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	<title>Jan kann Bahn fahrn &#187; Bayern</title>
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	<description>Erlebnisse und Meinungen rund um Bahn und ÖPNV</description>
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		<title>Linksverkehr und andere Überraschungen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 20:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verhältnisse wie in Belgien, der Schweiz oder diversen anderen europäischen Ländern herrschten am Wochenende auf vielen Streckenabschnitten des deutschen Bahnnetzes. Auf meiner Fahrt nach Nürnberg fing es damit an, dass der ICE kurz nach dem Einfädeln auf die NBS Richtung Würzburg die Fahrt verlangsamte und auf das linke Gleis wechselte. Da ich links saß, konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verhältnisse wie in Belgien, der Schweiz oder diversen anderen europäischen Ländern herrschten am Wochenende auf vielen Streckenabschnitten des deutschen Bahnnetzes. Auf meiner Fahrt nach <strong>Nürnberg </strong>fing es damit an, dass der ICE kurz nach dem Einfädeln auf die NBS Richtung Würzburg die Fahrt verlangsamte und auf das linke Gleis wechselte. Da ich links saß, konnte ich den Grund nicht erkennen, sondern sah nur, dass es nach einiger Zeit wieder auf das „richtige“ Gleis zurück ging und schon ein Gegenzug auf unsere Durchfahrt wartete.</p>
<p>Mit geringfügiger Verspätung – unter anderem durch den Gleiswechsel – in NWH angekommen, ging es bald weiter. Die RB nach Bamberg auf dem Nachbargleis hatte nicht wie sonst zeitgleich mit uns Ausfahrt – der Grund war wiederum, dass wir bis Rottendorf das linke Gleis der dreigleisigen Strecke nutzten, auf dem sonst der Bamberger Zug fährt. Bahntechnisch handelt es sich hier übrigens um eine separate Strecke (5209), da eine Strecke maximal zwei Gleise haben darf. Die Verspätung nahm durch diese Aktion noch ein wenig zu, so dass wir Nürnberg mit etwa +5 erreichten.<br />
Dort angekommen, verbrachte ich nicht nur ein paar nette Tage bei der <a href="http://www.mind-akademie.de">&rarr; MinD-Akademie</a>, sondern stellte auf dem Rückweg vom Besuch bei einer Schulfreundin auch fest, dass inzwischen auch auf der U2 teilweise automatischer Betrieb herrscht (zurzeit auf vier Kursen).</p>
<p>Für den Rückweg hatte es nur für eine etwas seltsame Verbindung noch einen Sparpreis gegeben: Ich sollte einen ICE Richtung Hamburg bis NWH benutzen und von dort mit dem RE weiter fahren. Wie es der Zufall aber wollte, war das genau der ICE, mit dem einige Freunde von der Akademie nach AH zurück fuhren. Da wir einen Tischplatz hatten, spielten wir „Carcassonne“, bis der Zug in Kitzingen stehen blieb und – ihr ahnt es schon – wegen Bauarbeiten auf das linke Gleis umgeleitet wurde. NWH erreichten wir so mit etwa +5, aber laut Durchsage des Zub wurden alle planmäßigen Anschlusszüge erreicht. Das galt trotz 8 min Übergangszeit auch für meinen RE, der zum Zeitpunkt meiner Ankunft auf dem Gleis noch nicht einmal aus FF angekommen war. Nachdem er dann eingetroffen und alle Wochenendticket-Reisegruppen aus- und eingestiegen waren, ging es mit etwa +10 weiter, die sich durch den Fahrplanpuffer in Gemünden auf etwa +5 verringerten. Ich vertrieb mir die Zeit mit Schlafen und verpasste so den ersten Teil einer Diskussion zwischen einer Bayernticket-Reisegruppe und dem Zub, bei der es offensichtlich darum ging, welcher Reisende auf dem Ticket seinen Namen eintragen muss (die Gruppe hatte anscheinend nicht gewusst, dass es der sein muss, der am längsten mit dem Ticket fährt). In Heigenbrücken passierte dann etwas, was ich nun schon zu Genüge kannte: Der Zug blieb stehen, ließ einen entgegenkommenden ICE passieren und fuhr dann auf dem linken Gleis durch den Schwarzkopftunnel. Das rechte war an dieser Stelle durch eine Gleisbaumaschine belegt, denn anscheinend wurde an diesem Wochenende überall heftig gebaut. Nun wiederum mit +10 erreichten wir kurz vor 19 Uhr NAH, wo ich den Regionalbus zu meiner Wohnung noch erwischte und mir so wieder einmal die 20 Minuten Fußweg sparen konnte.</p>
