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	<title>Jan kann Bahn fahrn &#187; Betriebsstörungen</title>
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	<description>Erlebnisse und Meinungen rund um Bahn und ÖPNV</description>
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		<title>etwa 10 Min. früher</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 10:56:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern im RE kurz vor Hanau eine Durchsage: „Wegen einer Streckensperrung wird dieser Zug umgeleitet und kann daher die Bahnhöfe zwischen Hanau West und Frankfurt Ost nicht anfahren.“ Das bedeutet zunächst einmal, dass das Abklappern der nordmainischen Stationen entfällt, das mir immer ziemlich auf die Nerven geht und von dem ich mir auch nie merken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern im RE kurz vor Hanau eine Durchsage: „Wegen einer Streckensperrung wird dieser Zug umgeleitet und kann daher die Bahnhöfe zwischen Hanau West und Frankfurt Ost nicht anfahren.“ Das bedeutet zunächst einmal, dass das Abklappern der nordmainischen Stationen entfällt, das mir immer ziemlich auf die Nerven geht und von dem ich mir auch nie merken kann, welcher Zug es macht und welcher nicht. Auf der südmainischen Strecke gibt es auch sofort eine freie Trasse, so dass wir ohne Halt bis FFS rauschen, wo wir sage und schreibe 10 Minuten vor Plan eintreffen. Hier wartet der Zug dann auf die planmäßige Abfahrt, wobei er noch vom RE aus Fulda überholt wird. Auf diesen läuft er kurz nach der Abfahrt auch auf, so dass er letztendlich leicht verspätet in FF eintrifft. Wäre ich in FFS in die nächste S-Bahn umgestiegen, wäre ich wohl 15 min früher als geplant an meinem Zielbahnhof Niederrad angekommen, aber zu meinem Termin komme ich auch so noch rechtzeitig. Eine Betriebsstörung mit solchen Auswirkungen (oder alternativ einen entsprechenden Fahrplan) wünsche ich mir öfter <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p>
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		<title>13:37</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 21:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus dem Flugjargon übertragen, war es wohl eine Gabelfahrt, die ich am Wochenende unternommen habe – jedenfalls aus der Sicht von DB Fernverkehr: Am Freitagabend nach Münster, am Samstag Nachmittag dann mit der NWB nach Bielefeld und am Sonntag zurück nach NAH. Die Zinken der Gabel kosteten jeweils 51,75 Euro. Kurios dabei: Auf der Rückfahrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Flugjargon übertragen, war es wohl eine Gabelfahrt, die ich am Wochenende unternommen habe – jedenfalls aus der Sicht von DB Fernverkehr: Am Freitagabend nach <strong>Münster</strong>, am Samstag Nachmittag dann mit der NWB nach <strong>Bielefeld</strong> und am Sonntag zurück nach NAH. Die Zinken der Gabel kosteten jeweils 51,75 Euro. Kurios dabei: Auf der Rückfahrt hatte ich die Wahl zwischen zwei Verbindungen mit identischer Abfahrts- und Ankunftszeit zum gleichen Preis. Ich entschied mich für die mit Umstieg in HH und FF, die andere hätte einen Umstieg mehr (HH, FKW und FH) erfordert. Beim halbstündigen Aufenthalt in FF würde ich so die Möglichkeit haben, die Lounge zu besuchen, denn seit kurzem bin ich stolzer Besitzer einer Comfort-Bahncard.</p>
<p>Soweit die Planung. Die Realität begann dann auch sehr vielversprechend mit der pünktlichen Abfahrt des ICE um 17.36 Uhr in NAH, die übrigens nach meinen Erfahrungen die Regel ist. Gleich hinter Hanau blieben wir allerdings aus ungeklärten Gründen stehen und erreichten FF so mit etwa +10. Auch durch die Standzeit wurde es nicht weniger – ärgerlich, denn 10 min waren auch genau meine Übergangzeit in <strong>KKDT</strong>. Nun geschah allerdings etwas, was ich zwar gehofft, aber schon lange nicht mehr erlebt hatte: Der Zug fuhr auf der NBS seine Höchstgeschwindigkeit aus und erreichte KKDT mit nur noch +4 (die mir überlieferte Rekordfahrzeit KK–FFLF liegt übrigens bei 37 Minuten). Nun musste ich nur noch in den oberen Bahnhofsteil (was sich von Gleis 12 etwas umständlich gestaltete) und dort auf den RE 7 warten. Zwei Vorurteile gegenüber dem NRW-Nahverkehr erfüllte dieser: er war verspätet (+5) und überfüllt, so dass ich erst einmal im Einstiegsraum stehen blieb. Den Namen Express verdient der Zug übrigens wirklich, denn er hält (meist aus fahrplantechnischen Gründen) nicht an allen