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	<title>Jan kann Bahn fahrn &#187; Busverkehr</title>
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	<description>Erlebnisse und Meinungen rund um Bahn und ÖPNV</description>
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		<title>Příští stanice: Hlavní nádraží</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 15:05:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angesichts des Waldes aus diakritischen Zeichen habt ihr es vielleicht erraten: Ich war mal wieder in Prag. Da beim letzten Besuch nicht viel Zeit für Sightseeing war, habe ich diesmal das lange Wochenende um den 6. Januar genutzt, um mir die tschechische Hauptstadt und ihren ÖPNV ausführlich zu Gemüte zu führen. Gebucht hatte ich Mitte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts des Waldes aus diakritischen Zeichen habt ihr es vielleicht erraten: Ich war mal wieder in <strong>Prag</strong>. Da beim <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/in-die-goldene-stadt/">letzten Besuch</a> nicht viel Zeit für Sightseeing war, habe ich diesmal das lange Wochenende um den 6. Januar genutzt, um mir die tschechische Hauptstadt und ihren ÖPNV ausführlich zu Gemüte zu führen. Gebucht hatte ich Mitte Dezember und damit relativ kurzfristig, gekostet hat die reine Hin- und Rückfahrt trotzdem nur 43,50 Euro. Seit dem Verlust der Ausschreibung für den RE Nürnberg–Prag setzt die DB auf der Strecke Reisebusse ein, die (für Eisenbahnfreunde gemeinerweise) nicht nur eine Stunde schneller, sondern bei rechtzeitiger Buchung auch günstiger sind als der Zug. Allerdings musste ich für die Rückfahrt ab Nürnberg mit dem Nahverkehr Vorlieb nehmen, sonst wäre es wieder teurer geworden.</p>
<p>Los ging es am Freitag um 10.24 Uhr ab NAH mit dem ICE. Der Empfehlung von Hafas folgend, hatte ich reserviert, obwohl ich der Meinung war, dass das an einem Freitagmorgen, selbst wenn er teilweise Feiertag war, nicht nötig sein würde. Das bestätigte sich, und so konnte ich mir einen schöneren Platz als meinen reservierten aussuchen und die 4 Euro Aufpreis in den Wind schreiben. Anderthalb Stunden später erreichte der Zug pünktlich NN, wo ich mich schnurstracks in die Lounge begab. Wozu hat man schließlich seit neuestem eine silberne Bahncard? Auch wenn es sich um einen eher schmucklosen Raum handelt, so war es doch angenehm, ein kostenloses Getränk genießen und dabei Zeitung lesen zu können.</p>
<p>Nach einer halben Stunde begab ich mich auf den Bahnhofsvorplatz, wo der <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=db101.jpg">Bus</a> schon bereit stand. Meine Reisetasche wollte ich ganz forsch in den Gepäckraum stellen, aber der Fahrer bat mich, erst einzuchecken, was die Busbegleiterin erledigte. Die Tasche wurde dabei mit einem Aufkleber versehen, dessen Gegenstück ich behielt.<br />
Mein Platz war im oberen Deck des Busses, kurz hinter einer etwas lauten, aber aushaltbaren Gruppe junger Leute, die sich schnell mit der ebenfalls jungen Busbegleiterin anfreundeten. Diese verkaufte nicht nur während der Fahrt Snacks und Getränke, sondern kontrollierte auch die Fahrkarten. Auf einem Monitor wurde nach der Abfahrt ein kurzer Einspielfilm mit Sicherheits- und Servicehinweisen gezeigt. Ein sonstiges Unterhaltungsprogramm gab es aber nicht.<br />
Aus Nürnberg fuhr der Bus auf einer schnurgeraden Ausfallstraße zur Autobahn, die von dort direkt nach Prag führt. Kurz vor der Grenze winkte uns ein Polizeiauto auf einen Parkplatz, um eine Ausweiskontrolle durchführen zu können. Da es dabei offenbar keine Probleme gab, konnten wir die Fahrt sofort fortsetzen; weitere Halte gab es nicht.<br />
Auch auf tschechischer Seite war die Busfahrt zwar schnell, aber langweilig. Ein Farbtupfer waren nur die Reklameschilder an fast jeder Autobahnbrücke, die unter anderem auch für die Busverbindung warben. Das Ende der Autobahn am Stadtrand von Prag war schnell erreicht, so dass wir bereits um 16 Uhr und damit 20 Minuten vor Plan an unserem Endpunkt vor dem Prager Hauptbahnhof ankamen.</p>
<p>Dort hieß es erst einmal Geld wechseln und ein Ticket für den Nahverkehr besorgen. Das erwies sich als schwieriger als gedacht: Schalter gibt es nicht mehr, und die Automaten nehmen nur Münzen. Letztendlich kaufte ich ein Tagesticket bei einer fliegenden Händlerin, deren Angebot ich eigentlich schon abgelehnt hatte. Das Ticket sah zwar auch auf den zweiten Blick noch echt aus, aber da ich nicht kontrolliert worden bin, bleibt ein letzter Zweifel.</p>
<p>In den nächsten zwei Tagen erkundete ich nicht nur die Stadt, sondern da ich erstmals alleine und mit Digitalkamera ausgestattet war, auch den ÖPNV ausgiebig. Ein Foto von der Metro zu machen, erwies sich wie üblich als sehr schwierig – die Bahnsteige sind kaum länger als die Züge, und ein einfahrender Zug führt zumindest bei meiner Kamera zu verwackelten Bildern. <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=dp18.jpg">Hier</a> das beste Ergebnis mehrerer Versuche, entstanden in der Endstation Depo Hostivař der Linie A, die wie die Linie B noch von modernisierten Wagen aus sowjetischer Produktion befahren wird. Auf der Linie C dagegen fahren modernere M1-Wagen. Das Fotografieren derselben schob ich so lange auf, bis keine Zeit mehr war, deshalb müsst ihr mit dem <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=dp08.jpg">Analogbild</a> von 2007 Vorlieb nehmen. Dafür gelangen mir einige Bilder von Bussen und Straßenbahnen, die ich demnächst online stelle.</p>