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		<title>Rehabilitiert</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 21:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Tat ist es der Deutschen Bahn heute gelungen, ihren guten Ruf bei mir zu retten. Ob es daran lag, dass ich nur mit Nahverkehrszügen, in diesem Fall nach Nürnberg und zurück, unterwegs war? Jedenfalls waren alle Züge pünktlich und die Fahrt bequem und ohne besondere Ereignisse, bis auf den ersten Teil der Rückfahrt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Tat ist es der Deutschen Bahn heute gelungen, ihren guten Ruf bei mir zu retten. Ob es daran lag, dass ich nur mit Nahverkehrszügen, in diesem Fall nach <strong>Nürnberg</strong> und zurück, unterwegs war? Jedenfalls waren alle Züge pünktlich und die Fahrt bequem und ohne besondere Ereignisse, bis auf den ersten Teil der Rückfahrt: Der Zug war ziemlich voll, so dass ich ganz vorne im Mehrzweckabteil vor der Tür zum Führerstand sitzen musste, also quer zur Fahrtrichtung. Die Toiletten waren, wenn sie überhaupt noch offen waren, alles andere als sauber, und in der, die ich benutzt habe, kam kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn. Nach dem Umstieg in Würzburg hatte ich aber dann vier Plätze für mich alleine, und mit schrägen Ansagen des Zub („Vom beschaulichen Würzburg zum pulsierenden Leben in Rhein-Main – dazu begrüßen wir Sie ganz herzlich &#8230;“) und dem Blättern in einem alten Kursbuch macht auch das Fahren im Nahverkehrszug trotz Dunkelheit Spaß.</p>
<p>Das alte Kursbuch (Westfalen-Ruhr 1981) hatte ich übrigens im DB-Museum gekauft. Den Besuch dort mit einigen Bekannten hatte ich schon länger geplant, ohne zu wissen, dass heute wegen des Geburtstags des „Adlers“ sogar der Eintritt frei war. Auch beim zweiten Mal fand ich das Museum absolut gut. Sehenswert finde vor allem die Ausstellungsstücke über die neuere Bahngeschichte, z.B. in den beiden deutschen Staaten nach 1945. Einer der Höhepunkte für mich ist der Führerstands-Simulator, der in der „Bahn-Erlebniswelt“ steht, die sonst eher für Kinder gemacht ist. Im Simulator kann man relativ originalgetreu einen Zug von Stuttgart, Augsburg oder München-Pasing Richtung München fahren. Und obwohl man, solange die Signale auf Fahrt stehen, nicht viel machen muss, hat es mir ungeheuer Spaß gemacht. Also, wenn sich für euch die Gelegenheit ergibt: Auf nach Nürnberg ins DB-Museum!</p>
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		<title>In vollen Zügen genießen</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 18:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einmal wenigstens muss ich diesen Kalauer auch hier im Blog bringen. Auch wenn es etwas übertrieben ist, denn so voll war der Zug nun auch wieder nicht. Allerdings habe ich im ICE meistens eine relativ große Auswahl an Sitzplätzen, so dass ich gerne einen am Fenster in Fahrtrichtung und mit freiem Nachbarsitz nehme. Am Wochenende, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal wenigstens muss ich diesen Kalauer auch hier im Blog bringen. Auch wenn es etwas übertrieben ist, denn so voll war der Zug nun auch wieder nicht. Allerdings habe ich im ICE meistens eine relativ große Auswahl an Sitzplätzen, so dass ich gerne einen am Fenster in Fahrtrichtung und mit freiem Nachbarsitz nehme. Am Wochenende, als ich nach <strong>München</strong> und zurück gefahren bin, ging das nicht. Stattdessen habe ich beide Male zwar am Fenster gesessen, allerdings genau an der Trennung zwischen den beiden Fenstern und mit besetztem Nachbarsitz. Da es außerdem noch dunkel war, habe ich mir die Zeit mit Schlafen, dem Blättern in der Bordzeitschrift und dem mitgebrachten „Spiegel“ vertrieben. Aber zugegeben: Das ist ein Luxusproblem, denn schließlich kann man sich freuen, wenn die Züge der DB gut ausgelastet sind, denn dan ist die Gefahr nicht so groß, dass sie gestrichen werden.</p>
