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	<title>Jan kann Bahn fahrn &#187; Bauarbeiten</title>
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	<description>Erlebnisse und Meinungen rund um Bahn und ÖPNV</description>
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		<title>Ich hab&#8217; noch einen Koffer in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 21:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fünf Minuten Verspätung hatte ICE 572 am Freitag bei der Abfahrt in Hanau – übrigens ein Halt, der „eigentlich“ gar nicht vorgesehen ist, denn normalerweise halten die ICE der Linie Stuttgart–Hamburg zwischen Frankfurt Hbf und Kassel-Wilhelmshöhe nicht. Die Abfahrt „meines“ Zuges war daher außer aus der elektronischen Auskunft auch nur aus dem Aushang der „zusätzlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fünf Minuten Verspätung hatte ICE 572 am Freitag bei der Abfahrt in Hanau – übrigens ein Halt, der „eigentlich“ gar nicht vorgesehen ist, denn normalerweise halten die ICE der Linie Stuttgart–Hamburg zwischen Frankfurt Hbf und Kassel-Wilhelmshöhe nicht. Die Abfahrt „meines“ Zuges war daher außer aus der elektronischen Auskunft auch nur aus dem Aushang der „zusätzlichen Züge“ zu erfahren. Fünf Minuten später ging es also los – auf der NBS sollte der Zug die Verspätung locker wieder herausholen, so dass der 13-min-Anschluss in Hannover nicht gefährdet sein würde. Dachte ich, denn peu à peu, ohne großen Paukenschlag, fuhr der Zug immer mehr Verspätung ein, bis er dann in HH mit tatsächlich genau +13 eintrudelte. Den Anschlusszug interessierte das wenig, so dass er bei meiner Ankunft am Abfahrtsbahnsteig schon über alle Berge war. Blieb nichts anderes übrig, als meine Gastgeberin telefonisch zu informieren und mit der nächsten Verbindung, einem RE, nach <strong>Bielefeld</strong> zu fahren. Dank der dadurch um 67 Minuten verschobenen Ankunftszeit habe ich nun immerhin das Recht auf eine Rückerstattung von 25% des Fahrpreises.</p>
<p>Hauptzweck meiner Reise war mal wieder eine Bahn-Rundfahrt: mit einer befreundeten Familie, bei der Eltern wie Kinder meine Bahnbegeisterung teilen, ging es in einem Talent der NWB über die Sennebahn von Brackwede nach Paderborn. Aufgefallen ist uns dabei neben diversen 20-km/h-Langsamfahrstellen vor allem, dass die Schranken so spät schließen, dass der Lokführer es noch beobachten kann. Unter normalen Bedingungen mag das ausreichen, aber was, wenn zum Beispiel ein Autofahrer auf dem BÜ den Motor abwürgt? In EPD angekommen, machten wir die Stadt sowie einige Modellbahnläden unsicher, und ich verließ Paderborner Boden natürlich auch nicht, ohne einige Bilder der örtlichen Busse (<a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=ps01.jpg">„PaderSprinter“</a>) gemacht zu haben. Zurück am Bahnhof blieb uns noch etwas Zeit, um das bunte Miteinander von Eurobahn, NWB, DB und Güterzügen zu beobachten, bevor es dann mit der Westfalenbahn weiter ging. Unsere Reise führte uns über Altenbeken mit dem berühmten Viadukt, dem Rehbergtunnel mit dem anschließenden einsam gelegenen Trennungsbahnhof Langeland (eine der ganz wenigen Stellen in Deutschland, die feste Quertragwerke für die Oberleitung haben), auf die Strecke nach Herford. Unterwegs konnte man prima rechts und links herausschauen und sich dabei gegenseitig fragen, wie viele Gleise jeweils neben dem befahrenen Gleis liegen (und dabei die anderen Fahrgäste hoffentlich nicht zu sehr nerven). Meistens waren es in der Summe übrigens null Gleise, denn die Strecke Langeland–Herford ist bis auf die Kreuzungsbahnhöfe eingleisig. In EHFD hieß es dann bahnsteiggleich in einen anderen Westfalenbahn-Flirt umsteigen, der uns dann nach EBIL brachte. Von dort zurück nach EBWE brachte uns wieder ein Talent der NWB, der auf dem „Haller Willem“ nach Osnabrück unterwegs war.</p>