<p>Am Sonntag morgen hieß es dann schon wieder Abschied nehmen von der Goldenen Stadt, aber nicht ohne vorher im Hauptbahnhof noch einige Bilder von tschechischen Zügen gemacht zu haben. Das Innenleben des Bahnhofs hat übrigens sehr gewonnen und hat nichts mehr mit Ellis&#8217; gruseliger <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/gastbeitrag-prag-ruckfahrt/">Beschreibung</a> von 2008 gemein. Nur die historische Eingangshalle, vor der der Bus hält, könnte eine Renovierung vertragen. A propos Bus: Der stand schon bereit, wieder in DB-Lackierung, aber diesmal vom Kooperationspartner Student Agency und daher mit tschechischem Personal. Fahrer und Begleiterin sprachen aber auch sehr gut Deutsch, umgekehrt war das nicht der Fall. Übrigens gab es diesmal sogar in jedem Sitz Monitore, das „Programm“ war aber das gleiche wie auf der Hinfahrt.<br />
Auch sonst gab es auf der Rückfahrt keine Besonderheiten. Nach der Beschwerde eines weiblichen Fahrgasts zu urteilen, soll diesmal hinten eine recht laute Gruppe gewesen sein, von der ich jedoch vorne nichts mitbekommen habe. Zufällig sah ich unterwegs auch einige Busse in die Gegenrichtung, den ersten direkt bei der Ausfahrt aus Prag. Der Blick auf die Uhr (die Fahrpläne sind symmetrisch) deutete schon auf einige Verfrühung entweder unseres oder der anderen Busse hin, und tatsächlich erreichten wir NN auch wieder 20 min vor Plan. </p>
<p>Statt in die Lounge führte mich diesmal der Weg zu Burger King, und der Blick danach auf die Anzeigetafel führte bei mir zu großen Augen: Für 15.42 Uhr war kein Zug nach Würzburg angegeben! Des Rätsels Lösung: Ich sollte einen Zug nehmen, der über Bamberg nach Würzburg fuhr. Dieser war nur bis Schweinfurt auf der Anzeigetafel vermerkt, da es nach Würzburg einen viel schnelleren direkten RE gibt. Anscheinend wollte Hafas einen langen Aufenthalt in NN vermeiden. Darauf kam ich aber leider erst später, sonst wäre ich doch noch in die Lounge gegangen. Sei es, wie es ist, so habe ich mal wieder die Strecke Bamberg–Würzburg gesehen. Kurios: Der Zug lief als „Franken-Thüringen-Express“, das einzig Thüringische war aber offenbar der Akzent des Zub, der die entsprechenden Ansagen machte. Der Zug wie auch der Anschlusszug ab NWH waren Doppelstockzüge mit ausreichendem Sitzplatzangebot und ohne Verspätung – ergo: weiter nichts zu erzählen, NAH pünktlich zu einer Zeit erreicht, zu der noch Busse fuhren. Zur Nachahmung empfohlen!</p>
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		<title>Hüben und drüben 1 – Bus</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 11:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit sechs Jahren wohne ich nun arbeitsbedingt in Aschaffenburg und bin dort genau so regelmäßiger Nutzer des ÖPNV wie früher in meiner Heimatstadt Marl. Dabei ist mir natürlich vieles aufgefallen, was in den beiden Städten bzw. ihrem jeweiligen Umland verschieden ist. Diese Unterschiede möchte ich euch in einer kleinen Serie vorstellen, angefangen mit dem Busangebot. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit sechs Jahren wohne ich nun arbeitsbedingt in Aschaffenburg und bin dort genau so regelmäßiger Nutzer des ÖPNV wie früher in meiner Heimatstadt Marl. Dabei ist mir natürlich vieles aufgefallen, was in den beiden Städten bzw. ihrem jeweiligen Umland verschieden ist. Diese Unterschiede möchte ich euch in einer kleinen Serie vorstellen, angefangen mit dem Busangebot.</p>
<p>Auf den ersten Blick sind die Bus<strong>netze</strong> der Städte gar nicht mal so unterschiedlich. In beiden gibt es ein Bündel von Linien, die sich jeweils an einem in den 2000er-Jahren neu gebauten Busbahnhof mit kurzen Umsteigewegen (Marl Mitte bzw. Aschaffenburg Hbf/ROB) treffen und von dort in die Stadtteile und die Nachbarstädte ausstrahlen. Tangentiallinien gibt es praktisch nicht, so dass der Weg zwischen zwei Stadtteilen immer über das Zentrum führt. Aufgrund der ungewöhnlichen Geografie von Marl gibt es allerdings noch einen zweiten Umsteigeknoten in Hüls, über den man z.B. Marl-Hamm von Sinsen aus erreichen kann.<br />
Nach einem Blick auf die Stadtpläne scheint mir die <strong>Netzdichte</strong>, d.h. der Abstand zur nächsten Haltestelle, in AB kürzer zu sein, da hier die Busse häufiger direkt durch die Wohn- bzw. Gewerbegebiete hinein fahren als in Marl, wo sich der Verkehr eher auf die Hauptachsen konzentriert. Die Haltestellenabstände sind ähnlich, allerdings gibt es in AB mehr Kuriositäten wie dicht beieinanderliegende Haltestellen mit unterschiedlichen Namen, Haltestellen, die nur in eine Richtung angefahren werden sowie eine reine Ausstiegshaltestelle, die in den Bussen nicht angesagt wird.</p>
<p>Was die <strong>Fahrpläne</strong> der Linien betrifft, so dominiert in beiden Städten montags bis freitags tagsüber der 30-Minuten-Takt. In Marl wie in AB werden Linien, die ein Stück gemeinsam fahren, häufig so gelegt, dass sich ein 15-Minuten- oder noch dichterer Takt ergibt. In AB haben einige Linien ohne Parallelverkehr in der Hauptverkehrszeit auch einen eigenen 15-Minuten-Takt.<br />
Wesentlich größer ist der Unterschied zwischen den Städten abends und am Wochenende. In AB verlässt der letzte Bus den Busbahnhof um 21.25 Uhr (sonntags um 20.25 Uhr), danach muss man mit einem Anruf-Sammel-Taxi (letzte Abfahrt 0.30 Uhr, am Wochenende 2.00 Uhr) vorlieb nehmen, das halbstündlich nur nach Vorbestellung und mit besonderem Fahrpreis fährt. In Marl dagegen fahren die Busse auf den Hauptlinien bis etwa Mitternacht, die Nebenlinien allerdings werden ab 21 Uhr auf Taxibus umgestellt, der im Gegensatz zum Sammeltaxi zum normalen Fahrpreis benutzbar ist. In den Wochenendnächten kann man bis ca. 3 Uhr auf zwei Hauptlinien durch die Stadt den Nachtexpress benutzen, in die nicht angebundenen Stadtteile bleibt allerdings nur der Weg mit einem regulären Taxi.<br />
Samstags nachmittags und sonntags herrscht in beiden Städten der Stundentakt vor, der in Marl bereits gegen 9 Uhr einsetzt. In AB bleibt man dagegen bis 13 Uhr auf das AST angewiesen.<br />