<p>In München habe ich übrigens das <a href="http://www.mvg-mobil.de/mvg-museum.htm">&rarr; Museum der Münchner Verkehrsgesellschaft</a> (MVG) besucht, das nur alle zwei Wochen sonntags offen hat. Betrieben wird es nicht von der MVG selber, sondern von zwei Vereinen zur Pflege der Bus- und Straßenbahntradition. Im Museum ist von den meisten Straßenbahn- und einigen Bustypen, die die MVG im Einsatz hatte, ein Exemplar aufbewahrt. Die sind nicht alle unbedingt alt: an die M- und P-Wagen und die ersten Niederflurbusse kann ich mich noch von meinem ersten Besuch in München 1993 erinnern.<br />
Außerdem gab es noch einen Bus- und einen U-Bahn-Fahrsimulator und kompetente Führungen der Vereinsmitglieder, bei denen man fast alle Ausstellungsstücke detailliert erklärt bekommt. Und von und zum Bahnhof Giesing fährt an Öffnungstagen halbstündlich ein Shuttle mit einem Oldtimerbus. Ein Besuch lohnt sich also!</p>
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		<title>Raucherzeit, Prag und Automatismus</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 20:34:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Damen und Herren, jetzt ist Raucherzeit. Im vorderen Teil des Zuges können Sie jetzt aussteigen und eine Zigarette rauchen. Das war die Ansage, nachdem mein Zug am Wochenende außerplanmäßig an einem kleinen Unterwegsbahnhof stehen geblieben war. Der Grund dafür war natürlich nicht, dass das Zugpersonal ein Herz für Nikotinsüchtige hatte, sondern ein haltzeigendes Signal. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Meine Damen und Herren, jetzt ist Raucherzeit. Im vorderen Teil des Zuges können Sie jetzt aussteigen und eine Zigarette rauchen.</p></blockquote>
<p>Das war die Ansage, nachdem mein Zug am Wochenende außerplanmäßig an einem kleinen Unterwegsbahnhof stehen geblieben war. Der Grund dafür war natürlich nicht, dass das Zugpersonal ein Herz für Nikotinsüchtige hatte, sondern ein haltzeigendes Signal. Der Grund dafür wiederum war, dass die Strecke vor uns kurzfristig gesperrt war. Das Zugpersonal hat das Beste daraus gemacht und uns (und sich) ermöglicht, frische Luft mit und ohne Nikotin zu schnappen. Aber auch über sportliche Ereignisse hat es uns bestens informiert:</p>
<blockquote><p>Beim Spiel Italien gegen Rumänien steht es 1:1 – für den Besseren.</p></blockquote>
<p>Ebenfalls an diesem Wochenende habe ich eine interessante Entdeckung gemacht: Eine Fahrkarte von <strong>Passau</strong> nach Prag kostet nämlich, wie das Bild beweist, nur 3,30 Euro.</p>
<p><img src="http://www.janzbikowski.de/fotos/aushang2.jpg" alt="Automatenanzeige in Passau Hbf" /></p>
<p>Leider ist damit aber nicht die tschechische Hauptstadt gemeint, sondern ein Ort in der Gemeinde Hutthurm, etwa 10 km entfernt. Vielleicht sollte man einen Hinweis in der Art „Prag (Gemeinde Hutthurm)“ ergänzen, damit es keine Missverständnisse gibt? Unter „München“ kennt der Automat übrigens nur die bayerische Landeshauptstadt, obwohl es auch mit diesem Namen einen Ort in der Gemeinde Hutthurm gibt.</p>
<p>A propos Raucherzeit: Beim viertelstündigen Aufenthalt der RB in Plattling fand ich es schon irgendwie süß, wie sich die Raucher ganz brav genau in das Raucherzonen-Quadrat auf dem Bahnsteig gestellt haben:</p>
<p><img src="http://www.janzbikowski.de/fotos/raucher.jpg" alt="Raucher in Plattling" /></p>
<p>Es passte gut, dass ich gerade dieses Wochenende mit dem Bayernticket auf dem Weg von Passau nach NAH war, denn am Samstag wurde auch die erste automatische U-Bahn Deutschlands eröffnet: die U 3 in <strong>Nürnberg</strong>. Aufenthalt in NN hatte ich sowieso, also konnte ich auch gleich eine Probefahrt machen. Der Witz an der U 3 ist, dass sie auf der gleichen Strecke wie die von Fahrern gesteuerte U 2 fährt. Diese Doppelnutzung gab es meines Wissens bisher noch nirgendwo anders.</p>