Halten, die andere RE-Linien bedienen. Einer der Halte war Wuppertal Hbf, wo ich endlich einen Sitzplatz ergattern konnte. Ab Hagen war der Zug dann nicht nur pünktlich, sondern auch so leer, dass ich sogar eine Vierersitzgruppe für mich erobern konnte. Die Strecke EHM–<strong>EMST</strong> befuhr ich zum ersten Mal, wovon ich im Dunkeln natürlich nicht viel hatte. Am Endpunkt der Tagesetappe angekommen, besorgte ich mir noch schnell für den nächsten Tag eine Fahrkarte zum NRW-Tarif und stieg dann in den Bus zu Ellis, bei der ich bis Samstag Nachmittag bleiben würde. Es war übrigens ein Nachtbus, da Münster wie viele Städte zwar ein Nachtbusnetz besitzt, dieses aber aus Sparzwang bereits um 21 Uhr die normalen Linien ersetzt.</p>
<p>Wie geplant, bestieg ich am Samstag nach einem ausgiebigen Stadtbummel den Talent der NWB um 17.17 Uhr auf Gleis 17 (Numerologen vor). Wäre ich ein paar Minuten später gekommen, hätte ich Pech gehabt: nicht nur wäre der Zug dann abgefahren gewesen, sondern ich hätte schlicht und einfach auch nicht mehr hineingepasst. Einen so vollen Zug habe ich, glaube ich, noch nie erlebt, schon gar nicht an einem Samstagnachmittag auf einer Nebenbahn. Zum Glück handelte es sich nicht um Fußballfans, sondern anscheinend um Weihnachtsmarktbesucher, und ein guter Teil von ihnen stieg auch bereits nach gut 10 Minuten am ersten Halt Telgte wieder aus. Die Strecke entlang der B51/B64 weckte wieder nostalgische Gefühle in mir, hatte ich doch jahrelang die Gleise und die (sporadischen) Züge aus dem Auto auf dem Weg zu meiner Oma in <strong>Warendorf</strong> beobachtet. Hier wurde der Zug auch wieder etwas leerer, so dass ich mich immerhin auf einen Klappsitz setzen konnte. Die weitere Fahrt verlief ruhig, durch eine ICE-Überholung in Gütersloh zogen wir uns einige Minuten Verspätung zu. In <strong>EBWE</strong> stieg ich aus und musste erst einmal die Straßenbahnhaltestelle suchen. Der dort aushängende Fahrplan stimmte auch nicht so ganz mit der Realität überein, aber trotzdem erreichte ich kurz nach 19 Uhr mein nächstes Etappenziel, die Geburtstagsfeier von Anna und Stefanie. Mit letzterer und ihrer Familie war ich ja schon im Mai auf ostwestfälischen Schienen <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/ich-hab-noch-einen-koffer-in-berlin">unterwegs gewesen</a>.</p>
<p>Nach Feiern, Übernachten und ausgiebigem Lösen von Rangieraufgaben auf der Modellbahnanlage setzte ich mich dann am Sonntagmittag wieder in die Straßenbahn – diesmal bis EBIL, das ich zu der im Titel genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leetspeak">&rarr; nerdigen</a> Abfahrtzeit verlassen sollte. Leider zeigte die Anzeigetafel bei meinem Eintreffen bereits eine Verspätung von 30 min wegen einer Signalstörung an, die sich später auf 25 min verminderte. Mein Anschluss in HH war so nicht mehr zu schaffen, also versorgte ich mich am Automaten mit Ersatzverbindungen. Aufmerksame Leser erinnern sich vielleicht an den ersten Absatz – genau, die Verbindung mit den drei Umstiegen und gleicher Ankunftszeit würde eventuell noch erreichbar sein. Der Zug kam letztendlich mit ziemlich genau +30 und interessanterweise zwei Einheiten ICE-T statt ICE 2. Der Platz in der Lounge des hinteren Triebwagens ermöglichte mir erst interessante Ausblicke und dann einen ruhigen Schlaf. In <strong>HH</strong>, wo ich auf dem Gleisvorfeld übrigens meinen ersten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DBAG-Baureihe_407">&rarr; 407er</a> sah, trudelten wir etwa eine Minute vor Abfahrt der Ersatzverbindung ein. Zum Glück stand der Anschlusszug am Nachbarbahnsteig, und zum Glück verzögerte sich die Abfahrt um einige Minuten. So konnte ich dann in einem redesignten ICE 2, der sich unter anderem durch im Wagen verteilte <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/db99.jpg">Monitore</a> und interessant designte <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=db100.jpg">Sitze</a> auszeichnete, nach FKW fahren. In FKW genügte es, am Bahnsteig stehen zu bleiben und auf die ICE-1-Garnitur aus Berlin zur Weiterfahrt nach MH zu warten. Diese fuhr zwar pünktlich ab, kam in <strong>FH</strong> allerdings wegen einer Signalstörung mit etwa +10 an. Mutig setzte ich mich trotzdem in den Döner-Imbiss, musste mir dann aber doch einen Teil des Essens einpacken lassen, um den Zug nicht zu verpassen. Dass bereits nach 14 Minuten der nächste gefahren wäre, hatte ich glatt übersehen.</p>
