropäischer werdende Landschaft mit einem <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/nsb03.jpg">BM-73-Neigezug</a> nach <strong>Oslo</strong>, das ich mir am folgenden Tag noch ein wenig anschaute, bevor ich dann – mit einer anderen Version des BM 73 – zu meiner letzten Etappe <strong>Göteborg</strong> aufbrach.</li>
<li>Nachdem ich auch die zweitgrößte Stadt Schwedens erkundet hatte, brach ich am späten Nachmittag zur Rückfahrt auf. Sie führte zunächst – wieder mit einem X2000 – nach Lund, wo zurzeit der <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/sj06.jpg">Nachtzug nach Berlin</a> beginnt. Dieser hat einige Besonderheiten: Zum einen ist er – unter Nutzung der Fähre Trelleborg–Sassnitz – der einzige direkte Zug von Deutschland nach Schweden und zurück, zum anderen ist er einer der wenigen Fernzüge, die in Deutschland unter der Regie eines privaten Bahnanbieters, in diesem Falle der Georg Verkehrsorganisation, laufen. Trotzdem wird der Zug interessanterweise von einem DB-Zub begleitet.</li>
<li>Nach der Ankunft in Berlin zur unchristlichen Zeit von 06:04 Uhr frühstückte ich mit dem netten schwedischen Pärchen, das ich im Zug kennen gelernt hatte und setzte mich dann in den ICE nach Essen, von wo ich dann weiter nach <strong>Marl</strong> fuhr, wo ich noch einige Tage bei meinen Eltern verbrachte und in Erinnerungen an diese schöne Reise schwelgte.</li>
<li>Gefahren bin ich übrigens mit einem <a href="http://www.bahn.de/p/view/angebot/paesse/interrail/preise.shtml">&rarr; InterRail-Ticket</a>, das für fast alle Züge und einige Fernbusse außerhalb Deutschlands gilt. Extra bezahlen musste ich so nur die An- und Abreise in den Nachtzügen, die Reservierung für den X2000, die Busfahrt Narvik–Fauske, den städtischen ÖPNV sowie natürlich die Schiffsfahrt Stockholm–Helsinki. Übernachtet habe ich jeweils in Jugendherbergen, so dass sich die Kosten einigermaßen in Grenzen hielten. Trotzdem ergab sich für alle Fahrten und Übernachtungen (ohne Verpflegung) eine Summe von über 900 Euro, die auszugeben sich aber absolut gelohnt hat. Wenn ich euch jetzt zu einer eigenen Nordland-Tour inspiriert habe – schreibt mir, vielleicht kann ich euch noch ein paar Tipps geben!</li>
</ul>
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		<title>Nicht blind für Probleme</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 20:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kundenorientierung]]></category>
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		<description><![CDATA[Freitag, gegen 17.35 Uhr, NAH: Der RE aus Würzburg fährt mit ca. 50 Minuten Verspätung abweichend auf Gleis 3 ein. Ich steige ein, obwohl ich erst den nächsten Zug nehmen will, aber wer weiß, wann der kommt &#8230; Während der Fahrt wird bekannt gegeben, dass der Zug wegen der großen Verspätung heute in Hanau endet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitag, gegen 17.35 Uhr, NAH: Der RE aus Würzburg fährt mit ca. 50 Minuten Verspätung abweichend auf Gleis 3 ein. Ich steige ein, obwohl ich erst den nächsten Zug nehmen will, aber wer weiß, wann der kommt &#8230;<br />
Während der Fahrt wird bekannt gegeben, dass der Zug wegen der großen Verspätung heute in Hanau endet. Ich sitze auf einem Notsitz im Treppenraum des Doppelstockwagens, als ein blinder Fahrgast mehrmals an mir vorbei läuft und etwas zu suchen scheint. Beim dritten Mal spreche ich ihn an. Er möchte mit Nahverkehrszügen nach Köln und macht sich natürlich Sorgen um seinen Anschluss. Ich verspreche ihm zu helfen, und wir steigen gemeinsam in Hanau aus, wo wir außerplanmäßig auf Gleis 104 ankommen. Wir gehen auf den Nachbarbahnsteig, wo ja gleich der planmäßige RE nach FF ankommen müsste – dieser wird aber leider kurz darauf mit +20 angekündigt. Ein Blick auf den Abfahrtsplan verrät mir, dass kurz darauf noch ein RE aus Fulda fährt, der sogar noch vor dem Würzburger Zug in FF sein soll. Also gehen wir auf Gleis 6, nur um dort zu erfahren, dass auch dieser Zug verspätet ist. Kurz darauf fährt ein ICE 1 durch, und wenig später taucht plötzlich ein ICE 3 auf, der anscheinend von Würzburg aus über die Fuldaer Strecke umgeleitet worden ist (und planmäßig eigentlich gar nicht in FH hält). Wir gehen zum Zub, der an einem 1.-Klasse-Wagen steht, und mein Mitreisender bekommt von ihm die Genehmigung einzusteigen. Ich gehe zu einem 2.-Klasse-Eingang und steige dort ein, obwohl ich laut Fahrkarte bis FF mit dem Nahverkehr fahren muss. Zum Glück kontrolliert mich aber die häufig vorbei laufende Zub&#8217;in nicht, so dass ich in FF meine Reise planmäßig und ohne weitere Komplikationen nach Konstanz fortsetzen kann, wo ich das Wochenende verbringe.</p>