<p>Auch die Heimfahrt am Sonntag Nachmittag verlief für mich dann nicht ganz ohne Turbulenzen: Es fing damit an, dass sich <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/20110522-wsa.jpg">Wagenstandsanzeiger</a>, <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/20110522-fp.jpg">Fahrplan</a> und <a href="http://www.janzbikowski.de/fotos/20110522-zza.jpg">Zugzielanzeiger</a> nicht einig waren, mit wie vielen Wagen und mit welcher/n Zugnummer/n der ICE einfahren würde. Zum Glück handelte es sich dann um zwei Einheiten ICE 2, denn sonst hätte es Wagen 32, in dem ich reserviert hatte, nicht gegeben. Die Reservierung, die mir bei der Buchung dringend empfohlen wurde, wäre angesichts des Besetzungsgrades des Zuges allerdings gar nicht nötig gewesen. Mit zehn Minuten Verspätung in EBIL abgefahren, kamen wir trotzdem fast pünktlich in HH an. Was nicht ganz verwunderte, denn die planmäßige Fahrzeit ist zurzeit wegen Bauarbeiten um 10 min gestreckt. Während ich mich auf dem Bahnsteig noch über diese Erkenntnis freute, stellte ich fest, dass meine Reisetasche noch im Zug war. Schnell wieder rein – falscher Wagen. In den richtigen Wagen – Türschließsignal ertönt. In letzter Minute raus – leider ohne Tasche. Nun, die DB-Mitarbeiter im Bahnhof waren sehr hilfsbereit, haben gleich im Zug angerufen und veranlasst, dass die Tasche in Berlin dem Fundbüro übergeben wurde.<br />
Beruhigt machte ich mich also auf den Weg zum Anschlusszug ICE 1191, einem Sonntagsverstärker Berlin–Hannover–Frankfurt–Stuttgart. Mein Platz im Ruhebereich hatte diesen Namen wirklich verdient: ganz alleine im Abteil mit einer friedlich lesenden Frau, unterbrochen nur durch eine etwas kuriose „Facebook-Umfrage“ einiger junger Damen. Ab FFU leistete uns dann noch ein Polizeibeamter Gesellschaft, der wie ich in FH ausstieg. Dort stellte ich fest, dass mein eigentlicher Anschlusszug IC 2027 +40 hatte, so dass ich nach 45 min Warten mit dem nächsten RE nach NAH fuhr. Dort ärgerte ich noch einen Busfahrer mit der Entscheidung, in letzter Minute in seinen Bus einzusteigen, aber wegen der Bauarbeiten vor meiner Haustür komme ich zurzeit mit dem 16er näher an meine Wohnung als mit dem 5er. So ging dann ein wirklich sehr ereignisreiches Wochenende zu Ende, vielen Dank insbesondere an Stefanie und Torsten für die Einladung und an die DB-Mitarbeiter in Hannover für die prompte Hilfe!</p>
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		<title>Wochenbericht</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 22:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Freitag vergangener Woche brach ich zu einem Kurzurlaub bei meinen Eltern in Marl auf. Schon beim Buchen der Fahrkarte hatte ich mich über die seltsamen Verbindungen gewundert, die mir angezeigt wurden: wo waren denn die direkten ICE Aschaffenburg–Essen hin? Des Rätsels Lösung: Vom 1. bis 11. März war wegen des Baus einer Brücke über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>Freitag</strong> vergangener Woche brach ich zu einem Kurzurlaub bei meinen Eltern in Marl auf. Schon beim Buchen der Fahrkarte hatte ich mich über die seltsamen Verbindungen gewundert, die mir angezeigt wurden: wo waren denn die direkten ICE Aschaffenburg–Essen hin? Des Rätsels Lösung: Vom 1. bis 11. März war wegen des Baus einer B<strong></strong>rücke über die A 3 zwischen NAH und Laufach die Strecke gesperrt. Regionalzüge endeten jeweils in den beiden Bahnhöfen, Fernzüge wurden durch das Kinzigtal umgeleitet. Statt um 19.36 mit dem ICE abzufahren, musste ich also schon fast eine Stunde früher aufbrechen und mit dem RE nach Frankfurt fahren. Dort hatte ich eine Dreiviertelstunde Aufenthalt, die ich im Internet-Café auf der B-Ebene des S-Bahnhofs verbrachte. Ab FF fuhr der ICE planmäßig, wenn auch nur mit einem statt mit zwei Zugteilen. Sitzplätze gab es trotzdem genug, und von Verspätung und Streik (den es am Morgen desselben Tages noch gegeben hatte) war zum Glück nichts zu spüren, so dass ich pünktlich EE erreichte. Durch den im Zuge des Bahnhofsumbaus mit Lichteffekten ausgestatteten Gang ging es zu Gleis 21, wo immer noch die Regionalbahnen Richtung Münster abfahren. Auch dieser Zug war pünktlich, so dass meine Mutter, die mich abholte, nicht lange warten musste.<br />
