Der Kuhflüsterer

Donnerstag, 13. August: Soeben bin ich am Flughafen in Krakau gelandet und mache mich mit Sack und Pack auf den 200 m langen Weg zum Bahnhof, an dem der Pendelzug zum Hauptbahnhof abfährt – wobei „Bahnhof“ hier eher „provisorisches Ende einer Stichstrecke“ bedeutet. Nachdem der Zug angekommen ist und die Richtung gewechselt hat, fährt er über die unverschweißten Schienen Richtung Kraków Główny. Nach kurzer Zeit bleibt der Zug auf einmal stehen, und der Zub steigt aus. Neugierig, wie ich bin, gehe ich (leider ohne Kamera) nach vorne und gucke, was passiert: Der Zub versucht verzweifelt, eine Kuh von den Schienen zu bugsieren. Erst nachdem ihm das nach einigem guten Zureden gelingt, kann die Fahrt weiter gehen.
Vom Krakauer Hauptbahnhof fahre ich übrigens weiter nach Zakopane, das als Wintersportort über die Grenzen Polens hinaus bekannt ist. Da die Züge selten fahren und lange brauchen, habe ich mich für den Bus entschieden, der laut Fahrplan mindestens jede Stunde fährt (in Wirklichkeit öfter) und zwei Stunden braucht (in Wirklichkeit länger). Der Fahrpreis für die 100 km lange Strecke liegt bei 17 Zloty, was etwa 4 Euro entspricht. Zurück fahre ich die gleiche Strecke und weiß nun auch, dass zwischen dem Endpunkt des Pendelzuges und dem Flughafen ein Pendelbus fährt, so dass ich die Strecke bei den herrschenden 30 Grad nicht mit Gepäck laufen muss.

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3 Reaktionen zu “Der Kuhflüsterer”

  1. Martha Schulze-Beck

    Lieber Jan!
    Heute will ich keinen Kommentar schreiben, obwohl auch der ‘Kuhflüsterer’ interessant ist.
    Auf der Rückfahrt von Aachen bin ich in Düsseldorf umgestiegen. Auf dem Bahnsteig zu den Gleisen 17 und 18 ist eine NRW-Bahn-Werbung die mir gefallen hat: Bernd Stelter wirbt für den ÖPNV und zwar:
    öfter plaudern, nie verfahren
    Wahrscheinlich kennst du das schon, aber das macht wohl nichts.
    Ganz herzliche Grüße
    Martha

  2. ykik

    du meinst wohl eher 2000 Meter bei 200 würde ich mich nicht über einen Fußmarsch aufregen ;-)

  3. Jan

    Stimmt, 200 m stand auf dem Schild vor dem internationalen Terminal (nachdem ich schon vom nationalen gekommen war), aber in Wirklichkeit war es gut und gerne ein Kilometer.

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