<p>Sehr langer Rede kurzer Sinn: Dass man trotz 30-minütiger Verspätung mit Anschlussverlust pünktlich ankommt, hat man auch selten. Nur auf den Lounge-Besuch musste ich verzichten, den Bus habe ich dagegen noch erwischt und mein City-Ticket für Aschaffenburg genutzt, da meine Monatskarte just an diesem Tag abgelaufen war. Danke an Ellis, Stefanie und Anna für die Einladung!</p>
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		<title>&#8230; ist nach der Reise ist &#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 21:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, der Anschluss in Mainz &#8230; Kurz erst mal zur Hinfahrt: Das einzig Besondere war eine recht laute Reisegruppe, die mein Gegenüber, einen älteren Herrn, noch mehr störte als mich. Klare Aussage der Zugbegleiterin auf seine Beschwerde hin: Solange es sich nicht um den Ruhewagen handelt, greift sie nur in Extremfällen ein. Davon abgesehen verlief [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, der Anschluss in Mainz &#8230; Kurz erst mal zur Hinfahrt: Das einzig Besondere war eine recht laute Reisegruppe, die mein Gegenüber, einen älteren Herrn, noch mehr störte als mich. Klare Aussage der Zugbegleiterin auf seine Beschwerde hin: Solange es sich nicht um den Ruhewagen handelt, greift sie nur in Extremfällen ein. Davon abgesehen verlief die Reise (wie von einem Werktagvormittag nicht anders erwartet) sehr ruhig, alle Anschlüsse klappten bestens.<br />
Meine Bedenken wegen des Anschlusses auf der Rückfahrt dagegen hatte ich inzwischen einigen Leuten mitgeteilt, die alle der Meinung waren, das könne ja gar nicht klappen. Dadurch gewarnt, schaute ich schon mal in der Reiseauskunft nach einer Ersatzverbindung – und stieß auf einen Hinweis, der vorher noch nicht da war: In Mainz sei ein „Anschlussverlust wahrscheinlich“, da es zwischen Koblenz und Mainz eine Stellwerksstörung gebe und sich dadurch alle Züge um bis zu 20 Minuten verspäteten. Dadurch erst recht gewarnt, ging ich nach der Ankunft in Essen schnurstracks zum Servicepoint, um um eine Aufhebung der Zugbindung zu bitten und stattdessen mit dem ICE zu fahren. Nach Ziffer 9.1.1 der Beförderungsbedingungen ist das zwar nicht nötig, wenn eine Verspätung von mindestens 20 Minuten zu erwarten ist, aber auf eine Diskussion mit dem Zub wollte ich mich nicht einlassen. Der Mitarbeiter am Servicepoint reagierte zwar sehr freundlich, aber ganz anders als erwartet: Von der Störung wisse er nichts, sie sei auch in seinem System nicht verzeichnet, wo eine zu erwartende Verspätung auch bei einem noch pünktlichen Zug angegeben sein müsste. Ich solle also den gebuchten Zug nehmen.<br />
Darauf, es nun noch beim Zub des ICE zu probieren, verzichtete ich, zumal dieser kurz vor der Abfahrt stand. Also nahm ich pünktlich um 18:00 Uhr den reservierten Platz im sonntags extra langen IC 2213 ein, der zwar gegen die Fahrtrichtung, aber auf der interessanten linken Seite angeordnet war. Obwohl mir sonst auf langen Zugfahrten schnell langweilig wird, genoss ich diesmal auf ganzer Strecke das Aus-dem-Fenster-Sehen. Von einer Störung war nicht die Rede, sollte die Information im Netz doch falsch gewesen sein? Gegen 19.50 Uhr fuhr der Zug fast pünktlich in Koblenz ab und schwenkte sofort scharf nach rechts. Prompt folgte eine Durchsage: Wegen einer Stellwerksstörung in St. Goar werde dieser Zug rechtsrheinisch umgeleitet, was eine um etwa 20 Minuten verspätete Ankunft in Mainz zur Folge habe. Etwas weniger war es letztendlich, aber einen fast einstündigen Aufenthalt brachte es mir trotzdem ein. Ironischerweise war die nächste Verbindung nach NAH mit dem IC eine Stunde später, der natürlich ebenfalls Verspätung hatte. Da er in Bingen gehalten hätte, waren es allerdings nur elf Minuten, so dass ich meinen Heimatbahnhof knapp 45 Minuten später als geplant erreichte – nicht genug für eine Fahrpreisrückerstattung.<br />
Das macht mir nicht viel aus, denn so habe ich zumindest die rechtsrheinische Strecke mal bei herrlichem Wetter im Hellen gesehen (wenn auch nicht den Rhein, denn der war ja dann auf der falschen Seite) sowie in Mainz noch ein paar Bilder vom örtlichen ÖPNV machen und eine extra scharfe Currywurst (gibt&#8217;s auf dem Bahnhofsvorplatz) genießen können. An ihrer Informationspolitik, vor allem der internen, sollte die DB allerdings noch ein wenig schrauben. Dass die Fahrgäste über Betriebsstörungen gut informiert werden, ist eine prima Sache, nur sollte diese Information dann auch den Mitarbeitern nicht vorenthalten werden.</p>