<strong>Anschlüsse</strong> zwischen den meisten Linien bestehen in Marl Mitte zu den Minuten 00 und 30, am ROB in AB zu den etwas seltsamen Minuten 25 und 55. In Marl war es zumindest früher Usus, dass die Busse – jedenfalls auf Nachfrage beim Fahrer – aufeinander warten, in AB habe ich so etwas noch nicht beobachtet (bei dem regelmäßigen Verkehrschaos wäre es wahrscheinlich auch nicht praktikabel). Ebenso gibt es dort auch nicht die Anschlussgarantie, die in Marl abends für bestimmte Relationen gegeben wird, oder die Möglichkeit, nach 20 Uhr zwischen den Haltestellen auszusteigen.</p>
<p>Verbindungen in die <strong>Nachbarstädte</strong> werden in Marl wie die innerstädtischen Verbindungen von der Vestischen angeboten. Die Fahrpläne gehorchen demselben Schema wie innerhalb Marls, außer dass schwächer frequentierte Linien die Stadtgrenze nur alle 60 Minuten überschreiten. Der „Star“ in Marl dürfte der SB 25 sein, der im Halbstundentakt in gut 15 Minuten die Busbahnhöfe von Marl und Recklinghausen verbindet.<br />
In AB dagegen fahren die Stadtwerke nicht in alle Nachbargemeinden, in manche Richtungen wird der Verkehr von der Verkehrsgesellschaft Untermain (VU) oder der Kahlgrund-Verkehrsgesellschaft (KVG) durchgeführt. Für deren Linien beträgt der Grundtakt 60 Minuten, durch Überlagerung kann sich hier allerdings auch ein kürzerer Takt ergeben. Abends und am Wochenende ist das Angebot leider sehr dürftig: Samstags wie sonntags werden die meisten Linien auf einen Zweistundentakt reduziert, und ab etwa 21 Uhr fährt praktisch gar nichts mehr. Einen Ersatz durch AST gibt es nur von und an drei Gemeinden, die sonst von den Stadtbussen bedient werden. Ärgerlich: Auf dem Rückweg in die Stadt darf man nicht etwa überall aussteigen, sondern nur an einer von vier Haltestellen in der Innenstadt. Auf den meisten Regionalbuslinien gibt es allerdings stadtauswärts noch eine Abfahrt (außer sonntags) um 22.30 Uhr, freitags und samstags auch um 0.30 Uhr.</p>
<p>Die <strong>Anschlüsse Bus/Zug</strong> funktionieren in beiden Städten einigermaßen. Das Problem ist hier wie da, dass Busse nicht auf Züge warten und umgekehrt. Für Marl bringen außerdem gelegentliche leichte Fahrplanverschiebungen der Strecke Essen–Münster die Anschlüsse in ERE ins Wanken, in NAH stellt sich das Problem, dass es Abfahrten in vier Richtungen über die ganze Stunde verteilt gibt. So etwas wie der Nichtanschluss zwischen dem letzten Zug aus Frankfurt (an 0.38) und den Wochenend-Nachtbussen (ab 0.30) ist allerdings wirklich ärgerlich und in Marl deutlich besser gelöst.</p>
<p>Was die <strong>Fahrzeuge</strong> betrifft, tun sich beide Städte nicht mehr viel. Niederflur-Stadtbusse mit Haltestellenanzeige und -ansage sind Standard, in AB allerdings wurde das letzte Hochflurfahrzeug erst 2011 augemustert. Die Regionalbusse dagegen, die auch auf manchen innerstädtischen Strecken die einzige Fahrtmöglichkeit darstellen, erfüllen beide Standards aber noch längst nicht alle. In AB gibt es im Gegensatz zu Marl außerdem an den wichtigsten Haltestellen eine DFI, die die fahrplanmäßigen Abfahrtszeiten anzeigt. Wenn die Ampel-Fernsteuerung eingeführt wird (die es in Marl schon seit 2001 gibt), sollen die Informationen auch in Echtzeit geliefert werden.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Beide Unternehmen kochen aufgrund des Subventionsbedarfs nur mit Wasser. Die Vestische scheint mir ingesamt etwas engagierter zu sein, hat es in der deutlich dichter besiedelten Region aber auch leichter. In Aschaffenburg wird es dagegen schwierig, woanders hin zu fahren als ins Büro oder zum Einkaufen. Ob es nur an Geld und Geografie liegt oder am fehlenden Mut, etwas Neues zu wagen?</p>
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		<title>ÖPNV, wie er (nicht) sein sollte</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 21:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein frohes neues Jahr an alle Leser! Gerade komme ich aus meinen Weihnachtsferien wieder, in denen ich die eine oder andere Fahrt mit dem ÖPNV im Ruhrgebiet gemacht habe. Nach Essen war die Fahrt recht unspektakulär, ärgerlich ist nur, dass es wegen der frühen Abfahrt der RB 42 in ERE nur noch eine sinnvolle Verbindung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein frohes neues Jahr an alle Leser! Gerade komme ich aus meinen Weihnachtsferien wieder, in denen ich die eine oder andere Fahrt mit dem ÖPNV im Ruhrgebiet gemacht habe. Nach <strong>Essen</strong> war die Fahrt recht unspektakulär, ärgerlich ist nur, dass es wegen der <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/minute-18/">frühen Abfahrt</a> der RB 42 in ERE nur noch eine sinnvolle Verbindung pro Stunde von meinen Eltern aus gibt. Die Fahrzeit ist dabei mit etwa einer Stunde deutlich länger als mit dem Auto, aber noch annehmbar. Gerade noch annehmbar ist auch die letztmögliche Rückfahrt an Wochentagen, in diesem Fall um 22.32 Uhr ab Essen-Überruhr.<br />
Die Verbindung zum Betriebshof der Vestischen in <strong>Herten</strong>, wo ich wieder meinen ehemaligen Kollegen besucht habe, könnte dagegen kaum besser sein: In 22 Minuten ist man da, nur der zweimalige Umsteigezwang (Hochstraße in Marl und Buschstraße in Herten) dürfte von vielen potenziellen Kunden als lästig empfunden werden. Dafür warten die Busse aber aufeinander, so dass ein Anschlussverlust selten sein dürfte – zumindest, wenn man beim Einsteigen den Busfahrer informiert.<br />
Am selben Tag machte ich mich dann auf zum Silvesterfeiern nach <strong>Dortmund</strong>. Auch hier war die Verbindung vorbildlich: SB 25 bis ERE, dann direkter Anschluss mit dem RE 2 nach EWAN. Von dort mit der S 2 nach Dortmund-Westerfilde, wo jede S-Bahn direkten Anschluss an die Buslinie hat, die mich zum Ziel brachte.<br />
Der kleine Wermutstropfen: Der Anschluss in EWAN war kein fahrplanmäßiger, sondern er kam nur mit etwas Glück zustande – eigentlich hätte ich 20 min warten müssen. Der Über-Eck-Anschluss in Wanne ist leider ebenso wie der Anschluss vom und zum SB 25 in ERE nicht nur gegenüber Verspätungen, sondern auch gegenüber Fahrplanverschiebungen sehr empfindlich. Ideal wäre hier eine Abfahrtszeit von RE und RB in ERE von 22/52.<br />