<p>Auf der Rückfahrt läuft es übrigens genau umgekehrt: Der ICE von FF nach NAH ist mit +50 angekündigt, so dass ich – wiederum zugbindungswidrig – mit dem RE weiter fahre. Dessen Zub&#8217;in akzeptiert meine Fahrkarte aber ebenfalls ohne weitere Erklärungen meinerseits, so dass ich ohne Aufpreis und mit „nur“ 29 Minuten Verspätung im strömenden Regen zum Taxi laufen kann, das mich nach Hause bringt.</p>
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		<title>Continuazione della storia</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 19:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzten Dienstag war es soweit: ich trat meine im Januar gebuchte Reise aus der Toskana zurück nach Aschaffenburg an. Insgesamt war es eine sehr ruhige Fahrt, bemerkenswert war nur Folgendes: Der Hochgeschwindigkeitszug (Rom–)Florenz–Bologna(–Venedig) war überfüllt, obwohl er reservierungspflichtig ist. Wahrscheinlich ist ein anderer Zug ausgefallen oder ein Anschluss ging verloren. Die Frau auf meinem reservierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzten Dienstag war es soweit: ich trat meine <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/la-storia-infinita">im Januar gebuchte</a> Reise aus der Toskana zurück nach Aschaffenburg an. Insgesamt war es eine sehr ruhige Fahrt, bemerkenswert war nur Folgendes:</p>
<ul>
<li>Der Hochgeschwindigkeitszug (Rom–)Florenz–Bologna(–Venedig) war überfüllt, obwohl er reservierungspflichtig ist. Wahrscheinlich ist ein anderer Zug ausgefallen oder ein Anschluss ging verloren. Die Frau auf meinem reservierten Platz hat diesen jedenfalls sofort freiwillig geräumt.</li>
<li>Als ich meine Reisetasche ins Gepäckregal stellen wollte, sprach mich ein Fahrgast auf Italienisch an, was ich leider nicht verstand. Ich nehme an, er meinte, dass das Regal – wie auch im TGV – nur für Koffer gedacht ist.</li>
<li>Von meinem Fensterplatz zwischen Florenz und Bologna hatte ich herzlich wenig, weil die erst im Dezember eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den beiden Städten praktisch nur aus Tunneln besteht.</li>
<li>Die Eurocitys zwischen München und Italien laufen seit Dezember 2009 ohne jede Beteiligung von Trenitalia. Das treibt einige kuriose Blüten, nämlich die, dass der Zug auf den Fahrplanheftchen und auf den Bahnhofsanzeigen in Österreich und Deutschland stets als „DB-ÖBB-EuroCity“ bezeichnet wird, in Italien dagegen als Zug der Privatbahn Ferrovie Nord Milano (LeNord). Das ist auch der Grund, warum meine Sitznachbarin am Bahnhof in Bologna keinen Fahrschein für den Zug kaufen konnte. Im Zug ist das auch nur mit Bargeld oder Kreditkarte möglich, EC-Karten werden nicht akzeptiert.</li>
<li>Am Brenner hielt der Zug, ohne dass das im Fahrplan verzeichnet war. Es handelt sich um einen reinen Systemhalt, bei dem offensichtlich Personal gewechselt und die Lok von 3 kV = auf 15 kV ~ umgeschaltet wird. Einen Lokwechsel gibt es jedoch, wenn ich es richtig beobachtet habe, nur in Verona, wo der Zug auch Kopf macht.</li>
<li>Eine nennenswerte Verspätung gab es mit etwa 10 Minuten nur bei der Ankunft in Bologna, den Rest der über zwölfstündigen Reise legte ich nahezu völlig pünktlich zurück.</li>
<li>Zwischen MH und NAH hatte ich einen Einzelsitz im Großraumwagen, nämlich dort, wo der Gang nach rechts schwenkt, um Platz für die Abteile zu machen, die es im ICE 3 in einigen Wagen gibt. So habe ich gleichzeitig am Gang und am Fenster gesessen (und hatte keinen Sitznachbarn, den der Geruch meines Essens, das ich mir in München bei „Wok&#8217;n&#8217;<strong></strong>walk“ geholt hatte, hätte stören können).</li>
</ul>