Am <strong>Rosenmontag</strong> stand dann eine Tour durch das Netz der Vestischen mit einem ehemaligen Arbeitskollegen von dort an. Mit einem Tagesticket der Preisstufe B bewaffnet, machte ich mich auf den Weg zum Hertener Betriebshof. Da die 245 nur noch stündlich fährt, musste ich von der Westerholter Straße („Blechecke“) aus laufen, was aber bei dem sehr sonnigen und milden Wetter kein Problem war. Unsere Tour führte uns dann – wiederum von der Blechecke – mit der 243 nach Herten Mitte, von dort weiter nach Buer (211), Dorsten (SB 28), Gladbeck (188), wieder Buer (SB 91) und schließlich Haltern (S 9). Dort verabschiedeten wir uns, woraufhin ich ein wenig durch den Rest einer Karnevalsveranstaltung auf dem Halterner Marktplatz schlenderte und mit dem 227er nach Marl zurück fuhr. Besonderheiten der Tour waren jede Menge kostümierte Menschen, eine Umleitung wegen des Rosenmontagszugs in Dorsten sowie am dortigen Bahnhof die Sichtung eines <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=evb01.jpg">628ers der EVB</a> – was der dort fernab seines Einsatzgebiets gemacht hat, blieb ein Rätsel (<strong>Nachtrag:</strong> Die 628er werden bei den EVB nicht mehr benötigt und sind an die NWB vermietet). Ein Fahrer von Westfalenbus bot an, aus dem Bild zu gehen, damit ich „seinen“ <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=wb03.jpg">Bus</a> fotografieren konnte – ein nettes Gegenbeispiel zu seinem <a href="http://www.janzbikowski.de/blog/das-ist-immer-noch-mein-bus-2">unfreundlichen Kollegen in Aschaffenburg</a>.<br />
Am <strong>Dienstag</strong> dann machte ich mich auf den Weg zum Schwimmen, wiederum nach Dorsten. Der 227er fährt fast direkt vor der Haustür meiner Eltern ab und wechselt an der Hervester Dorfstraße dann seine Liniennummer auf 274. Dorthin kann er allerdings nicht mehr auf direktem Wege fahren: Da die alte Kanalbrücke in Hervest gesperrt ist, muss er über die L 608 fahren, was einiges an Fahrzeit und Kilometern kostet. Gekostet hat auch die Fahrt, 4,70 Euro pro Strecke nämlich. Der Vorteil des VRR-Tarifsystems, seine Einfachheit, verkehrt sich hier zu einem Nachteil, wenn nämlich für wenige Kilometer in die Nachbarstadt derselbe Tarif anfällt wie in das 30 km entfernte Essen. Vielleicht wäre hier ein großzügigerer Zuschnitt der Waben sinnvoll, wie er Anfang des Jahres in Polsum geschehen ist: Der Marler Stadtteil gehört nämlich jetzt komplett auch zur Wabe Gelsenkirchen-Hassel, wodurch sowohl Marl als auch Gelsenkirchen mit der Preisstufe A erreichbar sind.<br />
Der <strong>Mittwoch</strong> stand dann schon wieder im Zeichen der Rückfahrt: Mit der RB 42 ging es mittags nach EE, wo die Wartezeit auf den RE 1 planmäßig gut 20 Minuten betragen sollte. Da ich keine Lust auf das Stöbern in der Bahnhofsbuchhandlung hatte, kaufte ich mir wiederum ein Ticket der Preisstufe B und fuhr mit der U 18 nach Mülheim. Mein Plan, dort noch Fotos zu machen, ließ mich fast den RE 1 verpassen, der zum Glück aber Verspätung hatte. Die wuchs bis Köln auf 20 min an, so dass mein Treffen mit einer Freundin sich um diesen Zeitraum verzögerte. Um zu unserem Treffpunkt Neumarkt zu kommen, wollten die Automaten sowohl von Transregio als auch von der DB 2,50 Euro kassieren – erst der Schalter der KVB konnte mir das hierfür ausreichende Kurzstreckenticket verkaufen. Die abendliche Rückfahrt mit Umstieg in FFLF und FF lief dann völlig pünktlich ab, und anstatt nach Hause zu laufen, konnte ich die RB um 22.30 Uhr bis Aschaffenburg Hochschule nehmen.<br />