Zurück von der Silvesterfeier führte mich dann wieder ein gutes ÖPNV-Beispiel: Die Buslinie 460, die über die Schnellstraße von Kirchlinde direkt in die Dortmunder Innenstadt führt und dort am Nordeingang des Hauptbahnhofs hält. Meine Rückfahrt von dort nach <strong>NAH</strong> verlief erfreulich ruhig: Leerer Zug, fast pünktlich, Currywurst aus dem Speisewagen auch genießbar – das Bahnjahr 2012 zeigt sich von seiner besten Seite!</p>
<p>PS: Der <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/provinzbahnhofe/">Einkaufswagen</a> am Hp Marl Mitte liegt immer noch dort &#8230;</p>
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		<title>Im Dreieck gesprungen (2)</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 20:24:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reiseroute: Aschaffenburg–Münster–Bremerhaven–Aschaffenburg Reisedatum: 21.-23. Oktober 2011 Reisezweck: Geburtstagsfeier von und Kurzurlaub mit Ellis Buchung: knapp 3 Wochen vorher. NAH–EMST und HBH–NAH für zusammen 126 Euro, leider nur unwesentlich günstiger als der Normalpreis. Nur auf der Strecke EMST–HBH, die wir zu zweit fahren, können wir mit 33 Euro ein echtes Schnäppchen machen. Fahrtverlauf: Alle Züge sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reiseroute:</strong> Aschaffenburg–Münster–Bremerhaven–Aschaffenburg</p>
<p><strong>Reisedatum:</strong> 21.-23. Oktober 2011</p>
<p><strong>Reisezweck:</strong> Geburtstagsfeier von und Kurzurlaub mit Ellis</p>
<p><strong>Buchung:</strong> knapp 3 Wochen vorher. NAH–EMST und HBH–NAH für zusammen 126 Euro, leider nur unwesentlich günstiger als der Normalpreis. Nur auf der Strecke EMST–HBH, die wir zu zweit fahren, können wir mit 33 Euro ein echtes Schnäppchen machen.</p>
<p><strong>Fahrtverlauf:</strong> Alle Züge sind gut besetzt, es findet sich aber immer ein Sitzplatz, auch auf den Abschnitten, auf denen wir zu zweit reisen. Auf dem Hinweg fährt ICE 624 auf der NBS durch Langsamfahrt auf dem linken Streckengleis 10 min Verspätung ein (angegebener Grund: Bauarbeiten, von denen aber nichts zu sehen ist). Der planmäßige Anschluss in EE gelingt, obwohl der Anschluss nicht mehr angesagt wird. Den Plan, stattdessen den inoffiziellen Anschluss in EDO zu nutzen und die Strecke EDO–EMST besser kennen zu lernen, muss ich fallen lassen. Auf der Weiterfahrt am Samstag morgen hat IC 2220 FF–Fehmarn-Burg +10, was den Anschluss an die Regio-S-Bahn in HB ebenfalls nicht gefährdet.<br />
Besonderheit auf der Rückfahrt: Statt eines durchgehenden ICE HB–NWH(–MH) fährt nur ein Ersatz-IC mit Umsteigezwang in HH. Der „Bremer“ Teil des ICE 2 beginnt erst dort, der Hamburger Teil kommt wie geplant dazu. Der Umstieg gelingt dank 12 min Übergangszeit problemlos, ebenso die Weiterfahrt nach NWH. Dort hat ICE 524 wiederum +10, die unterwegs zu +15 werden. Da ich nur noch ins Taxi umsteigen muss, macht das aber nichts.</p>
<p><strong>Sonstiges:</strong> Einzeltickets in Münster sind mit 2,50 Euro noch teurer als im VRR. Im Übernachtungspreis der Jugendherberge ist dagegen das Busticket (und Schwimmbadeintritt) für ganz Bremerhaven für die Dauer des Aufenthalts inbegriffen. Kurios sind kleine Leuchten über jedem Sitz im hinteren Teil einiger Gelenkbusse: Sie zeigen (halbwegs zuverlässig) an, ob der Sitz besetzt ist. Sinn ist möglicherweise, auf einen Blick zu sehen, ob es sich lohnt, nach hinten durchzugehen. Die Takte der Busse sind angemessen: sonntags tagsüber noch im 20-min-Takt, abends und sonntags morgens immerhin noch alle halbe Stunde. Etwas unpraktisch dagegen der Fahrplan auf der Strecke HBH–HB: fünf Minuten nach dem zweistündlichen RE fährt die Regio-S-Bahn, die 15 min länger braucht, danach eine Stunde gar nichts.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Bahntechnisch war trotz der relativ hohen Verspätungsquote der Fernzüge alles im Lot. Da auch Wetter und Unterkunft sehr gut waren, war es eine absolut lohnenswerte Fahrt. Neben unseren geplanten Aktivitäten (Klima- und Auswandererhaus) hätten wir noch für mindestens weitere 1-2 Tage weitere Ideen gehabt. Bremerhaven ist also eine Reise wert!</p>
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		<title>Einst und jetzt 3 – Nachtrag</title>
		<link>http://www.janzbikowski.de/blog/einst-und-jetzt-3-%e2%80%93-nachtrag/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 18:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur dritten und letzten Folge meiner kleinen Serie „Einst und jetzt“ hat Martin einen so ausführlichen Kommentar geschrieben, dass ich ihm einen eigenen Beitrag widme. Hallo, solche Beiträge lese ich bei Dir immer wieder gerne Danke . [...] Dem alten Busbahnhof trauere ich nämlich, ehrlich gesagt, schon nach. Mir hat diese Form der Busbahnhöfe (wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/einst-und-jetzt-3-sonstiges/">dritten und letzten Folge</a> meiner kleinen Serie „Einst und jetzt“ hat Martin einen so ausführlichen Kommentar geschrieben, dass ich ihm einen eigenen Beitrag widme.</p>
<blockquote><p>Hallo,</p>
<p>solche Beiträge lese ich bei Dir immer wieder gerne <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p>Danke <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p>
<blockquote><p>[...]<br />
Dem alten Busbahnhof trauere ich nämlich, ehrlich gesagt, schon nach. Mir hat diese Form der Busbahnhöfe (wie man sie ja auch z.B. in GE-Buer Rathaus findet) schon immer besser gefallen als der neue Busbahnhof (wie auch in RE), wo sich die eintreffenden und abfahrenden Linien zudem noch kreuzen.[...]</p></blockquote>
<p>Stimmt, das ist ein Nachteil der Mittelinsel-Bauform. Bei der Bauform mit parallelen Bussteigen sind außerdem die Umsteigewege tendenziell kürzer. Insgesamt ist es wohl Geschmackssache <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p>