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		<title>Not macht erfinderisch</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 21:55:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das zumindest dürfte der Grund sein für ein Phänomen, das ich am Wochenende erlebt habe. Wegen des – durch verkürzte Wartungsintervalle verursachten – momentanen Mangels an ICE-3-Triebwagen endete der vordere Zugteil meines ICE nicht wie sonst in Köln Messe/Deutz, sondern schon in Frankfurt. Von dort sollte er – anscheinend handelte es sich um ein Mehrsystemfahrzeug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das zumindest dürfte der Grund sein für ein Phänomen, das ich am Wochenende erlebt habe. Wegen des – durch verkürzte Wartungsintervalle verursachten – momentanen Mangels an ICE-3-Triebwagen endete der vordere Zugteil meines ICE nicht wie sonst in Köln Messe/Deutz, sondern schon in Frankfurt. Von dort sollte er – anscheinend handelte es sich um ein Mehrsystemfahrzeug – gut 20 Minuten später als ICE International nach B<strong></strong>rüssel weiter fahren. Solche Rochaden sind bei der DB ja nicht unbedingt ungewöhnlich. Interessant aber war, dass allen Fahrgästen, die freiwillig aus- und in einen späteren Zug einstiegen, ein Reisegutschein im Wert von 25 Euro offeriert wurde. Solche unmoralischen Angebote kannte ich vorher nur (gerüchteweise) aus dem Flugverkehr. Ich habe mich dagegen entschieden, um möglichst früh in Marl zu sein. Und das hat auch geklappt, denn die Verspätung fuhr der Zug auf der NBS wieder heraus, und auch meinen eigentlich von FF bis KD reservierten Platz wollte niemand haben, so dass ich mich ein wenig mit meiner netten Sitznachbarin unterhalten konnte. Trotz des Schneegestöbers im Ruhrgebiet klappte der Umstieg in Essen in den RE 2 und in ERE in den SB 25 ohne Probleme, so dass ich tatsächlich um 21.15 Uhr bei meinen Eltern war.<br />
Die Rückfahrt brachte als Hauptbesonderheit eine Fahrt mit dem RE 1 bis Köln, der von EDU bis KLA über die Orts- bzw. S-Bahn-Gleise umgeleitet wurde, um das hohe Verkehrsaufkommen auf den Ferngleisen nicht zu behindern. Nachdem wir in KLMI einen weiteren Fernzug passieren lassen mussten, erreichten wir KKDZ mit etwa +20, so dass die Wartezeit auf meinen ICE 929 drastisch verkürzt wurde. Der wiederum war annähernd pünktlich, bis ihn kurz hinter FH sein Schicksal in Form einer BÜ-Störung ereilte und ich mich in NAH mit +20 auf den Fußmarsch nach Hause machte.</p>
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		<title>La storia infinita</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 17:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch im neuen Jahr will ich fleißig mit dem Zug verreisen: zum Beispiel in der Osterwoche aus der Toskana zurück nach Aschaffenburg (hin fahre ich mit meinen Eltern und meiner Tante im Auto). Dadurch öffnete sich ein weiteres Kapitel der unendlichen Geschichte „internationaler Fahrkartenkauf“: Die DB verkauft ja das „Europa-Spezial Italien“, das allerdings nur dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch im neuen Jahr will ich fleißig mit dem Zug verreisen: zum Beispiel in der Osterwoche aus der Toskana zurück nach Aschaffenburg (hin fahre ich mit meinen Eltern und meiner Tante im Auto). Dadurch öffnete sich ein weiteres Kapitel der unendlichen Geschichte „internationaler Fahrkartenkauf“: Die DB verkauft ja das „Europa-Spezial Italien“, das allerdings nur dann gilt, wenn innerhalb Italiens nicht umgestiegen wird. Ohne Umsteigen kommt man aber nicht von hinter Florenz bis zur österreichischen Grenze, so dass ich den Fahrschein auf bahn.de erst ab Bologna kaufen konnte.<br />
Für die restliche Strecke verwies man dort auf einen „unbekannten Auslandstarif“, und auch der Computer im Reisezentrum streckte die Waffen. Nun lag es nahe, bei trenitalia.it zu buchen – dort gibt es folgende Möglichkeiten, den Fahrschein zu bekommen: Online-Ticket (nur für Fernzüge), Abholung am Automaten (nur an größeren Bahnhöfen) und Postversand (nur in Italien). Da mein Einstiegsbahnhof ein kleinerer ist und ich in Italien niemanden kenne, blieb mir nichts anderes übrig, als nur ein Online-Ticket für den Fernzugabschnitt Florenz–Bologna zu buchen. Aber auch das scheiterte – nach erfolgreicher Anmeldung – daran, dass meine Kreditkarte aus unbekannten Gründen nicht akzeptiert wurde.<br />