<p>Die Plätze vorne in den Zügen waren natürlich ziemlich beliebt, aber es war nicht so voll, dass ich nicht auch ein bisschen das „U-Bahn-Fahrer-Gefüh<strong></strong>l“ genießen konnte. Auch sonst sind die Züge topmodern, mit zweisprachigen Ansagen und modernen Anzeigen. Hier ein Bild eines DT3 an der Wöhrder Wiese:</p>
<p><img src="http://www.janzbikowski.de/fotos/vag08.jpg" alt="DT3 an der Wöhrder Wiese" /></p>
<p>Natürlich kommt die U 3 ohne Bahnsteigtüren aus, die Sicherheit wird unter anderem durch Trittstufen gewährleistet, die praktisch lückenlos an den Bahnsteig anschließen:</p>
<p><img src="http://www.janzbikowski.de/fotos/vag09.jpg" alt="Trittstufe eines DT3" /></p>
<p>Blöd ist die U 3 nur, wenn man in letzter Minute noch angerannt kommt: Im Gegensatz zu Fahrern ist die Automatik unerbittlich und macht die Tür nicht wieder auf, wenn sie einmal zu ist. Aber das dient hoffentlich wenigstens der Pünktlichkeit.</p>
<p>Naja, das wäre es dann erst mal an Eindrücken vom Wochenende. Die diversen anderen Bilder, die ich unterwegs gemacht habe, folgen wie immer bald in meinem <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/d-sued.html">virtuellen Album</a>.</p>
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		<title>Hinnerm Odewald</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 21:05:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weil ich immer noch leicht erkältet bin (die Nachwirkungen der Brügge-Fahrt ), konnte ich heute mal wieder nicht schwimmen gehen. Die „Trostpflaster-Bahntour“ war aber mindestens genau so schön: Zuerst bin ich mit dem RE bis Miltenberg gefahren, wo ich Anschluss an die „Madonnenlandbahn“ hatte. Hier begann der wirklich schöne Teil der Reise: Nicht nur gab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil ich immer noch leicht erkältet bin (die Nachwirkungen der B<strong></strong>rügge-Fahrt <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), konnte ich heute mal wieder nicht schwimmen gehen. Die „Trostpflaster-Bahntour“ war aber mindestens genau so schön: Zuerst bin ich mit dem RE bis Miltenberg gefahren, wo ich Anschluss an die „Madonnenlandbahn“ hatte. Hier begann der wirklich schöne Teil der Reise: Nicht nur gab es landschaftlich eine Menge zu gucken, auch bahntechnisch gab es so lustige Sachen wie Vorsignaltafeln ohne Vorsignal, Trapeztafeln und jede Menge Langsamfahrstellen, davon zwei (!) mit 5 (!) km/h. Und einige der Haltepunkte waren so versteckt gelegen, dass sie eher an einen Vorgarten erinnerten.<br />
Zwischendurch hatte der Zug 20 min Aufenthalt in <strong>Walldürn</strong>. Das heißt, eigentlich endete der Zug von Miltenberg dort und fuhr mit demselben Fahrzeug (628 der Westfrankenbahn), aber anderer Zugnummer weiter. Deswegen stand im Aushangfahrplan in Miltenberg als Zielbahnhof auch nur „Walldürn“, ohne irgendeinen Hinweis, dass der Zug weiterfährt. Beruhigt hat mich dann erst die Angabe „Seckach“ auf dem Zugzielanzeiger.<br />
Den Aufenthalt in RWDN habe ich für einen kleinen Spaziergang durch den Ort genutzt, bevor der Zug weiter fuhr nach <strong>Seckach</strong>. Von da ging es elektrisch durch das ebenfalls sehr schöne Neckartal mit der S-Bahn bis <strong>Eberbach</strong>, wo ich Anschluss zur Odenwaldbahn hatte. Mit 30,8 km ist der Streckenabschnitt Eberbach–Erbach einer der längsten eingleisigen Deutschlands, und gleichzeitig auch einer der landschaftlich schönsten, auf dem auch das bekannte Himbächlviadukt liegt. Übrigens wird hier mit meistens 80-90 km/h deutlich schneller gefahren als auf der Madonnenlandbahn. Die meisten Haltepunkte werden nicht mehr bedient, eine Ausnahme ist der sehr idyllisch gelegene in Hesseneck-Hesselbach (ehemals Schöllenbach-Hesselbach). In <strong>Groß Umstadt-Wiebelsbach</strong> (ehemals Wiebelsbach-Heubach) bin ich dann wiederum umgestiegen, um auf dem Hanauer Ast der Strecke weiter zu fahren. Hinter Groß Umstadt (bzw. dem Hp mit dem tollen Namen „Groß Umstadt-Klein Umstadt“) ging die Berglandschaft in die Ebene des Bachgaus über, die mir persönlich auch sehr gut gefällt. In Babenhausen schließlich bestieg ich dann den Zug über die gewohnte Strecke zurück nach Aschaffenburg.</p>