Die Woche abgeschlossen hat dann eine Dreiecksfahrt am <strong>Samstag</strong>: zunächst nach Dieburg, wo ich an einem Gälisch-Schnupperkurs teilnahm, dann weiter über Darmstadt (3-Minuten-Anschluss mit Bahnsteigwechsel) nach Frankfurt, wo ich nicht nur einen <a href="http://www.janzbikowski.de/bus/foto.php?name=hlb04.jpg">HLB-Flirt</a> fotografierte, sondern auch mit Nils die Stadt erkundete. Tariflich war übrigens das Interessante an der Fahrt, dass wegen des BahnCard-Rabatts drei Einzeltickets günstiger waren als ein Tagesticket Aschaffenburg–Frankfurt. Zurück ging es um 19.30 mit dem RE, der zwar die nordmainischen Haltepunkte abklapperte, aber trotzdem pünktlich in NAH eintraf. Von dort ging es diesmal mit dem Fahrrad nach Hause, wo eine interessante und störungsfreie ÖPNV-Woche zu Ende ging – um die zahlreichen Streiks hatte ich mich erfolgreich herum manövriert.</p>
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		<title>Linksverkehr und andere Überraschungen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 20:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verhältnisse wie in Belgien, der Schweiz oder diversen anderen europäischen Ländern herrschten am Wochenende auf vielen Streckenabschnitten des deutschen Bahnnetzes. Auf meiner Fahrt nach Nürnberg fing es damit an, dass der ICE kurz nach dem Einfädeln auf die NBS Richtung Würzburg die Fahrt verlangsamte und auf das linke Gleis wechselte. Da ich links saß, konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verhältnisse wie in Belgien, der Schweiz oder diversen anderen europäischen Ländern herrschten am Wochenende auf vielen Streckenabschnitten des deutschen Bahnnetzes. Auf meiner Fahrt nach <strong>Nürnberg </strong>fing es damit an, dass der ICE kurz nach dem Einfädeln auf die NBS Richtung Würzburg die Fahrt verlangsamte und auf das linke Gleis wechselte. Da ich links saß, konnte ich den Grund nicht erkennen, sondern sah nur, dass es nach einiger Zeit wieder auf das „richtige“ Gleis zurück ging und schon ein Gegenzug auf unsere Durchfahrt wartete.</p>
<p>Mit geringfügiger Verspätung – unter anderem durch den Gleiswechsel – in NWH angekommen, ging es bald weiter. Die RB nach Bamberg auf dem Nachbargleis hatte nicht wie sonst zeitgleich mit uns Ausfahrt – der Grund war wiederum, dass wir bis Rottendorf das linke Gleis der dreigleisigen Strecke nutzten, auf dem sonst der Bamberger Zug fährt. Bahntechnisch handelt es sich hier übrigens um eine separate Strecke (5209), da eine Strecke maximal zwei Gleise haben darf. Die Verspätung nahm durch diese Aktion noch ein wenig zu, so dass wir Nürnberg mit etwa +5 erreichten.<br />
Dort angekommen, verbrachte ich nicht nur ein paar nette Tage bei der <a href="http://www.mind-akademie.de">&rarr; MinD-Akademie</a>, sondern stellte auf dem Rückweg vom Besuch bei einer Schulfreundin auch fest, dass inzwischen auch auf der U2 teilweise automatischer Betrieb herrscht (zurzeit auf vier Kursen).</p>
<p>Für den Rückweg hatte es nur für eine etwas seltsame Verbindung noch einen Sparpreis gegeben: Ich sollte einen ICE Richtung Hamburg bis NWH benutzen und von dort mit dem RE weiter fahren. Wie es der Zufall aber wollte, war das genau der ICE, mit dem einige Freunde von der Akademie nach AH zurück fuhren. Da wir einen Tischplatz hatten, spielten wir „Carcassonne“, bis der Zug in Kitzingen stehen blieb und – ihr ahnt es schon – wegen Bauarbeiten auf das linke Gleis umgeleitet wurde. NWH erreichten wir so mit etwa +5, aber laut Durchsage des Zub wurden alle planmäßigen