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		<title>Divide et impera</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 22:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Motto eines meiner Arbeitskollegen hat sich am Wochenende auch die DB zur Devise gemacht. Aber der Reihe nach: Nach einer Dreiviertelstunde Fahrt ohne Sitzplatz komme ich am Samstag Vormittag fast pünktlich in NWH an. Zur Abfahrtszeit meines Anschlusszuges um 11.30 Uhr sind zwei Züge auf der Anzeigetafel aufgeführt: ICE 680 nach Hamburg-Altona mit 20 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Motto eines meiner Arbeitskollegen hat sich am Wochenende auch die DB zur Devise gemacht. Aber der Reihe nach: Nach einer Dreiviertelstunde Fahrt ohne Sitzplatz komme ich am Samstag Vormittag fast pünktlich in NWH an. Zur Abfahrtszeit meines Anschlusszuges um 11.30 Uhr sind zwei Züge auf der Anzeigetafel aufgeführt: ICE 680 nach Hamburg-Altona mit 20 Minuten Verspätung und ICE 630 nach Bremen mit Hinweis auf umgekehrte Wagenreihung. Daraus schließe ich messerscharf, dass beide Zugteile, die normalerweise bis Hannover vereinigt fahren, +20 haben, schlendere erst mal am Bahnhof herum und reserviere mir vorsichtshalber nach den schlechten Erfahrungen der bisherigen Fahrt einen Sitzplatz im Anschlusszug. Eher zufällig bin ich um 11.30 Uhr am Abfahrtsgleis des Zuges – und stelle mit Erstaunen fest, dass der Bremer Teil bereits einfährt. Die Zugteile fahren nämlich heute (laut Durchsage übrigens „aufgrund witterungsbedingter Störungen“ an diesem doch eher milden und trockenen Tag) getrennt; die Verspätungsangabe hatte sich tatsächlich nur auf den Hamburger Teil bezogen. Zum Glück habe ich im Bremer Teil reserviert, was sich aber ohnehin als unnötig herausstellt, da der Zug relativ leer ist. Im betreffenden Wagen ist mein Platz aber tatsächlich der einzige noch freie Fensterplatz. Hannover, wo der nächste Umstieg fällig ist, erreichen wir pünktlich, allerdings erwartet mich beim Umsteigen die nächste Hiobsbotschaft: IC 2046 aus Leipzig wird mit etwa +30 eintreffen, die 17-minütige Standzeit auslassen und mit +20 weiter fahren. Obwohl eine große Menschenmenge am Bahnsteig wartet und außerdem ein Wagen im Zug fehlt, reserviere ich diesmal nicht und habe tatsächlich im letzten Wagen eine große Auswahl an Sitzplätzen. So erreiche ich <strong>Bielefeld</strong>, mein Ziel für dieses Wochenende, etwas später als geplant, aber sonst recht ausgeruht.<br />
Für die Rückfahrt, die ich am Sonntag antrete, verfluche ich für einen Moment die Zugbindung: Ich habe einen Zug um 16.42 gebucht; meine Gastgeberin möchte allerdings ebenfalls verreisen und dazu den Zug um 14.42 nehmen, so dass wir bereits um 14.06 Uhr von Brackwede Süd aufbrechen. Nach der Fahrt in der rappelvollen NWB und der anschließenden Verabschiedung in EBIL wird mir die Zeit in der Stadt trotz kaltem Wind aber nicht lang, da ich ein paar Fotos für meine Sammlung mache und außerdem verkaufsoffener Sonntag ist. Als ich die Rückfahrt schließlich antrete, muss ich im pünktlichen IC 2440 zunächst im unbeheizten Fahrradabteil sitzen, bis in EDO schließlich ein regulärer Sitzplatz frei wird. In KK, dem Endbahnhof des Zuges, heißt es umsteigen in ICE 603 Richtung Basel SBB, der wiederum „wegen witterungsbedingter Störungen“ auf der NBS nur Tempo 200 fahren kann und daher mit etwa +10 in FFLF eintrifft. Das ist allerdings relativ unbedeutend, denn mein Anschlusszug IC 2329 hat eine Verspätung von satten 110 Minuten. Also lasse ich am Service Point vorsichtshalber die Zugbindung aufheben (im Zweifel wäre ich aber auch einfach so eingestiegen), schnuppere im Terminal noch eine halbe Stunde den Duft der großen weiten Welt und nehme dann den nächsten ICE nach NAH, wo ich wegen Wartens auf Anschlussreisende in FF mit etwa +10 und damit 45 Minuten später als geplant eintreffe.</p>