<p>Außer den Wundern der Ingenieursbaukunst und der Landschaft gab es noch ein weiteres Wunder auf der Fahrt, nämlich dass ich nirgendwo länger als 20 min auf den Anschluss warten musste. Bei dem vorherrschenden Zweistundentakt am Wochenende weiß man nie so genau, ob das Zufall oder Absicht ist, zumal nicht alle Fahrpläne symmetrisch und vertaktet sind. Was den Fahrpreis betrifft, so kann man bei einer Fahrt durch drei Bundesländer schlecht ein Länderticket benutzen, also kostete das Ganze: 5,80 € VAB-Fahrschein NAH–Schneeberg, 9,60 € DB-Fahrschein Schneeberg–Eberbach mit Bahncard, 7,30 € RMV-Fahrschein Eberbach–NAH. Jedenfalls theoretisch, denn der Automat in Eberbach wollte keine Geldscheine annehmen, so dass ich den RMV-Fahrschein erst in Wiebelsbach gekauft und entsprechend Geld gespart habe <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':P' class='wp-smiley' />  . So oder so war es auf jeden Fall günstiger als mit dem Wochenendticket.</p>
<p>Und die <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/von-a-bis-z/">A-bis-Z-Liste</a> hat jetzt einen neuen Eintrag:</p>
<p>Miltenberg–Seckach* RB</p>
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		<title>Quer durch Bayern</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 21:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht im &#8594; komplett verwahrlosten Taxi, sondern mit dem ICE habe ich mich am Samstag Morgen auf den Weg nach München gemacht. Bis auf die Verspätung von ca. 9 min bei der Abfahrt, die aber unterwegs immer weniger wurde, gab es keine Probleme. Und auch die NBS Nürnberg–Ingolstadt, die ich als bisher einzige noch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pangramm">&rarr; komplett verwahrlosten Taxi</a>, sondern mit dem ICE habe ich mich am Samstag Morgen auf den Weg nach <strong>München</strong> gemacht. Bis auf die Verspätung von ca. 9 min bei der Abfahrt, die aber unterwegs immer weniger wurde, gab es keine Probleme. Und auch die NBS Nürnberg–Ingolstadt, die ich als bisher einzige noch nicht befahren hatte, ist relativ unspektakulär. Im Gegensatz zur Strecke Köln–Frankfurt hat sie kaum Tunnel (zwei lange sind direkt vor und direkt hinter dem Bahnhof Kinding im Altmühltal) und ist so flach, dass sie auch vom ICE 1 und von lokbespannten Zügen befahren werden kann.</p>
<p>In München habe ich dann nicht nur meine Tante besucht, sondern auch das Verkehrszentrum des Deutschen Museums besichtigt – die Ausstellung über Landverkehrsmittel ist nämlich vor einiger Zeit vom Haupthaus auf der Isarinsel in drei der alten Messehallen auf der Theresienhöhe ausgelagert worden. Interessant finde ich in solchen Ausstellungen meistens weniger die vielen alten Fahrzeuge als die neueren und die Zusatzinfos zur Entwicklung des Verkehrsmittels und des Reisens allgemein. In der Halle „Stadtverkehr“ waren z.B. Münchener S-, U- und Straßenbahnen ausgestellt, die ich selber 1993 noch kennen gelernt hatte. Und viele Hintergrundinfos gab es vor allem zum Autoverkehr, bis hin zur Geschichte der Verkehrszeichen. Zu Bahn und ÖPNV gibt es leider (noch?) nicht so viel.</p>
<p>Auf dem Weg in die Innenstadt und zurück habe ich wieder mal das hervorragende Münchener Schnellbahnnetz benutzt. Ich finde, man merkt es S- und U-Bahn an, dass das gesamte Netz aus einem Guss geplant und größtenteils auch gebaut wurde. So ist die Verknüpfung zwischen den Verkehrsträgern und die Anbindung aller Stadtteile deutlich besser als in anderen Städten wie z.B. Hamburg, wo es aus historischen Gründen Stadtteile gibt, die überhaupt keinen Schnellbahnanschluss haben. Intelligent finde ich zum Beispiel die Lösung, auf der S-Bahn-Stammstrecke die Fahrgäste rechts aus- und gleichzeitig links einsteigen zu lassen, um die Haltezeit zu verkürzen. Trotzdem ist die Strecke leider inzwischen chronisch überlastet.</p>