<blockquote><p>Die Abreißfahrkarten hatten IMHO viel mehr Charme, als die gedruckten Fahrscheine auf Thermopapier, die man heutzutage überall kriegt.</p></blockquote>
<p>Das stimmt absolut. Ich hoffe, ich habe nicht den Eindruck erweckt, dass früher alles schlecht und heute alles gut ist <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> .</p>
<blockquote><p>Ich hab die als Kind gesammelt, weil die auch interessant waren, verschiedene Gesellschaften hatten schöne Logos auf ihren Fahrkarten (StOag in Oberhausen mit dem schiefen O) und jeder hatte seine eigene Farbe (Vest waren glaub ich gelb, ich kenne blaue oder rote auch).</p></blockquote>
<p>Meines Wissens hing die Farbe zumindest bei der Vestischen von der Preisstufe ab: die Preisstufe 1 zum Beispiel <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=vest-f1.jpg">gelb</a>. Andere Betriebe mögen andere Farben gehabt haben, von der Bogestra habe ich noch ein <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=bgs-f1.jpg">blaues</a> Preisstufe-B-Ticket in der Sammlung.</p>
<blockquote><p>Leider sind die alten Bestände meiner Fahrkarten dem Aufräumwahn meiner Eltern zum Opfer gefallen, wie auch die Verbundfahrpläne Bereich 2 (und teilweise auch andere) ab 1980. Die hätten heute sicher einen guten Wert!</p></blockquote>
<p>Meine allerersten Fahrpläne sind meinem eigenen Aufräumwahn zum Opfer gefallen, aber von einem ehemaligen Kollegen bei der Vestischen habe ich einige noch ältere Fahrplanbücher bekommen. Das von 1983 habe ich dreifach; wenn du oder ein andere Blogleser Interesse daran hast, einfach bei mir melden!</p>
<blockquote><p>Dass man nach 20 Uhr beim Fahrer einsteigen musste, kam auch erst ziemlich spät. Ich bin zwar damals selten um die Zeit Bus gefahren, aber da gabs das glaub ich auch noch nicht.</p>
<p>Was die Preisstufen angeht, fand ich die Regelung mit den Waben viel einfacher. Ich bin neulich mal mit meinen Kindern nach Wuppertal und Solingen (Schwebebahn und O-Bus <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ) gefahren (Ticket für den Gesamtraum für stolze 35 EUR!), da hab ich mich mal über diese Buchstabenzonen erkundigt und ich fand das sehr kompliziert. Ganz verstanden habe ich es immer noch nicht <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p>Scheint auch Gewohnheitssache zu sein &#8230; Das ABC-System war genial einfach: 2 Waben, 1 Tarifgebiet oder 1 Großstadt ist A, bis zu zwei Tarifgebiete weiter ist B, alles darüber hinaus ist C. Mit D und E ist es etwas komplizierter, aber viel einfacher kann es damals bei sechs Preisstufen mehr auch nicht gewesen sein <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p>
<blockquote><p>Was die Bordcomputer, die GPS-gestützten Haltestellenansagen, Vorrangschaltung der Ampeln und den Vorneeinstieg angeht, das gibts hier im VGN (Nürnberg) auch. Dazu noch Abfahrtstafeln an Haltestellen, die anzeigen, wann der nächste Bus kommt, nicht lt. Fahrplan, sondern anhand der Position der Busse). Aber gibts das nicht sogar auch shcon in Marl?</p></blockquote>
<p>Vorneeinstieg gibt es mittlerweile fast deutschlandweit mit der Konsequenz, dass zumindest hier in AB so gut wie gar nicht mehr wirklich kontrolliert wird. In Marl gibt es meines Wissens keine DFI, was sogar ein kleiner Rückschritt ist: Vor Jahren gab es in Marl Mitte nämlich mal eine Anzeige, die in Echtzeit die Ankunft des nächsten SB 26 verkündet hat (war damals ein Modellprojekt). Mir persönlich ist ein sinnvolles Angebot allerdings auch wichtiger als eine bunte Anzeige, hier in AB scheint es manchmal genau umgekehrt zu sein.</p>
<blockquote><p>Ja, Dein Beitrag weckt nostalgische Gefühle in mir, und ich freue mich immer wieder darüber. Danke vielmals und viele Grüße!</p>
<p>-Martin</p></blockquote>
<p>Danke, das freut mich sehr! Die Nostalgiethemen habe ich ja jetzt erst mal durch, ich hoffe, dass du trotzdem meinem Blog gewogen bleibst.</p>
<p>Viele Grüße aus der VAB in den VGN,</p>
<p>Jan</p>
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		<title>Einst und jetzt 3 &#8211; Sonstiges</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 15:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ÖPNV]]></category>
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		<description><![CDATA[Da ich mal wieder Zeit und Lust habe, kommt jetzt der letzte Teil der Serie „Einst und Jetzt“. Diesmal vergleiche ich alles, was nicht Fahrzeuge und Liniennetz ist – Schauplatz ist wieder das Gebiet der &#8594; Vestischen im Zeitraum von den späten Achtzigerjahren bis heute. Damals ließ der Blick auf den Linienplan an manchen Stellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich mal wieder Zeit und Lust habe, kommt jetzt der letzte Teil der Serie „Einst und Jetzt“. Diesmal vergleiche ich alles, was nicht <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/einst-und-jetzt-1-fahrzeuge/">Fahrzeuge</a> und <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/einst-und-jetzt-2-liniennetz/">Liniennetz</a> ist – Schauplatz ist wieder das Gebiet der <a href="http://www.vestische.de" target="_blank">&rarr; Vestischen</a> im Zeitraum von den späten Achtzigerjahren bis heute.</p>
<p>Damals ließ der Blick auf den <strong>Linienplan</strong> an manchen Stellen (vor allem Marl und Haltern) ein dichtes Netz vermuten, das sich aber bei genauerem Hinsehen als eine Bündelung von Linien für Werksangehörige der damaligen HÜLS AG bzw. Halterner Schüler entpuppte, die anderen Fahrgästen relativ wenig Nutzen brachten. Nachdem in den 80er-Jahren die Linien alle mit derselben roten Farbe auf einem normalen Stadtplan dargestellt worden waren, ging man im darauffolgenden Jahrzehnt dazu über, zwar verschiedene Farben zu nutzen, aber den Stadtplanhintergrund wegzulassen und die Linienverläufe so zu schematisieren, dass kaum noch erkennbar war, über welche Straßen die Linien verliefen und wo die Haltestellen genau lagen.<br />