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		<title>Die Macht der Gewohnheit</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 22:24:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freitag vorletzter Woche, im ICE zwischen Hanau und Fulda: Der Zug ist mal wieder rappelvoll, die Passagiere stehen und sitzen schon in den Türräumen. Ich bin schon dabei, mich damit abzufinden, dass ich für die kurze Strecke keinen Sitzplatz bekomme, da kommt der Schaffner zum Kontrollieren und macht mich auf eine Eigenschaft meiner Fahrkarte aufmerksam: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitag vorletzter Woche, im ICE zwischen Hanau und Fulda: Der Zug ist mal wieder rappelvoll, die Passagiere stehen und sitzen schon in den Türräumen. Ich bin schon dabei, mich damit abzufinden, dass ich für die kurze Strecke keinen Sitzplatz bekomme, da kommt der Schaffner zum Kontrollieren und macht mich auf eine Eigenschaft meiner Fahrkarte aufmerksam: „Sie haben erste Klasse, warum stehen Sie hier?“<br />
Sekunden, bevor er es sagte, war es mir auch auf- bzw. wieder eingefallen: ich habe schließlich nicht irgendeine Fahrkarte, sondern eine bahn.bonus-Freifahrt für die erste Klasse. Mit dieser soll es bis nach <strong>Dresden</strong> gehen, wo ich Verwandte besuchen und mir das erste Mal seit 1990 die Stadt ansehen will. Auf dem Hinweg muss ich dafür dreimal umsteigen: in Hanau, in Fulda und in Leipzig. Da für die Gebühr von 5,50 € pro Fahrt nur zwei Züge reserviert werden können, habe ich erst ab FFU einen garantierten Sitzplatz. Das macht aber nicht, da ich nach meiner wundersamen Entdeckung auch so noch genug freie Plätze in der „Ersten“ finde.<br />
War der erste ICE noch auf die Minute pünktlich, so zieht sich der Aufenthalt in FFU leider etwas hin: der Anschlusszug hat aus ungeklärten Gründen 20 min Verspätung. Der Umstieg in Leipzig ist nur wegen einer Fahrplananomalie nötig, denn normalerweise fahren die Züge dieser Linie nach Dresden durch. Nur ICE 1655 tauscht seinen Laufweg mit ICE 1602 aus München und fährt mit einem der beiden Zugteile nach Berlin weiter – normalerweise, denn „wegen mehrerer defekter Toiletten im Zug“ fällt die Fahrt ab LL in die Hauptstadt an diesem Tag komplett aus.<br />
Mein Umstieg dagegen kann planmäßig stattfinden, denn ICE 1602 wartet tatsächlich die gut 20 min ab, bis wir eintreffen. Wie schon der vorherige ist auch mein Anschlusszug eine siebenteilige ICE-T-Garnitur. Kurioserweise muss ich mich auch beim Platz nicht umgewöhnen, denn ich habe in beiden Zügen Platz 21 in Wagen 27 reserviert – übrigens ein Wagen, der nur einen kleinen 1.-Klasse-Abschnitt hat und sonst der 2. Klasse dient. Gerade will ich meinen Gastgeber anrufen, da klingelt mein Telefon, und er meldet sich mit den Worten: „Na, wieviel Verspätung hast du?“ Als hätte er geahnt, dass er sich mit der Abfahrt zum Bahnhof noch etwas Zeit lassen kann &#8230;</p>
<p>Für die Rückfahrt, die ich am darauffolgenden Montag antrete, war mir schon bei der Buchung aufgefallen, dass die Abfahrtszeit zwischen dem Ausdruck aus dem Automaten und dem im Reisezentrum nicht übereinstimmt: ersterer zeigt 16.54, letzterer 16.39 Uhr. Ich bin natürlich zur früheren Zeit am Bahnhof, und meine Vermutung, dass das Reisezentrum recht hat, bestätigt sich: Der Zug fährt eine Viertelstunde früher als eigentlich vorgesehen. Den Grund dafür sehe ich hinter Leipzig, als ich gerade im Speisewagen eine von Horst Lichter kreierte Rinderroulade esse: Aus dem Dunkel taucht plötzlich der Bahnhof Leipzig/Halle Flughafen auf, der eigentlich nicht an der regulären Strecke liegt. Kurz vor Halle Hbf biegen wir dann auf eine Verbindungskurve ein, die uns zur Strecke über Merseburg nach Großkorbetha bringt, wo wir wieder auf die direkte Strecke von Leipzig treffen.<br />
Die weitere Fahrt verläuft – passend zur Überschrift übrigens wieder auf Platz 21 in Wagen 27 – ohne Besonderheiten, durch die Dunkelheit leider auch ohne viele Eindrücke von draußen. Umsteigen muss ich diesmal nur in Hanau, wo wir fast pünktlich ankommen. Und auch NAH erreiche ich in der 1. Klasse der Regionalbahn ohne weitere Komplikationen pünktlich um 21.59 Uhr. Der nächste Bus fährt erst in einer halben Stunde, also lasse ich mich mit dem Taxi nach Hause chauffieren – aber so gehört es sich ja auch für einen Erste-Klasse-Fahrgast <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> .</p>
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		<title>Nicht blind für Probleme</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 20:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freitag, gegen 17.35 Uhr, NAH: Der RE aus Würzburg fährt mit ca. 50 Minuten Verspätung abweichend auf Gleis 3 ein. Ich steige ein, obwohl ich erst den nächsten Zug nehmen will, aber wer weiß, wann der kommt &#8230; Während der Fahrt wird bekannt gegeben, dass der Zug wegen der großen Verspätung heute in Hanau endet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitag, gegen 17.35 Uhr, NAH: Der RE aus Würzburg fährt mit ca. 50 Minuten Verspätung abweichend auf Gleis 3 ein. Ich steige ein, obwohl ich erst den nächsten Zug nehmen will, aber wer weiß, wann der kommt &#8230;<br />
