Bahn & Bike

Vom 14. bis 23. Juli habe ich nicht nur meine erste mehrtägige Fahrradtour gemacht, sondern auch zum ersten Mal mein Rad über eine längere Strecke mit dem Zug befördert. Meinen Koffer dagegen habe ich als DB-Kuriergepäck vorausgeschickt (auch eine Premiere).
Und was soll ich sagen: Alles hat (fast) hervorragend geklappt. Es gab nur einige kleinere Wermutstropfen: Die Gepäckabholung hat sich leider stark verzögert, aus den avisierten 14-18 Uhr wurden letztendlich 19.10 Uhr. Meine Hausmeisterin, der ich den Koffer gegeben hatte, während ich arbeiten war, hat sich nicht mal getraut, auf die Toilette zu gehen …

Auch die Fahrt selber (NAH–Mainz–Münster–Warendorf) verlief ohne größere Komplikationen, sieht man mal von der ausgefallenen Klimaanlage im Fahrrad- und Steuerwagen ab, in dem ich auch meinen reservierten Sitzplatz hatte. Die Fenster waren natürlich abgeschlossen, und die Zugbegleiterin wollte sie auf Nachfrage zuerst nicht aufschließen („Das bringt nicht viel, gehen Sie lieber in einen anderen Wagen.“).
Zur Hauptsaison ist in den Fahrradabteilen der ICs die Hölle los, so dass es schon mal vorkommen kann, dass man einige Minuten braucht, bis man sein Rad gefunden (wenn es wundersamerweise plötzlich auf einem anderen Platz steht), aus dem Ständer genommen und zur Tür geschoben hat.

Was gab es bahntechnisch Interessantes? Auf der Hinfahrt eine Verspätung von ca. 10 min, die durch eine Umleitung über S-Bahn-Gleise zwischen Mülheim und Essen noch verstärkt wurde. Von Münster ging es dann weiter mit der NordWestBahn nach Warendorf, dem Startpunkt der Radtour. Interessant ist an der Strecke vor allem die Masse an Pfeiftafeln vor den ungesicherten (zwischen EMST und EWAF dürften es an die 100 sein) und die entsprechend niedrige Geschwindigkeit. Da die Strecke aber parallel zur stark befahrenen und engen B 51/ B 64 verläuft, ist sie mit einer Reisegeschwindigkeit von 45 km/h gerade noch konkurrenzfähig.

Von der Rückfahrt Emden–Münster–NAH gibt es nichts Aufregendes zu berichten, außer dass wie auf der Hinfahrt die Klimaanlage im IC-Fahrradwagen ausgefallen und das Fahrradabteil überbelegt war. Dafür lag die Verspätung bei fast Null, und ich musste diesmal nicht in Mainz umsteigen. Und im Bordbistro habe ich für 2 Euro mit einer Portion Kartoffelsalat sehr günstig meinen Magen gefüllt. Der Regen in AB, der mich dann zum ersten Mal auf der Tour zwang, mein Regenzeug anzuziehen, zählt zu „Höherer Gewalt“. Und auch der Koffer kam pünktlich an, wenn es auch leider nicht möglich war, eine genaue Zustellzeit zu erfahren, so dass ich fast den ganzen Tag zu Hause gewartet habe. Einen Dank an den Fahrer, der den Koffer dann in den vierten Stock gewuchtet hat, weil ich zu faul war, ihm entgegen zu gehen …

Stichwörter: , ,

Einen Kommentar schreiben