Im zugehörigen <strong>Fahrplanbuch</strong> dominierten von Hand erstellte Fahrplantabellen mit Linienbändern, in denen noch die Zahlgrenzen angegeben waren. Welche Funktion diese hatten (zwei Zahlgrenzen waren die maximale Entfernung, auf der der Kurzstreckentarif galt), war jedoch nicht zu erkennen, was das Ganze etwas mysteriös machte. Noch mysteriöser wurde es dadurch, dass es Zahlgrenzen ohne Haltestelle gab, die dann im Linienband die Bezeichnung „Tarifpunkt“ mit dem Hinweis „Tarifpunkt keine Haltestelle“ trugen.</p>
<p><strong>Fahrscheine</strong> gab es entweder beim Fahrer oder an einem zugigen Schalter am Busbahnhof. Letzterer bot auch sonst nicht viel Komfort: ein paar schmale parallel angeordnete <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=vest02.jpg">Bordsteinkanten</a> mit einem zugigen Wartehäuschen mussten reichen. Egal, wo man die Fahrkarten kaufte, sie kamen von einem Abreißblock, zu dem die fertig gedruckten <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=vest-f1.jpg">Fahrscheine</a> gebündelt waren. Dabei gab es außer der Kurzstrecke die Preisstufen 1 bis 5. Die 5 deckte aber noch nicht den ganzen Verbundraum des VRR ab; wollte man weiter fahren, musste man die sechs Preisstufen des so genannten Regionaltarifs nutzen, der nur in den Zügen der Deutschen Bundesbahn galt. Wenn man schon einen Fahrschein hatte, konnte man im Bus hinten einsteigen und ihn dort entwerten. Nur nach 20 Uhr musste man immer beim Fahrer einsteigen. Wo man dann wieder aussteigen musste, konnte man mit viel Glück oder auf Nachfrage aus einer Ansage des Fahrers erfahren. Um den Haltewunsch dann dem Fahrer zu signalisieren, musste man zur hinteren Tür gehen und dort den Haltewunschknopf drücken. Allerdings kamen Anfang der Neunzigerjahre bereits Haltestellenanzeigen und im ganzen Bus verteilte Haltewunschtasten auf.</p>
<p>Und wie sieht es heute aus? Die <strong>Fahrplanbücher</strong> sind komplett computererstellt. Zahlgrenzen oder Tarifpunkte sind daraus nicht mehr erkennbar, was auch nicht nötig ist, da ein Kurzstreckenticket in der Regel drei Stationen weit gilt. Die <strong>Linienpläne</strong> zeigen jetzt sowohl einen Stadtplan als auch ein buntes Liniennetz, in dem die meisten Schüler- und Werkslinien nicht mehr dargestellt sind (soweit es sie überhaupt noch gibt).</p>
<p>Die <strong>Fahrscheine</strong> heißen jetzt offiziell <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=vest-f7.jpg">Tickets</a> und werden erst beim Kauf gedruckt, nach anfänglichen Schwierigkeiten sind sie inzwischen auch dann noch lesbar, wenn man sie ein paar Tage im Portmonee gehabt hat. Die Preisstufen wurden 1993 radikal vereinfacht auf Kurzstrecke, A, B und C, was erst 2008 durch die Einführung einer neuen Preisstufe D wieder etwas aufgeweicht wurde (ab 2012 wird es eine weitere Preisstufe E geben). Dabei sind natürlich alle Preisstufen in allen VRR-Verkehrsmitteln gültig. Die Tickets gibt es zwar immer noch beim Fahrer, der Schalter ist aber in den meisten Städten einem modernen Kundenzentrum gewichen, das meistens direkt neben einem nagelneuen <strong>Busbahnhof</strong> steht. Der wiederum besteht oft aus einer großen überdachten <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=vest14.jpg">Mittelinsel</a>, an der reihum die Bussteige wie Sägezähne angeordnet sind.<br />
A propos Drucken: Die Fahrscheindrucker in den Bussen sind nicht nur Drucker, sondern <strong>Bordcomputer</strong>, die (anhand der zurückgelegten Strecke) auch die Haltestellenanzeige und -ansage steuern, so dass man sich nicht mehr auf die seltenen und nicht immer verständlichen Ansagen der Fahrer verlassen muss. Die Ansagen werden vom Computer erzeugt und haben deswegen manchmal einen kuriosen Akzent („Marienhohspitall“). Über die Bordcomputer werden auch die Ampeln angesteuert – dadurch gibt es schneller grün, die Fahrgäste sind schneller am Ziel und die Vestische braucht weniger Busse.</p>
<p>Seit 2002 muss in den Bussen der Vestischen grundsätzlich vorne eingestiegen und der Fahrschein vorgezeigt werden. Dieser <strong>„kontrollierte Einstieg“</strong> führt nicht zu größeren Verspätungen, was mich damals erstaunt hat. Bei großem Andrang, Kinderwagen, Rollstühlen etc. kann der Fahrer auch weiterhin die hintere Tür zum Einstieg öffnen.<br />
Aussteigen kann man ab 20 Uhr übrigens nicht nur an den Haltestellen, sondern unter bestimmten Bedingungen auch dazwischen. Ich nutze das ganz gerne, seit die Haltestelle, die mir am nächsten lag, weggefallen ist, auch wenn die Mindestentfernung von 200 Metern gerade so erreicht wird.</p>
<p>Und damit endet meine kleine Zeitreise in der Hoffnung, dass sie euch gefallen und vielleicht ein paar nostalgische Gefühle geweckt hat. Und eine neue Vergleichsidee gibt es auch schon, nämlich zwischen dem ÖPNV in meinen beiden Wohnorten Aschaffenburg und Marl bzw. ihren jeweiligen Regionen. Ihr dürft gespannt sein!</p>
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		<title>Wochenbericht</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 22:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Freitag vergangener Woche brach ich zu einem Kurzurlaub bei meinen Eltern in Marl auf. Schon beim Buchen der Fahrkarte hatte ich mich über die seltsamen Verbindungen gewundert, die mir angezeigt wurden: wo waren denn die direkten ICE Aschaffenburg–Essen hin? Des Rätsels Lösung: Vom 1. bis 11. März war wegen des Baus einer Brücke über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>Freitag</strong> vergangener Woche brach ich zu einem Kurzurlaub bei meinen Eltern in Marl auf. Schon beim Buchen der Fahrkarte hatte ich mich über die seltsamen Verbindungen gewundert, die mir angezeigt wurden: wo waren denn die direkten ICE Aschaffenburg–Essen hin? Des Rätsels Lösung: Vom 1. bis 11. März war wegen des Baus einer B<strong></strong>rücke über die A 3 zwischen NAH und Laufach die Strecke gesperrt. Regionalzüge endeten jeweils in den beiden Bahnhöfen, Fernzüge wurden durch das Kinzigtal umgeleitet. Statt um 19.36 mit dem ICE abzufahren, musste ich also schon fast eine Stunde früher aufbrechen und mit dem RE nach Frankfurt fahren. Dort hatte ich eine Dreiviertelstunde Aufenthalt, die ich im Internet-Café auf der B-Ebene des S-Bahnhofs verbrachte. Ab FF fuhr der ICE planmäßig, wenn auch nur mit einem statt mit zwei Zugteilen. Sitzplätze gab es trotzdem genug, und von Verspätung und Streik (den es am Morgen desselben Tages noch gegeben hatte) war zum Glück nichts zu spüren, so dass ich pünktlich EE erreichte. Durch den im Zuge des Bahnhofsumbaus mit Lichteffekten ausgestatteten Gang ging es zu Gleis 21, wo immer noch die Regionalbahnen Richtung Münster abfahren. Auch dieser Zug war pünktlich, so dass meine Mutter, die mich abholte, nicht lange warten musste.<br />