Während der Fahrt wird bekannt gegeben, dass der Zug wegen der großen Verspätung heute in Hanau endet. Ich sitze auf einem Notsitz im Treppenraum des Doppelstockwagens, als ein blinder Fahrgast mehrmals an mir vorbei läuft und etwas zu suchen scheint. Beim dritten Mal spreche ich ihn an. Er möchte mit Nahverkehrszügen nach Köln und macht sich natürlich Sorgen um seinen Anschluss. Ich verspreche ihm zu helfen, und wir steigen gemeinsam in Hanau aus, wo wir außerplanmäßig auf Gleis 104 ankommen. Wir gehen auf den Nachbarbahnsteig, wo ja gleich der planmäßige RE nach FF ankommen müsste – dieser wird aber leider kurz darauf mit +20 angekündigt. Ein Blick auf den Abfahrtsplan verrät mir, dass kurz darauf noch ein RE aus Fulda fährt, der sogar noch vor dem Würzburger Zug in FF sein soll. Also gehen wir auf Gleis 6, nur um dort zu erfahren, dass auch dieser Zug verspätet ist. Kurz darauf fährt ein ICE 1 durch, und wenig später taucht plötzlich ein ICE 3 auf, der anscheinend von Würzburg aus über die Fuldaer Strecke umgeleitet worden ist (und planmäßig eigentlich gar nicht in FH hält). Wir gehen zum Zub, der an einem 1.-Klasse-Wagen steht, und mein Mitreisender bekommt von ihm die Genehmigung einzusteigen. Ich gehe zu einem 2.-Klasse-Eingang und steige dort ein, obwohl ich laut Fahrkarte bis FF mit dem Nahverkehr fahren muss. Zum Glück kontrolliert mich aber die häufig vorbei laufende Zub&#8217;in nicht, so dass ich in FF meine Reise planmäßig und ohne weitere Komplikationen nach Konstanz fortsetzen kann, wo ich das Wochenende verbringe.</p>
<p>Auf der Rückfahrt läuft es übrigens genau umgekehrt: Der ICE von FF nach NAH ist mit +50 angekündigt, so dass ich – wiederum zugbindungswidrig – mit dem RE weiter fahre. Dessen Zub&#8217;in akzeptiert meine Fahrkarte aber ebenfalls ohne weitere Erklärungen meinerseits, so dass ich ohne Aufpreis und mit „nur“ 29 Minuten Verspätung im strömenden Regen zum Taxi laufen kann, das mich nach Hause bringt.</p>
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		<title>Not macht erfinderisch</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 21:55:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das zumindest dürfte der Grund sein für ein Phänomen, das ich am Wochenende erlebt habe. Wegen des – durch verkürzte Wartungsintervalle verursachten – momentanen Mangels an ICE-3-Triebwagen endete der vordere Zugteil meines ICE nicht wie sonst in Köln Messe/Deutz, sondern schon in Frankfurt. Von dort sollte er – anscheinend handelte es sich um ein Mehrsystemfahrzeug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das zumindest dürfte der Grund sein für ein Phänomen, das ich am Wochenende erlebt habe. Wegen des – durch verkürzte Wartungsintervalle verursachten – momentanen Mangels an ICE-3-Triebwagen endete der vordere Zugteil meines ICE nicht wie sonst in Köln Messe/Deutz, sondern schon in Frankfurt. Von dort sollte er – anscheinend handelte es sich um ein Mehrsystemfahrzeug – gut 20 Minuten später als ICE International nach B<strong></strong>rüssel weiter fahren. Solche Rochaden sind bei der DB ja nicht unbedingt ungewöhnlich. Interessant aber war, dass allen Fahrgästen, die freiwillig aus- und in einen späteren Zug einstiegen, ein Reisegutschein im Wert von 25 Euro offeriert wurde. Solche unmoralischen Angebote kannte ich vorher nur (gerüchteweise) aus dem Flugverkehr. Ich habe mich dagegen entschieden, um möglichst früh in Marl zu sein. Und das hat auch geklappt, denn die Verspätung fuhr der Zug auf der NBS wieder heraus, und auch meinen eigentlich von FF bis KD reservierten Platz wollte niemand haben, so dass ich mich ein wenig mit meiner netten Sitznachbarin unterhalten konnte. Trotz des Schneegestöbers im Ruhrgebiet klappte der Umstieg in Essen in den RE 2 und in ERE in den SB 25 ohne Probleme, so dass ich tatsächlich um 21.15 Uhr bei meinen Eltern war.<br />