Ich war schon fast davon überzeugt, die Fahrkarte erst am Reisetag kaufen zu können (mit dem Risiko, dass der „Frecciargento“ dann ausgebucht ist), probierte als letzte Idee aber noch die Buchung auf sncf.fr. Von dort wurde ich auf das wohlbekannte tgv-europe.com weitergeleitet, das mir tatsächlich eine Fahrkarte für diesen Abschnitt verkaufen konnte – sogar zum ermäßigten, aber dafür nicht frei umtauschbaren Preis. Nun fehlt nur noch der Nahverkehrsabschnitt bis Florenz, aber hier sollte es kein Problem sein, die Karte am Reisetag am Automaten zu kaufen. Etwas weniger umständlich hatte ich es mir zwar schon vorgestellt, aber: Eine von Deutschland aus gekaufte französische Fahrkarte für einen italienischen Zug – wenn das mal kein Zeichen für die europäische Einigung ist! </p>
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		<title>Voll verspätet</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 18:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer Vorurteile über die Deutsche Bahn hat, konnte die am Wochenende leider ausnahmsweise einmal bestätigt sehen: Am Samstag war der RE von NAH nach Hanau zwar noch pünktlich (und interessanterweise mit einer MRCE-Dispolok der BR 185 bespannt), aber dort angekommen, hatte der ICE 278 Interlaken Ost – Berlin Ostbf schon +15. Auf die Frage an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Vorurteile über die Deutsche Bahn hat, konnte die am Wochenende leider ausnahmsweise einmal bestätigt sehen: Am Samstag war der RE von NAH nach Hanau zwar noch pünktlich (und interessanterweise mit einer MRCE-Dispolok der BR 185 bespannt), aber dort angekommen, hatte der ICE 278 Interlaken Ost – Berlin Ostbf schon +15. Auf die Frage an den Zub, wie es denn mit meinem Anschluss in Fulda aussehe (immerhin hatte ich nur 4 min Zeit), lächelte er nur und sagte „Der ist hinter uns“. In der Tat wurden in Fulda innerhalb von zehn Minuten drei verspätete Züge durch Gleis 7 geschleust: ICE 278, eine ICE-2-Doppeltraktion nach Hamburg und Bremen und „mein“ Anschluss-ICE 1559 nach <strong>Erfurt</strong>, meinem Ziel für dieses Wochenende. Gleis 6 war übrigens mit einem leeren Nachtzug aus CNL- und SBB-Wagen belegt. Mein Zug wiederum war zwar mit zwei Zugteilen ICE-T unterwegs, aber trotzdem so überfüllt, dass ich mit einigen anderen Fahrgästen nur noch auf dem Boden einen Sitzplatz fand und dort bleiben musste, bis wir mit knapp +30 gegen 14 Uhr Erfurt erreichten.<br />
Auf der Rückfahrt sah es nicht viel besser aus: Statt in Doppeltraktion war ICE 1558 zwar pünktlich, aber leider nur einfach unterwegs, was zu einem entsprechenden Besetzungsgrad führte. Also hieß es für mich wieder auf dem Boden sitzen, wobei ich feststellte, dass man auf der obersten Trittstufe an der Eingangstür recht bequem sitzen und sogar schlafen kann. Nachdem vormittags in Erfurt noch blauer Himmel dominierte, begrüßte uns in Fulda ein regelrechter Schneesturm, der bis Frankfurt nicht besser wurde. Dort angekommen, war die Anzeigetafel voll von stark verspäteten Zügen – darunter auch derjenige ICE, der eine Stunde vor meinem nach NAH hätte fahren sollen. Ob das am Wetter lag, war indessen nicht ganz klar, denn als Begründung waren Erklärungen wie Triebfahrzeugschäden und Störungen im Betriebsablauf zu hören. Mein eigentlicher Zug, für den ich einen Sparpreis 25 hatte, wurde bald ebenfalls mit +50 angekündigt, so dass ich beschloss, den vorherigen Zug zu nehmen – ohne mich zu fragen, ob ich das angesichts der Zugbindung überhaupt durfte. Da niemand zum Kontrollieren kam, habe ich die Antwort auch nicht erfahren, bin aber letztendlich etwa 30 min später als geplant (also in einem 90 min verspäteten Zug) in NAH angekommen und durch die verschneite Innenstadt nach Hause gelaufen.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Der Dispolok-Zug ist übrigens ein Ersatz für noch nicht zugelassene Fahrzeuge der Baureihe 440 aus dem E-Netz Würzburg.</p>