Am <strong>Rosenmontag</strong> stand dann eine Tour durch das Netz der Vestischen mit einem ehemaligen Arbeitskollegen von dort an. Mit einem Tagesticket der Preisstufe B bewaffnet, machte ich mich auf den Weg zum Hertener Betriebshof. Da die 245 nur noch stündlich fährt, musste ich von der Westerholter Straße („Blechecke“) aus laufen, was aber bei dem sehr sonnigen und milden Wetter kein Problem war. Unsere Tour führte uns dann – wiederum von der Blechecke – mit der 243 nach Herten Mitte, von dort weiter nach Buer (211), Dorsten (SB 28), Gladbeck (188), wieder Buer (SB 91) und schließlich Haltern (S 9). Dort verabschiedeten wir uns, woraufhin ich ein wenig durch den Rest einer Karnevalsveranstaltung auf dem Halterner Marktplatz schlenderte und mit dem 227er nach Marl zurück fuhr. Besonderheiten der Tour waren jede Menge kostümierte Menschen, eine Umleitung wegen des Rosenmontagszugs in Dorsten sowie am dortigen Bahnhof die Sichtung eines <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=evb01.jpg">628ers der EVB</a> – was der dort fernab seines Einsatzgebiets gemacht hat, blieb ein Rätsel (<strong>Nachtrag:</strong> Die 628er werden bei den EVB nicht mehr benötigt und sind an die NWB vermietet). Ein Fahrer von Westfalenbus bot an, aus dem Bild zu gehen, damit ich „seinen“ <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=wb03.jpg">Bus</a> fotografieren konnte – ein nettes Gegenbeispiel zu seinem <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/das-ist-immer-noch-mein-bus-2">unfreundlichen Kollegen in Aschaffenburg</a>.<br />
Am <strong>Dienstag</strong> dann machte ich mich auf den Weg zum Schwimmen, wiederum nach Dorsten. Der 227er fährt fast direkt vor der Haustür meiner Eltern ab und wechselt an der Hervester Dorfstraße dann seine Liniennummer auf 274. Dorthin kann er allerdings nicht mehr auf direktem Wege fahren: Da die alte Kanalbrücke in Hervest gesperrt ist, muss er über die L 608 fahren, was einiges an Fahrzeit und Kilometern kostet. Gekostet hat auch die Fahrt, 4,70 Euro pro Strecke nämlich. Der Vorteil des VRR-Tarifsystems, seine Einfachheit, verkehrt sich hier zu einem Nachteil, wenn nämlich für wenige Kilometer in die Nachbarstadt derselbe Tarif anfällt wie in das 30 km entfernte Essen. Vielleicht wäre hier ein großzügigerer Zuschnitt der Waben sinnvoll, wie er Anfang des Jahres in Polsum geschehen ist: Der Marler Stadtteil gehört nämlich jetzt komplett auch zur Wabe Gelsenkirchen-Hassel, wodurch sowohl Marl als auch Gelsenkirchen mit der Preisstufe A erreichbar sind.<br />
Der <strong>Mittwoch</strong> stand dann schon wieder im Zeichen der Rückfahrt: Mit der RB 42 ging es mittags nach EE, wo die Wartezeit auf den RE 1 planmäßig gut 20 Minuten betragen sollte. Da ich keine Lust auf das Stöbern in der Bahnhofsbuchhandlung hatte, kaufte ich mir wiederum ein Ticket der Preisstufe B und fuhr mit der U 18 nach Mülheim. Mein Plan, dort noch Fotos zu machen, ließ mich fast den RE 1 verpassen, der zum Glück aber Verspätung hatte. Die wuchs bis Köln auf 20 min an, so dass mein Treffen mit einer Freundin sich um diesen Zeitraum verzögerte. Um zu unserem Treffpunkt Neumarkt zu kommen, wollten die Automaten sowohl von Transregio als auch von der DB 2,50 Euro kassieren – erst der Schalter der KVB konnte mir das hierfür ausreichende Kurzstreckenticket verkaufen. Die abendliche Rückfahrt mit Umstieg in FFLF und FF lief dann völlig pünktlich ab, und anstatt nach Hause zu laufen, konnte ich die RB um 22.30 Uhr bis Aschaffenburg Hochschule nehmen.<br />
Die Woche abgeschlossen hat dann eine Dreiecksfahrt am <strong>Samstag</strong>: zunächst nach Dieburg, wo ich an einem Gälisch-Schnupperkurs teilnahm, dann weiter über Darmstadt (3-Minuten-Anschluss mit Bahnsteigwechsel) nach Frankfurt, wo ich nicht nur einen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=hlb04.jpg">HLB-Flirt</a> fotografierte, sondern auch mit Nils die Stadt erkundete. Tariflich war übrigens das Interessante an der Fahrt, dass wegen des BahnCard-Rabatts drei Einzeltickets günstiger waren als ein Tagesticket Aschaffenburg–Frankfurt. Zurück ging es um 19.30 mit dem RE, der zwar die nordmainischen Haltepunkte abklapperte, aber trotzdem pünktlich in NAH eintraf. Von dort ging es diesmal mit dem Fahrrad nach Hause, wo eine interessante und störungsfreie ÖPNV-Woche zu Ende ging – um die zahlreichen Streiks hatte ich mich erfolgreich herum manövriert.</p>