<p>Zurück bin ich dann am Sonntag Mittag mit dem Bayern-Ticket gefahren – eigentlich aus Sparsamkeit, aber so habe ich auch den München-Nürnberg-Express kennen gelernt. Der schnellste Regionalzug Deutschlands unterscheidet sich von einem Intercity nur durch die rote Lackierung und die Halte in Orten wie Petershausen und Rohrbach. Wenn man den längeren Aufenthalt in Ingolstadt abzieht, ist der M-N-Express nur etwa eine halbe Stunde langsamer als der ICE. Zwischen MIH und NN hält der Zug nur in Kinding und Allersberg, zwei Bahnhöfen, die auf Wunsch der bayerischen Staatsregierung an der NBS angelegt wurden.</p>
<p>Mein Aufenthalt in Nürnberg wurde länger als erwartet, aber daran bin ich selbst schuld, weil ich in der Bahnhofsbuchhandlung die Zeit vergessen habe &#8230; Da der RE also vor meiner Nase weggefahren war, bin ich mit der U-Bahn nach Fürth gefahren (wozu hatte ich ein Bayernticket) und habe mich da ein bisschen umgeschaut. Die Weiterfahrt mit Umstieg in Würzburg verlief ohne Komplikationen und, da die RE relativ selten halten, auch ziemlich bequem. Und mit dem schönen Wetter draußen hat die Fahrt erst richtig Spaß gemacht. Interessant ist übrigens, dass der RE Nürnberg–Würzburg die Nummer 34620 und der RE Würzburg–Frankfurt die Nummer 4620 trägt – leicht zu erkennen, dass die Züge früher mal durchgebunden waren. Leider ist es mir hinter Würzburg nicht gelungen, noch ein paar Fotos vom Mainufer in der Abenddämmerung zu machen, aber dafür hat es mit dem Schlafen bis kurz vor NAH um so besser geklappt, wo dann ein sehr angenehmes Wochenende zu Ende ging.</p>
<p>Und nicht zuletzt hat die Fahrt mit dem 200-km/h-RE einen Eintrag in die <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/von-a-bis-z/">A-bis-Z-Liste</a> gebracht:<br />
München–Nürnberg RE</p>
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		<title>Gegen den Transrapid in AB?</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 18:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 2. März ist ja in Bayern Kommunalwahl. Eins der großen Themen auf Landesebene ist zurzeit der Transrapid, der ja zwischen der Münchener Innenstadt und dem Flughafen gebaut werden soll. Nun bin ich auch der Meinung, dass der Transrapid (jedenfalls auf dieser Strecke) eher eine Spielerei ist als ein verkehrspolitisch sinnvolles Projekt. Was ich allerdings [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 2. März ist ja in Bayern Kommunalwahl. Eins der großen Themen auf Landesebene ist zurzeit der Transrapid, der ja zwischen der Münchener Innenstadt und dem Flughafen gebaut werden soll. Nun bin ich auch der Meinung, dass der Transrapid (jedenfalls auf dieser Strecke) eher eine Spielerei ist als ein verkehrspolitisch sinnvolles Projekt. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, warum SPD und Grüne hier in Aschaffenburg Plakate kleben mit Slogans gegen den Transrapid? Sicher ist es gut zu wissen, dass die beiden Parteien diese Position haben, weil sie ja immerhin eine gewisse Affinität zum lokalen ÖPNV zeigt (die ich den Parteien allerdings auch so zugetraut hätte &#8230;). Die Geldgeber auf Landes- und Bundesebene werden sich für Entscheidungen des Aschaffenburger Stadtrates allerdings eher weniger interessieren.</p>