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		<title>Was tut man nicht alles &#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 18:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; für eine günstige Fahrkarte: Um vergangenen Freitag abends nach München zu kommen, gab es schon vor knapp einem Monat nur noch eine Möglichkeit mit Sparangebot: eine Verbindung mit Abfahrt 20.49 Uhr, Umstieg in Würzburg und Ankunft in München um 23.44 Uhr. Zum Glück war das meiner Tante, bei der ich übernachtet habe, nicht zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; für eine günstige Fahrkarte: Um vergangenen Freitag abends nach München zu kommen, gab es schon vor knapp einem Monat nur noch eine Möglichkeit mit Sparangebot: eine Verbindung mit Abfahrt 20.49 Uhr, Umstieg in Würzburg und Ankunft in München um 23.44 Uhr. Zum Glück war das meiner Tante, bei der ich übernachtet habe, nicht zu spät, so dass ich zugegriffen habe. Für die Rückfahrt hatte ich immerhin noch die Wahl zwischen dem direkten Zug um 11.55 und dem um 14.55 Uhr. Um ausschlafen zu können, habe ich mich für letzteren entschieden (und bei der Buchung prompt den Gutschein vergessen, den ich noch hatte und damit 10 Euro verschenkt).<br />
Die Fahrt selber lief fast reibungslos: Der Zug hatte etwa +5, weswegen ich (auf Ansage des Zub hin) nicht in NWH, wo wir nur noch die Rücklichter des Anschlusszuges sagen, sondern in NN umgestiegen bin. Wäre übrigens nicht Freitag gewesen, hätte ich gar nicht umsteigen müssen, denn dann fährt statt ICE 1125 nach Regensburg ICE 1025 nach München. Beim Umstieg ergab sich die kuriose Situation, dass an beiden Bahnsteigkanten ICE-1-Garnituren standen, die aus Hamburg kamen (1125 von Kiel über Köln und 885 von Altona über Hannover). Obwohl ich normalerweise um die Zeit nicht sehr müde bin, verbrachte ich den Rest der Fahrt schlafend und traf schließlich fast pünktlich in MH ein.<br />
Auf der Rückfahrt gab es noch weniger besondere Ereignisse. Ich saß auf einem Platz, der wie fast alle in diesem Zugteil (freitags und sonntags fährt ICE 622 doppelt) reserviert war, aber trotzdem leer blieb. Kurz vor NN verkündete eine Ansage des Zub, dass Fahrgäste für einen durch einen Notarzteinsatz verspäteten ICE einsteigen würden und wir deshalb eventuell vorhandenes Gepäck von den Sitzen räumen sollten. Nennenswert voll wurde es dann allerdings erst in NWH, so dass ich froh war, meinen Platz zu haben. Angekündigt wurde auch ein außerplanmäßiger Halt in Hanau, was mich wunderte, da die Bahnsteige dort eigentlich zu kurz für ICE-3-Doppeltraktionen sind. Wie der Halt dann vonstatten ging, konnte ich aber nicht beobachten, da ich ja schon in NAH ausgestiegen bin (übrigens auf die Minute pünktlich) und mich diesmal zu Fuß auf den Weg nach Hause gemacht habe.</p>
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		<title>Wettbewerb im Fernverkehr – kommt er bald?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 20:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Planung/Technik/Betrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen & Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Fernverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Privatbahnen]]></category>
		<category><![CDATA[Tarif]]></category>

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		<description><![CDATA[Interessante Meldungen gingen dieser Tage durch die Presse: Zum einen will die französische Staatsbahn SNCF über ihre Tochter Keolis (die in Deutschland unter der Marke Eurobahn fährt) in den deutschen Fernverkehrsmarkt einsteigen. Ab 2011 sollen die Strecken Frankfurt–Hamburg und Frankfurt–Berlin mit 20 „gebrauchten Zügen“ (wahrscheinlich Corail-Wagen) bedient werden. Weitere Infos dazu gibt es bisher nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessante Meldungen gingen dieser Tage durch die Presse: Zum einen will die französische Staatsbahn SNCF über ihre Tochter Keolis (die in Deutschland unter der Marke Eurobahn fährt) in den deutschen Fernverkehrsmarkt einsteigen. Ab 2011 sollen die Strecken Frankfurt–Hamburg und Frankfurt–Berlin mit 20 „gebrauchten Zügen“ (wahrscheinlich <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=sncf22.jpg">Corail-Wagen</a>) bedient werden. Weitere Infos dazu gibt es bisher nicht.</p>
