Es regnet an dir vorbei

du stehst im regen, und du wirst nicht naß
es regnet an dir vorbei

Wie in dem Lied von Herbert Grönemeyer habe ich mich am Wochenende gefühlt. Nicht wegen des Wetters, sondern weil ich anscheinend das Glück hatte, dass alle Züge Verspätung hatten – außer denen, in denen ich saß. Schon beim Warten in Kleinostheim fuhr der RE in die Gegenrichtung wegen eines Unwetters mit 20 min Verspätung ab. Vorher fuhren noch 3 ICE durch, von denen mindestens zwei nicht im Plan gewesen sein können. Mein RE Richtung Würzburg war dagegen „nur“ 5 Minuten hinter Plan und begegnete auf der kurzen Strecke nach NAH noch einem verspäteten ICE Richtung Frankfurt.
Mein ICE, der wie die verspäteten Züge von der Spessartstrecke kam, war dagegen überpünktlich und blieb es auch, bis ich in Essen ausstieg. Dort allerdings musste noch der verspätete RE 1 vorgelassen werden, bevor der ICE weiter fuhr (und den RE wahrscheinlich in Wattenscheid überholt hat). Nach einem ebenfalls verspäteten IC tauchte dann – wieder überpünktlich – der RE 2 auf, so dass der Busanschluss absolut kein Problem war.

Auf der Rückfahrt das gleiche Spiel: In Marl Mitte war zwar der Fahrkartenautomat kaputt, die S 9 dafür überpünktlich. Weiter leicht verspätet mit der S 2 nach Duisburg, von dort – an diversen Verspätungsmeldungen für andere Züge vorbei – fast pünktlich mit dem RE 5 nach Köln, wo ich mich mit einer Freundin getroffen habe.
Der ICE, der mich dann nach NAH brachte, wartete noch einen verspäteten IC ab (mit dem ich sonst aus Recklinghausen gekommen wäre). FMT und FLIS erreichten wir aber schon wieder vor Plan. Zur Abwechslung fuhr der Zug heute am Frankfurter Flughafen nicht den Fern-, sondern den Regiobahnhof an. Die Ausfädelung aus der NBS über die nicht planmäßig befahrene Verbindungskurve zur südmainischen Strecke und die Fahrt durch den S-Bahn-Tunnel klappten prima.
Erst dahinter ereilte mich dann auch das Schicksal: Kurz vor der Wiedereinfädelung auf die Hauptstrecke bremste der Zug scharf ab und blieb etwa zehn Minuten lang stehen – ironischerweise stand direkt vor meinem Fenster ein Signal Ks 1, das uns eigentlich die Weiterfahrt erlaubt hätte. Erst nach der Vorbeifahrt eines Gegenzuges ging es dann weiter, so dass wir NAH schließlich etwa 15 Minuten hinter Plan erreichten (und ich mich mal wieder freute, dass ich meine Wohnung vom Bahnhof aus auch zu Fuß erreichen kann).

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