Die Rückfahrt brachte als Hauptbesonderheit eine Fahrt mit dem RE 1 bis Köln, der von EDU bis KLA über die Orts- bzw. S-Bahn-Gleise umgeleitet wurde, um das hohe Verkehrsaufkommen auf den Ferngleisen nicht zu behindern. Nachdem wir in KLMI einen weiteren Fernzug passieren lassen mussten, erreichten wir KKDZ mit etwa +20, so dass die Wartezeit auf meinen ICE 929 drastisch verkürzt wurde. Der wiederum war annähernd pünktlich, bis ihn kurz hinter FH sein Schicksal in Form einer BÜ-Störung ereilte und ich mich in NAH mit +20 auf den Fußmarsch nach Hause machte.</p>
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		<title>Voll verspätet</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 18:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Betriebsstörungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer Vorurteile über die Deutsche Bahn hat, konnte die am Wochenende leider ausnahmsweise einmal bestätigt sehen: Am Samstag war der RE von NAH nach Hanau zwar noch pünktlich (und interessanterweise mit einer MRCE-Dispolok der BR 185 bespannt), aber dort angekommen, hatte der ICE 278 Interlaken Ost – Berlin Ostbf schon +15. Auf die Frage an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Vorurteile über die Deutsche Bahn hat, konnte die am Wochenende leider ausnahmsweise einmal bestätigt sehen: Am Samstag war der RE von NAH nach Hanau zwar noch pünktlich (und interessanterweise mit einer MRCE-Dispolok der BR 185 bespannt), aber dort angekommen, hatte der ICE 278 Interlaken Ost – Berlin Ostbf schon +15. Auf die Frage an den Zub, wie es denn mit meinem Anschluss in Fulda aussehe (immerhin hatte ich nur 4 min Zeit), lächelte er nur und sagte „Der ist hinter uns“. In der Tat wurden in Fulda innerhalb von zehn Minuten drei verspätete Züge durch Gleis 7 geschleust: ICE 278, eine ICE-2-Doppeltraktion nach Hamburg und Bremen und „mein“ Anschluss-ICE 1559 nach <strong>Erfurt</strong>, meinem Ziel für dieses Wochenende. Gleis 6 war übrigens mit einem leeren Nachtzug aus CNL- und SBB-Wagen belegt. Mein Zug wiederum war zwar mit zwei Zugteilen ICE-T unterwegs, aber trotzdem so überfüllt, dass ich mit einigen anderen Fahrgästen nur noch auf dem Boden einen Sitzplatz fand und dort bleiben musste, bis wir mit knapp +30 gegen 14 Uhr Erfurt erreichten.<br />
Auf der Rückfahrt sah es nicht viel besser aus: Statt in Doppeltraktion war ICE 1558 zwar pünktlich, aber leider nur einfach unterwegs, was zu einem entsprechenden Besetzungsgrad führte. Also hieß es für mich wieder auf dem Boden sitzen, wobei ich feststellte, dass man auf der obersten Trittstufe an der Eingangstür recht bequem sitzen und sogar schlafen kann. Nachdem vormittags in Erfurt noch blauer Himmel dominierte, begrüßte uns in Fulda ein regelrechter Schneesturm, der bis Frankfurt nicht besser wurde. Dort angekommen, war die Anzeigetafel voll von stark verspäteten Zügen – darunter auch derjenige ICE, der eine Stunde vor meinem nach NAH hätte fahren sollen. Ob das am Wetter lag, war indessen nicht ganz klar, denn als Begründung waren Erklärungen wie Triebfahrzeugschäden und Störungen im Betriebsablauf zu hören. Mein eigentlicher Zug, für den ich einen Sparpreis 25 hatte, wurde bald ebenfalls mit +50 angekündigt, so dass ich beschloss, den vorherigen Zug zu nehmen – ohne mich zu fragen, ob ich das angesichts der Zugbindung überhaupt durfte. Da niemand zum Kontrollieren kam, habe ich die Antwort auch nicht erfahren, bin aber letztendlich etwa 30 min später als geplant (also in einem 90 min verspäteten Zug) in NAH angekommen und durch die verschneite Innenstadt nach Hause gelaufen.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Der Dispolok-Zug ist übrigens ein Ersatz für noch nicht zugelassene Fahrzeuge der Baureihe 440 aus dem E-Netz Würzburg.</p>
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		<title>Was tut man nicht alles &#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 18:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fernverkehr]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; für eine günstige Fahrkarte: Um vergangenen Freitag abends nach München zu kommen, gab es schon vor knapp einem Monat nur noch eine Möglichkeit mit Sparangebot: eine Verbindung mit Abfahrt 20.49 Uhr, Umstieg in Würzburg und Ankunft in München um 23.44 Uhr. Zum Glück war das meiner Tante, bei der ich übernachtet habe, nicht zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; für eine günstige Fahrkarte: Um vergangenen Freitag abends nach München zu kommen, gab es schon vor knapp einem Monat nur noch eine Möglichkeit mit Sparangebot: eine Verbindung mit Abfahrt 20.49 Uhr, Umstieg in Würzburg und Ankunft in München um 23.44 Uhr. Zum Glück war das meiner Tante, bei der ich übernachtet habe, nicht zu spät, so dass ich zugegriffen habe. Für die Rückfahrt hatte ich immerhin noch die Wahl zwischen dem direkten Zug um 11.55 und dem um 14.55 Uhr. Um ausschlafen zu können, habe ich mich für letzteren entschieden (und bei der Buchung prompt den Gutschein vergessen, den ich noch hatte und damit 10 Euro verschenkt).<br />