<p>Wesentlich konkreter sind da andere Pläne: Ab August 2010 hat das bisher unbekannte Unternehmen Locomore Fahrplantrassen für die Strecke Köln-Hamburg gebucht. Der genaue Fahrplan kann noch bis Montag beim <a href="http://www.lok-report.de/news/news_woche_montag.html">&rarr; Lok-Report</a> abgerufen werden. Es handelt sich um drei Fahrten pro Tag montags bis donnerstags. Am Wochenende gelten abweichende Fahrzeiten. Die Fahrten sind „fast“ vertaktet, d.h. die Minuten der einzelnen Fahrten weichen nur geringfügig voneinander ab. Mit einer Fahrzeit von etwa 4 Stunden und 10 Minuten sind die Züge nur unwesentlich langsamer als die ICs der DB auf dieser Strecke. Auffällig ist allerdings, dass statt Bremen der kleine Bahnhof Sagehorn bedient wird, an dem es aber direkte Anschlüsse von und in die Hansestadt gibt.</p>
<p>Wird das neue Angebot Erfolg haben? Darüber wird natürlich in den einschlägigen Foren und <a href="http://www.meinews.net/locomore-t461903.html?s=3528341e0b1dd36cec0357b449b2b9f2&amp;">&rarr; Newsgroups</a> jetzt schon heiß diskutiert. Knackpunkte werden – wie schon <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/wettbewerb-im-fernverkehr/">von Prof. Aberle prophezeit</a> – vor allem der Tarif und die Anschlussmöglichkeiten sein. Die wenigsten Fahrgäste wollen genau von Köln Hbf nach Sagehorn oder von Gelsenkirchen Hbf nach Hamburg Hbf fahren, also schauen wir uns die Anschlüsse einmal an: Die Locomore-Züge fahren durchgehend etwa eine halbe Stunde versetzt zu den DB-Fernzügen. Wenn wir annehmen, dass die Nahverkehrszüge auf letztere abgestimmt sind, gibt die Fahrplanlage der neuen Züge überall dort gute Anschlüsse, wo der Nahverkehr im Halbstundentakt oder öfter fährt, wie es im Ruhrgebiet und in Hamburg meistens der Fall ist. Und auch in Osnabrück werden innerhalb einer halben Stunde Anschlusszüge in alle Himmelsrichtungen erreicht (Richtung Bremen allerdings nur über Delmenhorst). Die Fahrplanlage bietet also hier einiges Potenzial, bliebe als wunder Punkt der Tarif: Wenn für eine Strecke Marl-Sinsen–Hamburg-Rahlstedt drei Fahrscheine gekauft werden müssen, die wegen der Degression des DB-Tarifs (und der Nicht-Anerkennung der Bahncard) womöglich mehr kosten als ein durchgehender, wird das natürlich zu Lasten des neuen Angebots gehen. Ebenso fällt die Flexibilität weg, jeden Zug benutzen zu können, die man zumindest mit dem Normalpreis der DB hat. Man darf also gespannt sein, wie der Tarif (über den noch nichts bekannt ist) der neuen Züge letztendlich aussieht, denn er wird eine entscheidende Rolle im Kampf um deren Erfolg spielen.</p>
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		<title>Streckenkunde</title>
		<link>http://www.janzbikowski.de/blog/streckenkunde/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 17:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnfahrn]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses & Triviales]]></category>
		<category><![CDATA[Fernverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Karten]]></category>
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		<description><![CDATA[Als regelmäßiger Bahnfahrer bin ich ja schon einiges herumgekommen, allein schon durch das Pendeln zur Uni Dortmund entspricht es mindestens einmal der Entfernung um die Erde. Daher war ich neugierig, wie die Strecken in Deutschland, die ich schon befahren habe, auf einer Karte aussehen. Also habe ich mir aus dem Netz eine Karte mit freundlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als regelmäßiger Bahnfahrer bin ich ja schon einiges herumgekommen, allein schon durch das Pendeln zur Uni Dortmund entspricht es mindestens einmal der Entfernung um die Erde. Daher war ich neugierig, wie die Strecken in Deutschland, die ich schon befahren habe, auf einer Karte aussehen. Also habe ich mir aus dem Netz eine Karte mit freundlicher Genehmigung „geklaut“ – nämlich bei <a href="http://bueker.net/trainspotting">&rarr; Trainspotting</a>, wo es sehr gut gemachte digitale Eisenbahnkarten gibt. Die Strecken, auf denen ich schon unterwegs war, habe ich schwarz markiert, und <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/befahren.jpg" target="_blank">das ist dabei herausgekommen</a> (Karte öffnet in neuem Fenster).<br />