Anschlusszüge erreicht. Das galt trotz 8 min Übergangszeit auch für meinen RE, der zum Zeitpunkt meiner Ankunft auf dem Gleis noch nicht einmal aus FF angekommen war. Nachdem er dann eingetroffen und alle Wochenendticket-Reisegruppen aus- und eingestiegen waren, ging es mit etwa +10 weiter, die sich durch den Fahrplanpuffer in Gemünden auf etwa +5 verringerten. Ich vertrieb mir die Zeit mit Schlafen und verpasste so den ersten Teil einer Diskussion zwischen einer Bayernticket-Reisegruppe und dem Zub, bei der es offensichtlich darum ging, welcher Reisende auf dem Ticket seinen Namen eintragen muss (die Gruppe hatte anscheinend nicht gewusst, dass es der sein muss, der am längsten mit dem Ticket fährt). In Heigenbrücken passierte dann etwas, was ich nun schon zu Genüge kannte: Der Zug blieb stehen, ließ einen entgegenkommenden ICE passieren und fuhr dann auf dem linken Gleis durch den Schwarzkopftunnel. Das rechte war an dieser Stelle durch eine Gleisbaumaschine belegt, denn anscheinend wurde an diesem Wochenende überall heftig gebaut. Nun wiederum mit +10 erreichten wir kurz vor 19 Uhr NAH, wo ich den Regionalbus zu meiner Wohnung noch erwischte und mir so wieder einmal die 20 Minuten Fußweg sparen konnte.</p>
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		<title>Glück im Unglück</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 21:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend im ICE 622 München–Dortmund: Der Zug ist fast pünktlich in FFLF abgefahren, aus meinem MP3-Player kommt Musik und draußen sieht man den Verkehr auf der A 3 sowie gelegentliche Lichtblitze, die der Stromabnehmer in der kalten Luft erzeugt. Plötzlich wird der Zug langsamer und bleibt schließlich in Limburg Süd auf dem Bahnsteig der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend im ICE 622 München–Dortmund: Der Zug ist fast pünktlich in FFLF abgefahren, aus meinem MP3-Player kommt Musik und draußen sieht man den Verkehr auf der A 3 sowie gelegentliche Lichtblitze, die der Stromabnehmer in der kalten Luft erzeugt. Plötzlich wird der Zug langsamer und bleibt schließlich in Limburg Süd auf dem Bahnsteig der Gegenrichtung stehen. Nach ein paar Minuten kommt eine Ansage: Die Strecke nach Montabaur sei wegen eines Personenunfalls gesperrt, die Weiterfahrt verzögere sich auf unbestimmte Zeit. Ich richte mich auf einen längeren Aufenthalt ein, als der Zug nach etwa zehn Minuten weiter fährt. Es kommt wieder eine Ansage: „Meine Damen und Herren, die Strecke nach Montabaur ist wieder offen. Es handelte sich nur um einen Wildunfall.“ Ein bisschen muss ich trotz der makabren Situation doch grinsen. Bis FMT fahren wir auf dem Gegengleis; kurz vor dem Gegenzug, der am Bahnsteig wartet, wechseln wir wieder auf das rechte Gleis. Ich komme also mit „nur“ +15 in Essen an und kann mich so noch mit zwei Freundinnen treffen, die nur bis 21 Uhr Zeit haben.<br />
Auf der Weiterfahrt nach ERE bleibt der RE in Gelsenkirchen-Rotthausen plötzlich stehen, als Grund wird eine „Zugkreuzung“ genannt. Auf einer zweigleisigen Strecke? Hinter EG klärt sich das Ganze auf: Wir werden wegen Bauarbeiten über die eingleisige Nebenstrecke 2231 geleitet, die am Busdepot der BOGESTRA vorbei führt. Die Züge der Gegenrichtung fahren über das eine Gleis, das normalerweise nur die Glückauf-Bahn (ehemalige Nokia-Bahn) benutzt. Dadurch ist das Stück zwischen Gelsenkirchen-Rotthausen und EG nur eingleisig befahrbar. Auch das bringt uns 15 min Verspätung ein. Meine Mutter, die mich abholt, erzählt, dass die Bahnsteiganzeige anstatt unserer Verspätung plötzlich einfach den nächsten Zug angezeigt hat. Seltsame Informationspolitik – ich bin jedenfalls froh, dass ich um diese Uhrzeit und bei der Kälte keinen Busanschluss mehr erreichen muss.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong>: Auf der Rückfahrt am Sonntag Abend sah es mit +25 wegen einer Bahnübergangsstörung bei Hanau auch nicht besser aus. Jetzt hoffe ich auf eine pannenfreie nächste Fahrt, damit die DB ihren guten Ruf bei mir wieder herstellen kann.</p>