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		<title>Automaten, die zweite</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 18:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kundenorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Automaten]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte mit den bargeldunfreundlichen Automaten geht weiter: Gestern Abend wollte ich wieder einen Fahrschein nach Frankfurt kaufen, und wieder hatte ich nur einen 20-Euro-Schein, den der Automat für einen Preis von 7,15 € aber nicht angenommen hat. Da ich keine Zeit mehr hatte, mit Karte zu bezahlen, habe ich gleich beim Einsteigen den Zugbegleiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte mit den <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/?p=8">bargeldunfreundlichen Automaten</a> geht weiter: Gestern Abend wollte ich wieder einen Fahrschein nach Frankfurt kaufen, und wieder hatte ich nur einen 20-Euro-Schein, den der Automat für einen Preis von 7,15 € aber nicht angenommen hat.<br />
Da ich keine Zeit mehr hatte, mit Karte zu bezahlen, habe ich gleich beim Einsteigen den Zugbegleiter informiert, dass ich einen Fahrschein kaufen möchte. Dieser bat mich dann sofort um meinen Ausweis und darum, mich erst mal hinzusetzen. Tatsächlich hat er dann eine Fahrpreisnacherhebung geschrieben, auf der er allerdings die 40 Euro durchgestrichen und nur den regulären Fahrpreis kassiert hat. Zunächst wirkte er überkorrekt auf mich, aber nachher bat er dann doch für den unnötigen Papierkram um Entschuldigung und versicherte mir, dass die Sache damit für mich erledigt sei.</p>
<p>Dem Zub ist also kein Vorwurf zu machen, aber die Regelung an sich ist doch reichlich absurd. Warum wird für einen Fahrgast, der sich von sich aus an den Zub wendet, eine Fahrpreisnacherhebung geschrieben? Zumal es bei der DB bekannt sein dürfte, dass Automaten keine großen Scheine annehmen. Es muss also nicht einmal, wie bei der potenziellen Ausrede „Automat kaputt“ die Aussage überprüft wären. Und selbst in diesem Fall schreckt das Vorgehen wahrscheinlich eher ehrliche Fahrgäste als Schwarz- und Graufahrer ab. Mal abgesehen vom Aufwand für die DB: Die ganze Aktion hat beinahe eine Viertelstunde gedauert, während das bloße Verkaufen des Fahrscheins vermutlich höchstens fünf gebraucht hätte.</p>
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		<title>Feiertagsflucht</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 20:19:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnfahrn]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses & Triviales]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Hobby]]></category>
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		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon letztes Jahr habe ich den arbeitsfreien Tag in Aschaffenburg genutzt, um einen Ausflug zu machen. Diesmal habe ich mich mit &#8594; Nils in Nürnberg getroffen, wo kein Feiertag war, und dort vorwiegend die Buchhandlungen unsicher gemacht. Eine davon ist für Bahnfreunde besonders empfehlenswert: Die Buchhandlung Emil Jakob am Hefnersplatz hat ein richtiges Eisenbahnzimmer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon letztes Jahr habe ich den arbeitsfreien Tag in Aschaffenburg genutzt, um einen Ausflug zu machen. Diesmal habe ich mich mit <a href="http://www.weltenkreuzer.de">&rarr; Nils</a> in <strong>Nürnberg</strong> getroffen, wo kein Feiertag war, und dort vorwiegend die Buchhandlungen unsicher gemacht. Eine davon ist für Bahnfreunde besonders empfehlenswert: Die Buchhandlung Emil Jakob am Hefnersplatz hat ein richtiges Eisenbahnzimmer, in dem es außer aktuellen Bahnzeitschriften verschiedenste Bücher (auch fremdsprachige) zum Thema gibt. Auch die aktuellen Streckenatlanten von DB und ÖBB und einige alte Kursbücher sind dabei. Wer in der Nähe ist, sollte also mal reinschauen.</p>
<p>Von der Bahnfahrt selber gibt es nicht viel zu berichten: Mit dem Bayern-Ticket Single waren Preis und Fahrzeit akzeptabel, und es gab auch keine nennenswerten Verspätungen. Das verwundert vor allem bei der dichten Belegung der Spessartstrecke, auf der es wegen der teilweise abenteuerlich engen Bahnsteige mit niveaugleichem Zugang auch noch etliche betriebliche Zwangspunkte gibt.</p>