Die meisten schwarzen Strecken gibt es natürlich in der Umgebung meiner Wohnorte Marl und Aschaffenburg. Im Ruhrgebiet und Rhein-Main-Gebiet kenne ich bis auf einige S-Bahn-Endstücke alles. Ganz dün<strong></strong>n sieht es dagegen im Osten aus: Bis auf zwei Strecken nach Berlin und drei nach Leipzig sind die neuen Bundesländer „terra incognita“, ein Zustand, den ich durchaus gerne ändern möchte. Im Rest von Deutschland kenne ich meistens nur die Hauptstrecken, womit ich sicher eine Menge verpasst habe. Aber es ergeben sich selten Gelegenheiten, weiter entfernte Nebenstrecken zu fahren, und ich setze mich dann doch nicht einen ganzen Tag in den Zug, nur um eine bestimmte Strecke zu fahren.<br />
Dank Umleitungen habe ich übrigens auch einige Strecken kennen gelernt, die sonst nur von Güterzügen befahren werden, wie Gelsenkirchen-Buer Nord–Recklinghausen Hbf oder Buchholz (Nordheide)–Maschen. Einiger dieser Strecken, wie Düsseldorf Hbf–Duisburg-Wedau oder die rechte Rheinstrecke zwischen Koblenz und Mainz habe ich nicht schwarz markiert, da es bei diesen Umleitungen dunkel war.<br />
Bei Gelegenheit werde ich sicher eine aktualisierte Version der Karte präsentieren, aber bis dahin liegen wohl noch einige Bahnkilometer vor mir &#8230;</p>
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		<title>(K)Alte Heimat</title>
		<link>http://www.janzbikowski.de/blog/kalte-heimat/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 19:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahrn]]></category>
		<category><![CDATA[Planung/Technik/Betrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Fernverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dienstag bis Sonntag letzter Woche war ich zum zweiten Mal in diesem Jahr in Polen, genauer gesagt in Danzig. Diesmal war ich nicht alleine und mit dem Flugzeug unterwegs, sondern fuhr gemeinsam mit meinem Vater die ganze Strecke mit dem Zug. Die erste Etappe führte uns mit dem Nachtzug von Dortmund nach Posen. Meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Dienstag bis Sonntag letzter Woche war ich zum zweiten Mal in diesem Jahr in Polen, genauer gesagt in <strong>Danzig</strong>. Diesmal war ich nicht alleine und mit dem Flugzeug unterwegs, sondern fuhr gemeinsam mit meinem Vater die ganze Strecke mit dem Zug.</p>
<p>Die erste Etappe führte uns mit dem Nachtzug von Dortmund nach Posen. Meine erste Schlafwagenfahrt war relativ unaufregend, und ich konnte dank Ohropax sogar trotz des schnarchenden dritten Passagiers in unserem Abteil recht gut schlafen. Fast pünktlich in Posen angekommen, vertrieben wir uns die Wartezeit im mit „Chill-out-Zone“ beschrifteten Warteraum. 50 Minuten sollte es eigentlich dauern, allerdings wurden für unseren Zug bald 15 Minuten Verspätung angezeigt, die dann auf 40 stiegen. Wir vermuteten den auf allen Fernsehbildschirmen (aber nicht in Posen selbst) zu sehenden Wintereinbruch als Ursache, aber ein des Polnischen mächtiger deutscher Fahrgast klärte uns auf, dass ein Unfall auf der Strecke aus Breslau, wo der Zug herkam, die Ursache war.<br />
Letztendlich fuhr der Zug mit ca. +50 ein, und wir mussten aufpassen, in den richtigen Zugteil zu kommen: der hintere fuhr nämlich nach Stettin weiter, während der vordere unser Zug nach Danzig war. Bald ging die nicht allzu schnelle Reise los: Bei einer planmäßigen Fahrzeit von 5 Stunden und 38 Minuten für 313 km lag die Geschwindigkeit nie über 120 km/h, auf einem recht langen Streckenabschnitt sogar nur um die 50. Trotzdem machte der Zug die Verspätung teilweise wieder wett und kam mit nur noch +15 in Danzig an, wo uns nicht nur winterliche Temperaturen, Regen und Sturm, sondern auch eine verwirrende Vielfalt von Buslinien und -haltestellen begrüßte. Eine Linienübersicht oder englischsprachiges Personal gab es nicht, so dass wir erst nach dem Kauf eines Stadtplans und einigem Suchen entlang der Straße vor dem Bahnhof herausfanden, welche Linien uns zum Hotel brachten.</p>
<p>Die drei Tage in Danzig brachten außer besserem, weiterhin kaltem Wetter auch einige interessante ÖPNV-Erfahrungen: zum Beispiel die <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/skm01.jpg">SKM</a>, einen S-Bahn-artigen Zug, der Danzig, Zoppot und Gdingen sowie die Umgebung dieser „Dreistadt“ miteinander verbindet. Außerdem machten wir einen Ausflug nach Soldau (Działdowo), der Kleinstadt in Masuren, aus der meine Großeltern stammten. Da Soldau <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/pkp06.jpg">Haltebahnhof</a> der (reservierungspflichtigen) <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/pkp05.jpg">Expresszüge</a> zwischen Danzig und Warschau ist, ist es sehr leicht mit dem Zug zu erreichen.<br />