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		<title>Heute halt kein Halt</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 17:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich gestern in Recklinghausen den Bahnsteig betrat, wurde ich von einem Hinweis „kein Halt in Essen Hbf und Mülheim“ auf dem Zugzielanzeiger begrüßt. Auf einem Aushang stand das gleiche: Fahrgäste zu diesen beiden Zielen werden gebeten, in Gelsenkirchen in die S 2 umzusteigen und in Essen ggf. in einen Zug nach Mülheim. Ganz unten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich gestern in Recklinghausen den Bahnsteig betrat, wurde ich von einem Hinweis „kein Halt in Essen Hbf und Mülheim“ auf dem Zugzielanzeiger begrüßt. Auf einem Aushang stand das gleiche: Fahrgäste zu diesen beiden Zielen werden gebeten, in Gelsenkirchen in die S 2 umzusteigen und in Essen ggf. in einen Zug nach Mülheim. Ganz unten folgte der lapidare Hinweis: „Die planmäßigen Anschlusszüge werden nicht erreicht.“ Wenn ich über Essen gefahren wäre, wäre mein ICE tatsächlich weg gewesen. Aber da der RE 2 auch in Duisburg hält, konnte ich ohne Zeitverlust dort umsteigen (die Umleitungsstrecke über Essen-Altenessen und Oberhausen ist sogar einen Tick schneller).<br />
Trotzdem stellen sich mir zwei Fragen:</p>
<ol>
<li>Inzwischen werden solche planbaren Fahrplanänderungen zum Glück meistens in die Reiseauskunft aufgenommen, so dass die Fahrgäste automatisch die geänderte Verbindung angezeigt bekommen. Warum ist das in diesem Fall nicht passiert?</li>
<li>Wäre ich, wenn ich meinen ICE tatsächlich verpasst hätte, von der Zugbindung befreit gewesen oder bin ich in so einem Fall selber schuld, weil ich mich nicht rechtzeitig informiert habe?</li>
</ol>
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		<title>Das Leben ist eine Baustelle</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2007 17:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Januar 2006 wohne ich jetzt in Aschaffenburg, und genau so lange nutze ich regelmäßig (etwa einmal im Monat) den „Nightliner“ Darmstadt–Aschaffenburg. Mir wäre es zwar lieber, wenn es auch abends noch einen Zug gäbe, aber darum soll es hier nicht gehen. Sondern darum: Ich bin mit diesem Bus noch nie gefahren, ohne dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Januar 2006 wohne ich jetzt in Aschaffenburg, und genau so lange nutze ich regelmäßig (etwa einmal im Monat) den „Nightliner“ <strong>Darmstadt–Aschaffenburg</strong>. Mir wäre es zwar lieber, wenn es auch abends noch einen Zug gäbe, aber darum soll es hier nicht gehen. Sondern darum: Ich bin mit diesem Bus noch nie gefahren, ohne dass es irgendwo auf der Strecke eine Baustelle gegeben hätte. Am Anfang waren es Großbaustellen in Dieburg und Stockstadt, aber auch nach deren Ende gab es in fast jedem Ort auf der Strecke (außer Babenhausen und Sickenhofen) schon irgendeine Umleitung. Ein einziges Mal habe ich es erlebt, dass es „nur“ eine Fahrbahnverschwenkung auf der vierspurigen B 26 gab. Gestern war dann aber die Welt mit drei Umleitungen (Dieburg, Hergershausen, Stockstadt) wieder in Ordnung <img src='http://www.janzbikowski.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  . Mal gucken, ob ich irgendwann von einer baustellenfreien Linie 5507 berichten kann &#8230;</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Am 11. September 2007 war es dann endlich soweit: keine einzige Baustelle zwischen Darmstadt und Aschaffenburg!</p>
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