<p>Und da man nicht mehr von NAH nach NN mit dem RE durchfahren kann, gibt es einen neuen <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/?p=10">A-bis-Z</a>-Eintrag:</p>
<p>Würzburg–Nürnberg u.z. RE</p>
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		<title>Bitte anschnallen</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jun 2007 20:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahnfahrn]]></category>
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		<category><![CDATA[Planung/Technik/Betrieb]]></category>
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		<description><![CDATA[Und schon wieder eine Bahntour: Diesmal war ich unterwegs nach Schwäbisch Hall, gestern Vormittag hin, heute Nachmittag zurück. Also in den Main-Tauber-Express Aschaffenburg–Crailsheim aus einer Doppeltraktion 628er gesetzt – nicht nur preiswerter als, sondern auch genau so schnell wie der Fernverkehr. Kurz vor Obernburg-Elsenfeld eine kuriose Ansage: „Meine Damen und Herren, wir befinden uns auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und schon wieder eine Bahntour: Diesmal war ich unterwegs nach <strong>Schwäbisch Hall</strong>, gestern Vormittag hin, heute Nachmittag zurück. Also in den Main-Tauber-Express Aschaffenburg–Crailsheim aus einer Doppeltraktion 628er gesetzt – nicht nur preiswerter als, sondern auch genau so schnell wie der Fernverkehr.<br />
Kurz vor Obernburg-Elsenfeld eine kuriose Ansage: „Meine Damen und Herren, wir befinden uns auf dem Weg nach Miltenberg. Leider kommt uns auf der eingleisigen Strecke ein Zug entgegen. Wir bitten Sie, sich anzuschnallen.“ – Humor muss man haben &#8230; Weniger amüsant war die Tatsache, dass je ein Fahrgast in Freudenberg und Dorfprozelten aussteigen wollten und nicht mitbekommen hatten, dass das Bedarfshalte sind. Tatsächlich habe ich die Ansage des Tf („Zum Aussteigen bitte melden.“) auch erst beim dritten Bedarfshalt gehört, sie hätte also ruhig etwas deutlicher sein können. Nach insgesamt drei Stunden Nebenbahnromantik gab es dann noch einen neuen Verfrühungsrekord: Die Endstation Crailsheim haben wir tatsächlich mit -6 erreicht, so dass das Umsteigen kein Problem darstellte, wie auch die Weiterfahrt nach Schwäbisch Hall.</p>
<p>Die Rückfahrt verlief leider nicht ganz so unproblematisch: Der Zug fuhr in TSHL mit etwa +7 ab, also genau die Übergangszeit zum Main-Tauber-Express. Unterwegs hatte noch der Motor des 628 einige Aussetzer, so dass wir Crailsheim einige Minuten nach der Abfahrtszeit des Zuges erreichten. Und obwohl ja anscheinend Luft im Fahrplan vorhanden ist und der Zug nur alle zwei Stunden fährt, war er tatsächlich schon über alle Berge. Ebenso wie der IC nach Nürnberg, den einige Reisende doch ganz gerne noch erwischt hätten – u.a. ein Soldat, der zurück zu seinem Standort musste.<br />
Für mich war es nicht ganz so dramatisch, denn der Weg über Ansbach und Würzburg dauert trotz eines Umweges von 56 km und zwei Aufenthalten von über 15 min praktisch genau so lange wie der über Miltenberg – abgesehen davon, dass der Zug nach Ansbach natürlich erst in einer Stunde fuhr. Und auch der Servicemitarbeiter am Bf Crailsheim gab sich alle Mühe, die gestrandeten Fahrgäste zu beruhigen und über ihre Möglichkeiten (nächste Verbindung und Erstattungsanträge) zu informieren. Am Umgang mit der Betriebsstörung gibt es also eher wenig auszusetzen, nur habe ich mir mal wieder die Frage gestellt, ob solche Störungen nicht einfach viel zu oft vorkommen.<br />
Zum Glück sind auf der Weiterreise keine weiteren Komplikationen passiert, so dass es bei der einen Stunde Verspätung blieb – da ich ein Nahverkehrsticket hatte, leider ohne irgendeinen Entschädigungsanspruch.</p>
<p>Und natürlich gibt es jetzt für die <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/?p=10">A-bis-Z-Liste</a> einen neuen Eintrag:</p>
<p>Aschaffenburg–Crailsheim RE</p>
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