Die Fahrt selber lief fast reibungslos: Der Zug hatte etwa +5, weswegen ich (auf Ansage des Zub hin) nicht in NWH, wo wir nur noch die Rücklichter des Anschlusszuges sagen, sondern in NN umgestiegen bin. Wäre übrigens nicht Freitag gewesen, hätte ich gar nicht umsteigen müssen, denn dann fährt statt ICE 1125 nach Regensburg ICE 1025 nach München. Beim Umstieg ergab sich die kuriose Situation, dass an beiden Bahnsteigkanten ICE-1-Garnituren standen, die aus Hamburg kamen (1125 von Kiel über Köln und 885 von Altona über Hannover). Obwohl ich normalerweise um die Zeit nicht sehr müde bin, verbrachte ich den Rest der Fahrt schlafend und traf schließlich fast pünktlich in MH ein.<br />
Auf der Rückfahrt gab es noch weniger besondere Ereignisse. Ich saß auf einem Platz, der wie fast alle in diesem Zugteil (freitags und sonntags fährt ICE 622 doppelt) reserviert war, aber trotzdem leer blieb. Kurz vor NN verkündete eine Ansage des Zub, dass Fahrgäste für einen durch einen Notarzteinsatz verspäteten ICE einsteigen würden und wir deshalb eventuell vorhandenes Gepäck von den Sitzen räumen sollten. Nennenswert voll wurde es dann allerdings erst in NWH, so dass ich froh war, meinen Platz zu haben. Angekündigt wurde auch ein außerplanmäßiger Halt in Hanau, was mich wunderte, da die Bahnsteige dort eigentlich zu kurz für ICE-3-Doppeltraktionen sind. Wie der Halt dann vonstatten ging, konnte ich aber nicht beobachten, da ich ja schon in NAH ausgestiegen bin (übrigens auf die Minute pünktlich) und mich diesmal zu Fuß auf den Weg nach Hause gemacht habe.</p>
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		<title>Um Lei Tung</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 20:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Betriebsstörungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Damen und Herren, hier spricht der Lokführer. Gerade erfahre ich, dass die Strecke nach Essen wegen Personen im Gleis gesperrt ist. Aus diesem Grund wurde der RE 2, in dem ich heute Nachmittag saß, über Essen-Altenessen umgeleitet. Dort konnte man zum Essener Hauptbahnhof in die U-Bahn umsteigen. Nach Mülheim dagegen konnte man in Oberhausen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Meine Damen und Herren, hier spricht der Lokführer. Gerade erfahre ich, dass die Strecke nach Essen wegen Personen im Gleis gesperrt ist.</p></blockquote>
<p>Aus diesem Grund wurde der RE 2, in dem ich heute Nachmittag saß, über Essen-Altenessen umgeleitet. Dort konnte man zum Essener Hauptbahnhof in die U-Bahn umsteigen. Nach Mülheim dagegen konnte man in Oberhausen aussteigen und von dort die S 3 benutzen. In Duisburg war unser Zug dann wieder auf dem planmäßigen Laufweg und wegen der kürzeren Fahrzeit sogar vor der planmäßigen Zeit unterwegs. Für diejenigen, die in EE einen knappen Anschluss erreichen mussten, bedeutete die Umleitung zwar den Verlust desselben. Trotzdem hätte es wohl keine bessere kurzfristige Lösung für die Störung geben können – ich gebe zu, ich habe gut reden, denn ich bin in meinen ICE einfach statt in EE in EDG eingestiegen. </p>
<p>Der wiederum fuhr bis FF nahezu pünktlich, fuhr dort allerdings mit einiger Verspätung ab. Damit nicht genug, sah ich doch plötzlich neben mir den Bahnhof Niederrad, der eigentlich an der Strecke zum Flughafen liegt, wo wir gerade hergekommen waren. Ich dachte schon an einen fehlgeleiteten Zug und jede Menge Verspätung, hatte aber nicht bedacht, dass es eine Verbindungskurve gibt, die zur Strecke Stadion–Südbahnhof führt. Die DB nahm uns also – warum auch immer – auf eine Stadtrundfahrt mit, die zwar kein Extra-Geld, aber dafür einiges an Zeit kostete, so dass wir NAH letztlich mit etwa +10 erreichten. Meinen Bus sah ich gerade noch abfahren, aber zum Glück hatte ich Anschluss an eine RB nach Miltenberg, die ich bis NAHF benutzen konnte und so nicht einmal 500 Meter zu meiner Wohnung zu laufen hatte.</p>
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