Interessant fand ich übrigens, dass in Polen nicht die Gleis-, sondern die Bahnsteignummern auf den Abfahrtsplänen angegeben sind und letztere nicht viel mit ersteren zu tun haben. In Danzig zum Beispiel befinden sich an Bahnsteig (peron) 2 die Gleise (tor) 1 und 2, an Bahnsteig 1 dagegen die Gleise 6 und 8. Welches der beiden Gleise am Bahnsteig nun das richtige ist, sieht man entweder an der Anzeige oder bei der Einfahrt des Zuges.</p>
<p>Am Samstag Nachmittag war dann die Rückfahrt angesagt: Wieder setzten wir uns in ein Abteil (Großraumwagen sind in Polen im Fernverkehr unbekannt). Im Gegensatz zu den Expresszügen hatte unser Zug, der als Pospieszny (Schnellzug) lief, Achter-Abteile, die aber nicht reservierbar und zum Glück nie voll besetzt waren. Diesmal dauerte die Fahrt laut Plan nur 4:36 Stunden, und wie auch bei den Fahrten nach und von Soldau konnte der Zug die leichte Verspätung, die er bei der Abfahrt hatte, bis zu unserem Zielbahnhof ausgleichen.</p>
<p>Nach etwas über einstündigem Warten in Posen gab es dann noch einen kleinen Schock in der Abendstunde: Unser Schlafwagen hatte die Nummer 180, also stiegen wir in den unnummerierten Wagen neben der 179 ein. Dort war allerdings alles verschlossen. Eine Nachfrage beim Schaffner ergab, dass dieser Wagen „kaputt“ sei und ein Sitzwagen als Ersatz diene. Die Aussicht auf eine Nacht im Sitzen führte zu einer weiteren Nachfrage beim Schaffner, die ergab, dass der kaputte Wagen ein Liegewagen war – der Schlafwagen befand sich in hervorragendem Zustand und korrekt nummeriert daneben.</p>
<p>Also konnten wir uns wie geplant zur Ruhe betten – und verpassten dadurch in Hannover eine bahntechnische Meisterleistung: Der Zug fährt ab Warschau mit drei Zugteilen nach Amsterdam, Basel und München und kommt in Amsterdam mit drei Zugteilen aus Warschau, Kopenhagen und Prag an. Dreh- und Angelpunkt für die Neuzusammenstellung der Züge ist Hannover, wo jede Nacht ein beträchtlicher Rangieraufwand stattfinden muss, den ich aber – wie die meisten Fahrgäste – selig schlafend erlebt habe. Laut Fahrkarte hätten wir schon zwei Stunden später, nämlich um 4.50 Uhr in Dortmund, aussteigen müssen – wir konnten die Schaffnerin aber davon überzeugen, uns bis Duisburg schlafen zu lassen. Diese scheinbar kurze Entfernung bringt über zwei Stunden längere Schlafzeit, da der Zug zwischen EDO und EDG einen Umweg über Wuppertal und Köln fährt. In KK macht er nicht etwa Kopf, sondern fährt (vermutlich) über die Südbrücke und dann über Gütergleise zur Düsseldorfer Strecke. Nach einem dreiviertelstündigen Aufenthalt in Duisburg war dann das Abenteuer Polen-Reise um 8.35 Uhr in ERE beendet.</p>
<p>Ein kleines Abenteuer ergab sich für mich noch auf der Rückfahrt nach NAH nach einer Verschnaufpause in Marl und dem Treffen mit einer Freundin in Köln: Der ICE in KK stand nicht auf Gleis 4 bereit, sondern auf Gleis 6. Dort angekommen, standen die potenziellen Fahrgäste vor einem leeren und verschlossenen Zug, bis eine Ansage kam, dass dieser Zugteil genau das bleiben würde und wir bitte in den anderen Zugteil einsteigen sollten. Dieser war erstaunlich leer, so dass ich am Anfang sogar die Lounge für mich alleine hatte, und mit etwa +10 ging es dann wiederum über die Südbrücke (was nur an diesem Tag planmäßig war). Die Verspätung blieb ebenso wie der „Geister“-Zugteil bis NAH erhalten, sonst gab es aber keine weiteren Komplikationen, so dass ich gegen 21.45 Uhr müde ins Taxi sinken konnte.</p>
<p>Für die Statistik: Die Länge der Hinfahrt ergab einen neuen <a href=http://www.janzbikowski.de/blog/der-jkbf-beitrag-der-rekorde>Rekord</a>; wenn ich die Anreise aus Aschaffenburg mitrechne, liegt er bei 21 Stunden und 15 Minuten. Und für die <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/von-a-bis-z">A-bis-Z-Liste</a> gibt es ebenfalls einen neuen Eintrag:</p>
<p>Gdańsk Główny–Gdynia Główny SKM</p>
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