Schadensminimierung

Pfingstmontag, Bahnhof Bad Hersfeld: Etwa 40 Teilnehmer der Pfingstakademie des → CdE warten auf den Zug der → Cantus VG um 14.25 Uhr nach Fulda. Ein paar Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit kommt die Ansage, dass der Zug etwa 15 Minuten später (und außerdem ausnahmsweise auf Gleis 2 1) eintreffen wird. Die Begeisterung bei den Fahrgästen hält sich in Grenzen, da alle in Fulda Richtung Frankfurt umsteigen wollen und die Übergangszeit dort genau 15 min beträgt.
Als der Zug schließlich da ist (das erste Mal, dass ich mit einem der nagelneuen orange-blauen Flirts fahre), muss noch ein ICE überholen, und so geht es mit deutlich mehr als +15 weiter. Einige aus unserer Gruppe haben die Idee, den Triebfahrzeugführer zu fragen, ob er den Anschluss sicherstellen kann. Ich gebe dem Plan nicht viele Chancen, aber zu meiner Überraschung war der Tf schon vorher dabei, sich um den Anschluss zu kümmern. Zu unser aller Freude gibt er ein paar Minuten später bekannt, dass der RE nach Frankfurt tatsächlich wartet.

Woran es nun immer lag – die Masse der Fahrgäste? Angst, dass ein Nicht-Warten des Zuges einen Diskriminierungsverdacht gegen DB Netz auslöst? Musste der Zug aus betrieblichen Gründen sowieso warten? Wir werden es vermutlich nie erfahren, aber es hat funktioniert: Nachdem unter den Augen der Bahnsteigaufsicht alle ohne große Hektik eingestiegen sind, geht es mit etwa +10 weiter. In Schlüchtern wartet auch der Anschlusszug nach Würzburg (Übergang planmäßig 9 min) – kein Wunder, da vermutlich die meisten Fahrgäste aus dem Fuldaer Zug kommen. Nur in Hanau wartet natürlich kein Anschluss, aber da fahren ja die meisten Züge auch am Feiertag etwas öfter als stündlich. Ob in Frankfurt der eine oder andere stündliche Anschluss dann weg war, kann ich natürlich nicht beurteilen. Sicherlich ärgerlich für die Fahrgäste aus Fulda, aber wahrscheinlich trotzdem für die Mehrheit die beste Lösung. Insofern: ein positives Beispiel für den Umgang mit Betriebsstörungen – vielen Dank an Cantus, DB Netz und DB Regio!

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2 Reaktionen zu “Schadensminimierung”

  1. Weltenkreuzer

    Also sowas… der Zug in Bad Hersfeld fuhr ausnahmsweise auf Gleis 1 ab statt auf Gleis 2. Wenn schon, dann richtig… ;-)

    Der Anschlusszug in Schlüchtern wär wirklich ziemlich leer gewesen, wenn die Fahrgäste aus Fulda nicht gewesen wären…

  2. admin

    Juchhu, mein erster Kommentar ;) . Was die Gleise betrifft, hast du natürlich Recht. Ich bin bei der „Endkontrolle“ auch drüber gestolpert, aber ich war der Meinung, mir beim Schreiben schon was gedacht zu haben und dass die Gleise in HEF halt so komisch nummeriert sind :) .

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