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		<title>Das ist immer noch mein Bus (2) – Nachtrag</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 21:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ÖPNV]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf meine Beschwerde wegen des Busfahrers, der mir das Fotografieren verbieten wollte, meldete sich tatsächlich diese Woche ein Mitarbeiter der VU. Er habe mit dem Fahrer gesprochen, und der bitte ausdrücklich um Entschuldigung für sein unfreundliches Verhalten. Natürlich dürfe ich auch auf dem Pausenplatz fotografieren, und wenn ein Fahrer nicht mit auf dem Bild sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf meine Beschwerde wegen des Busfahrers, der mir das <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/das-ist-immer-noch-mein-bus-2/">Fotografieren verbieten </a>wollte, meldete sich tatsächlich diese Woche ein Mitarbeiter der VU. Er habe mit dem Fahrer gesprochen, und der bitte ausdrücklich um Entschuldigung für sein unfreundliches Verhalten. Natürlich dürfe ich auch auf dem Pausenplatz fotografieren, und wenn ein Fahrer nicht mit auf dem Bild sein wolle (darum ging es ihm also anscheinend), könne er den Bus ja verlassen (!).<br />
Nun würde ich das nie von einem Fahrer während seiner Pause verlangen, sondern viel eher darauf verweisen, dass man den Fahrer auf den Bildern meistens sowieso nicht erkennen kann. Abgesehen davon, dass ich ja nicht ihn, sondern den Bus fotografiere, aber mit der juristischen Keule (§ 23 KunstUrhG) muss man ja nicht sofort kommen. Auf jeden Fall bin ich froh, dass sich die Anlegenheit nun so geklärt hat, zumal ich als Entschädigung auch noch einen VU-Modellbus (einen Gelenk-Citaro) und ein Busschule-Lineal bekommen habe. Vielen Dank an die VU dafür!<br />
Zur Feier des Tages bin ich dann erst einmal zum ROB gefahren und habe dort einen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=kvgk07.jpg">Doppeldecker der KVG</a> fotografiert. Auch diesmal sprach mich wieder ein Fahrer an, meinte aber nur: „Hobbyfotos, oder?“, was ich mit einem kurzen Ja bestätigen konnte. Insofern hoffe ich, dass die Episode von neulich ein Einzelfall bleibt.</p>
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		<title>Das ist immer noch mein Bus (2)</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 17:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aschaffenburg]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Freitag letzter Woche kam ich am Regionalen Omnibusbahnhof in Aschaffenburg an und sah, dass auf dem Pausenplatz neben den Bussteigen der Setra 415 NF der VU stand, den ich noch nicht in meiner Sammlung hatte. Also ging ich hin und holte meine Kamera heraus. Der Fahrer des Busses sah das, kurbelte seine Scheibe herunter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag letzter Woche kam ich am Regionalen Omnibusbahnhof in Aschaffenburg an und sah, dass auf dem Pausenplatz neben den Bussteigen der Setra 415 NF der VU stand, den ich noch nicht in meiner Sammlung hatte. Also ging ich hin und holte meine Kamera heraus. Der Fahrer des Busses sah das, kurbelte seine Scheibe herunter, und es enstand folgender Dialog:</p>
<blockquote><ul>
<li>Was wollen Sie denn fotografieren?</li>
<li>Den Bus.</li>
<li>Warum denn?</li>
<li>Weil ich die Fotos sammle.</li>
<li>Und wenn ich es Ihnen verbiete?</li>
<li>Das können Sie nicht, das ist öffentliches Gelände hier.</li>
<li>Nein, das ist Privatgelände.</li>
<li>Dann warte ich eben, bis Sie wieder auf öffentlichem Gelände sind. Wann haben Sie die nächste Fahrt?</li>
<li>Das geht Sie nun nichts an.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Nun, mit dem letzten Satz hatte er natürlich recht, aber die vorherige Diskussion brachte mich wirklich ein wenig in Rage. Trotzdem zog ich ab, ohne das Foto gemacht zu haben, aber nicht ohne den Beschluss zu fassen, einen Beschwerdebrief an die VU zu schreiben. Nach meiner Rechtsauffassung darf ich nämlich von öffentlich zugänglichem Gelände aus so viele Fotos machen, wie ich will. Ob es sich dabei um Privatgelände handelt (wem sollte es im Übrigen gehören?), kann ich ja gar nicht wissen, wenn es keine Schilder, Absperrungen oder Ähnliches gibt.<br />
Auch wenn der Busfahrer eventuell nicht mit auf dem Bild sein wollte (was er ja nicht gesagt hat), hätte er das Foto trotzdem hinnehmen müssen, weil das Hauptmotiv ja der Bus gewesen wäre. Und wenn er schließlich an meine eigene Sicherheit gedacht haben sollte (klar, passieren kann auf einem Busbahnhof immer etwas), hätte er das auch erstens überhaupt mal und zweitens freundlicher sagen können.</p>
<p>Wie dem auch sei, ich habe jetzt mal einen Brief an die VU verfasst und bin gespannt, was dabei heraus kommt. Mit dem Fotografieren von U-Bahnen hatte ich ja schon das <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/spqr/">eine </a>oder <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/typisch-deutsch-typisch-belgisch/">andere</a> Problem, aber von einem Busfahrer habe ich eine derartige Reaktion auf mein Hobby in 17 Jahren noch nie erlebt.</p>
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		<title>Willkommen in meinem Bus!</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 08:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem unangenehmen Ereignis vom letzten Jahr habe ich heute etwas deutlich Positiveres mit einem Busfahrer erlebt: Ich wollte eine Tageskarte für 2,80 Euro kaufen, hatte aber nur einen 20-Euro-Schein, den der Fahrer nicht wechseln konnte, so dass er den Kauf stornieren musste. Anstatt mich nun aber aus dem Bus zu werfen oder eine Gutschrift [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/das-ist-immer-noch-mein-bus/">unangenehmen Ereignis</a> vom letzten Jahr habe ich heute etwas deutlich Positiveres mit einem Busfahrer erlebt: Ich wollte eine Tageskarte für 2,80 Euro kaufen, hatte aber nur einen 20-Euro-Schein, den der Fahrer nicht wechseln konnte, so dass er den Kauf stornieren musste. Anstatt mich nun aber aus dem Bus zu werfen oder eine Gutschrift zu erstellen, die ich umständlich hätte einlösen müssen, ließ der Fahrer mich einfach so mitfahren. Auch mein Angebot, eine Einzelkarte zu kaufen, für die ich noch genug Kleingeld gehabt hätte, nahm er nicht an. Vielen Dank für diese Kulanz – ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist und werde mich bemühen, beim nächsten Mal genug Kleingeld dabei zu haben.</p>
]]></content:encoded>
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