Im Dunkeln
Gestern Abend, Einfahrt mit IC 2318 in Köln Hbf: Die Fahrt über die Rheinstrecke lief reibungslos und war dank „Killer-Sudoku“ auch nicht langweilig. Auf dem Nachbargleis steht auch der ICE für den Korrespondenzanschluss schon bereit. Der hintere Zugteil ist mit „Nicht einsteigen“ beschriftet – nicht ungewöhnlich, da die ICE häufig in KK geschwächt werden. Allerdings ist auch der vordere Zugteil leer, und die Bahnsteiganzeige zeigt die seltsame Information „Solingen–Wuppertal–Dortmund–Hamm–Bielefeld–ZUG ENDET HIER“. Im IC gibt es keine Ansage darüber, was das zu bedeuten hat, und auch keinen Massenandrang von Fahrgästen, die in unseren Zug ausweichen. Vielleicht muss nur die Zuggarnitur ausgetauscht werden – man weiß es nicht.
Der IC fährt jedenfalls pünktlich weiter bis Düsseldorf. Kurz dahinter wird er auf einmal langsamer. Als er wieder Fahrt aufnimmt, sehe ich plötzlich rechts den S-Bahnhof Düsseldorf Zoo – wir sind also auf den Ortsgleisen gelandet, die bis Duisburg westlich von der eigentlichen Hauptstrecke und teilweise auf den S-Bahn-Gleisen verlaufen. Die Hauptstrecke scheint aber nicht komplett gesperrt zu sein, denn darauf kommt uns ein (pünktlicher) RE 5 entgegen, und am Flughafen sehe ich einen (verspäteten) RE 1 Richtung Hamm stehen. Mehr kann ich wegen der Dunkelheit leider nicht erkennen. Duisburg Hbf erreichen wir natürlich mit etwa +10, die Begründung lautet wenig informativ „Störung im Betriebsablauf“. Kurz vor Essen dann noch einmal der Hinweis auf die Verspätung mit der Begründung „Streckensperrung im Raum Düsseldorf Flughafen“. Also war vielleicht nur das Gleis Richtung EDG gesperrt, und der RE hat in KDFF auf die Weiterfahrt gewartet. Mein RE 2 kommt zum Glück trotz der Störung pünktlich, so dass meine Mutter nicht lange auf mich warten muss. Trotzdem habe ich das Gefühl, „mehr Glück als Verstand“ gehabt zu haben. Und der Grund für die Störung bleibt buchstäblich – siehe Überschrift.
Stichwörter: Betriebsstörungen, Fernverkehr